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Wollwalk- Winterjacke, womit füttern?

  • Guten Morgen!


    Ich habe heute endlich mal frei und sturmfreie Bude, was ich gerne nutzen würde, um mit meiner Winterjacke anzufangen.
    Es handelt sich um den Schnitt 104 aus der Burda 09/2006.
    Ein Probemodell aus Feincord mit Taftfutter habe ich schon gemacht, passt gut und hat Platz für ein dickeres Futter.


    Und jetzt die Frage:
    Was ist wärmer?
    a) Taft mit 1cm dickem Volumenvlies draufgequiltet
    b) Taft mit Antipillingvlies drauf
    oder
    c) noch was ganz Anderes? Ich habe ein ansehnliches Stofflager...:o


    Die Jacke soll so warm wie möglich werden, ich bin eine ziemliche Frostbeule...


    Funktionsstoff kaufen möchte ich nicht, weil ich bestimmt genug Material hier habe.


    Was auch noch vorhanden ist in passenden Farben wäre ziemlich steifes Teddyfell.
    Als Anmerkung dazu: Ich habe diesen Lekala-Jackenschnitt aus Samt genäht und mit extrem weichem Teddy gefüttert, auch die Ärmel, also vom Anziehen her (Bremswirkung) stört es mich nicht, nur ist der Schnitt dann doch eher knapp gewesen.


    So, jetzt geh ich mal den Oberstoff zuschneiden, vielleicht hat ja jemand eine Meinung oder Erfahrung für mich, bis ich mit dem Futter anfange.


    Viele liebe Grüße und einen kreativen Tag wünscht Iris
    (die sich wie dämlich freut auf einen ganzen-vollen-grenzenlosen-eigenen Tag!)

  • Hallo,


    Walk füttern ich mit Neva Viscon, das allein reicht bis knapp unter 0 Grad.


    Soll es wärmer gefüttert sein versteppe ich Wollwatteline mit Neva Viscon.


    Ich würde nie die tollen Eigenschaften eines Wollstoffes ruinieren indem ich mit Polyester füttere. Es kommt beim Futter nicht darauf an wie dick es ist, sondern darauf dass die Materialien zueinander passen und sich Luftschichten zwischen den Schichten bilden. Deshalb bringt eine knallende Winterjacke z. B. nichts.

    _______________________________________________
    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

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  • Guten Futterstoff mit Wollwatteline, einlagig verarbeitet - d.h. an den Rändern zusammengenäht und/oder mit hübschen Zier- oder Nutzstichen flächig durchgesteppt. In Reihen mit 10 bis 15 cm Abstand ist das schnell gemacht.
    Bei Wollwalk würde ich keinesfalls Polyestervliese verwenden.


    Kerstin

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  • Hi Bianca!
    Sehe ich auch so! Aber bis knalleng hab ich in der Jacke gut Raum.
    Ich hab die Materialien gegoogelt:
    Wollwatteline hat 30% Wolle, 40% Viskose und der Rest Poly-ester und -acryl, dafür dünn, 3mm.


    Neva Viscon: 70% Viscose, 30% Polyamid.
    Das könnte ich z.B. mit Baumwoll-Poly-Mischung ersetzen, hätte ähnliche Eigenschaften, oder?


    Ich werde mal schauen, ob ich mit dem vorhandenen Materialien in etwa die Mischung hinbekomme, z.B.
    dünner Wollwebstoff (wäre der Wollanteil mit bissi Poly), dünnes Volumenvlies, dann eine Schicht Sweatshirtstoff (Baumwolle mit bissi Poly).


    Könnte das gehen? Ich mach mal Probestückchen wegen der Dicke...


    Viele Dank schon mal,


    die Iris

  • Ups, grad las ich Euere Antworten....
    Polyvlies ist gestrichen!
    Guter Futterstoff ist vorhanden, jetzt schau ich, was statt Wollwatteline ginge, dann hab ich nur zwei Schichten und kann dickeren Wollstoff nehmen.
    Nachdem der Futterstoff ja nicht elastisch ist, kann ich den ja mit was Elastischem zusammensteppen, müßte gehen, oder?


    Grübelgrüße,
    Iris

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  • *Nickt*
    ja, wenn Du reinen Wollwalk hast, ist es schade zu füttern. Lieber noch etwas drunter ziehen.
    Ich habe 2 Walkmäntel (genäht). Der erste ist ein eher anliegendes Modell, den habe ich ganz mit Viskose-Mantelfutter gefüttert, dieser Walk ist auch etwas fester und nicht sooo elastisch, deshalb geht das gut. Der Wind geht dann weniger durch.
    Der 2. Ist aus Merinowalk (dick, flauschig, leicht und ziemlich elastisch) der ist ein weiteres Modell geworden mit Schalkragen. Ich habe nur die Ärmel abgefüttert.
    Beide kann ich gut den ganzen Winter tragen, bei uns ist es aber nur sporadisch viel unter Null.


