Mindestgarderobe - Eine antiquarische Aussage

  • Guten Morgen,
    ich schmökere ja gern einmal in Büchern.
    So ist mir vor Tagen diese Aussage unter die Augen gekommen, die ich nun einmal zur Diskussion stelle.


    Unter dem Oberbegriff Zusammenstellung der Garderobe aus dem Buch: " Kleine Enzyklopädie Die Frau " steht

    "Mindestgarderobe einfarbig
    1 Mehrzweckmantel, knielang ( bequemer Schnitt, anpassungsfähiges Material, Ausknöpffutter)
    1 leichter Kurzmantel oder lange Jacke, wetterfest, legere Form, eventuell abknöpfbare Kapuze
    1 Kostüm mit Hose, einfarbig zu Mänteln passend
    2 Blusen mit variablem Ausschnitt, ungemustert davon 1 mit festlichem Charakter (dünnes, weiches Material)
    2 Pullover strukturiert und glatt, einfarbig
    1 Strickjacke geeignet zum Übereinandertragen
    1 Kleid zum Unterziehen von Blusen und Trikotagen (Mantelkleid, Kittelkleid)
    1 Einzeljacke, 1 Einzelrock, 1 Einzelhose - diese Teile sollen sich vom Vorhandenen abheben durch mehr zweckbezogene Machart, Farbe, Struktur ( mehr sportlich, mehr elegant, mehr sommerlich/winterlich wirkend )



    Sind diese für beinah jeden notwendige Teile vorhanden, kann man sie wunschgemäß ergänzen durch individuell Betontes."


    Das Buch ist von 1961 - also so alt wie ich :). Wie seht ihr das - ist die heutige Ausrichtung noch immer so? Gibt es eine Anzahl Basics?


    Ich habe meinen Kleiderschrank kritisch angesehen und da liegt natürlich viel mehr als diese Grundgarderobe. Aber es gibt nur wenige Basics, außer die schwarzen Stücke, die natürlich mit allem Kombinierbar sind.


    Schaut ihr in eure Schränke und sagt mal, ist die Enzyklopädie überholt? Oder würde man sich, wenn es diese Basics gäbe die Frage nach dem WAS ZIEHE ICH HEUTE AN??? leichter machen?

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

  • Oh je. :)


    Blusen, Pullover, Strickjacke (Twinset) würde ich noch unterschreiben. Dann aber eher ergänzt durch Jeans, Stoffhose und einige Basis-Shirts. Und Schals, und Tücher! Viele viele Schals und Tücher.

    Aus "gilowyn" wird Gila... man soll das Kind ja beim Namen nennen.

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  • Puh...ich hab eindeutig mehr Klamotten!

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

  • Nanne :), das ist sicher in den meisten Fällen so. Aber hier gehts um die Grundgarderobe. Das was man als Basic ansieht. Ich habe spontan meine schwarzen Stücke dazu gezählt und natürlich die unverwüstlichen Jeans. Und dann kam der rostrote Pulli in meinen Sinn. Insofern ist es nicht die Anzahl, sondern das "Gerüst" was man hat und ob man sich dieses auch bewusst wählt oder wahrnimmt?

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

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  • Ich denke, dass die Wahl „was ziehe ich heute an?“ mit einer sinnvollen Basis im Kleiderschrank viel von seiner Qual verlieren würde. Und dass der Grundgedanke immer noch richtig ist: Eine funktionierende Basis braucht gar nicht viele Teile.
    Zuweilen stellt sich das auch ganz von selber her: wenige Basisteile („Lieblingsteile“), die in ständigem Gebrauch sind.


    Wir tun uns aber schwer damit, zu definieren, welche Ansprüche unsere Basisteile erfüllen müssen. Die Standards von 1961 wirken überholt; zu formal.


    Es kann auch sein, dass manche größere oder mehrere Basisgarderoben brauchen, weil sie mehrere Rollen erfüllen müssen. Für jede Rolle die abgestimmte Basisgarderobe.
    Wir können uns jetzt kritisch fragen, ob der Anspruch, so vielen Rollen gerecht zu werden, uns so gut tut. Wir können uns kritisch fragen, ob der Hype der Individualität und Kreativität uns so gut tut.


    Interessant finde ich die Beobachtung, dass Kleidungsstücke, die gleichzeitig Basisteile und Lieblingsteile sind, meistens welche sind, die mit Person und Rolle einfach übereinstimmen.
    Insofern heißt mein Wahlspruch für die Basisgarderobe: Lieblingsklamotten für jeden Tag!


    Bleibt nur noch die Frage: Wie sieht denn dann heute eine Basisgarderobe aus?
    Sicherlich für jede ein bisschen anders … 2012 ist Individualität nunmal einfach ein Standard.
    Und wie kann ich herausfinden, welche Basis für mich passt?
    Die Wahrnehmung schärfen, gelegentlich andere Kleidungsstücke ausprobieren – oder auch ausprobieren, anders mit vorhandenen umzugehen, Diskussion mit anderen: Feedback geben und Feedback kriegen etc.


