Wie muss die Qualität eines Stoffes für einen Quilt sein?

  • :D Eigentlich ist es schon witzig, ich habe es wohl hier verschrien.


    Gerade war eine Freundin da und brachte mir voller Freude von einem Besuch in den USA Stoff mit. Wir haben da so eine Abmachung, wenn etwas super ist, darf der andere bis zu einer gewissen Geldsumme zuschlagen, weil wir da sehr ähnlich ticken und fast immer das Richtige für den anderen mitbringen.


    Sie bringt mir Stoffe für einen Quilt mit, eigentlich total witzige, wohl auch zumindest in den USA als hochwertig anerkannte, aber als ich die nun ordentlich zu meinen anderen Stoffen passend falten wollte, schaute ich ungläubig auf den Stoff. Ich glaube man nennt es Panels bei den Stoffen.

    • Wie weit darf da der Fadenlauf vom Druck abweichen, dass man ihn noch verwenden kann?
    • Wie schneidet ihr das dann zu?

    Also bei Bekleidung könnte man so einen Stoff in die Tonne treten.


    Es geht um Stoff von Timless Treasures und ganz ähnlichem von Quilting Treasures. Bei einem steht auch noch ein Designername J. Wecker Frisch


    Das sind schon ziemlich witzige Motive einmal zum Thema Nähen, dann Malerei und Musik. Ich habe nun online geschaut und diese Motive gefunden:

    Klick1, Klick2, Klick3 usw. Also so in die Richtung sond meine. Einmal diese Panels, dann diese bandartigen Motive, aber auch Alloverdesigns.


    Wenn ich nun bei so einem Panel (rund 60 cm breit und Stoffkante dann oben und unten) den Stoff zur Hälfte falte, sind oben die Stoffkanten zwar aufeinander, aber bei den 60 cm Breite des Panels habe ich eine Verschiebung um 2-5 cm.


    Ich hab mal schnell eine Schemazeichnung gemacht, dass ihr euch das vorstellen könnt:

    Unbenannt.JPG

    Wenn ich nun die einzelnen Motive im Rahmen ausschneiden würde, ich würde eh nur bestimmte nehmen wollen, dann kann ich die rechteckigen Rahmen zwar ausschneiden, z. B. eine Näherin oder eine Geigerin, aber der Fadenlauf in diesen Rechtecken läuft total schräg. Wenn ich das nun mit Teilen im geraden Fadenlauf zusammennähe, dann habe ich doch nach dem Waschen die Pest am Hals.


    Oder ist das durch das Quilten dann egal? Dann müsste ich nur schauen, dass ich den schrägen Fadenlauf nicht unabsichtlich beim Zusammennähen dehne.


    Ich weiß nun nicht, ob ich den Stoff entsorgen/jemanden, der etwas damit anfangen kann, verkaufen kann oder ob ich mich selbst daran wagen soll.


    Ihr wisst, mit Quilten habe ich keinerlei große Erfahrung. Also so eine Decke wäre zwar lustig und ich könnte sie sogar verwenden, aber ich will nicht nach dem ersten Waschen der gesamten Decke ein Gezipfel, Gebeule und Verschieben haben. Andererseits gefällt mir bei solchen Motiven ein sehr enges Quilten auch nicht.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

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  • Vergiß den Fadenlauf, der ist bei PW ziemlich wumpe.

    Wenn, dann schneid nach Muster, bei sehr kleinteiligen all-over Mustern auch einfach quer durch, wie Du die Stücke halt grad brauchst.


    Formstabil wird das hinterher durch die vielen kleinen Stücke - und das sandwichen und danach quilten.


    (Das war mal bei den Gebrauchsquilts reine Resteverwertung. Da wurden die noch guten Stücke aus dem abgetragenemn Kleidungsstücken rausgeschnitten und neu zusammengesetzt. Selten, das da auf den Fadenlauf geachtet werden konnte - das hätte meist unnötigen Verschnitt bedeutet. Dafür waren die Reste dann wieder zu kostbar: Also nimm, wie's ist, und verstepp es in mindestens doppelter Lage. ;)8)


    Was anderes waren die Geschenkequilts zum einlagern und gelegentlichem Vorführen - dafür wurden dann auch schon mal extra Stoffe angeschafft und auch so Sachen wie Fadenlauf beachtet.

    ;)Je reicher die Verschenker, desto eher extra dafür gekaufte Stoffe, und desto eher auch ein durchgehendes Konzept im Quilt. (Das sind dann heute die Schätze im Museum...)


