neue Nähmaschine (preislich "Mittelklasse") gesucht - Entscheidungshilfe / Erfahrungen?

  • Erstmal Hallo, ich bin neu im Forum :)


    vielleicht bekomme ich hier gute Tipps und Erfahrungen, ich benötige eine neue Nähmaschine.


    Zu mir und meinen Ansprüchen: Seit meiner Kindheit nähe ich zwar, aber ich habe keine besondere Ausbildung, würde mich als geübte Hobbyschneiderin bezeichnen. Ich habe lange Zeit nur sehr wenig genäht, aber seit ca. einem Jahr nähe ich sehr viel, insb. für meine Tochter v.A. Baby/Kinderkleidung: aus Jersey, viel aus Musselin und Wollwalk. Aber auch manchmal was für mich oder meinen Mann, manchmal auch Reparaturen wie einen neuen Reisverschluss in einer Jacke oder so.


    Anfangs habe ich auf meiner "Kindheitstage"-Singer genäht, die hat mich aber bald nur noch frustriert, also habe ich mir eine Carina Professional im Internet bestellt und war damit auch sehr bald frustriert, weil Sie schon kurz nach dem Kauf Probleme gemacht hat und fehlerhaft genäht hat. Also eingeschickt, neue erhalten, selbe Probleme wieder. Jetzt gebe ich sie gänzlich zurück und möchte mir ein anderes Modell kaufen.


    Die Carina hat mir von dem, was sie kann (wenn sie vernünftig nähen würde!!!) sehr gut gefallen und ich bin traurig, dass sie nicht wirklich robust zu sein scheint. Eine Computernähmaschine würde ich jederzeit wieder kaufen, aber wichtiger als 100erte Zierstiche ist mir Verlässlichkeit, Robustheit, Langlebigkeit, einfach Qualität!! Knopflochautomatik wäre wirklich von Vorteil für mich, das mag ich sehr ;) Ansonsten ist das meiste glaube ich einfach Gewohnheit... Preislich will ich max. 600 Euro ausgeben.


    Diesmal will ich auf jeden Fall im Fachhandel (inkl. Werkstatt vor Ort) kaufen und habe mich vom Laden meiner Wahl auch schon online beraten lassen. Weil ja Lockdown ist kann ich leider nicht zum Probenähen kommen. Aber ich brauche einfach möglichst schnell eine funktionierende Nähmaschine, eben WEIL Lockdown ist..


    Mir wurden nun vom Geschäft meiner Wahl ein paar Modelle empfohlen und ich wollte gerne Meinungen dazu hören (und ggf. alternative Vorschläge!!)



    - Brother A150

    - Brother A50

    - Elna 520s



    Vielen Dank und viele Grüße!

  • Ich habe auf verschiedenen Brothermodellen in Nähkursen genäht und war nicht so überzeugt! Mit Elna habe ich noch nie genäht. Ich bin ein Freund der Pfaff und Bernina Maschinen. Juki soll auch nicht schlecht sein. Da musst du mal schauen, was so in deine Preisvorstellung passt. Viele Fachhändler bieten auch günstig Ausstellungsmaschinen oder gebrauchte, gewartete an. Wenn du einen Fachhändler vor Ort hast, dann frag doch mal, ob man dir für ein paar Tage die Maschinen zum Probenähen zur Verfügung stellt. So ähnlich, wie click & collect. Nur du bringst die dann nach ein paar Tagen wieder zurück. Ich hoffe, dass du schnell eine für dich passende Maschine dein eigen nennst.

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  • ...aus deiner Auswahl würde ich mir am ehesten die Elna anschauen.

    Über Brother hat mir mal ein Mechanikermeister (Bruder eines Nachbarn mit eigenem Nähmaschinengeschäft in HH) gesagt, dass die Stickmaschinen und die hochpreisigen Nähmaschinen top sind, dass aber bei den Nähmaschinen im eher niedrigen Preissegment (und dazu gehören die beiden, die du vorausgewählt hast, leider noch ) an der Materialstabilität in der Mechanik der Maschinen gespart wird - dafür gibt es mehr "Schnickschnack".
    Wo deine Prioritäten liegen, musst du selbst entscheiden :*!

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Hallo,

    danke dir für deine Antwort.


    Was genau hat dich denn an Brother gestört? Kannst du das ein bisschen genauer beschreiben? War das eher im Sinne von individuell in der Bedienung nicht so passend, ein Gefühl von Unzufriedenheit oder hattest du gehäuft (technische) Probleme damit, war das Stichbild nicht gut, gab es häufig Probleme beim Nähen mit bestimmten Stoffarten oder bei dickeren Lagen..?


    Bernina hat natürlich einen guten Ruf, den lassen sie sich auch teuer bezahlen. Ich glaube da finde ich nichts in meinem Budget.

    Welches Modell von Pfaff würdest du denn empfehlen? Von Juki hab ich auch gutes gehört, aber ich will mich nicht ausschließlich von Markennamen leiten lassen. Bernina, Pfaff und Juki sind jedenfalls alles Marken, die das Geschäft auch führt, in dem ich gerne kaufen würde.


