Ein neues "Dawanda"?

  • Ich habe neulich bei facebook gelesen, dass es einen neuen Marktplatz für Handgemachtes gibt.

    Noch ist er nicht gut bestückt, alles ist erst im Entstehen.

    Shop Liste – Alles Handmade


    Ich habe damals gerne bei dawanda gestöbert und gekauft. Ich bin gespannt, ob dieser neue Marktplatz angenommen wird, von Käufern und Verkäufern. Mal abwarten. Ich finde es auf jeden Fall mutig :applaus:

    Liebe Grüße
    Christiane

  • Hallo


    ich bin skeptisch. Im Prinzip gilt online die Devise: es gibt den Platzhirsch und den kennt jeder. Der Rest ist verschwendete Zeit.


    Das beste Beispiel ist Ebay. Wer kennt denn von euch (noch) Hood?


    Und der Platzhirsch für Handmade ist nunmal Etsy. Dann kommt tatsächlich Amazon. Und dann kommt lang nix.


    Diese ganzen deutschen Plattformen - wie sie auch alle heißen: Kasuwa, PWL, etc pp - die kennen ja noch nicht mal die Verkäufer. Geschweige denn Käufer.


    Und wenn ich als Verkäufer Kunden auf die Plattform bringen muss, nur um dann dort Gebühren zu zahlen - dann mach ich die Werbung doch lieber für meinen eigenen Shop. Und wenn die Verkäufer die Kunden nicht explizit dort hin lotsen, dann kauft da auch keiner, weil niemand es kennt.


    Seit dem Dawanda Aus sind so viele deutsche Plattformen gestartet und alle haben sich bisher als Rohrkrepierer erwiesen. Einige davon gibts schon garnicht mehr, der Rest dümpelt vor sich hin.


    Dazu kommt, dass die "goldenen Zeiten" des Online-Handmade vorbei sind. Das Corona-Hoch ist schon lange abgeflaut und weltweit haben die Leute keine Kohle. Handmade ist nunmal Luxus und da wird als erstes drauf verzichtet, wenn man nicht weiß, was man morgen kochen soll.


    Sorry für die ehrlichen Worte - wollen bestimmt einige auch nicht hören - aber so sieht es nunmal aus in der Handmade-Online-Welt im Moment. Ich bin seit 30 Jahren dabei, kann das also wohl ganz gut einschätzen. Es gab viele Hochs und Tiefs und gerade sind wir in einem ordentlichen Tief......


    :2cent:

    Ganz liebe Grüße, Jennifer



    Ich bin Herrscherin über das kreative Chaos, Mama von 4en und ich benähe die Murmel (12). Ihr findet mich auch bei Insta Facebook und im Blog


    "If you can dream it, you can do it!"


    Walt Disney

  • Ja, CharmingQuilts , da hast du wohl recht.


    Die ganzen genannten Parallel-Plattformen kenne ich nicht.


    Dawanda fand ich zeitweise ganz interessant, aber mehr zum Ideen schauen. Etsy finde ich unsympatisch und unübersichtlich.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele, die sich als Hobbyschneiderinnen bezeichnen, dann doch was Genähtes verkaufen wollen :confused: .

    ... und dann noch gelegentlich klagen, dass ihre Angebote zwar für gut, aber für zu teuer befunden werden - obwohl doch so viel Handarbeit darin steckt.

    Ich habe noch nie was "handmade" gekauft (weder auf Märkten noch auf Dawanda, Etsy oder sonstwo) - nicht aus Geiz, sondern weil es i.d.R. Dinge sind, die man nicht wirklich braucht.

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • ich habe damals bei dawanda sehr viele Stickmuster gekauft, aber seit ich auch plotte, hat das sticken eh abgenommen.

  • Nach Dawanda kamen damals recht schnell Productswithlove und Kasuwa.

    Bei ersterem habe ich versucht, Händlerin zu werden, aber es hat (seitens des Betreibers/ auf der Plattform) ziemlich viel nicht oder nicht reibungslos geklappt, so dass ich das nicht weiter verfolgt habe.

    Kasuwa gibts aber noch und da gibt es zumindest auch eine Menge Anbieter. Wie gut das läuft, weiß ich nicht.

  • Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele, die sich als Hobbyschneiderinnen bezeichnen, dann doch was Genähtes verkaufen wollen :confused: .


    So wie ich es verstanden habe, braucht man auf jeden Fall einen Gewerbeschein um dort verkaufen zu können. Den haben die Hobbyschneiderinnen im Normalfall nicht.

    Es geht auch nicht nur um Selbstgemachtes, sondern genauso um Materialien um selbst etwas zu machen. Ich lasse mich gerne überraschen ob es klappt oder nicht. Die Betreiber dieser Plattform sind nicht gänzlich unbeleckt, was das Genre angeht. Die wissen auch um die Probleme, die es im Moment gibt.

    Liebe Grüße
    Christiane

  • Die Betreiber dieser Plattform sind nicht gänzlich unbeleckt, was das Genre angeht. Die wissen auch um die Probleme, die es im Moment gibt.

    das waren die anderen Plattformen auch nicht - allesamt schon vom Markt verschwunden.

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele, die sich als Hobbyschneiderinnen bezeichnen, dann doch was Genähtes verkaufen wollen :confused: .


