Beiträge von mucneko

    Also die (fre)EBooks, die ich hier im Test und im Gebrauch habe, wähle ich meist so aus:


    1. Abwarten, bis Andere es genäht haben (davon gibts ja erfahrungsgemäß reichlich) und Bilder verfügbar sind. Auch die Probenäherinnen gehören dazu.
    2. Dann schau ich, ob ich Damen finde, von denen ich glaube, sie könnten meiner Statur ähnlich sein und schau, wie es bei denen sitzt.
    3. Sobald vorhanden: Gemaule lesen. Also diejenigen Beiträge (Blogs, Foren...usw), die den Schnitt ausprobiert haben und *konstruktiv* jammern. Ein pauschales: 'doofes Teil, mach ich nicht wieder' ist unqualifiziertes Gejammer und wird 'gestrichen'. Ich will wissen, was den anderen nicht gepasst hat. In Kombination mit einem Bild zur Ansicht kann ich dann für mich entscheiden ob mich das trifft: wenn eine den Mega-Atombusen hat und jammert, daß sie eine ordentliche Anpassung für Großbusen machen muß, interessiert mich das mit meinem Körbchen zwischen A und B herzlich wenig - eher im Gegenteil ;)


    Daraus leite ich für mich ab ob ein Schnittmuster in meine engere Wahl oder gar in meinen Drucker kommt oder nicht. Habe ich mehrfach bei jemandem 'Erfolg', kann es auch schon mal passieren, daß ich quasi blind zugreife. Das ist sehr selten. Farbenmix ist so ein Kandidat. Und wenn ich endlich mal die Hose 'getestet' habe, könnte auch Vogue in diese Liste aufgenommen werden - nicht ohne 'Nachtest', versteht sich.


    Mich treffen gehypte Sachen also durchaus, meist aber nur die, die auch wirklich eine für mich gute Basis haben.


    Ja, es ist auffällig, wie viele Ebooks und Schnittmusterproduzenten aus dem Boden sprießen. Auch jede Menge neuer 'Stoffdesigner'. Das dürfte aber auch daran liegen, daß ein breiteres Interesse am Themengebiet entsteht und somit mehr Talente den Weg in die Öffentlichkeit finden. Solche, die andernfalls vielleicht nie auch nur eine Nadel in die Hand genommen hätten.


    Modell China. Man hat vielleicht 0.1% Naturtalente. Dann braucht man 1000 Leute um eines zu finden. Hat man aber gleich 10.000.000 Menschen, steigt die absolute Zahl der Talente plötzlich dramatisch an.


    Nun ist nicht jeder, der im Netz ein Ebook verbreitet auch ein Talent. Aber so ist das in der freien Wildbahn mal. Man muß es probiert haben um zu merken, daß man darin nicht besonders gut ist. Der Markt wirds regeln. Ja, dabei werden einige Leute schon mal ziemlich enttäuscht werden.


    Aber das ist das Risiko wenn man immer gleich das Neueste vom Neuen haben muß, was auf den Markt kommt. Das nennt sich Trendsetter. Da brauchts dann ein gutes Gespür oder hohe Frustrationstoleranz.


    Ich würde mich darüber (noch) nicht aufregen. Noch finde ich es im Rahmen.


    LG
    neko

    Ich überlege noch. Habe noch 2 unangetastete Schnitte hier liegen und noch ein paar (fre)ebooks. Aber so aus Leinen (den ich natürlich nicht vorrätig habe) oder einem grob gewebten Baumwollstoff (den ich als Nesselstoff getarnt hier schon liegen hätte)... So für den Strand...


    Hachja... ich glaube, ich ringe mich zu den drei Klicks durch und lege nen 10er auf den Tisch... oder so... größenmäßig ists auch noch ok, die Krähe ist da gerade auf der zweitkleinsten Größe. Wenigstens für die hätte ich richtig lange was davon. Die Fee ist im Mittelfeld. Also ist auch da noch das ein oder andere Teil zu erwarten.


    Nachtrag: dem Kragen einfach einen Steg unterbauen müßte doch gehen. Länge die Länge vom Halsloch Oberteil und eventuell den eigentlichen Kragen (ich sehe nicht genau ob der vorne abschließt) im Bruch hinten etwas verlängern. Sind nur Millimeter, denke ich.