    Liebe Grüße
    Schnägge

  • Ich glaube, ich geh das anders an...
    Ich habe Schuhe in verschiedenen Grundfarben, von da aus baue ich nach oben auf...für jede Schuhgrundfarbe gibt es einige Kombies mit passenden Accessoires.... (Hanschuhe, Handtasche, Gürtel usw.)

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • *prust* Und ich dachte noch so.... wie, keine Schuhe? Nanne wird sterben!

    Aus "gilowyn" wird Gila... man soll das Kind ja beim Namen nennen.

  • Nanne echt? So habe ich das noch nie gemacht. Ich zieh was an und dann stehe ich ratlos vor dem Schuhschrank. Manchmal ziehe ich es dann wieder aus und denke - ich müsste mal nach bspw. roten Schuhen schauen gehen.

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

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  • Pfff.... Puma oder Cowboystiefel passen immer. :D Echt, ich habe so überhaupt gar keinen Schuhtick... ich glaube, Nanne macht das für mich wett.

    Aus "gilowyn" wird Gila... man soll das Kind ja beim Namen nennen.

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  • […] Schuhe in verschiedenen Grundfarben, von da aus baue ich nach oben auf […]


    Mal so ganz leidenschaftslos: Klingt überzeugend, die Basis unten anfangen zu lassen. Guter Stand und so (meinetwegen auch auf Nannes HighHeels – wenn sie das kann – ich kann’s net …)
    Und wenn ich überlege, dass ich für eine gute Basis an Schuhen ordentlich Geld hinlege und die mir auch nicht so ohne weiteres selber machen kann …


    […] So habe ich das noch nie gemacht. Ich zieh was an und dann stehe ich ratlos vor dem Schuhschrank. […] ich müsste mal nach bspw. roten Schuhen schauen gehen.


    Siehste, das ist genau das. Das Problem mangelnder Basisgarderobe mangels passender Schuhbasis …


    Liebe Grüße
    Schnägge

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  • Ich suche meine Kleidung nach 4 Kriterien aus:


    Farbe - Form - Stil - Image


    Die Farben bleiben über eine lebensphase eher gleich. Auch Mode spielt eine Rolle.


    Es gibt Kleiderformen, die sind vorteilhaft für mich: ausgestellte Oberteile, weite Röcke, Schlaghosen .....


    Der Stil ändert sich auch nach Lebensphase - früher praktisch, sportlich, heute gerne weiblich fröhlich.


    Das Image meiner Kleidung hängt von dem ab, was ich damit vorhabe. Zur Arbeit soll es kompetent sein, zum Date lecker, zur Freundin fröhlich, zur Hundeschule praktisch .....


    Ähhh ..... hat das jetzt jemand verstanden? ;-)


    Damit komme ich seit drei Jahren zum ersten mal klar mit meinem Kleiderschrank. Ausßerdem ergänzt sich alles aufs feinste, weil Farben und Formen zusammen passen. Na, und mehr Disziplin habe ich nicht für meinen Kleiderschrank.

  • Ich habe in meinem Kleiderschrank außer einfachen schwarzen Shirts nur einen schwarzen Bleistiftrock keine Basics.


    Ich mag es nicht mich mit Dingen zu belasten. Liegt vielleicht ein bißchen an meiner Geschichte, aber ich möchte jederzeit mit wenig Aufwand umziehen können.
    Von daher räume ich meinen Kleiderschrank regelmäßig aus- und ergänze dann mit Dingen die mich zu diesem Moment glücklich machen.
    Und im Moment sind das Röcke in jeder erdenklichen Form. Und alle kann ich mit meinen schwarzen Shirts kombinieren ;)


    Schuhe kaufe ich mir mittlerweile nur noch wenige- dafür sehr hochwertige. Ich bekomme meine komplette Kleidung (inkl.Sport und Nachtbekleidung) in einen 1m Kleiderschrank. Nur fürdie Arbeitskleidung musste dann ein 2. Meter Kleiderschrank her ;)


    GLG Nicole

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  • Interessante Beschreibung - ich denke mir das so:


    1 Mantel aus Wolle - wadenlang - ohne Ausknöpffutter
    1 lange Jacke - ohne Kapuze
    Kostüm mit Hose - ???? - damit kann ich gar nichts anfangen, entweder Kostüm oder Hosenanzug - beides habe ich nicht
    2 Blusen mit variablem Ausschnitt, - was soll denn das sein - variabler Ausschnitt? Ich hab nur eine weiße "Mehrzweckbluse" mit langem Arm- das war's.
    2 Pullover strukturiert und glatt, einfarbig - zwei glatte Pullis einfarbig und zwei dicke Pullover mit Rollkragen als Muster Zöpfe etc.
    1 Strickjacke - mind 2 - einmal hell, einmal dunkel
    1 Kleid zum Unterziehen von Blusen und Trikotagen - okay, wer's mag - finde ich scheußlich, erinnert mich an meine Kindheit in den 70ern
    1 Einzeljacke - mind. zwei müssen es schon sein
    1 Einzelrock - mind. zwei - finde ich
    1 Einzelhose - ebenfalls mind. 2 sind notwendig


    Was ich in der Aufzählung vermisse, sind die Kleider und die Schuhe, die Hüte und Handschuhe, Unterwäsche, Schals und Tücher - wo sind die?


