Aus meinem Nähzimmer / Fra mit syværelse

  • Ich klinke mich hier mal ein.

    So eine Diagnose ist sicher nicht unbedingt notwendig, nur weil man die ein oder andere „Marotte“ hat. Ich seh es auch nicht unbedingt als ein in Schubladen pressen, wenn eine Diagnose erfolgt.

    Manche unerkannt Betroffene haben auch bis zur Diagnose einen langen Leidensweg hinter sich, weil Dank ihrer besonderen Art (zu funktionieren) auf viel Unverständnis aus dem Umfeld stoßen. Auch kann es ziemlich belastend für den Betroffenen zu sein, immer wieder an vermeintlich selbstständlichen Handlungen/Herangehensweisen zu scheitern. Das hängt aber stark ab von dem Umfeld und dem Werdegang des Betroffenen, also ob er in der Familie verstanden wird, ob er im Berufsleben Anerkennung findet oder eher ständig Misserfolge hat. Mancher Betroffene fühlt sich irgendwann einfach nur noch dumm, ohne es tatsächlich zu sein.

    Und auch bei ADS/ADHS sind die Ausprägungen der verschiedenen Merkmale von Betroffenen zu Betroffenen stark unterschiedlich. Die einen können zum Beispiel gerade deshalb gut Mutlitasking, für andere ist das der Endgegner. Auch wird das jeweilige AD(H)S-Erscheinungsbild von Betroffenen im Laufe des Lebens durch die gemachten Erfahrungen beeinflusst. Heißt also, es kommen zum Beispiel Versagensängste dazu, Depressionen.

    Aus einem fröhlichen, quirligem Kind wird dann mitunter eben ein in sich gekehrter, von Depressionen und innerer Unruhe geprägter Erwachsener.

    Wenn dann also irgendwann im Laufe der Zeit, möglichst früh eine Diagnose erfolgt, dann kann das für den Betroffenen auch gut tun. Vor allem, weil es Betroffenen dann eine Erklärung für dieses oder jenes liefert. Warum man sich in bestimmten Bereichen quasi selber im Weg stand, warum man von der Umgebung eben so oder so wahrgenommen wurde.


    Was es meines Erachtens nicht sein sollte: Eine Entschuldigung für alles (was man verbockt).

    Und was ich so richtig furchtbar finde: Eltern, die nichts besseres zu tun haben, als jedem den sie kennenlernen, in den ersten 5 Min. vom AD(H)S ihres Kindes in Kenntnis zu setzen, wenn Erwachsene mit ihrer eigenen Diagnose so hausieren gehen sehe ich das ebenso.

    Dann nämlich ist die Gefahr groß, dass es auch Menschen erfahren, die darüber null Ahnung haben und sich auch nicht weiter informieren möchten und DANN herzlich Willkommen in der Schublade!

    Wobei ich da wieder einschränken muss, da es ja auch inzwischen einige gibt, die bei Insta etc. das Thema auch als Betroffene aufgreifen. Das kann aus der Sicht von Betroffenen für Betroffene teilweise auch hilfreich sein.

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  • Danke, das stimmt schon.


    Wenn man im Beruf nicht ins Schema passt, macht das Probleme.


    Aber jetzt als Rentnerin ist mir eine Diagnose unwichtig , Psychopharmaka will und brauch ich nicht und ich komm mit meinem Leben so gut klar.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Schwierig wird es auch, wenn Menschen mit dieser Diagnose auch in ihren Kindern diese Diagnose zu sehen meinen, und das problematisieren, so dass die Kinder garnicht wirklich die Chance haben, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, sondern unterschwellig gleich entschuldigt werden. Es ist für alle nicht einfach, einen hilfreichen Weg zu finden.

  • Do-it Das stimmt natürlich. Sofern kein Leidensdruck vorhanden ist, braucht es auch nicht unbedingt Diagnose.


    Kreuzschnabel Ja, ich glaube ich weiß was du meinst. Umgekehrt haben ja einige auch ihre Diagnose erhalten, weil es dann bei den Kindern Thema wurde.


    Trotzdem denke ich die Schublade entsteht nicht durch die Diagnose als solches, sondern dadurch wie damit umgegangen wird. Erwachsene können das ja für sich selber entscheiden aber Kinder sind da so ziemlich ihren Eltern und dem Umfeld ausgeliefert, so dass die Diagnose Fluch oder Segen sein kann.

  • Moin zusammen,


    Minimalziel für heute erreicht. 6 von 10 Reihen sind fertig genäht.


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    Macht Euch einen schönen restlichen Sonntag.

    Liebe Grüße


    Sonja

    Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. Thomas A. Edison

  • Wie immer ca. 1,55*2,20m 😉

    Oh - da hatte ich mich aber verschätzt. Hätte auf knapp 2m Breite getippt.

    Also eher so für ein Doppelbett.

    Ich bin aber auch nicht gut darin, Abstände oder Entfernungen zu schätzen.

    Viele Grüße,

    Margit

  • Eichelberg Das sieht so schön aus. 😍


    Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich bunt liebe? 😀

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