    Aber meist waren die verwendeten Stoffstücke eh so klein, und so zahlreich, das sich irgendwie schräg liegende Fadenläufe letztlich gegenseitig aufhoben, und es auch bei reiner Resteverwertung sehr stabile Decken gab.)

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  • Hihihi. ...ich denke, du magst kein Patchwork:D


    Deinen Fragen merkt man es an 😉


    Orientiere dich am Motiv und nicht am Fadenlauf. Wie schon geschrieben, kommt die Stabilität durch das Quilten.... also dem Drübernähen der Oberseite, Vlies und der Rückseite.

    Exaktes Zuschneiden und exaktes Nähen ist jedoch sehr wichtig. Vielleicht kannst du dir ein Grundlagenbuch aus der Bibliothek leihen, damit du die Basis nachschlagen kannst.


    Und Vorsicht.... Patchwork hat einen gewissen Suchtfaktor. (Bricht meist erst später aus...nicht gleich beim ersten Mal ... da flucht man noch zu oft 😇)

    LG Anja


    "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda

  • Probleme gibt es erst dann, wenn die Stoffe nachträglich einlaufen, was bei hochwertigen Stoffen eigentlich nicht passiert, und durch vorwaschen und bügeln vermieden werden kann.

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  • Hihihi. ...ich denke, du magst kein Patchwork:D

    ^^;) So ist das nicht. Ich finde die Technik interessant und was da oft heraus kommt meist sehr schön.


    Ich habe für so eine Decke auch Verwendung. Denn wir haben unseren gemeinsamen Traum erfüllt und ein Zimmer als Bibliothek mit inzwischen fast 4000 Büchern, Ohrensesseln und knisternden Kaminfeuer. Das Zimmer ist nicht quadratisch, sondern hat eine Ecke heraus und da sind unsere Bücher zum Thema Handarbeiten und Handwerken. Da steht ein weiterer Kindheitstraum von mir, eine Corbusierliege. Da stricke ich auch oft darauf. Das liegt genau neben meinem Hobbyzimmer. Also da passt so eine Patchworkdecke mit den Hobbythemen hin.

    Meine Freundin weiß das, vielleicht habe ich auch zu viel laut hin- und herüberlegt :talk: und sie machte nun einfach Nägel mit Köpfen.


    Ich könnte sogar noch eine zweite Decke in den Raum geben. Mir gefallen nämlich die Quilts, die Aussehen wie ein Bücherregal.


    Also falls ich wirklich Blut lecken sollte, hätte ich noch etwas Platz.


    Quote

    Vielleicht kannst du dir ein Grundlagenbuch aus der Bibliothek leihen, damit du die Basis nachschlagen kannst.

    Da bin ich Dank der Hilfe hier schon bestens aufgestellt. Das Projekt, einen Weißquilt aus alten, geerbten Spitzen und Weißwäsche musste ich zwar zurückstellen, aber all die Tipps und Links zu Seiten, die ich hier bekommen habe haben mir schon sehr weitergeholfen.

    Als mir der Weißquilt in den Kopf kam, habe ich mich schon intensiv damit befasst, auch Testblöcke genäht. Quilt as you go ausprobiert. Bin auch mal Richtung Crazy Quilt gegangen und dann natürlich 3D Quilting, das bietet sich für Weißwäsche an und sieht klasse aus. Ich finde auch die Ansätze von Jennie Rayment in dem Bereich toll, da habe ich mir drei Bücher gekauft.


    Was nun neu dazu kommt, sind diese großen Motivteile. Sprich aus kleinen Resten in Form von Dreiecken, Vierecken, etc einen Block zusammen zu puzzeln ist nicht das Problem.

    Aber solche größeren Rechtecke, da musste ich einfach wegen des Fadenlaufs fragen.


    Ich habe auch ein gut bewerteten Buch gefunden, das sich mit Panels befasst, (Learning to quilt with Panels), allerdings finde ich ist das für wohl eher unkreative, ideenlose Menschen gedacht. Es ist also nicht klar, dass bei unterschiedlich großen Motiven ein Rahmen herum genäht werden muss(?!?!), wenn ich gleich große Blöcke haben will? Dass ich dden aus einem Streifen oder mehreren Streifen nähe, oder da Quadrate oder Rechtecke nehmen kann und als absolutes Highlight ineinander verschränkte Dreiecke nehmen kann. Mir wird dann gezeigt, wie ich ein Motiv herausschneiden kann und dabei die Nahtzugabe beachte.