    Die Realität meines Kleiderschrankes sieht da ganz anders aus. Ich bin überrascht, was sich da, nach Betrachtung der "Grundgarderobe" im Hinterkopf, so alles findet - bin ich exzentrisch?


    Ich hab' mehrere, identische, dünne Rollis in verschiedenen Farben, das selbe bei Strickjacken, sowie T-Shirts. - Das sind meine Basisteile.


    Viele Kleider im Schrank, auch da, manche zwei Mal - entweder in verschiedenen Farben oder mal uni und mal gemustert. Wenige davon kann man als "Basics" bezeichnen - etwa 3.


    Außerdem Twin-Sets, (Pulli mit kurzem Arm und Strickjacke) in verschiedenen Farben - das sind Basics - ganz klar.


    Mehrere Röcke - lang, weit, eng, normal lang - uni, kariert, gemustert - glatt oder mit Falten


    Blusen gibt's nur 2 - eine weiße, eine schwarze - alles "Basics"


    Ich hab' viele Chasubles oder verschlußlose Blusenjacken, die mit ärmellosen Tops kombiniert werden.


    Und.... drei Hosen.


    Unmengen an Unterwäsche (Strümpfe, Unterkleider und -röcke, BHs, Slips, Strumpfhosen) und viele Tücher, Schals, Schuhe (in allen Variationen, Absatzhöhen und Farben - eine andere Form, andere Farbe und Absatzhöhe, kombiniert mit anderem Accessoire - schon wirkt alles ganz anders), sowie Handschuhe (farblich zur Jacke und/oder Schuhen passend), sowie rund 10 Hüte (ja, ich setz' die total gerne auf - es gibt welche für den Sommer und welche für den Winter).


    Nachdem ich alles so angeguckt habe, nein, meine Klamotten auf eine reine Grundgarderobe zu reduzieren, nein, das will ich nicht. Wenn ich dann noch bedenke, daß ich manchmal lang beruflich unterwegs bin, müßte ich entweder regelmäßig waschen oder in den selben Sachen wieder erscheinen. Das möchte ich einfach nicht.


    Trotzdem haben mir diese Gedanken geholfen heute einige Langarmshirts und einen Rock bei einem Internetversteigerer einzustellen. Manchmal sollte ich doch etwas tiefer in den Schrank gucken und nachdenken, ob ich's noch trage.

    :kaffee:Gruß aus Franken

    Edited once, last by Nähmäuschen ().

  • Pfff.... Puma oder Cowboystiefel passen immer.

    Bei dir ja...bei mir kämen sie mit nem Hab-mich -lieb_Jäckchen, weil der Rest so gar nicht dazu passt !

    Echt, ich habe so überhaupt gar keinen Schuhtick... ich glaube, Nanne macht das für mich wett.


    Jepp, aber du passt nicht in meine Schuhgröße, aber virtuell könnte es gehen.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Da reden Sie immer alle von Stilbruch, und jetzt stellst Du Dich da so an. Also sowas aber auch. :D


    Es gibt doch auch High-Heel-Cowboy Boots (besonders chic an 1,60m großen Herren).

  • Der Cowboystifel an sich ist nicht das Thema...mit Strass und goldenen Caps und min. 8cm Absatz...jederzeit....aber die Rennsemmeln von Puma????

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Die gibt's doch auch mit Glitzer und Glimmer. Und inzwischen auch mit hohem Absatz. *Grusel*


    (sagt diejenige, die bei letzten Sportschuhlauf -ja richtig, so zum Sport machen- mit Handballschuhen wiederkam, weil das die einzigen ohne Pink und Glitter waren)

  • So, btw...mein heutiges Tagesoutfit:
    Schuhe, Wildleder, klassische, vorne runde Pumpsform, Absatz 8,5 cm eichhörnchenbraun, etwa so
    Strümpfe: schwarz, 60 den
    Rock: Schwarz, leichte Glockenform
    Top: schwarz, ganz eng
    Dünne Strickjacke: V-Auschnitt, eichhörnchenfarben so
    Wollmantel, Militaryschnitt mit seeehr weitem, glockigen Rockteil, schwarz
    Handtasche, Handschuhe und Pashima: so


    Wenn man bei der Farbe nicht anfängt, von unten auf zu bauen, versauern die Schuhe allzeit im Schrank.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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