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Stichezähler bei reinen Stickmaschinen - warum?

  • Bei Angeboten von gebrauchten Stickmaschinen wird fast immer der Stand des Stichezählers angegeben oder von Interessenten abgefragt.

    Warum hat eine reine Sticki überhaupt den Zählerstand? Warum ist eine hohe Zahl negativ für die Maschine?


    Bei Kombimaschinen und bei Nähmaschinen werden die Stiche nicht gezählt. Es wird also nicht auf die häufige oder wenige Benutzung mit Zahlen hingewiesen.

    Wieso ist eine hochwertige Stickmaschine mit vielen Stichen weniger wert?

    Was nutzt sich da denn so heftig ab?

    Natürlich ist eine regelmäßiger Wartung erforderlich aber diese Maschinen zeigen eine nötige Wartung ja auch an.

  • Also die Kombimaschinen von Pfaff haben auch einen Stichzähler und ich finde ihn sehr sinnvoll, denn bei jedem Stich, den die Stickmaschine macht, erfährt der Stickrahmen eine Richtungsänderung, d. h. der Stickarm ist sehr gefordert und leiert auf die Dauer aus. Bei Nähmaschinen gibt es so eine Belastung nicht.

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  • Ich denk, es ist nicht nur der Stickrahmen sondern auch der Rest der Mechanik.

    Das wird bei den vielen schnellen Stichen schon mehr belastet.


    Bei manchen Pfaff-Nur-Nähmaschinen kann der Fachmann auch auslesen, wie viele Stunden sie angeschaltet war und wie viele Stunden (davon) sie genäht hat, das gibt auch einen Eindruck, wie viel die Maschine schon belastet wurde.


    Grundsätzlich hängt Verschleiß aber von mehreren Faktoren ab.

    Z.B. verschleißt eine Maschine, die richtig gepflegt/gewartet/geölt ist weniger, als eine, die "auf Dreck" oder trocken läuft.


    Meine gebrauchte Stickmaschine weist sehr deutliche Gebrauchsspuren auf, z.B. ist der Greiferbereich unter der Spulenkapsel total zerkratzt und zerfurcht, da muss o manche abgebrochene Nadel mitgelaufen sein. Trotzdem stickt sie meist beeindruckend gut.

    Allerdings glaube ich, an manchen Stellen schon Verschleiß zu merken, z.B. wenn der Unterfaden leer ist, verschluckt sie sich so doll, dass sie dann gar nicht mehr näht/stickt. Dann muss jedes Mal die Spulenkapsel raus, alles peinlichst gereinigt werden (auch wenn man das kurt vorher gemacht hat), die Maschine ausgeschaltet und wieder angeschaltet werden. Meistens geht's dann wieder. Manchmals braucht's aber auch einen zweiten Anlauf. Für mich fühlt sich das so an, als wäre da was ausgeleiert. Aber ich bin kein Fachmann.

  • Disaster

    Added the Label FRAGE
  • Also ich hatte jetzt 3 Stickis und keine meiner Maschinen ist unter dem Greiferbereich udg zerkratzt. Da müssen dann schon grosse Kräfte dran gewesen sein.

    Normalerweise wird die Maschine beim Sticken ja nicht so beansprucht wie eine Nähmaschine. Da wird nicht am Stoff gezogen, über RV oder verdickte Stellen genäht udg. Und eine Bluse zB. benötigt auch viele Nähstiche.

    Ganz kann ich Eurer Betrachtung nicht folgen.

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  • Doch, Sticken nutzt die Mechanik stärker ab - soviele und so schnelle (Zickzack)Stiche machst Du mit 'ner Nähmaschine nicht.

    Und Du hast ja nicht nur den Nadelkopf bzw. bei Haushaltsstickis i.d.R. die Nadelstange, der/die sich bewegt, sondern auch den Stickrahmen, der wandert. Alles bringt Schwingung in die Maschine.


    Und: Die Geschwindigkeit mit der das läuft, die unvermeidliche (trotz ölens) Reibung der Teile, die das Sticken erst möglich machen...

    Das stresst die Maschine.