    So etwas finde ich dann immer etwas witzig. In einem Anfängerbuch und Grundtechnikbuch ist das richtig. Aber so ist das, wie wenn ich ein Strickbuch mit Mosaiktechnik herausbringen würde und ausführlich beschreibe, wie man eine rechte Masche strickt. ;)


    Aber egal, ich weiß nun, dass es nichts ausmacht, wenn der Fadenlauf bei größeren Motiven nicht stimmt.


    Danke auch Aline und Kreuzschnabel für eure Hinweise. Ich hatte eh vor, die Stoffe zu waschen und zu bügeln, dann passt das.

    LG rufie


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  • Ich habe einen ganzen Stapel alte weiße Tischdecken von Mama bekommen. Vielleicht gebe ich mich damit dann doch mal an einen Weißquilt.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


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  • Das du Erfahrung mit Patchwork hast, habe ich einfach nicht erkannt.

    Große Panelle verarbeite ich nicht.... da fehlt mir der Zugang.

    Unkreative Patchwork Bücher finde ich auch abschreckend, den der Reiz besteht für mich im Neuerschaffen.

    LG Anja


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  • Wobei ich auch immer wieder gern in Grundlagenbücher nachschaue ...

    LG Anja


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  • Das du Erfahrung mit Patchwork hast, habe ich einfach nicht erkannt.

    na ja, wir wollen es nicht übertreiben. ;):D In der Theorie schon, auch in der Praxis habe ich bestimmte Techniken ausprobiert und für einfach befunden. Zum Beispiel das berühmt berüchtigte Y, das ich ehrlich gesagt als normal, einfach und gar nicht problematisch finde. Aber ich habe auch das Gefühl die US-Gilden spielen da manche Sachen ein wenig hoch, das kenne ich auch vom Stricken. Verkürzte Reihen, was ein Drama! Ah ja :irre: - und das ist nun nicht meine Meinung allein, auch auf Ravelry ist das manchmal Thema. In Japan und Russland wird es einfach gemacht, in den Skandinavischen Ländern haben sie oft noch einfachere Methoden gefunden und in Britannien aber auch US-Amerika hat man manchmal das Gefühl, da geht nichts, ohne dass einem am besten noch die Fingerhaltung gezeigt und die Hand nach Möglichkeit geführt wird. Dabei gibt es dort auch so viele grandiose Strickerinnen, die das inzwischen auch etwas belächeln. Auf der anderen Seite finde ich solche Traditionen wie Gilden im Handarbeitsbereich oder bei uns die Trachteninformationszentren mit ihrer Beratung. Das Schönste ist, dass man dann auf einer internationalen Plattform wie Ravelry eben diese Kulturvielfalt mitbekommt.


    So, zurück zu meinem nicht vorhandenen Quiltkönnen. ;)

    Ich habe noch keinen großen Quilt in voller Größe gequiltet, aber ich stelle mir das teilweise sogar einfacher vor, als wenn man einen Skioverall oder einen Daunenmantel steppt oder einem Sofa einen neuen Lederbezug verpasst. In der Richtung habe ich keine Bedenken - mal schauen, ob das stimmt, oder ob ich dann an meine Grenzen komme.

    Aber sie sind dafür da, überwunden zu werden und im Bereich Nähen gibt es bis jetzt noch nichts, was ich nicht bewältigt habe. Das sind nun auch schon fast 45 Jahre - ah ich bin alt:!: Oder klingt es besser, wenn ich sage, ich habe schon als kleines Kind angefangen? *mich wieder jünger fühl* :rofl:;)

    LG rufie


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  • *grins*

    Alt bist Du, wenn Du Dich an das neue - hier das quilten eines Sandwiches in guter Deckengröße - erst gar nicht rangibst, weil das bestimmt viel zu schwer ( vom Gewicht, das an und unter der Nähma bewegt werden muss) ist.

    Oder weil Du Dir sicher bist, das Du das zwar nur handgequiltet schön finden würdest, aber dafür Deine Restlaufzeit bestimmt nicht mehr reicht.

    (Wobei handgequiltet für eine Kuscheldecke tatsächlich sehr schön ist. Das bleibt nämlich auch bei nur Inchbreiten Abständen noch weich und beweglich. Mit der Maschine wär das ein ziemliches Brett...)

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  • Hm, du hast nun aber schon noch ein paar Jahre dazugerechnet. Also als Baby konnte ich noch nicht nähen. ;)

    LG rufie


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  • So, nun mal für alle Quiltprofis hier der nächste Grinsanlass:

    Wie gesagt, ich gehe an die Blöcke immer etwas anders heran, so mehr von der Bekleidsungsnähenseite her (s. Fadenlauf).