    NachtragII: oder verkürzen? Der Steg hat ja eine Rundung, aber die kommt in den Untertritt... muß mal drüber nachdenken, kann so schlimm nicht sein...


    LG
    neko

    Wenn man mal erlebt hat, wie eine miese Naht durch abgenudelte Nadel das eigentlich schöne Nähprojekt verhunzt hat,


    Sofern man es der abgenuddelten Nadel zuschreiben kann und den 'Fehler' nicht vor der Maschine sucht.


    Das mit den gleichen Stoffen und dem individuell... noch schlimmer wirds, wenn alle Welt versucht Burdas (Titel)Modell mit dem exakten Burda-Stoff zu vernähen. 'Dumm' nur, daß der vor einem dreiviertel Jahr oder so auf dem Markt war und zum Zeitpunkt der Zeitung meist nicht mehr gut zu bekommen ist. Dumm oder Glück? (Ich nehm letzteres). Aber das wird hier im Forum ja in einem anderen Thread eh gerade besprochen.


    Die Herausforderung besteht darin: auch wenn alle Welt Maus-Stoff hat, am Ende doch ein individuelles Teil daraus genäht zu haben. Das Muser mit mitgeliefertem Kombistoff macht das allerdings ein wenig ... herausfordernd.


    LG
    neko

    Ich bin noch immer nicht ganz durch (nein, ich lerne es nicht auswändig, ich lese nur abends hier und da mal eine Seite oder zwei. Das zieht sich).


    Aber ein klein wenig kann ich schon sagen, glaube ich.


    Es sieht mir nach solidem, klassischen (nicht historischen!) Schneiderhandwerk aus.
    Sie geben sich viel Mühe, die Techniken, die ihnen wertvoll erscheinen, mit Bildern zu beschreiben. Leider bei mir nicht immer erfolgreich. Gerade auch die Einfasserei mit Schrägband, ich hab irgendwo einen Knoten im Hirn... aber oft hilft es mit ein wenig Geduld die Bilder und Anleitungen mehrfach durchzugehen. Kann also so schlecht nicht sein. Eine Unterscheidung zur HongKong-Einfassung habe ich jetzt nicht gesehen... angeblich gibt es da einen Unterschied (kann man im Internet sicher irgendwo nachlesen)


    Soweit ich sehe, enthält das Buch ausschließlich Techniken. Keine Passformsachen oder Schnittkonstruktionsgeschichten oder sowas. Teilweise sind auch Couture-Techniken (also die Variante für die ganz feinen Stoffe oder die unsichtbaren Handnähte) enthalten. Genauer gesagt: das ein oder andere Kapitel fängt mit dem Hinweis auf Laufsteg-Mode (also die richtigen Einzelstücke, die da Lagerfeld&Co nähen lassen) an.


    Mindestens ein Kapitel beschäftigt sich auch mit Innenaufbau von Kleidung. Also alles, was man von außen nicht sieht, was aber dem Tragekomfort oder der Optik entgegen kommt. (da bin ich gerade, das ist irgendwo gegen Ende, aber ich glaube, mindestens 2 Kapitel sind da noch)


    Was mir sehr gefällt ist er Einblick, den man in diese 'Couture'-Modelle bekommt. Nicht, daß da jetzt irgendein Chanell-Teil zerlegt und beschrieben wird. Nein, es sind praktischere Sachen: Bild eines Designerstückes (Chiffon oder so und unten eine breite Blende dran) und dann wird erklärt, wie man die da dran bekommt. Das Stilmittel Blende als Saumabschluß wird hervorgehoben und daran dann die Technik aufgehängt.


    Ebenfalls interessant finde ich das Kapitel, welches ich gestern Abend noch ein wenig durchgeblättert habe. Es geht um Einlagen. Wann was warum. Primär bei Krägen und Maschetten. Und damit sind eher weniger Bügelvliese gemeint, sondern eher klassisches Material. Das ist mir durchaus sympatisch, denn auch ich greife gerne mal in die Restekiste und schau, ob ich einen geeigneten Stoffrest finde um etwas innen drin zu verstärken (z.B. Organza also Vlies-Ersatz. Ja, das muß an dann einnähen, nicht aufklebebügeln ;) )


    Und damit bin ich beim zweiten großen Punkt, den ich an dem Buch mag: die (Praxis)Tipps. Hier wird meine kreative Seite angesprochen, indem ein paar Verwendungsmöglichkeiten, auch abseits der normalen Wege (hängt natürlich vom Betrachterstandpunkt ab und was man schon so alles gesehen hat), angerissen werden. Manchmal auch mit Tipp, wie man das hinbekommt.