    So oft näht man nicht über dicke Stellen, und das macht man auch nicht volle Pulle.

    Und gefühlvoll in einzelnen Stichen irgendwo durch, schlägt nicht so in's Kreuz (bzw. hier: in die Nadelstange und deren Aufhängung) wie dauerhaftes schnelles rumgehüpfe durch mäßig wiederständigen Untergrund (Stoff + mindestens 1 Lage Vlies in straff gespannt... das ist die Geschichte mit dem Wasser, das doch Balken hat.)

    Und am Stoff zieht man eh nicht - man führt ihn ggf. damit man schön um die Kurve kommt, aber niemals zieht man dran. Wenn teile so schwer sind, das sie durch's Eigengewicht ziehen, unterstützt man genau da (Oder hat bzw. bastelt sich eine Flachbettmaschine zurecht.)


    (Wir reden von Präzisionsmechanik, die hier tatsächlich an die (Dauer)Belastungsgrenze geführt wird.)

  • Ok

    Gibt es irgenwo Betrachtungen oder Aussagen für wieviele Stiche eine hochpreisige Sticki ausgelegt ist?

    Kann man eine teure Sticki ( Neupreis 2.000 bis 5.000 Euro) nach 20 Mill oder 10 Mill Stiche wegschmeißen?

    Dann hätte sie aber eine geringe Nutzungsdauer.

    Wenn ich bedenke dass ein Lace Stern mittlerer Größe schon 26.000 Stiche hat........

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  • ...also, ich fände es als Interessent für eine "Gebrauchte" schon hilfreich zu wissen, wie intensiv sie genutzt wurde.
    Eine Maschine kann schließlich (so wie meine :o ...) im Wesentlichen "rumstehen und hübsch aussehen" oder aber jeden Tag hart malochen müssen.

    Wenn beide, sagen wir mal, 2jährig zum Verkauf angeboten werden, würde ich sicher für die weniger genutzte einen höheren Preis zu zahlen bereit sein.

    Das ist doch bei Autos genau so - weniger Kilometer auf'm Tacho = höherer Preis :cool:

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Wie gesagt: Die Stichzahl allein macht's meiner Meinung nach auch nicht.


    1 Mio Stiche auf einer sauberen und gut geölten Maschine sind eine andere Sache als z.B. 1 Mio Stiche bei Staub und Fusseln in den beweglichen/reibenden Teilen – oder gar in einer Mischung aus schlechtem Öl und Staub und Fusseln...


    Dann spielt sicher auch die Grundausstattung der Maschine eine Rolle (ob das Modell von vorneherein hochwertig und solide gebaut ist oder eher unteres Niveau).


    Trotz allem bin ich von meiner alten und offensichtlich sehr viel genutzten und wohl auch gequälten Janome 10001 immer wieder beeindruckt. Da muss solide Mechanik drinstecken, sonst täte sie's nicht mehr so.


    Trotzdem habe ich mich jetzt für eine neue entschieden, v.a. wegen des lästigen händischen Sprungstich - Schneidens und weil bei der alten der Unterfadenwächter nur selten funktioniert und eine leere Unterfadenspule die Maschine immer völlig aus dem Tritt bringt. Und größere Rahmen sind auch toll...

    Aber Sticken tut die alte noch einwandfrei. Nähen übrigens auch.


    Und wie gesagt: Als ich meine gebrauchte Pfaff Performance kaufte, wusste ich, wie viele Nähstunden und wie viele Stunden "eingestaltet" sie schon auf dem Buckel hatte, weil man (der Fachmann) das bei der auslesen kann und fand den Preis im Verhältnis dazu ok.



    .

  • Ich verstehe den Sinn deiner Frage nicht wirklich :confused:...
    Wer sagt denn , dass du die Stickmaschine wegschmeißen sollst?


    Willst du eine kaufen oder verkaufen?

    Wenn du verkaufen willst, überleg am besten, was du selbst dafür noch ausgeben würdest.

    So ein Perspektivwechstel ist m.E. immer hilfreich.
    Wenn du selber kaufen willst, warte, bis ein passendes Angebot vorbeikommt.