    Nun für mich einfach die Frage, warum schnippselt und näht man Teile aus denselben Stoff zusammen, wenn man sie in einem Teil hätte zuschneiden können. Das sieht doch meinr Meinung nach viel schöner aus (ja, ich weiß, Vergangenheit, kleine Stoffreste, etc.) Aber wir sind nun im Jetzt, in dem nicht wenige Quilter die Stoffe genau passend zu den Projekt kaufen.


    Beispiel dieser Block: Klick


    Warum muss ich außen das Weiße noch zerschnippeln. Ja ich weiß, leichter zu nähen. Aber bitte, den Stern zusammen zu nähen und dann außen in den Ecken Quadrate und von den Seiten her die größeren Dreiecke einzunähen, das ist doch wirklich einfach. Stattdessen habe ich da je eine weitere Naht, die man bei hellen Stoffen schon sieht. Außerdem könnte ich den Block viel schöner Quilten, wenn ich das Quilting bei so eine Decke nicht allover sondern Blockbezogen quilten will.


    So, nun bitte das Grinsen unterdrücken und mir antworten.

    Beim Weißquilt, wenn ich schöne alte Stoffe, auch Reste haben, werde ich den doch nicht zerschnippeln und wieder zusammennähen und dabei z. B. darauf schauen müssen, dass Webstreifen im Stoff aufeinander passen.

    LG rufie


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  • Naja, der verlinkte Stern... sieht für mich nach Übungsstück aus. ('tschuldigung an die "Erfinderin"/den "Erfinder" dieses Blocks. Ich hatte da noch Streifen-Reste und wollte mal 'nen Stern... )

    So würde ich nur zuschneiden, wenn der Stoff sonst nicht reichen würd. Oder weil ich Blöcke gleicher Art überlappend anordnen will, und dafür dann teilweise den Hintergrund nicht brauche.


    man darf natürlich soviele Teile zuschneiden, wie man möchte, aber jede Naht frisst Stoff - auch als Nahtzugabe bekannt. Man braucht also mehr Stoff. Für Stoffverkäufer durchaus ein Argument, in die Blöcke möglichst viele Nähte einzubauen.

    Und manchmal ist es schlicht der Zusammenbaureihenfolge des Blocks geschuldet, das auch solche Hintergrundstücke zusammengesetzt werden.


    Bei Deinem Beispiel: Man näht die Streifenfläche, teilt sie in die Zacken, setzt an jeden Zacken rechts und links Hintergrundstoff an, so das man den Stern Segment für Segment nähen kann und erst am Schluß die einzelnen Sternensegmente zusammensetzt.


    So man keine unbehandelte und unbehandelbare Y-Naht-Phobie hat...

    man kann auch erst den Stern zusammensetzen und dann die passenden Hintergrundstoffstücke zwischen die Spitzen.


    (Aus "Faulheit";) würde ich bei einem solchen Stern auch eher zur einzelne Segmente komplett mit Hintergrundstoff und dann zum Stern verheiraten tendieren. Näht sich flotter in Kette.

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  • ich kaufe nur sehr selten speziell die Stoffe fürs Projekt.

    Ich liebe Restequilts. ...verkleckerte Tischdecken besonders in Kombi mit (Baumwoll) Stoffen.


    Wobei ich mich dabei erwische, einfach schöne Patchworkstoff zu kaufen.


    Der gezeigte Stern eignet sich toll für bunte Reste und weiße Tischdecken :saint:

    LG Anja


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  • Aline

    Also bei mir bezweifel ich sogar, ob sich das flotter näht. Mich würden die Nähte eher Richtung wahnsinnig machen. Das sieht für mich, wie gesagt aus Bekleidungsnähersicht so stümperhaft aus, also könne man das nicht anders.


    Auch diese Y-Phobie, über die ich überall stolpere, finde ich befremdlich. Aber ich könnte mir vorstellen, wer eben nicht mit dem Fuß nähen kann und diesen Knopf an der Maschine zum Start und Stopp nutzt, der kann das damit nicht machen, weil derjenige eben nicht stichweise nähen kann und wenn es die Maschine zulässt, da gibt es ja auch schon wieder solche, die einen bevormunden die Stellungshöhe der Nadel beim Nähen per Fuß bestimmen kann. Gibt ja heute so viele Modelle mit nur Nadel komplett hoch oder Nadel komplett eingestochen. Letzteres ist zwar beim Y nicht das Problem, aber woanders kann man das schon gebrauchen.