    Was ich in diesem Buch noch nicht (wissentlich) zu sehen bekommen habe, sind Industrie-Techniken. Im Buch wird viel gebügelt, präzise gearbeitet, schnell mal zur Handnähnadel gegriffen. Die Nähmaschine ist eher zum beschleunigten nähen in Verwendung. Also alles, was fürs handnähen langwierig, unspektakulär, ja vielleicht öde ist (andere würden es meditativ nennen ;) ). Außerdem wird die Maschine gerne für 'stabile' Nähte eingesetzte. (Wird irgendwo mal erwähnt, daß man das mit der Maschine macht, weils dann stabiler und noch irgendwas wird...)


    Sie fürchten sich also nicht vor der Nähmaschine. Die Anfertigungen sind aber ein Mix, bei dem schneiderhandwerkliche Techniken im Vordergrund stehen. Es geht viel um Eleganz des Ergebnisses, unsichtbare Nähte und Ränder und wie man da hinkommt.


    Es geht nicht um möglichst effizientes zusammentackern (obwohl ich finde, daß auch das streckenweise bei einem Kleidungsstück keine Schande ist) mit einer Maschine (Overlock, Nähmaschine...)


    Auch sind mW. keine Schnittmuster mit an Bord. Wie auch? Dafür viele Tips, wie man das ein oder andere interessant verwenden kann oder auch die Umsetzung ohne Verrenkungen hinbekommt.


    Es werden auch sicher bei Weitem nicht alle Schneidertechniken abgegrast, sondern lediglich eine Auswahl. Ich würde sagen, alles, was an grundlegenden Techniken zur Erstellung von Bluse, Hemden, Hosen, Röcken nötig ist. Eventuell auch ein Blazer. Aber dann hört es eigentlich auf (außer ganz hinten ist dazu noch einmal ein Kapitel).


    So, jetzt habe ich doch mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Naja. Vielleicht hilfts wem. Ich würde bei Unsicherheit wie immer erst mal den Weg in die Bibliothek antreten. Das Buch ist vielleicht zur Ausleihe oder Ansicht da.


    LG
    neko

    Ohja!! Das wird super.


    Meine Große weiß nicht was sie will. Mal will sie kein grau und kein schwarz mehr sehen, und drei Tage später hat ihre KiGaFreundin behauptet, schwarz sei cool und sie kramt alle schwarzen Klamotten wieder raus...


    *kopfschüttel*.


    Doro: Deine Zierstiche sind simpler Zickzack mit den bunten Garnen oder ist das Zickzack in dem die Garne mitgeführt werden oder was ganz anderes?


    LG
    neko

    Ein halber cm is bisserl viel... das summiert sich leider und dann passt der Ärmel nicht mehr ins Loch. Aber ansonsten... alles halb so doppelt. :D


    (Nachtrag: natürlich kann man millimetergenau schneiden und nähen. Patchworker führen das jeden Tag vor. Aber Klamotten verzeihen viel. Viel mehr als ein Patchgeworke aus 3000 kleinen Teilen. Wenn da jedes 1mm zu viel hat... macht sich das ganz anders bemerkbar, als wenn der dumme Ärmel 1mm zu viel oder zu wenig Stoff neben der Naht hat.)


    :nacht:
    LG
    neko

    Ich greife die gewechselte Nadel gleich mal auf und oute mich... vor ... sagen wir ... 10 Jahren war mir das auch eher fremd. Ja natürlich hatte ich mal gehört, daß die irgendwann stumpf werden. Aber daß das *so* schnell gehen kann, wie es geht, war mir nie bewußt. Ich dachte, wenn man so jeden Tag ein wenig näht, muß man vielleicht alle 5 oder 6 Jahre das Ding mal wechseln. Und dann hat man ja auch noch 70er und 90er Nadeln für leichtere und schwerere Stoffe. Also grob überschlagen reicht so alle 10 Jahre ein Nadelwechsel. Außer sie bricht vorher.


