Dünne Pullover

  • Kann mir mal bitte jemand erklären, warum es nicht mehr möglich ist, vernünftige schlichte dünne Pullover zu produzieren? Ich hab' gerade mal wieder einen Mammut-Flicksession hinter mir.


    Ich hab' früher fast ausschließlich Merino- und Shetlandpullover getragen. Die waren, selbst wenn's P&C-Hausmarke war, recht haltbar, und wenn mal ein Löchlein auftauchte, wurde es geflickt, und dann war erstmal wieder ein wenig Ruhe. Und auch im Sommer wegen der guten Klimaeigenschaften durchaus passend. Als dann diese Pullover aus der Damenmode verschwanden (und nur noch in Form von sündhaft teuren und von mir nicht einmal als angenehm empfundenen Kashmirpullovern in einer Nische erhalten blieben), musste ich ja umschwenken. Daher fanden -zumindest für den Sommer- einge von diesen dünnen Baumwollpullis und -strickjacken ihren Weg in meinen Kleiderschrank. Aber die sind bei mir ständig kaputt. Spätestens nach dem zweiten Tragen sind jeweils ein paar Maschen irgendwo am Kragen gerissen. Und ich ziehe sie wirklich vorsichtig an. Aber ich sehe auch nicht ein, sie so anzuziehen, als seien sie aus gewebter, morscher Seide. Das sind schließlich Pullover.
    Bei einem, den ich heute in der Hand hatte, bin ich inzwischen mit dem Flicken fast einmal rund herum um den Ausschnitt. Ich glaube, ich muss mich mal dringend nach einer Alternative umsehen. Aber was? Gekauft kommt nichts in Frage, da es keine schlichten Wollpulis zu geben scheint, die Baumwollvarianten ja reissen, und alles andere dann gleich Poly bis zum Abwinken ist. So ein Murks.
    Aber was statt dessen? Jersey, auch Interlock, ist mir nicht stabil genug, es soll ja gerade kein Shirt, sondern ein Pulli oder eine Strickjacke werden. Romanit hat wieder jede Menge Polyester drin. Was in dien Geschäften als sogenannter 'Strickstoff' zu finden ist, knistert schon beim bloßen hinsehen, und ist meist auch zu dick. Und Bündchenstoff sieht mit der Rippenstruktur zu sportlich aus.


    Anforderungen sind also die folgenden:

    • Es sollte gestricktes oder gewirktes Material sein.
    • Es sollte so dünn sein, dass man es noch unter einem Blazer tragen kann und das auch gut aussieht.
    • Es sollte so dick sein, dass es nicht mehr unter 'Shirt' fällt.
    • Es sollte an liebsten reine Naturfaser sein, notfalls. ginge noch 80% Natur 20% Poly.
    • Es sollte in meinen Farben (Frühling) zu bekommen oder in der Waschmaschine färbbar sein.


    Habt Ihr eine Idee, was das sein könnte? Ich will nicht mehr ständig flicken müssen.

  • wenn du einfach mal "Wolljersey" googelst, findest du auch Schurwollromanit - nicht billig, aber durchaus in vielen Farben ....

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Hast du mal bei LandsEnd geschaut?
    (Ich habe keine Erfahrung, hatte nur kürzlich den Katalog in der Hand.)


    Ups, ich dachte, es geht um Fertigteile.

    Freundliche Grüße
    Karla


    Was heißt modern? Betonen Sie das Wort mal anders!

  • "Peter Hahn" hatte früher auch immer so Basic-Pullover in sehr guten Naturfaser-Qualitäten...


    Von LandsEnd hab ich auch allerhand: farbstabil und quasi unkaputtbar ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


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  • Hallo,


    ich bin mir nicht sicher, ob es nicht Wolljersey grundsätzlich in sehr unterschiedlichen Qualitäten gibt / geben müsste. (Ich bin „noch nicht so weit“ – kommt erst …).


    Ansonsten fällt mir ein, mal gezielt nach dem Angebot italienischer Hersteller zu schauen. Dort gibt es sehr schöne und qualitativ hochwertige wollene Wirkwaren …
    Vielleicht hast du auch „Urlaubschancen“ in die Richtung … Ich weiß, dass Jadzia im alten Forum mal sehr begeistert von einem Nähseminar (?) in den Alpen (?) Wollstoffe – Wirkware – aus Südtirol mitgebracht hat. Wenn eine selber hinfahren kann, hat das eben den Vorteil, es auch anfassen zu können.


    Liebe Grüße
    Schnägge

  • Landsend hat eine tolle Qualität, aber irgendwie möchte ich lieber jungfräuliches Material haben als schon wieder Herrenpullover umzuarbeiten. Das geht auch, hab' auch schon gemacht, aber es macht keinen Spaß.


    Von dem Wolljersey muss ich mal versuchen, Griffproben zu bekommen. Dann ist das eine gute Option.

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  • Ne, die Damenpullover haben ja auch keine echte Taille. Dann kann ich auch gleich Herrnpullover nehmen. ;)


    Ich weiss, ich übertreibe ein wenig, aber ich hab' von Landsend zwei oder dreimal ein paar wicklich schön aussehende Sachen bestellt. Aber es ist alles samt und sonders getour gegangen, weil es einfach für die Figur ohne Taille geschnitten zu sein scheint. Da helfen dann ein paar Abnäher zusätzlich auch nicht. Die sitzen bei mir einfach gar nicht. Das Material ist aber so klasse, dass ich das mit dem umarbeiten tatsächlich schonmal überlegt habe. Dabei ist's aber geblieben.