    Und ja, abholen und testen wär auch mein Gedanke gewesen, aber darauf sind die jetzt nicht so eingegangen. Auch irgendwie verständlich, dass sie jetzt ihre Maschinen nicht so austeilen wollen, wahrscheinlich bin ich auch nicht die einzige, die auf so eine Idee kommt. Aber wenn ich mir von dort die Nähmaschine bestelle (telefonisch oder online) hätte ich ja ohnehin ein Rücktrittsrecht, sollte ich tatsächlich nicht zufrieden sein mit meiner Wahl.


    Danke!

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  • Wenn du Jersey nähen möchtest, würde ich an deiner Stelle auf einen verstellbaren Nähfußdruck achten. Ohne ist es ggf. ziemliche Trickserei, die Säume schön zu nähen. Welche Maschinen das im Bereich deiner Preisvorstellung haben, weiß ich leider nicht, aber bei diversen online Händlern findest du gute Vergleichsmöglichkeiten.

  • Über Brother hat mir mal ein Mechanikermeister (Bruder eines Nachbarn mit eigenem Nähmaschinengeschäft in HH) gesagt, dass die Stickmaschinen und die hochpreisigen Nähmaschinen top sind, dass aber bei den Nähmaschinen im eher niedrigen Preissegment (und dazu gehören die beiden, die du vorausgewählt hast, leider noch ) an der Materialstabilität in der Mechanik der Maschinen gespart wird - dafür gibt es mehr "Schnickschnack".
    Wo deine Prioritäten liegen, musst du selbst entscheiden :*!

    Danke, noch eine Stimme gegen Brother...

    Das stimmt v.A. die Brother a150 kann natürlich viel mehr als zB die mir empfohlene Elna. Und das hätte mich jetzt natürlich schon gelockt, aber wenn meine Freude dann wieder nur von kurzer Dauer ist, hab ich ja auch nichts davon. Von Elna hab ich bisher sehr wenig gehört und gelesen, hab kaum Berührungspunkte zu der Marke.

    Danke für deine Antwort.

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  • Alle Maschinen von Brother, auf denen ich genäht habe, waren sehr laut. Und irgendwie hatte ich auch nicht das Gefühl da steht was solides vor mir. Verstehst du was ich meine?

  • Wenn du Jersey nähen möchtest, würde ich an deiner Stelle auf einen verstellbaren Nähfußdruck achten. Ohne ist es ggf. ziemliche Trickserei, die Säume schön zu nähen. Welche Maschinen das im Bereich deiner Preisvorstellung haben, weiß ich leider nicht, aber bei diversen online Händlern findest du gute Vergleichsmöglichkeiten.

    Ja, danke für den Hinweis, davon hab ich jetzt auch schon öfter gelesen. Ich hatte mit meinen bisherigen Maschinen nie das Problem, dass sich Jersey gewellt hätte, also rein praktisch wär mir das nie aufgefallen - ohne dass ich da rumstellen hätte müssen. Aber für die Zukunft bestimmt ein wichtiger Punkt. Danke dir.

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  • Alle Maschinen von Brother, auf denen ich genäht habe, waren sehr laut. Und irgendwie hatte ich auch nicht das Gefühl da steht was solides vor mir. Verstehst du was ich meine?

    Ja, danke. Vermutlich so, wie meiner Anfänger-Singer die mich früher in den Wahnsinn getrieben hat ;) Die Frage ist nur, ob ich zu dem Preis, den ich mir vorstelle, was solides bekomme. Dabei finde ich 600 Euro eh schon viel Geld. Da muss doch was höherwertiges rausschauen, als die günstigen Nähmaschinen die man so für 100 - 300 Euro bekommt? Oder ist das tatsächlich auch schon egal und man muss für wirklich gute Nähmaschinen 1000+ hinlegen? Sollte ich lieber noch ein bisschen sparen? Ist das schwierig zu entscheiden...

  • ich stand vor kurzem vor einer ähnlichen Entscheidung wie du und da mir auch der Nähfußdruck wichtig war und zudem das IDT , ist es eine Pfaff Passport geworden. Bis auf kleinere Meinungsverschiedenheiten sind wir nun auch gute Freunde.

    Bei Brother muss man ins höhere Segment gehen für den Nähfußdruck.

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  • Und eine Computermaschine ist die Pfaff Select auch nicht, sondern 80er Jahre Technik mit 4-Stufen Knopfloch.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

  • Da wäre mir jetzt auch die Pfaff Passport eingefallen, die passt zu deiner Preisvorstellung. Bei Juki hat die Mittelklasse keinen verstellbaren NFD, nur die kleine h80 oder dann wieder die DX Serie. Führt dein Händler auch Husqvarna? Die Opal Serie hat einiges zu bieten und kostet nur geringfügig mehr.