    Na? Nackenhaare schon ganz oben??? Dann lege ich noch einen drauf: Meine Victoria habe ich sehr günstig abgegeben, weil ich einen Motorschaden vermutet habe. Die ist so komisch unrund gelaufen. Ich vermute, der Mann, der die damals für seine Frau gekauft hat, hat sich auch an den Kopf gelangt, als er sie aufgeschraubt hat. Ich habe ca 10 Jahre auf dem Ding genäht. (Allerdings deutlich weniger als jetzt) und bin nie auf die Idee gekommen, daß man die Stichplatte mal abschrauben muß und darunter putzen. Auch ölen war mir zwar bekannt, aber lag auch eher in der Nadelwechselkategorie. (putzen ja, aber doch nur hinter der Unterspulenklappe und die Unterspule und halt oben... von aufschreiben hat nie jemand was gesagt...)


    Das Internet und Forum kam damals gerade erst auf. Allerdings hatte ich Anderes im Kopf, als mich in Foren rumzutreiben. Nähbücher hatte ich eines. Das bezog sich aber auf Techniken, wie man z.B. ein Knopfloch näht, einen Saum umnäht und noch so ein paar praktische Teile.


    Die Handhabung einer Nähmaschine war niemals irgendwo Thema. Und ist es auch heute eher weniger.


    Das erste Mal, daß ich in einem Lerndokument von Maschinenpflege (ölen, putzen) detailliert gehört habe, war die Serger-Lesson von Craftsy.


    So. Und jetzt beiße ich mal in den sauren Apfel und kaufe weißen Nicki nach. Er reicht gerade nicht für die Feenjacke (Ärmel fehlt). Ich habe ihr aber reinweiß wie beim Krähchen versprochen. (und ich wollte auch noch eine...)


    LG
    neko

    Ich denke eher, daß es dieses Phänomen ist: da kaufen sie sich eine Maschine und wundern sich, wenn es nicht sofort auf Anhieb klappt. Und anstatt zu akzeptieren, daß man sich damit beschäftigen muß, vielleicht was falsch gemacht haben könnte, falsches Material verwendet hat, heulen sie rum, daß alles Sch* ist.


    Das ist so die Gruppe, die ich eher etwas anstrengend finde. Manche von denen kriegen die Kurve, andere gebens auf und einige wurschteln unverbesserlich vor sich hin (lernresisten, merkbefeit) und wundern sich, daß es nicht besser wird... Mit denen ists halt schwierig.


    Mehr ist es nicht. Hier haben viele so angefangen: Maschine gekauft, Stoffgekauft und mal losgelegt. Fehler gemacht, sich gefragt was schief gegangen ist, nächstes Mal besser gemacht.... und sich so durch Genre arbeiten. Alles mal ausprobieren, manches beibehalten und perfektionieren. Was man probiert, was man sein läßt, was man beibehält ist völlig individuell. Wenn am Ende eine Qualitätssteigerung in Sachen handwerklicher Arbeit sichtbar ist, ist alles gut. Nähkurs, Bücher, Privatlehrer, Ebook, Lehre... what ever you like...


    LG
    neko

    Naja... zur Not kann man ja auf ein anderes modernes Hilfmittel zurück greifen: Tintenpisser. Da gibts verschiedene Materialien, mit denen man ausgedruckte Bilder auf Stoff bekommt.


    Ich hatte mal etwas, das konnte man bedrucken und dann aufbügeln. Das hat fast nicht aufgetragen. Meine Mutter kam neulich mit etwas, das fühlte sich komplett an wie Stoff und wird wohl eher applikationsmäßig gebraucht...


    Diese Variante ist zwar nicht so perfekt wie vollflächig gedruckter Stoff, ist für den Hausgebrauch aber gut. (mein Testdruck damals hat länger gehalten als der Jersey vom Shirt). Einziger Nachteil: Die Bilder sind ja quasi Raubkopien und damit bestenfalls für den persönlich privaten Gebrauch geeignet. Aber das trifft eh nur eine kleine Minderheit hier im Forum :p und die wissen sich normaler Weise mit Stickmaschinen zu helfen.


    LG
    neko

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