    Bei Pferden sagt man:

    "Das Pferd ist so viel wert wie der Narr zu zahlen bereit ist."

    Ich denke, für Näh- und Stickmaschinen glt das genauso :pfeifen: ...

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Wenn eine heutige Nähmaschine 20 Mio Stiche hinter sich hat, ist sie auch bei regelmäßiger Wartung und Reinigung/Ölung ziemlich am Ende.

    So ein altes Eisenschwein bis zum Ende der 1960er kann da bei guter Pflege deutlich mehr.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


  • Warum bei der Sticki gezählt wird und bei der Nähmaschine nicht?

    Ich vermute mal das hat schlicht mit der Entwicklungsgeschichte zu tun. Nähmaschinen sind nicht immer computerisiert und seit Jahr und Tag werden gebrauchte ge- und verkauft.

    Stickis sind viel jünger und immer mit Computer versehen, warum also nicht mitzählen. Macht ja eben beim Verkauf/Kauf schon einen Unterschied. Und in Sachen Nähmaschine gilt hier-welche würdest Du lieber kaufen - die vom Fachmann durchgesehene und gewartete oder die "Katze im Sack"-Maschine? Hier liegt aufgrund der Tatsache dass es Nähmaschinen schon sehr lange gibt die Bewertung nicht so sehr danach wieviel Stiche sondern nach Allgemeinzustand. Könnte man bei der Sticki auch so halten (und ist sicherlich auch sinnvoll, Stichanzahl sagt ja zb nichts über Wartungshäufigkeit etc), die Angabe der Stichzahl ist schlicht ein Hinweis. Auto kauf ich auch nicht rein nach Kilometerstand, dennoch macht es einen Unterschied obs 40000km oder 240000km sind ;)

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  • Aline

    Also, was der Zickzackvergleich soll, versteh ich nicht so. Beim Sticken bewegt sich die Nadel niemals seitlich. Und der Stoff zieht auch nicht an der Nadel, da die Bewegung des Rahmens genau darauf abgestimmt ist, wenn die Nadel oben ist.


    Stichzähler gibts nicht nur bei reinen Stickmaschinen. Die Stichzahl gibt einen Anhaltspunkt, der zusammen mit dem restlichen Zustand und dem Alter bei der Einschätzung der Maschine hilft.

  • Ich danke Euch für Eure Antworten.

    Ich frage grundsätzlich.

    Wir hatten darüber eine Diskussion mit Hobbyschneiderinnen bei einem Verkauf einer Stickmaschine.


    Bei Gebraucht Stickmaschinen wird immer gleich nach den Stichezähler gefragt. Ist er niedrig, sagen die Interessenten ok und der Preis ist oft nahe am Neupreis.

    Ist er hoch (was immer die Anzahl da ansagt) gibt es als Antwort oh das ist mir zu hoch. Obwohl der Preis entsprechend niedriger ist.

    Darum die Frage ob eine hochpreisige Sticki mit regelmäßiger Wartung bei 4-5 Jahren Nutzungsdauer und so 15 Millionen Stiche schon so abgewirtschaftet ist dass sie nix mehr wert ist. Ich finde das bedenkenswert.

    Bei einem Neupreis weit über 2.000 Euro ist das doch kein Wegwerfprodukt.

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  • Naja so sind die Menschen halt-man hakt sich gern an Daten/Zahlen etc ein.


    Letztlich ist es nur eine weitere Info. Denn man kann eie Sticki mit wenig Stichen haben, nie gereinigt dafür mit Olivenöl "gepflegt" und eine mit vielen Stichen die immer gut gepflegt wurde. Die Stichanzahl alleine ist es halt auch nicht....

    Naja und der Preis ist eben Angebot und Nachfrage, wenn Kunden bei geringee Stichanzahl bereit sind mehr zu zahlen dann kosten die eben mehr. Ich denk die meisten sagen sich - ach da wurde noch nicht soviel gestickt, da kann nicht viel kaputt sein.