    -----------------------------
    LG
    Karin

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  • staeffue

    ich will ja nicht in Abrede stellen, dass 600 Ocken ein Haufen Moos sind, aber im Vergleich zu dem, was man im Laufe der Jahre so für Smartphones ausgibt ;) ....
    Unsere Großmütter mussten ein durchschnittliches Monatseinkommen (vom Opa) für die in den Haushalt gehörende Nähmaschine ausgeben :pfeifen: ...
    Guck mal, die hier kostet nur einen Hunderter mehr als dein Limit - wenn du das erübrigen könntest, hättest du eine, mit der du "alles" machen kannst.
    Es ist m.W. die preiswerteste Maschine mit Kniehebel zum Anheben des Nähfußes (für mich etwas, auf das ich keinesfalls verzichten mag).

    Ich kenne diese Maschine nicht "persönlich", aber Janome ist eine grundsolide und zuverlässige Marke, die ich sehr schätze.

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Unsere Großmütter mussten ein durchschnittliches Monatseinkommen (vom Opa) für die in den Haushalt gehörende Nähmaschine ausgeben

    :daumen: Genau so ist es.


    Auf der Liste steht ja auch schon die Elna 520s. Diese kenne ich zwar auch nicht, aber wenn man bei Wikipedia mal nachschaut, dann werden die wohl jetzt von Janome gebaut.

    Und mit meiner Janome bin ich voll zufrieden.


    Es ist m.W. die preiswerteste Maschine mit Kniehebel zum Anheben des Nähfußes (für mich etwas, auf das ich keinesfalls verzichten mag

    Und den Kniehebel möchte ich auch nicht mehr missen.

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  • Nach wie vor finde ich die Janome 230DC sehr gut und für das, was Du willst, absolut tauglich - nur Musselin habe ich nicht mit ihr genäht und entsprechend keine Erfahrung damit. Ist halt weder Brother noch Elna, wobei Janome und Elna wohl vom gleichen Band laufen.

    Beim Nähpark wird die Maschine im "Nähratgeber - Bereich ausführlich vorgestellt, auf meinem Blog gibt es auch einen kleinen Einblick.

  • Hummelbrummel


    genau den Beitrag auf deinem Blog, sowie den Nähratgeber, habe ich damals wie ich vor der Entscheidung stand auch gelesen. Es ist dann eine Maschine dieser Marke auch geworden. ;)

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  • Ich finde es wichtig, daß eine Nähmaschine einen verstellbaren Füßchendruck hat, wenn ich regelmäßig Jersey- oder Sweatstoffe vernähen will ohne großen Wellenschlag vor dem Nähfüßchen zu haben. Schau' Dich bei den Nähmaschinen von Elna oder Janome um.

    ... egal wo ich mich verstecke, das Chaos findet mich zielsicher ... :pfeifen:
    Was aus Stoff entsteht, ist nur durch die Fähigkeit derer begrenzt, die mit ihm arbeiten.

    Mode hat eine praktische Funktion: uns großartig :biggrin: aussehen zu lassen (Donatella Versace)

  • Danke für die vielen Rückmeldungen, ich werde mir jetzt die erwähnten Maschinen mal näher anschauen und fragen, ob unser Nähmaschinengeschäft diese auch auf Lager hätte.


    Ich bin nämlich überhaupt nicht auf Brother oder Elna fixiert, das waren eben nur das Beratungsergebnis vom Geschäft meiner Wahl.


    Hummelbrummel: Die Janome 230DC klingt ja von dem was sie kann eh sehr ähnlich wie die Elma. Nur um einiges günstiger... mhh, was macht den Preisunterschied wohl aus? Und hast du Erfahrung mit Nähpark als Händler? Danke für den Tipp, die schau ich mir auf jeden Fall noch näher an.


    Devil's Dance: Auch danke für den Janome Decor 710 Tipp, die würd mich auch anlachen. Vielleicht ziehe ich die auch in Betracht. Bei meinem "Nähmaschinen-Dealer" kostet das Modell nur noch mal gut 100 Euro mehr...


    Und was die Kosten etc. angeht: Ich finde den Großmütter-Vergleich kann man halt nicht ziehen, das ist ja bei vielen Gegenständen und Produkten so. Vieles ist für viele erschwinglicher geworden, dafür bewegt sich die Produktion halt allgemein mehr in Richtung wegwerfen statt reparieren. Und Inflation kommt auch noch dazu, naja. Und dann ist es natürlich auch die individuelle Wertigkeit und Liquidität, ob man jetzt lieber für Handys, Pcs, Reisen oder Nähmaschinen sein Geld ausgibt... Mir ging es halt darum: Zahlt es sich aus, 600 Euro für eine Maschine auszugeben? Oder macht es kaum Qualitätsunterschiede ob ich mir was für 300 oder 600 kaufe, weil wirkliche Qualitätssprünge hat man eh erst im Bereich ab 1000+ ?


    Und die Pfaff-Stimmen (Passport) sind natürlich auch gut, Pfaff hatte ich im Kopf eigentlich als Inbegriff für Qualität abgespeichert.


    Die vielen Tipps machen das Entscheiden nicht leichter ;) Ich frage vielleicht nochmal im Geschäft meines Vertrauens nach, welche von den genannten sie mir anbieten könnten bzw. binge noch den Punkt des einstellbaren Nähfußdrucks mit ein, der scheint ja fast Grundvoraussetzung zu sein.

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