Beiträge von Aline

    Das grenzt doch schon mal gut ein.

    3-stelliger €-Betrag und lieber bis 500 € als bis 999 €.

    Freiarm (müssten die in dem Preisbereich alle haben, Flachbett ist ein Sonderfeature weiter oben im Preis)


    Rein mechanisch oder schon schicker Computer?


    Verschiedene Füßchen bringen alle Maschinen mit, Nadeln hingegen... sind Verbrauchsmaterial. Die kaufst Du eh dauernd nach. So, wie Du sie brauchst.

    Für den Einstieg: 70er bis 90er Standard-Nadeln, dito Jersey, 75 und 90er Stretch. (Schmetz/Grosz-Beckert, bei Organ Standard, Stretch und Super-Stretch).


    Ebenso würd ich immer ein Extrapäckchen Spulen zur neuen Nähma mitkaufen. (Da sind zwar normalerweise so 4, 5 bei, aber zumindest mir reicht das grade, um meine Standardfarben gespult griffbereit zu haben. Und für die Nichtstandardfarben brauch ich dann die Extrapackung.)


    Da Du auch Jersey nähen willst: Lieber verstellbarer Füßchenandruck oder Obertransport?

    (Obertransport treibt den Preis über die 500 €, passende Stiche sind immer da, sobald die Maschine Zickzack kann...)


    Die Janome DC 230 ist sehr nett - allerdings erst ab Juli wieder lieferbar (bestellen kannst Du...) Derzeit für ~380 €, normalerweise so ca. 50 € mehr.

    Die Elna 520S kostet knapp 500 € - ist derzeit lieferbar. (Und hat 6 Knopflöcher, nicht nur 3)

    7mm Stichbreite und max. 5 mm Stichlänge haben beide... verstellbaren Nähfußdruck auch.


    Fast gleiches bei Juki (die schaffen nur 4,5 mm Stichlänge) - allerdings auch erst um die 500 € zum Einstieg.

    Das macht nix.

    Ist ja zugeschnitten.


    Also noch mal.

    1. Waschen

    2. Zuschneiden

    3. Bügeln ( weil glatter Stoff näht sich einfacher.)


    Punkt 3 könnte man auch lassen...

    Persönlich würd ich an einem Reststück probieren, wie weit sich der Stoff glattbügeln lässt, und ob er danach durch ein bad wieder einkrinkelt. Und danach dann entscheiden, ob ich ihn für's nähen plätte oder lieber nicht. (In letzterem Fall: Auch keine Nähte und Säume bügeln.)


    Nach dem Nähen nochmal waschen. Damit sich wieder alles zusammenzieht.

    Danach nicht bügeln.

    Herzlich willkommen.


    Hau trotzdem

    Der Preis der Maschine steht für mich nicht im Vordergrund

    mal 'ne grobe Preisgrenze raus.


    Soll's noch 3stellig bleiben, oder darf's auch schon 4stellig werden?

    Wenn 4stellig: Wo liegt da Deine Schmerzgrenze?


    Wenn's doch eher der Bereich unter 500 € sein soll: Das ist derzeit seeeehr langwierig, weil leergekauft und derzeit mit Nachschubproblemen behaftet.


    'ne Bernia aus der neuen 5er oder der 7er Serie. (Da gibt's nur 4stellig und eher mehr, auch sehr deutlich mehr, als 2000 € - Nachtrag: Die kleinste aus der 5er Serie gibt's für 1700 €)

    Elna oder janome - nicht ganz so teuer, und es gibt da Schnuckelchen... (ist Dir Freiarm wichtig oder darf's eine mit Flachbett sein?)

    bernette, brother, Juki, Husqvarna, pfaff... selbst Singer hat in den Preisklassen oberhalb 500 € sehr brauchbares.

    Ab 1000 € wird's noch mal komfortabler...

    Jeder, der sich - egal aus welcher Richtung, egal welchen Geschlechts - sich mit Schnitterstellung oder auch nur Anpassung beschäftigt, fühlt sich zwischenzeitlich als Quasimodo .

    So idealisiert, wie die Modelle in den Konstruktionsbüchern, ist einfach kein Körper...