    Wollen und Können sich zwei Paar Stiefel. Mit den neuen Vorschriften ist den ganzen schwarzen Schafen endlich mal Einhalt geboten worden. Ohne Steuernummern, Lucid-Nummern und diversen anderen Nachweisen darfst du dich auf keiner Plattform mehr anmelden. Und diese müssen seit 2025 auch die jährlichen Verkäufe ans Finanzamt melden, sonst werden sie in Regress genommen. Das macht ja keine Plattform freiwillig - also wird alles schön gemeldet.



    Kasuwa gibts aber noch und da gibt es zumindest auch eine Menge Anbieter. Wie gut das läuft, weiß ich nicht.

    Das kann man ganz einfach nachvollziehen, wenn man da Verkäufer ist. Die Verkäufe werden nämlich mit laufender Nummer gezählt. Die Verkaufsnummer sieht man auf seinen Papieren (die Kunden sehen das nicht).


    Ich verkaufe da nicht, aber eine sehr gute Freundin. Die hat erzählt, dass sie einen Artikel verkauft hat mit sehr niedriger Nummer (obwohl die Plattform ja schon relativ lange existiert) und dann hat sie 3 Monate nichts verkauft und der nächste Verkauf war dann nur 10 Nummer höher..... Also sprich: da läuft garnichts.

    Ganz liebe Grüße, Jennifer



    Ich bin Herrscherin über das kreative Chaos, Mama von 4en und ich benähe die Murmel (12). Ihr findet mich auch bei Insta Facebook und im Blog


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    Walt Disney

  • ...


    Das kann man ganz einfach nachvollziehen, wenn man da Verkäufer ist. Die Verkäufe werden nämlich mit laufender Nummer gezählt. Die Verkaufsnummer sieht man auf seinen Papieren (die Kunden sehen das nicht).


    ...

    Das kann nicht ganz so sein.


    Ich habe mich schon länger nicht mehr damit beschäftigt, deshalb schrieb ich, dass ich nicht beurteilen kann, was da geht. Aber ich habe jetzt noch mal geguckt (denn eigentlich ist mir der Laden sympathisch und ich bekomme immer noch den Newsletter.)

    Wenn man einen Artikel anklickt, bekommt man auch Informationen zum Verkäufer und über dessen Verkäufe (Klick "Bestellungen"). Ich habe wahllos den nächstbesten angeklickt, das war jetzt dieser und da wurden immerhin 700 Artikel verkauft. Davon kann der nicht leben, aber es ist auch nicht nichts. Oder hier, vermutlich "Hobbynäherin".


    (Ich hatte seinerzeit bei Productswithlove übrigens handgefärbte Kammzüge/Wolle und selbstgesponnene Garne angeboten, und hatte mich deshalb bei Kasuwa umgesehen, aber dann hat das Leben andere Herausforderungen gestellt und ich ich hatte keine Kapazitäten mehr dafür, aber vielleicht sollte ich bei Gelegenheit nochmal einen Versuch starten... .)


    Edit: Vermutlich braucht man da wie überall seine Nische ... (wie die hier mit Pferdezeug)

  • Ja, es gibt auf jeder Plattform die "Zugpferde" - die vielleicht 700 Verkäufe drinstehen haben. Da ist dann der Zeitraum interessant - wie lange sind die schon dabei und "wer" ist es.


    Da gibt es aber auch locker 10k Verkäufer, die da ne Null stehen haben. Mal zum Vergleich - ich bin seit etwas mehr als 10 Jahren bei Amazon und da bewegen sich meine Verkäufe auf die 100k. Bei Dawanda hatte ich damals in ca 5 Jahren (ich bin ja Jahre vor dem Ende da schon ausgestiegen) um die 25k.


    Ich erinnere mich aber auch noch zBsp an "Rakuten". Die haben mir damals auch das Blaue vom Himmel versprochen. Zeigten ein paar ihrer besten Verkäufer und das waren bekannte Kollegen von mir. Also hab ich mitgemacht - 2 Jahre Knebelvertrag aus dem ich nicht mehr rauskam und am Ende hab ich draufgelegt.


    Auch bei den Plattformen gilt: you get what you pay for.... wenn du für nix was zahlen sollst - mit was finanzieren die denn ihre Werbekampagne gegen Etsy?


    Und ich bezog mich nicht auf die Verkäufe insgesamt sondern auf die Verkäufe in einem bestimmten Zeitraum. Die Aussage von meiner Freundin dürfte ca 1 Jahr her sein - aber die Zeiten sind seitdem garantiert nicht besser geworden - die Handmadebranche ist derzeit in einem echten Tief. Selbst Etsy muss Leute entlassen.


    Und es ist nun mal eine Tatsache, dass diese ganzen kleinen Plattformen einfach nur vor sich hindümpeln. Wenn noch nicht mal die Verkäufer die kennen - wer soll als Kunde denn da vorbeikommen?

    Ganz liebe Grüße, Jennifer



    Ich bin Herrscherin über das kreative Chaos, Mama von 4en und ich benähe die Murmel (12). Ihr findet mich auch bei Insta Facebook und im Blog


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    Walt Disney

  • Ich persönlich käme nicht mal auf die Idee bei Amazon nach handmade-Dingen zu gucken und Etsy finde ich herzlich unsympathisch. Allein die Flut an China-Shops... nein, danke.


    Ich drücke der neuen Plattform jedenfalls alle Daumen und werde sie nicht schon im Vorfeld dem Untergang geweiht sehen :)

    Liebe Grüße
    Christiane

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