Abnäher markieren und nähen

  • Dies hier soll ein Sammlung von Tipps werden. Bitte eure dranhängen und ergänzen. Und meines korrigieren.


    Abnäher sind Freunde, ....


    aber gleichzeitig oft ein Hassthema, da man nicht damit umgehen kann. (siehe auch Sammlung: die schlimmsten Sachen beim Nähen)


    Ist ja auch nicht so einfach. Aber einfach weglassen ist kaum eine Lösung, da wir ja dreidimensional sind und der Stoff nur zwei-.


    Ich kenne einmal Brustabnäher und welche in Hose und Rock, das sind die keilförmigen. im Prinzip sind die ja einfach: am Schnittrand die zwei Anfangspunkte markieren (Kreide, löschbare Stifte, Aquarellstifte, Scharfkantiges Stück Seife, Stecknadeln, eingeschnittene Dreiecke, .... und ich nehme auch schon mal einen Kugelschreiber) und dann den Endpunkt, rechts auf rechts zusammenklappen, Stecknadeln rein. Von außen beginnend nach innen Richtung Spitze nähen. Zuerst am Rand Faden vernähen, dann Spitze anpeilen, hoffentlich treffen und dann dort nicht vernähen, sondern nur verknoten. Bügeln und zwar dahin, wo es vorgesehen ist (meistens nach unten). So ist es in der Regel bei mir üblich.


    Aber jetzt kommt's: was tun, wen die nicht so gut aussehen? Es kann sein, dass der Brustpunkt ganz woanders ist, als vom Schnitt her vorgesehen. tiefer? höher? Der Abnäher soll zwar Richtung Brustpunkt gehen, aber den nicht treffen. zwei bis drei cm davor enden. ..... Und dann ..... nicht jede Frau hat Körbchengröße B, dann braucht es eine FBA (=Full Bust Alteration .... Begriff kann man in die Suche hier eingeben) .... ausserdem fällt mir ein, dass in alten Nähbüchern gerade bei starker Brust gerne dann die Abnäher nicht einfach vergrössert wurden, sondern damit es besser aussieht, die Weite auf zwei verteilt wurden. Aber bei FBA muss ich noch passen. Da bin ich keine Expertin.


    Als zweites kenne ich aus der Knipp Brustabnäher, die ausgeschnitten werden und etwas gebogen sind. Klappt wie die ersten auch. Einfach Rechts auf rechts Stecken und nähen. Bügeln.


    Und dann noch diese lang gezogenen Rauten im Rückenbereich. Was mit denen tun? Hier liegen zwei Schnitte, die ich mich deshalb noch nicht getraut habe zu nähen. Endpunkte und breiteste Stelle markieren wäre schon mal was. Und rechts auf rechts zusammenfalten. Aber dann? In einem Thread wurde empfohlen immer an der stärksten Stelle mit nähen zu beginnen und dann zur einen Spitze hin, verknoten; dann wieder in der Mitte überlappend anfangen zu nähen und zur anderen Spitze und verknoten. Jemand anderes empfahl sich zusätzlich eine Schablone herzustellen (ich denke, das war im alten Forum), mitten durchschneiden, da ja nur der halbe Abnäher nachzunähen ist und dies als Führung aufzulegen.


    Sind die Schnitte erprobt oder von einer Firma, bei der man sicher sein kann, dass es klappt, dann alles kein Problem.


    Aber was tun, wen man Anpassungen braucht?


    Man sollte die Abnäher erst mal nur heften/reihen. Wie macht ihr das? Die Methode mit dem Reihfaden fand ich schon in der Schulzeit blöd, da ich mir den Heftfaden mit einnähte und der dann nur schwer zu entfernen ist.


    So, jetzt seid ihr dran.



    Grüße Doro

    "lass die Sonne rein ... "

    ... und Grüße

    Doro :laola:

  • Nimm als Heftgarn das Garn, mit dem Du auch nachher nähen willst, dann bleiben die Überbleibsel unsichtbar.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Das mit der Schablone mache ich auch.Danach zeichne ich mit Markierstift oder Kreide die Nahtlinie und hefte ca.5mm daneben den Abnäher.Mit der Nähmaschine nähe ich 5mm von der ersten Spitze erstmal rückwärts und dann in einem Rutsch den Abnäher bis zum anderen Ende.Bei breiteren Abnähern schneide ich dann bis auf Nahtzugabenbreite zurück und versäubere.Dann mit der Hand vernähen Heftfaden ziehen und fertig.Achja, und bügeln nicht vergessen ;-)


    Liebe Grüße Gitte




    Du lächelst – und die Welt verändert sich.


  • Ich markiere mit dem Trickmarker die vier Punkte. Also oben, unten und die beiden in der Mitte und zeichne den komplett aus. Den Schnitt als Schablone zum vorzeichnen wird erfahrungsgemäß nicht exakt. Ich mache mir kleine Bohrlöcher im Schnitt an genau den vier punkten. Da brauche ich später nur mit dem Stif einmal durch zu pieksen. Dann ziehe ich eine Linie genau durch die Mitte des Abnähers und bügel GENAU der Linie entlang den Abnäher GENAU in der Mitte um. Dann nähe ich einfach. Ich lasse den ersten Stich immer noch ins Leere stechen und näh dann in den Abnäher rein und mach ganz normale Rückstiche. Am Ende ist der letzte Stich ebenfalls im Leeren. Ich nehme meistens 150er Garn. Gar kein Problem. Durchs vorher bügeln entfällt das Reihen vorher.


