Füllung und Rückseite für Weißquilt

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich monatelang nur mitgelesen habe und viel lernen konnte, möchte ich nun auch ein paar konkrete Fragen stellen.


    Ich arbeite derzeit an einem Weißquilt, wobei ich diesen - wenn er jemals fertig wird - als Kuscheldecke bzw. Sofadecke verwenden möchte. Nun zu meinen Fragen:


    Welche Füllung nehme ich, also wie dick? Ich möchte nicht, dass die Decke steif ist, sondern sie soll schön anschmiegsam sein.


    Ich habe mich bisher an der Anleitung von Sulky orientiert. Laut dieser wird mit der Quilt as you go-Methode gequiltet. "Knickt" die Decke dann an den Stegen ein, wo keine Vlieseline verarbeitet wird? Oder sind die Stege im Vergleich zu den Blocks (40 x 40 cm) so klein, dass das nicht auffällt? Und wenn sie nicht knicken soll, ist dann die Variante mit erst das Top nähen, dann quilten, besser geeignet?


    Ich bin - ehrlich gesagt - völlig ratlos. Einfach mit quilten anfangen möchte ich auch nicht. Dafür sind mir meine Blocks zu schön :)


    Ich würde mich freuen, wenn ich ein bisschen von Euren Erfahrungen profitieren kann.


    Lieben Dank und viele Grüße
    Trixi

  • Die Decke knick nicht an den Stegen, da die Nahtzugaben genau aneinander stoßen. Als Füllung nehme ich am liebsten Baumwollvlies von Hoops. Für die Rückseite Biber( Molton) Diese Decke z. B. ist nach der Quil as you go Methode genäht. Auch relativ große Quadrate.

    Liebe Grüße Andrea


    Freundschaft ist wie eine Tür, die niemals zu ist.
    Manchmal klemmt sie, manchmal knarrt sie,
    aber immer ist sie offen.

    Edited once, last by Andrea N. ().

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  • Danke für die rasche Antwort. Dann ist die Quillt-Methoden-Frage ja schon mal geklärt. :)


    Als Rückseite - das hatte ich vorhin vergessen - würde ich eigentlich gern eine Baumwolle-/Leinendecke nehmen, da die noch übrig ist und keine Verwendung mehr findet. Müsste ja auch gehen, auch wenn es nicht traditionell ist, oder?

  • Baumwoll-Leinen? Wie fühlt sich das für Dich an? Ist es durch den Leinenanteil nciht relativ fest?
    Die Rückseite bestimmt ja maßgeblich mit, ob der Quilt kuschelig ist. Im Prinzip kannst du ja alles nehmen, sofern es dir gefällt.
    Traditionell wurde ja auch das genommen, was da war.
    Gruß von Karin

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • Danke für die rasche Antwort. Dann ist die Quillt-Methoden-Frage ja schon mal geklärt. :)


    Als Rückseite - das hatte ich vorhin vergessen - würde ich eigentlich gern eine Baumwolle-/Leinendecke nehmen, da die noch übrig ist und keine Verwendung mehr findet. Müsste ja auch gehen, auch wenn es nicht traditionell ist, oder?


    Ich empfinde ja bei meinen Decken den "Kuschelunterschied" eher nach der Rückseite als nach dem Innen-Vlies:


    - BW-Batik, Baumwollsatin = schön glatt und kühl im Sommer
    - Baumwollflanell = etwas für Herbst und Frühling
    - Fleece /Mikrofaserfleece = schön kuschelig warm für den Winter.


    Eine große Rolle spielt für mein Empfinden auch das Gewicht des Quilts - finde schweren Decken wärmer als meine leichten Sommerdecken (teilweise 2-lagig).


    Für andere hängt der Wärme- und Kuschelfaktor vom Innenleben ab - Baumwolle, Polyester, HalbundHalb, Bambus, Soja, Seide .... es gibt ja soviele Vliese auf dem Markt.


    Ob ein Quilt weich über den Körper fällt und sich anschmiegt - hängt auch von der Art und Dichte des Quilting ab.
    Wobei ich dies Jahr sehr erstaunt über den weichen Fall bei einer Steppdecke mit sehr engen Linien war.


    Leinen auf der Rückseite habe und möchte ich eigentlich ungern verwenden - ist mir zu steif und hart.
    Aber ich lass ich da gern eines Besseren belehren.:)

  • Vielen Dank für die ganzen Antworten.


    Eigentlich soll es eine Ganzjahresdecke werden. im Winter für die Couch und im Sommer ggf. drunter schlafen. Da kann ich mir Fleece und Flanell nicht so richtig vorstellen, da mir das vermutlich zu warm wird. Baumwollsatin klingt super, aber eigentlich wollte ich kein zusätzliches Geld ausgeben. Na ja, am Ende könnt Ihr mir die Entscheidung ja nicht abnehmen... Ich gehe noch ein bisschen in mich, mal schauen, zu ich mich letztendlich entscheide.


    Ich vermute mal, dass von der Rückseite dann auch irgendwie die Füllung abhängt. Wenn es ein schwerer Stoff ist, braucht ja die Füllung nicht so dick sein - oder liege ich da falsch?


    Zu den Quiltabständen: ich wollte tatsächlich nur im Nahtschatten quirlten, alles andere traue ich mir noch nicht wirklich zu. Die Abstände liegen dann zwischen 5 und 10 cm...