    Naja, eigentlich wollte ich hier eher nach Ideen zu Material beim Selbstnähen fragen, deshalb steht's nicht im Kaufen-Forum. Wobei ich Eure Tips natürlich gut finde. Danke dafür.


    Aber vielleicht habt Ihr noch Materialideen? Selbstnähen ist nicht die schlechteste Option, und ich verwende da auch gern mal teureres Material. Ich muss ja nicht gleich alle Pullover auf einmal austauschen. Aber preiswerte Varianten für Pullis, die man dann auch mal in der Kneipe in die Ecke pfeffern kann, benötige ich natürilch genauso.

  • Pullis von Landsend dürften Wirbelwind zu weit sein, mir jedenfalls sind sie es (während die Jacken schön schmal sind sind die Pullis entweder für Dicke oder wallawalla gedacht).


    Was Du aber mit Deinen Baumwollpullis machst verstehe ich nicht wirklich, ich trage meine ca. 5-8 Jahre, und müsste noch nie irgendwas daran flicken (kann da aber nur für Esprit oder S. Oliver sprechen).


    Wenn Du aber irgendwo feinen Wollstrick als Meterware findest sag ruhig Bescheid, hätte ich nämlich auch gerne, allerdings nicht in schwarz, da sehe ich den öfter online.

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  • Weisst Du doch, schwarz kommt für mich auch nicht in Frage. Meine Erfahrung ist vorwiegend von Mexx (fast ausschließlich, und einmal P&C Hausmarke). Ich hab' eine Jacke von irgendwem anders, ich glaube Tom Tailor, weiss ich aber nicht genau. Die ist völlig problemlos. Insofern kann es eigentlich nicht komplett an mir liegen. Die Pullis und Jacken sind 100% Baumwolle. Vielleicht wäre ein wenig Strech darin gar nicht so schlecht gewesen. :o


    Ich will meine guten alten Merino-, Lambswool- und Shetlandstrickpullover wiederhaben. *grummel* Ich sollte mir vielleicht doch endlich mal eine Strickmaschine anschaffen. Meien Großmutter hat ihre verschenkt, sonst hätte ich das mal mit der ausprobiert.


    Dass Landsendjacken keine Säcke sind, ist ja interessant, dann könnte ich das mit einem Mantel ja vielleicht doch mal probieren. Mal sehen.


    Aber nach Stirck suche ich weiter.

  • Nach einer Anfrage bei Google: magst mal einen Ausflug nach Aachen zusammen machen, es scheint als gäbe es dort Auswahl?

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  • Jaa, und in Aachen fielen mir noch das ein oder andere ein. ;)


    Wo ist eigentlich der Telefonsmiley geblieben?

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  • Hallo,


    ich hab ettliche Rollis von Bennetton, die ich gerne trage.
    Sie sind recht dünn, aus fast 100 % Wolle (weniger als 10 % Kunstfaser) und sie sind tailliert.


    Viele Grüße
    Anette

  • Jaa, Benetton-Pullis hatte ich früher auch viel. Als es noch United Colors of Benetton war. Heute ist's ja eher United Greys of Benetton. ;) Zumindest aus Sicht eines Frühlings.


    Meine Standardfarben, von denen ich immer einen Basispulli im Schrank haben muss, sind
    - blau, irgendetwas zwischen dunkeljeans und hellmarine. Passt zu fast allem.
    - waldgrün, so dass es mit weiss noch nicht farblos ist, notfalls mit kiwigrün aber nicht quietscht
    - ein hellrot, d.h. mit einem leichten orangestich
    Die Kür dazu sind dann die Farben
    - sonnengelb
    - orange (wirklich wie eine orange)
    - kiwigrün
    - türkis
    Auch bei hochwertigen Wollstoffe nicht die üblichsten Farben, aber ich geb' die Hoffnung nicht auf. Da wird sich etwas finden!

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  • Bist Du wirklich noch nicht auf die März Merino Classics gestossen, oder was sprich dagegen? Klar, 99,- Euro pro Pullover sind 'ne Stange Geld, aber sie sind es mir wirklich wert. Das "temperaturausgleichend" funktioniert tatsächlich recht gut, so dass sie mich vom Spätsommer bis ins Frühjahr rein begleiten. Zumindest ein Auswahl der Männermodelle gibt es auch bei P&C.

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  • Strick'ste für mich mit? So ein schönes Frühlingsgrün oder so? ;)


    Mal im Ernst, gibt es Mietservices für Strickmaschinen? Würde ich ja glatt mal machen, und glatt rechts in einer Farbe müsste sich doch auch an einem Wochenende lernen lassen.

  • :( wenig Frühlingsfarben dabei ....... ich geh mal an die Strickmaschine :D


    Meinst Du das bei den März Pullovern, die ich oben verlinkt habe????


    Also die haben immer saisonale Zusatzfarben im Programm und wechseln auch die eine oder andere Farbe im Laufe der Zeit. Ich versuche gerade 2 Gr. 62 Pullover in rost-orange und kräftiges Grün-Mintgrün zu verkaufen und beide Farben gibt es aktuell nicht neu. Derzeit ist z. B. "Indian Summer" die Modepalette, im Frühjahr dann vermutlich wieder ein mehr helles, fröhlicheres.

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