    Das schöne ist: Wir müssen gar nicht so idealisiert sein. Wir können ja am lebende Objekt abändern.

    (Kleidungskonstruktion ist immer ein zweidimensionals Ding, den Stoff, in möglichst gefälliger Weise um eine hochkomplexe konvex-konkav mehrfach gebuchtete tendenziell eher flachovale Röhre zu legen. Und die Ein- und Ausbuchtungen sind an jeder Röhre anders positioniert und auch nie gleich ausgeprägt.

    Konstruieren bringt eine reproduzierbare Risszeichnung, die aber für perfekte Passform immer noch das Feintuning am Körper braucht.

    Da er nach "Patternmaking for menswear" arbeitet... da sollte vermessen der erste Schritt gewesen sein.

    Stellt sich eher die Frage, hat er richtig gemessen bzw. ist er richtig vermessen worden.


    Die natürliche Taille liegt übrigens für unsere Sehgewohnheiten ungewöhnlich weit oben am Körper, das kann einen sehr irritieren, wenn man das erstemal ein Kleidungsstück sieht - egal ob an sich oder an anderen - das in der nat. Taille sitzt.

    Gewöhnt sind wir den "Taillenbund" so kurz über'm Beckenknochen /auf Bauchnabelhöhe oder ganz knapp drüber zu sehen - das ist meilenweit unterhalb der nat. Taille.

    Magst Du für Dich Stickereien - Maschinenstickereien - denn überhaupt auf Deiner Kleidung?

    Wobei 10 x 10 wirklich arg klein ist - wenn man nicht grad nur Knopflöcher damit machen will;)


    Ich find zierende Stickereien bei anderen ganz nett, mitunter seh ich auch Sachen, die ich richtig WOW! find - aber für mich selber würde ich das nie haben wollen.

    Also wäre eine reine Nähmaschine meine Wahl.

    (Meine Nähma kann aber ganz ordentliche Knopflöcher...)

    Mal ganz ab davon, das ich auch meine Jersey-Oberteile lieber mit der Nähmaschine und in klassischer Reihenfolge (erst die Abnäher, bzw. den Fake-FBA-Dings einhalten, dann Schulternähte, Seitennähte, dann Halsbündchen, danach den geschlossenen Ärmel und säumen) nähe... ich hab durchaus Schnitte, die auf bestimmte Jersey-Qualitäten/Stretchigkeiten abgestimmt sind und dann auch die schnelle Ovi-Verarbeitung verrtragen. Da setzt ich den Ärmel dann auch offen ein - weil das bei reiner der Ovi-Verarbeitung einfacher ist.

    Ob ich den Halsausschnitt zu erst oder zuletzt fertige, hängt dabei von meiner Entschlußfreude ab, ich entscheide oft sehr spät, ob ich Rundhals oder V-Ausschnitt mach, und ob Rollbündchen, Beleg oder Einfassstreifen zum Einsatz kommen soll...



    Wenn das ein eher klassischer T-Shirt-Schnitt ist, wird die Armkugel eh nur sehr wenig bis keine Einhalteweite haben. Da ist das ansetzen bei offener Seitennaht dann unproblematisch.

    Aber auch mit Einhalteweite - bei Jersey braucht's ja keine Wahnsinns-Zugaben - geht. Man muss nur die passzeichen beachten.


    Vorraussetzung für T-Shirt mit Ovi und Cover:

    man muß den Industrie-Look wollen.

    Und zwar in allen Punkten. Auch bei Passform und Sitz. (Oder man hat vorher viel Zeit in den Schnitt gesteckt, und kennt seinen jersey sehr genau...)

    So, wie Kauf-T-Shirts auch bei mir sitzen (die kann ich tatsächlich mit akzeptabler Passform kaufen): Ich will den Industrielook gar nicht.

    Ich investier nicht mindesten. 20 € in Stoff, dazu deutlich mehr als 1 Stunde Arbeit um dann was zu haben, das aussieht, als hätt ich's irgendwo für 2,90 € gekauft.

    :xmas-lol:




    (Mein Göga hatte heut Friseur - und kam mit schicker weißer Vliesmaske wieder.