    Nur ich finde immer erschreckend, dass viele nicht stichweise eine Naht nähen können. Mag sein, dass dies ein veraltetes Können ist. Ich habe früher mit meiner Patentante längere Strecken stichweise genäht, bis ich es sicher konnte.

    Nur für mich ist das heute auch noch wichtig. Ich möchte nicht einmal eine Rundung nähen, ohne das an entscheidenden Stellen auch stichweise machen zu können.


    Entschuldige, ich bin gerade etwas motzig, weil eine Sockenwolle auf dem Knäuel so schön farbenfroh aussah und verstrickt irgendetwas zwischen verwaschen und dreckig aussieht.


    Den Hinweis mit der Naht und höheren Stoffverbrauch habe ich gar nicht bedacht. Stimmt. Teilung wäre nur sinnvoll, wenn man nur kleinere Restchen in der Dreiecksgröße hat.

    LG rufie


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  • Entschuldige, ich bin gerade etwas motzig, weil eine Sockenwolle auf dem Knäuel so schön farbenfroh aussah und verstrickt irgendetwas zwischen verwaschen und dreckig aussieht.

    Das kenn ich. :keks:

    Das Knäuel sah so genial aus, die fertigen Socken *würgs*...

    'ne Freundin hat sie toll gefunden. Also hat sie die geschenkt gekriegt.



    Okay, Du hast jetzt 1 Block vor Augen.

    Jetzt nimm 3 x 4 oder noch mehr identische Blöcke für 1 Decke...

    Es macht Sinn, da ein bißchen auf einfache Nahtlinien zu achten - in Kette näht sich das schneller.

    (Die moderne Frau hat keine Zeit... *bös bin*)


    Ich würde z.B. bei dem Stern erstmal ein bzw. 2 Streifenset (oder 3 oder 4, je nach benötigter Anzahl Sterne) nähen.

    Bügeln - so das die NZ einmal in die eine Richtung und einmal genau entgegensetzt schaut...

    Danach werden die Streifensets zu (45 °) spitzwinkligen Dreiecken geschnitten.

    Je Stern 16 Streifendreiecke...

    2 aneinander gesetzte Streifendreiecke machen 1 Sternsegment (der Stern hat ja 8 Spitzen)

    Und jetzt kriegen alle Sternsegmente auf der einen Seite ein weißes Dreieck dran.

    Bügeln.

    gegenüber auch ein weißes Dreieck drangesetzt...

    Bügeln (NZ legt sich zum weißen Dreieck, da sorgen die NZ von den Streifensets für)


    Jetzt hast Du ein großes spitzwinkliges Dreieck.

    2 davon zusammengenäht = 1/4 Stern (in dem einen Segment zeigen die NZ nach oben, im anderen nach innen - dann legen sich die Streifen automatisch schön in einander)

    Bügeln (ab hier würde ich allerdings die NZ auseinanderbügeln. Sonst gibt das später in der Mitte, wo sich alle Spitzen treffen einen fürchterlichen Knubbel)

    2 solche Viertel: halber Stern.

    Letzte Naht und der Stern ist komplett...


    Vergleichsweise simpel, schnell, präzise.

    Das kann man auch als "Hat noch nie an 'ner Nähmaschine gesessen"-Anfänger hinkriegen.

    Und für den geübten Näher ist das einfach die flüssigste Methode zum Ziel.


    Du darfst aber soviele andere Wege zum Ziel nutzen, wie Du möchtest. Es zählt nur, das Du zu Deiner eigenen Freude und in für Dich akzeptabler Geschwindigkeit und Präzision zu Deinem von Dir definiertem Ziel kommst.


    Man könnte jede Zacke einzeln fertig stellen, aus präzise auf Länge getrimmten Streifen.

    Danach die Hintergrunddreiecke anhängen.

    Oder den Mittelteil zusammensetzen, und danach außen die Hintergrundstücke einfügen.

    Du kannst das ganze auch auf Papier nähen, über Papierschablonen, frei von Hand...

    Nimm, was besser zu Dir passt. Es soll Dir Spaß machen. Das ist das einzige, das zählt.

  • Auch diese Y-Phobie, über die ich überall stolpere, finde ich befremdlich.

    Aber da beziehst du dich jetzt nicht auf den Block, oder? Da braucht man nämlich keine Y-Nähte zu nähen.

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

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  • Wenn man die Nähte in den weißen Flächen weglassen würde, müsste man 8 Y-Nähte nähen. Oder umgekehrt gesagt: Durch die Teilung der weißen Flächen in kleinere Dreiecke spart man sich das Nähen von 8 Y-Nähten.

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