    Anders schauts aus bei Sissonierungsabnähern. Da kommt es auf den Millimeter an. Da darf sich auf keinen Fall eine Seite nach oben oder unter verziehen. Sprich die Taillierungslinie, also die stärkste Stelle des Abnäher. Da schneide ich von unten kommend (Tascheneingriff) bis zu stärksten Stelle (Taillenlinie) vorher auf, leg hier um und nähe ab. Bei Karo zusätzlich dann doch ein Reihfaden.


    Doro, wenn du die Reihfäden ein paar Millimeter neben der späteren Naht legst, nähst du ihn nicht fest. Geriehen wird NIE auf der eigentlichen Nahtlinie. Sonst macht es wirklich keinen Sinn und du bist mehr am rausfummeln, als dass du an deinem Kleidungsstück arbeitest.


    Ein Geheimtipp:
    Die Abnäher vor dem Abnähen kräftig mit dem Bügeleisen in Längsrichtung dehnen! Das gibt später ein viel schöneres Ergebnis, weil daneben dann Kürze entsteht, die die Funktion des Abnähers deutlich erhöht.


    Ui, mein erster richtiger Beitrag im Forum! :)

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  • Wie so oft, habe ich nicht wirklich etwas hilfreiches zu dem Thema zu sagen.
    Aber bei diesem Thread ist mir spontan dieses Video hier eingefallen, das ich schon vor Jahren mal gefunden habe:
    http://www.youtube.com/watch?v=kVpfjG0UFis


    Als ich das gesehen habe, war ich damals begeistert. Aber glaubt mir - egal wie oft ich das probiert habe und egal mir wlechem Stoff oder welchen Nadeln - das hat nie auch nur annähernd befriedigend funktioniert. Beim Auseinanderziehen der Stoffe sind die Stecknadeln nie dort gebleiben wo sie sollten. Also ich finde, dass es sich nicht lohnt das nachzumachen ;)

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

  • Wie so oft, habe ich nicht wirklich etwas hilfreiches zu dem Thema zu sagen.
    Aber bei diesem Thread ist mir spontan dieses Video hier eingefallen, das ich schon vor Jahren mal gefunden habe:
    http://www.youtube.com/watch?v=kVpfjG0UFis


    Als ich das gesehen habe, war ich damals begeistert. Aber glaubt mir - egal wie oft ich das probiert habe und egal mir wlechem Stoff oder welchen Nadeln - das hat nie auch nur annähernd befriedigend funktioniert. Beim Auseinanderziehen der Stoffe sind die Stecknadeln nie dort gebleiben wo sie sollten. Also ich finde, dass es sich nicht lohnt das nachzumachen ;)


    Nee wirklich nicht, wenn das ein akurater Abnäher sein soll, will ich nicht mehr Bügelfee heißen:rolleyes:

    Liebe Grüße Andrea


    Freundschaft ist wie eine Tür, die niemals zu ist.
    Manchmal klemmt sie, manchmal knarrt sie,
    aber immer ist sie offen.

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  • Da gibt es so ein supertolles Wash-Away-Garn. Das wäscht dann nach dem Heften raus. Geht super

    Liebe Grüße Sabine



    Wenn du einen Beruf hast, der dir Spaß macht, brauchst du nie wieder zu arbeiten!


    Mein Blog

  • Also mit der "Nadelabnähertechnik" hatte ich es auch mal versucht und verzweifelt. Dann hatte ich mir die Abnäher am Schnittteil ausgeschnitten und war zwar zufrieden, aber bei einem Rock finde ich es noch okay, aber was ist, wenn der Abnäher mitten drin ist?!

    Grüße
    Sonja

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  • Ich kopiere meine Schnitte auf Folie und schneide die Abnäher bzw die Makierungen dazu aus . Auch mitten drin die , wie z.B. bei einem Oberteil die im Rücken . Wenn der Schnitt dann auf dem Stoff liegt stecke ich die Folie an den Kanten gut fest und kann dann meine Abnäher mit den Kreidestift anzeichnen. Das hat bis jetzt bei allen Abnähern gut funktioniert.

    :tanzen:Schön ist , wer Lebensfreude ausstrahlt !:applaus:

  • Ich mache es auch so wie Zamba.


    @ Sabine wo finde ich denn dieses Garn?

    Liebe Grüße
    Marion


    Leben ist das, was passiert, während du andere Dinge im Kopf hast.‘
    John Lennon

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  • Hallo - ich hab mir auch eine Schablone gemacht (für den Lieblingshemdblusen-Schnitt) es ist die Taschenposition mit drauf und ne Skizze mit den Abständen für die Knopflöcher und die Position vom Manschettenknopfloch (ich kann mir nicht merken ob es am kurzen oder langen Teil hinkommt)
    So machts der Murkser: Beim LängsAbnäher fasse ich einen Faden vom Stoff am Ende und Anfang mit Steckmadeln, spanne an und stecke eine 3. Stecknadel ganz durch die gegenüberliegenden Punkte an der breitesten Stelle und steck alle fest - sofort Nähen bevor der Kreidestaub verschwindet (ich nehme das CloverRädchenDingens)
    Brustabnäher: ein Fädchen an der Spitze spannen - die beiden Außenpunkte aufeinanderstecken und Nähen


    Grüßle
    Leviathan

    Edited once, last by Leviathan ().

  • Marion, beim Fadenversand gibt's das YLI Wash a Way :).

    LG
    Sylvia


    Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was du verstehst.

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  • Dann bin ich ja zufrieden, dass das bei anderen mit diesem Nadelgepfriemel auch nix wird. Ich dachte schon ich sei wieder mal alleine zu dappisch dazu


    Leviathan: für deine "Murkser" Methode bin ich definitiv zu dappisch .... da verstehe ich nämlich nicht wirklich was du meinst :o

    Fröhliche Grüße
    Marion


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    Mark Twain

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