Ich resümiere mal.
Es war eine sehr gute Idee, den Mantel zuerst als Softshellmantel zu nähen, wenn auch ohne Futter, weil ich dadurch kaum noch Probleme mit der Anleitung hatte und Ich mir bei der Größe sicher war.
Ich hatte schon beim Softshellmantel geschrieben, dass ein paar mehr Fotos in der Anleitung schön gewesen wären.
Auch beim Einsetzen des Futters und beim abschließenden Absteppen der Nähte hätten ein paar zusätzliche Bilder nicht geschadet.
Beim Einsetzen des Futters habe ich zwischendurch auch ein paar Nachdenkpausen gemacht, um sicher zu gehen, dass ich die Anleitung richtig verstanden habe und das richtig mache. Da hilft im Zweifelsfall genaues Lesen und ganz genaues Umsetzen.
Das hat dann dazu geführt, dass ich so gut wie nie trennen musste. Einmal, als Ich den Futterärmel falsch zusammen genäht habe, da unterscheiden sich linke und rechte Seite auch nur sehr wenig, und ganz am Ende beim Einnähen des Futters am Ärmel. Da hatte ich den Stoff nicht ganz glatt gezogen und einen Hubbel.
Das war netterweise auch das einzige Mal, dass ich beim Außenstoff trennen musste. Die Naht konnte man auf der Futterseite gut sehen, im Wollwalk fast gar nicht.
Die Wendeöffnung im Ärmel habe ich sehr groß gelassen, so dass mit einigen Ziehen und Schieben das Wenden insgesamt doch gut geklappt hat, obwohl der Mantel so dick ist.
Es ist auch wichtig, sämtliche Linien auf dem Schnittmuster genau zu beachten. Die vorderen Futterteile waren erst zu weit, weil ich die Markierungs-Linie übersehen habe, an der man das Schnittmuster für den Futterzuschnitt umklappen muss.
Beim Einsetzen des Futters am Halsausschnitt ist meine Maschine dann auch an ihre Grenzen gekommen. An der Stelle vom Halslochbeleg waren das insgesamt fünf Lagen Außen- und zwei Lagen Futterstoff.
Vom Zeitaufwand ging das Ganze, ich habe insgesamt vielleicht so um die zehn Stunden gebraucht, das Material lag ungefähr bei 110€.
Für einen Mantel, der außen aus reiner Wolle besteht und innen aus einem Wollgemisch, halte ich das vertretbar. Ich werde den vermutlich (hoffentlich) auch viele Jahre tragen.
Ohne Probemantel hätte ich aber nie dieses Material verwendet, für ein potentielles Teil für die Tonne wäre mir das zu teuer gewesen. Das Gute ist, dass ich den Softshellmantel auch gut brauchen kann.
Den Wollmantel habe ich gestern zum Einkaufen schon Probe getragen, da hat er sich gut bewährt.