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  • Die Art der Füllung hängt auch von der Art der Pflege, die die Decke braucht. Für eine Wohnzimmerdecke, die gerne mal gewaschen muss, wir haben ja auch Katzen, habe ich Baumwoll/PE Mischung genommen. So kann ich die schnell mal in die Waschmaschine werfen.


    Eine super teuere Decke, die ich in einem Kurs genäht habe, und die meist nur zur Vorzeigezwecken liegt ;), aber auch für Gäste oder für ein Mittagsschläfchen, hat echte Wollfüllung. Ich bin sehr begeistert von der Wolle, die Decke ist leicht, aber auch warm, kann aber natürlich nicht so häufig gewaschen werden, und wenn, dann nur mit der Hand.


    Ich sehe, du kommst aus Saalkreis. Kennst du den Patch & Work Laden in der Ludwig-Wucherer-Str.? Frau Weigmann hat eine sehr große Auswahl und kann dich auch gut beraten.

  • Also mein Alltagsquilt das ganze Jahr über täglich auf der Couch benutzt wird hat ein Wollvlies.


    Er ist kuschelig, klimaregulierend und wird regelmäßig seit 7 Jahren in der Waschmaschine gewaschen und im Trockner angetrocknet. Er sieht aus wie am ersten Tag.


    Zum Quilten:


    In der Naht/im Nahtschatten quilten mag ich persönlich weder optisch noch in der Herstellung. Erstens sieht man da im Gegensatz zum Quilten an allen anderen Stellen jede noch so kleine Ungenauigkeit (weil man die Stiche eigentlich nicht sieht fällt jeder den man doch sieht umso mehr auf), und zweitens finde ich dass es zu einem Quilt gehört, dass man die Quiltstiche und das Quiltmuster sieht.


    Als Rückseite nehme ich immer Baumwollstoff, genau wie für die Vorderseite, denn ich mag Fleece weder quilten noch finde ich es angenehm wärmend. Wenn es besonders kuschelig sein soll nehme ich Baumwollflanell.

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  • Wozu hat die Waschmaschine ein Wollwaschprogramm ;)


    Tournusmäßig wird er auf 30 Grad gewaschen, wenn er dreckig ist auf 40 Grad, mit Woolite.


    In den Trockner für 20 Minuten (also das Schranktrocken-Programm, ich mache einfach nach 20 Minuten die Tür auf). Der Trocbner ist übrigens uralt, bei einem modernen würde ich den Quilt auch länger drin lassen.


    Maschinenmäßige ist übrigens schonender als Handwäsche, bei meinem Quilt mit weißem Hintergrund habe ich mir beim kalten auswaschen der Quiltmarkierungen Verfärbungen eingehandelt!!!! Die sind in der Maschine herausgegangen.

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    Maschinenmäßige ist übrigens schonender als Handwäsche, bei meinem Quilt mit weißem Hintergrund habe ich mir beim kalten auswaschen der Quiltmarkierungen Verfärbungen eingehandelt!!!! Die sind in der Maschine herausgegangen.


    Das sehe ich auch so - die WaMa spült und schleudert besser - bei der Handwäsche lastet beim Bewegen viel zu viel Gewicht auf Näh-und Quiltfäden.


    ...


    Zu den Quiltabständen: ich wollte tatsächlich nur im Nahtschatten quirlten, alles andere traue ich mir noch nicht wirklich zu. Die Abstände liegen dann zwischen 5 und 10 cm...


    Ich habe jetzt noch nicht gelsen oder es überlesen - mit der Hand oder der Maschine?
    Ich mache mir da schon beim Zusammennähen Gedanken wie ich quilten möchte - dementsprechend bügel ich dann die NÄhte.


  • Ich habe jetzt noch nicht gelsen oder es überlesen - mit der Hand oder der Maschine?
    Ich mache mir da schon beim Zusammennähen Gedanken wie ich quilten möchte - dementsprechend bügel ich dann die NÄhte.


    Äh, mit der Maschine (war zumindest bisher mein Plan...). Macht das aber generell irgendeinen Unterschied?


    Ich mein, wenn Ihr sagt, dass im Nahtschatten quilten doof ist, weil man dann sieht, wenn ein Stich daneben geht, gucke ich mir eben noch Quiltmuster aus. Da bin ich ja offen und lass das auf mich zukommen.

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  • Äh, mit der Maschine (war zumindest bisher mein Plan...). Macht das aber generell irgendeinen Unterschied?


    Ich mein, wenn Ihr sagt, dass im Nahtschatten quilten doof ist, weil man dann sieht, wenn ein Stich daneben geht, gucke ich mir eben noch Quiltmuster aus. Da bin ich ja offen und lass das auf mich zukommen.


    Finde schon - mit der Hand schaffe ich es genauer im Nahtschatten zu bleiben - bei der NähMa gibt es Füße mit Führungsschiene.

    Quote

    Nähen "in der Naht". Die mittlere Führungsschiene ermöglicht Ihnen das akurate Quilten im Nahtschatten. Auch knappkantige Abstepparbeiten gehen Ihnen mit diesem Nähfuß leicht von der Hand.


    Beim Quilten mit der Maschine gibt es andere Möglichkeiten als mit der Hand - aber auch das "Platz-für-die-Rolle-unter-der-Maschiene-Problem".


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