    Fazit: so wenig wie möglich füttern.
    Li Lo

    Nix neues im Blog :confused:

    Edited once, last by Li Lo ().

  • Vielen Dank erstmal an Euch!


    Meine Idealvorstellung von Winterjacke ist im Grunde, daß ich normale, eher dünne Kleidung tragen kann und dann die dicke Haut drüberziehe, also, daß der Winterkuschelpulli in der Jacke steckt...


    Ich hab hier zwei Qualitäten von Wollwalk liegen, eine mitteldicke, etwas elastischer und eine dickere, weniger elastische.
    Dann würde ich sinnvollerweise die dickere Qualität benutzen und mit Sweatshirtstoff, versteppt mit Viskosefutterstoff füttern, das kommt wohl der Summe an Vorschlägen am nächsten.


    Und in der Folge nähe ich mir aus der dünneren Variante die passende Hose, nur mit Viscose/Polyfutter (gibt´s das dehnbar?).
    Grins, dann kann der böse Winter kommen...
    Wegen der Hose frag ich dann nochmal nach, bin ja erst mal beschäftigt...


    Flitz und Gruß,
    Iris

    Edited once, last by Steinmetz ().

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  • *Nickt* ...
    Fazit: so wenig wie möglich füttern.
    Li Lo


    Das mache ich davon abhängig, zu welcher Jahreszeit und Temperatur ich den Mantel tragen will.
    Herbst, Frühwinter, Wintertage mit knapp über Null - da reicht ungefüttert bzw. einfacher guter Futterstoff. Futter schützt gleichzeitig die Wolle des Oberstoffs, was ich von vornherein als sinnvolle Verwendung von Futterstoffen betrachte.
    Kalte Wintertage: da braucht mein Walk schon ein warmes Futter. Wollwatteline und Venezia/ Nevaviscon. Wenn der Schnitt weit genug ist und das rutschen beim überziehen kein Kriterium für glatten Futterstoff ist, ist weicher Baumwollflanell eine Alternative.


    Watteline gibt's auch mit höherem Wollanteil oder ganz aus Polyester.


    Es gibt aber auch reine Baumwoll- und sogar Seidenvliese. Für BW-Vlies kannst Du im Quilt- und PW-Bereich suchen. Für Seidenvlies bei den Anbietern von hochwertigen Seidenstoffen. Diese beiden werden gern für gequiltete und PW-Kleidungsstücke genommen. Die Preise sind höher als von Wollwatteline, aber der Tragekomfort ist ausgezeichnet. Wie auch bei Wollwatteline.


    Als (selbst)Frostbeule würde ich beim wärmenden Zwischenfutter wirklich nur hochwertiges Material verwenden. Und es sollte zum Oberstoff passen. Also kein "Plastik"


    Kerstin

  • Ach Steinmetz, das wird doch dann ein Michelin-Männchen-Mantel ;)
    (am allerwärmsten ist einfach ein Daunenmantel) :pfeifen:
    Was jetzt auch nicht weiterhilft :)
    LiLo

    Nix neues im Blog :confused:

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  • Guten Morgen!


    Ich habe fertig, danke noch mal für Euere Tips!
    Hat mir jemand eine Bezugsquelle für Wollwatteline?
    Ich war Freitag Mittag noch schnell im bestsortierten Stoffladen Würzburgs, die hatten Baumwollwatteline.
    Wärmt das denn?
    Ich frage jetzt für´s folgende Projekt, der Meine will auch so eine Jacke haben...


    Und kann ich hier Bilder einstellen?
    Ich bin ziemlich stolz und würde gern das Ergebnis zeigen...
    Jaaa, sieht schon wuchtig aus, aber ich bin ja Steinmetzin und dann glauben mir die Leute das auch.
    Das erste Probtragen gestern Abend war erfolgreich: Dank Satinfutter in den Ärmeln ging das An-und Ausziehen super, die Regentropfen sind als Perlchen drauf liegen geblieben, Wind ging nicht durch und dadurch, daß der Walk bissi elastisch ist, ist das Teil auch mega-bequem geworden.
    Es gab keine Oh-öhm-auweia-Szenen, das Einreihen hat funktioniert.


    Also echt jetzt:
    Das Forum ist unglaublich toll! Vielen Dank an alle Foris!
    Ich hab im Mai erst mit dem Nähen angefangen, alles was man wissen muß, steht hier... Das ist wie zaubern, wenn man nach ein paar Stunden rumlesen sowas fertig bringt, finde ich.


    DANKE!


    Liebe Grüße von Iris, die die neue Jacke leider erst wieder nach der Arbeit anziehen kann

  • Guten Morgen Iris,


    ich freue mich, daß du hier im Forum bist und Deine Steine jetzt auch bei uns bearbeitest :)


    Hat mir jemand eine Bezugsquelle für Wollwatteline?


    Stellst Du die Frage in "Kaufen Wo" bitte.

    Grüße
    Susanne

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