  • Also, wenn ich meine oft gestickten Motive anschaue, wird meine Maschine die 15 mio auch in der Zeit schaffen. Aber dann wird sie noch nicht den Geist aufgeben. Allerdings liegt deren Neupreis über 6000 Euro.
    Meine Topaz 30 lag bei 2300, wurde viel genutzt und ich habe sie nach drei Jahren für 1800 verkauft.
    Wenn jemand nur wegen der Stichanzahl abspringt, kann es auch daran liegen, dass er einfach keine Ahnung hat, auf was es ankommt.

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  • Tanja711 Das Zickzack stand in Klammern - bei Kombimaschinen wird das nie eine reine Geradstichtechnik innendrin sein, bei reinen Stickis schon.

    Und die Aufhängung /Nadelstangenhalterung einer Zickzacktauglichen Maschine wird eventuell doch mal ausschlagen, wenn sie oft genug nur rauf- und runter in Mittelstellung hatte... das notwendige Spiel, das die Aufhängung für Zickzackfunktionen bei Kombimaschinen haben muss, ist auch der Knasus knaxus...


    ;)

    Und der Klebevlies hält auch niemals per Klebe die Nadel fest (da muss dann etwas mehr gezerrt werden, um raus zu kommen, beispielsweise...) bzw. gibt der Nadelspitze und von da aus dann durchgehend durch die ganze Mechanik eine Aufprallschock?

    Ich red hier nicht von großen Belastungen, sondern von den winzigkleinen Dauerbelastungen.

    (Der Effekt der schwingenden Tische kommt ja auch von nix, nech?)


    Selbst beim handsticken merkst Du, wenn die Nadel den Stoff trifft - das wird auch die Mechanik einer Stickmaschine merken, das sie trifft.

    Je kürzer die Abstände zwischen 2 solchen Erschütterungen, desto mehr schaukelt sich die Wirkung auf.


    Btw. ich kann maschinengesticktem rein optisch nix abgewinnen, hab aber aus Neugier mal Profimaschinen (> 10 Farben und tendenziell eher fabrikhallentaugliche Außenmaße) genauer betrachtet (Gelegenheit und Diebe, nech?). Rein technisch find ich die und auch andere Maschinen nämlich durchaus spannend... diese Maschinen standen nicht einfach so rum. Bzw. hätten am Endaufstellungsort nicht einfach so auf dem Betonboden gestanden. Da kamen Schwingungsdämpfer unter die Standfüße...irgendwas haut da rein.

    (Und bei der Gelegenheit festgestellt: Für das Geld, das so manche Haushaltssticki kostet, kann Frau sich auch was "industrieelles" hinstellen. Sieht halt nicht so schnuckelig aus...)

  • Hier geht’s aber schon noch um den Stichzähler und nicht darum, ob es sinnvoll ist, privat eine Näh- Stickombi zu besitzen? Sorry, aber du tust, als wäre es jedesmal ein Risiko, die Maschine zu benutzen. Wo sich was bewegt, wird auch was verschlissen. Das ist doch normal.

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  • Du misverstehst mich.


    Ich gönn jedem seine Sticki, seine Näh-Stick-Kombi und auch sonst jedes technische Spielzeug.

    (Ich kenn durchaus Leute, die sammeln Kettensägen, reparieren die, und nutzen sie dann im Wald - das dürfte durchweg deutlich riskanter sein, als eine egal wie alte Sticki zu nutzen...)


    Wo sich was bewegt, wird auch was verschlissen. Das ist doch normal.

    Sag ich doch.

    Nur länger ...


    (Ich würd den Stichzähler so einordnen, wie den km-Zähler im Auto - gibt einem 'nen Hinweis, sagt aber nix über den tatsächlichen zustand des geräts. Ein Auto kann auch mit 10.000 km auf'm Tacho irreparrabel durch sein. Ohne sichtbare Unfallschäden.

    Andererseits sind bei mehr Laufleistung auch manche Abnutzungsschäden wahrscheinlicher...)


    (Grins* Das Leben ist eine Krankheit. Endet immer tödlich, und wird i.d.R. sexuell übertragen.

    Von daher: Das Risiko durch die Nutzung einer Haushalts-Sticki um's Leben zu kommen... dürfte überschaubar sein.)

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