    Die hatte Gummibändel für um die Ohren - wir haben ja nur Bindebandmodell. Das ist beim Friseur unpraktisch...


    Aber:

    Er sagt, das die genähten Stoffmasken (Essener Modell, Patchworkstoff - in seinem Fall Makower Dimples ) hier besser zu durchatmen sind, als das Vliesding vom Friseur.

    Und wenn ich mir die Vliesmaske so anguck - das dürfte derzeit der Standart sein, was man so kaufen kann.

    Klingt für mich nicht nach: Die freiverkäuflichen Vliesdinger sind wirklich 'ne Alternative...)

    *Dasmalloswerdenmusst*

    Oh, grad erst gesehen (also bewusst gelesen...)

    Erstens werde ich den Bund nicht noch durch Vlieseline verstärken,


    Du musst keine Vlieseline reinbügeln.

    Es gibt auch spezielle Bund-Gewebe-Einlagen zum Einnähen - manchmal kriegt man die im gutsortierten Stoffladen, sonst im Schneidereibedarf.

    Weicher/dünner als Vlieseline-Einlagen ist das aber nicht. Dafür halten die aber deutlich mehr aus, als die Vlieseline-Dingser.


    Man kann auch einen Streifen glattgewebter Baumwollpopeline miteinnähen - Fadenlauf 90° zu dem vom Bund selber...


    Nur ohne... ist 'ne ganz miserable Idee. An der Stelle braucht der Stoff was, das ihn in Form hält.


    Notlösung: nachträglich in voller Höhe parallele Steppnähte über die gesamte Bundlänge. Dann halten die Steppnähte den Bund auf Maß.

    (Strafarbeit, kann aber dekorativ ausschauen...)

    Bei Pferdehalfter ... das möchte ich meiner Elna excellence 720 pro nicht zumuten.

    Nicht, wenn das ein Halfter zur Zierde sein soll.

    Und schon zweimal nicht, wenn das ein funktionsfähiges Teil von Halfter sein soll. (Da hängen 50 kg Pferdekopp und 600 kg Pferd dran - und die Zugkraft muss das halten.)

    Dafür braucht es passendes Material - auch und gerade bei Garn und Stichlänge, da wird man mit 'ner Haushaltsnähmaschine, wenn überhaupt nur sehr kurzfristig glücklich.


    Und alle halbe bis Jahr 'ne neue Maschine für anderthalb bis zweitausend Euros schrotten... dann lieber einmal und was für solche Sachen konstruiertes kaufen.

    Und das heißt dann Industrie - Sattler-/Schuster-/Gürtler-Maschinen.


    Btw. sind spezialisierte Industriemaschinen für solche Einsatzgebiete auch nicht zwingend teurer als Haushaltsnähmas - aber eben für bestimmte Belastungen optimiert. Das zahlt sich aus...

    (Und in die Maschinen passen dann auch Nadeln, die durch das Material durchgehen. Ohne sich dauernd zu zerbröseln.)

    Es liegt am Stoff, welche Nadel Du brauchst. (Ich hab schon Jersey gehabt, die brauchten 'ne Microtex-Nadel. Das ist in der Spitze das gegenteil von Ballpoint...)


    Die Maschine "redet" mit, wenn es bei Zwillingsnadeln um den max. möglichen Nadelabstand geht.


    Bei 'ner 5 mm-Stichbreite-Maschine wird die 4 mm-Zwillingsnadel riskant... in 'ner 9-mm-Stichbreite-maschine kannst Du da sogar noch Zickzack-Spielereien mit machen.

    Die innere Bundkante wird mit einem passenden, schönen, dünnen Stoff eingefasst - und nicht eingeschlagen, sondern offen angesetzt.

    man kann die Kante auch einfach nur mit z.B. Zickzack oder der Ovi (so man hat) versäubern.


    Nachtrag: Ja, den RV-Untertritt kannst Du bei Bedarf aus einem anderen, dünnerem Stoff arbeiten.

    Aber achte darauf, das der Untertritt stabil genug gerät, das Du ihn nicht dauernd mit in den RV ziehst.

