Zeit für einen neuen Stil?

  • Gestern Abend mit ein paar Mädels vom Dorf zusammengesessen und dabei zwischenzeitlich eine auf angenehme Art interessante Unterhaltung. Der Auslöser war, dass sowohl ich meine Wohlfühlkleidung trug, als auch eine andere anwesende.

    Während es sich bei meiner Wohlfühlkleidung aber um eine für mich alltägliche Kleidung aus Jeans, T-Shirt mit Spitzeneinsatz und Sweatblazer (und ich finde das tatsächlich bequem), war bei ihr die Wahl auf Jogginghose, Top und Hoodie gefallen. Als wir dann ins Gespräch kamen, äußerte sie nur kurze Zweifel, ob sie evtl. zu leger für unser Treffen gekleidet sei.

    Wobei es bei mir vermutlich genau die gleiche Bequemlichkeit war wie bei ihr. Ich hatte mich früh für dieses Outfit entschieden, fühlte mich wohl darin und hab es deshalb einfach anbehalten. Sie ist Mutti in Elternzeir und hat vermutlich nichts anderes getan als ich. Für mich war’s ok.

    Zwei andere Mädels sind noch ins Gespräch eingestiegen, ging halt dann auch un die üblichen Trend ms und den persönlichen Geschmack.

    Bleibt aber die Frage:

    Kann man tatsächlich overdressed sein? 😂

    Einmal editiert, zuletzt von tantejutta80 ()

  • Bleibt aber die Frage:

    Kann man tatsächlich overdressed sein? 😂

    ... naja, wenn man sich richtig Mühe gibt, schon 😉🙃...
    Im langen Abendkleid zum EDEKA oder als Mann im maßgeschneiderten Dreiteiler auf'm Kartoffelacker z.B. 😊.
    Aber das wäre dann schon nicht mehr overdressed, sondern eher unpassend, oder :confused: ?
    Wenn man sich einfach so chic anzieht, dass man sich wohlfühlt und dabei eine warme, herzliche Ausstrahlung behält, ist alles okay.
    Wenn man sich "in Schale schmeißt" , um dann arrogant aufs "gemeine Fußvolk" herabzublicken, dann wird es für die vermeintlich "underdressed people" unangenehm ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • tantejutta80 schön zu wissen, dass außer mir noch jemanden gibt der Wohlfühlkleidung anders definiert. Ich nähe meine Kleidung selber und wenn ich mich darin nicht richtig bewegen kann oder sie ist unter bestimmten Umständen unbequem– dann hab ich sie nicht richtig angepasst. So denke ich. Das ist auch der Grund warum ich keine Hosen trage– kaufen kann ich keine, die gut passt und da ich meinen Rockschnitt noch nicht wirklich optimiert habe....🫣.

  • Die Frage war natürlich nicht ganz ernst gemeint und ich hoffe, der lachende Smiley macht das auch deutlich erkennbar.


    Ich denke aber schon, dass der heutige sehr legere Kleidungsstil mitunter schon mal dazu führen kann, dass man schneller als overdressed wahrgenommen wird in schöner Kleidung bzw. sich selber vielleicht nicht so richtig traut, im Alltag die Kleidung zu tragen, die tatsächlich gefällt und sich dann stilistisch nach unten anpasst.

    In dem Fall hab ich mir tatsächlich die Sichtweise angewöhnt, dass vielleicht ja auch einfach nur die anderen underdressed sind. 😂

    Für Alltagsoutfits und Outfits für besondere Anlässe kommen mittlerweile bei mir die gleichen Teile zum Einsatz, da ich es schade finde, wenn Kleidung nur für den besonderen Anlass angeschafft wird, gleichzeitig aber auch nicht bei jeder Festivität gleich aussehen mag.

    Allerdings wird im Alltag „wilder“ kombiniert, also häufig Stilbruch.

    Bei festlichen Anlässen verzichte ich eher auf Stilbrüche, nehme aber bei Privatveranstaltung Rücksicht auf den Gastgeber. Das heißt, ich wähle zwar ein festliches Outfit aber je nach Anlass und meiner Rolle als Gast lasse ich immer noch etwas Luft nach oben.

  • chittka So richtige klassische Jogginghosen im Schlabberlook habe ich eigentlich garnicht und hatte ich auch nie wirklich.

    Ich finde die tatsächlich nicht wirklich bequemer als zum Beispiel eine gut sitzende Jeans oder Leggings.

    Mir rutschen die erstens trotz Kordel und Gummizug ständig vom Hintern und zweitens ist mir das einfach zu viel Stoff.

    Während des Lockdowns trug ich dafür viel Leggings zu kurzen Kleidern oder Longshirts bzw. -pullis. Außerdem hatte ich mir Sweatpants (nur ein bisschen weiter als Leggings) aus schönen gemusterten Stoffen genäht, das ist zwar modisch auch nicht preisverdächtig aber gerade im Winter, unter dem langen Mantel oft nicht gleich als Schlumperklamotte erkennbar, falls ich doch mal spontan irgendwo hin musste. 😂

  • Als wir dann ins Gespräch kamen, äußerte sie nur kurze Zweifel, ob sie evtl. zu leger für unser Treffen gekleidet sei.

    Öh, wenn ich mich unter Freundinnen treffe, schaue ich normalerweise deren Kleidung nicht wirklich an. Außer ich sehe einen spannenden Schnitt oder so.


    Overdressed bin ich mir tatsächlich schon mal vorgekommen, weiß nicht mehr, wo das war. Aber letztlich verliert sich das ggf. schnell, wenn die Gesellschaft passt. Und ja, auch ein Kostüm kann bequem sein. Daher mein Faible für Naturstoffe.

    Herzliche Grüße

    Monika

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