Ich mache mir die amerikanische Attitüde zu eigen, die sagen immer finished is better than perfect. Und was ich gestern Abend gelernt habe und fast noch schöner finde. Ein Quilt der kleine Fehler hat, macht genauso warm, wie einer ohne Fehler. Das finde ich schön, solange der Quilt genutzt und geliebt wird, sind kleine Fehler doch völlig wumpe, im Gegenteil, es ist Handarbeit und da kommen Fehler nun mal vor. Wir sind keine Computer. Zum Glück.
Das ist eine schöne Herangehensweise! 🥰
Ich muss zugeben, gerade über so blöde „Fehler“ ärger ich manchmal schon.
Vor allem Fehler, die nicht darauf zurückzuführen, dass mir irgendwas nicht gelungen ist, sondern diejenigen, die entstanden sind, weil ich grad nicht die Lust oder Geduld hatte, es richtig zu machen.
Also diese „Wird-schon-gehen-Stümpereien“. 🙈
Bisher hab ich mich erst einmal am Quilten versucht. Dabei bin ich mir nichtmal sicher, ob das Ergebnis schon als Quillt zählt.
Ist ein recht kleines Exemplar und ich hab einfach losgelegt und hätte (wie ich im Nachhinein mitbekommen habe) einiges anders machen müssen.
So probierte ich mich jedenfalls im Freihandführen des Nähgutes unter der Nähmaschine und das Ergebnis war eindeutig ein Kritzeln-Kratzel-Blumen-Gebilde. Als ich so am überlegen war, was ich mit dem misslungenen Teil machen kann, kommt meine Tochter an und fragt mich mit Herzen in den Augen, für wen diese schöne Decke sei. Soviel zum Thema Perfektion und Wahrnehmung. 🥰
