Vielleicht erledigt sich die Diskussion, wenn Dein Mann sieht, dass auch was bei rauskommt.
Das hat bei meinem viel gebracht. Seitdem da einige richtig süße Teile für die Kinder und mich 'rausgekommen' sind, unterstützt er jetzt zwar keine ausschweifenden Exzesse, aber durchaus hier und da mal kleine Ausrutscher. Z.B. nimmt er die Kinder, damit ich zum Stoffmarkt fahren kann.
Und wenn er momentan etwas mosert, kann ich ihn verstehen. Die Herbsttour (ich habe gezielt verschiedene Kinder-Sweat-Farben gekauft und auf Lager gelegt), sowie einige 'Geschenkgaben' aus der Verwandschaft haben mein Materiallager gesprengt.
Ich kaufe also derzeit möglichst kein Material nach, sondern versuche gezielt, Streichelstöffchen zu vernähen oder aus dem Bestand eine Kombination hübsch zu finden ohne gleich loszurennen und 3x1Meter irgendwas zu kaufen.
Ich gebe aber zu, in den letzten Jahren hat sich hier einiges angesammelt. Anfangs habe ich spontan gekauft, ohne viel darüber nachzudenken, wie viel Stoff man z.B. für eine Hose benötigt. Folge: ich habe viele tolle Stoffe, die für genauso viele Projekte schlicht zu knapp sind, aber keine passenden Kombistoffe. Mit den Kindern habe ich dann meist nach Faustregel 1m reicht, 50cm für Dekor-Stoff auch gearbeitet. Leider habe ich auch hier gerne mal vergessen, einen passenden, unifarbenen Stoff mit zu kaufen...
Ich kaufe also normaler Weise projektbezogen. Allerdings verschätze ich mich gerne, was den Bedarf angeht (meist zu wenig gekauft) und was die Zeit angeht (sehr viele Projekte werden nicht realisiert). Letzten Herbst habe ich angefangen, Basic-Stoffe zu kaufen und mit ins Regal zu legen. Das erhöht den Vorrat erheblich, aber spontan mal was nähen geht viel leichter und angenehmer.
Meine Schwiegermutter kann das übrigens überhaupt nicht verstehen, daß ich nähen als entspannend empfinde. Außer, man näht Gardinen und Bettzeug (viele Kilometer nur geradeaus. Zugegeben, das ist meditativ, aber nicht meins
). Der 'komme' ich dann gerne mit dem Spruch: "Ich vermeide es möglichst, meinen Kindern etwas anzuziehen, was unter unmöglichen Bedingungen von einem kaum älteren Kind, welches besser in eine Schule gehört, in irgendeiner Fabrik in Südostasien zusammengekloppt wurde." Das wiederum versteht sie.
Und wenn man konsequent ist, legt man auf sein Hobby noch etwas Geld drauf und sorgt dafür, daß diese Kinder auch ohne Fabrikjob zur Schule gehen können (Kinderpatenschaft)...
Aber das gehört nun wirklich nicht mehr hier her und zur Frage. Ist aber eine durchaus übliche Nebendiskussion zum Thema.
LG
neko