    Und wenn's denObertransport auch nicht gibt:

    Gelatine - verflüssigen, im Bereich der Naht/der Nähte auftragen, ausgelieren lassen.

    Zuckerwasser auftragen, trocknen lassen...

    Stärke, die klassische. Notfalls auch Sprühstärke - ebenfalls im Nahtbereich auftragen, trocknen/verfestigen lassen. Nähen.

    Seidenpapier - oben oder unten oder auf beiden Seiten mitnähen, später wegfitzeln. (Wer hat, kann auch auswaschbares/ausreißbares/wegbügelbares Stickvlies nehmen.)


    Nein, die Lösung für alle Lebenslagen gibt's nicht.


    Und ich hab auch schon "volles Programm" gefahren: Nähfußdruck runter, Obertransport dran und auswaschbares Stickvlies drunter und Stärke im Stoff...


    Außerdem spiel ich gern... man kann mit reduziertem Nähfußdruck nette Manipulationen basteln... oder das nicht vorhandene Federfüßchen "ersetzen":pfeifen:

    *grinst*

    Fluchen.

    Maschine wechseln. Bzw. mal von 'nem gewieftem Mechaniker einstellen lassen.



    Ernsthaft: Mit "richtige Technik" ist von meiner Seite eher gemeint, das die Mechanik in der Maschine so greift, das der Jersey weder auseinandergedrückt wird, noch Wellen schiebt.

    Ja, solche Nähmaschinen gibt es.

    Da sind die Füßchen glatt genug, um am Flutschejersey nicht kleben zu bleiben, und der Transport greift von unten auch glatteste Stoffe sauber, ohne sie zu verletzen.

    Und da hat der Hersteller bei der Konstruktion schon dran gedacht, das seine Kundschaft auch, ggf. auch häufig, solche Stoffe verarbeitet.

    (Es ist wesentlich einfacher, auf unelastische mittelschwere Webware zu konstruieren...)


    Spätestens, wenn ich die 2. Nähma kaufe, weiß ich ja, was ich nähe(n will). Und kann gezielt auf "sowas" achten.


    Es gibt Nähmaschinen, die bringen ohne den eingeschalteten integrierten Obertransport und reduziertem/wahlweise verstärktem Nähfußdruck selbst auf mittlerer unelastischer Baumwollwebware keinen gleichmäßigen Stich zustande, und anderen kann man mit nix den hochelastischen Viskose-BiStretch-jersey verfüttern.


    Wobei das manchmal... wirklich der Stoff ist. Es gibt ab und an mal welche, die wollen einfach nicht. Das ist genauso, wie sich manche Stoffe einfach weigern, mit der üblichen, an und für sich passenden, Nadel und Garn-Kombi genäht zu werden.


    Es gibt drumrum ein paar Tricks, die der Maschine das einfacher machen können, aber eigentlich... sollte man die eben nicht brauchen.


    Btw. Die brother innov'is 10 ist keine Maschine, mit der Jersey nähen, selbst wenn er unflutschig und ohne extra Elasthan ist, Spass macht. Da ist die nicht für gebaut worden. Näheinsteiger haben da in der Vorstellung der Konstrukteure einfach die Finger von Jersey zu lassen...

    Dafür näht sie jegliche Webware bemerkenswert brav...

    (Bei der Innov'is 10 kann man den Nähfußlüfter mit dem Finger so ganz eben anlüften... das braucht aber Übung, die Fadenspannung darf ja nicht gelöst werden.)

    Aline

    Da haben wohl einige die Nähmaschine rausgeholt, die nicht regelmäßig nähen. Finde ich persönlich gut. Warst du nicht stolz auf deine ersten Werke, auch wenn es krumme Nähte oder ähnliche Mängel gab?

    Völlig. (Wobei ich sehr klassisch nähen gelernt hab. Krumme Nähte wurden getrennt, da kam die Fachlehrerein - Schneidermeisterin! - über einen... )
    Aber: Die Wenig-Übung-im-nähen-Masken erkenn ich.

    Die Masken, die mir halt negativst auffallen, sind von Profis erstellte - auch da sieht man das. Das ist eine eigene Qualität an Schlunz.

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