Als drittes Projekt entstand dann noch eine Tasche für die Inlineskates meiner Tochter. Das war ein Schnittmuster von shesmile. Die Tasche habe ich im Harz angefangen und wollte die dann ja zuhause fertig nähen, aber dann kamen die kleinen Herzen dazwischen.
Mittel (IMG_9893).jpeg
Jetzt ist sie aber fertig und passt super.
Mittel (IMG_9894).jpeg
Ich habe auf den Softshell ein beiden Seiten Motive aus der Blackbow Folie von Plottermarie geplättet. Wenn ihr die beiden Fotos vergleicht, seht ihr warum ich die genommen habe - die schillert, wenn sie im richtigen Licht ist und sieht sonst grau aus.
Der Reißverschluss ist eine Regenbogenreißverschluss, den ich schon ganz lange hatte. Hier passt er für mich perfekt.
Mittel (IMG_9896).jpeg
So kleine Details liebe ich...
Mittel (IMG_9895).jpeg
Zu dem Gurtband muss ich Euch noch eine lustige Geschichte erzählen. Ich hatte rund um Black Friday ein kleines Sextoy bei EIS bestellt und da war dann ein Mystery Paket für 0 Euro mit im Warenkorb. Als das kam, war ich leicht überfordert mit dem Inhalt, aber u.a. war da ein Fesselset dabei. Mein Mann und ich waren uns sofort einig, dass das nichts für uns ist und er wollte es sofort entsorgen. Ich habe dann aber gesagt, dass da doch voll viel Gurtband dabei ist und deshalb habe ich es auseinandergeschnitten. Die einzelnen Stücke sind nicht so lang gewesen, aber für diese Tasche hat das perfekt gepasst. Also ist das irgendwie auch ein Upcyclingprojekt. 
Innen habe ich einen ganz heiß geliebten Stoff genommen - ich finde der passt super zu dem beerenfarbigen Softshell, aber vor allem macht der gute Laune. Im Moment bin ich offensichtlich bereit, auch absolute Lieblingsstoffe, die ich jahrelang gestreichelt hatte, zu vernähen. Und natürlich weiß ich, dass der mit dreckigen Skates nicht lange so schön aussehen - aber im Moment zaubert er mir einfach ein Lächeln ins Gesicht.
Mittel (IMG_9898).jpeg
Und hier seht Ihr, wie gut die Skates da reinpassen. Da ist auch noch genug Platz für die Schützer und innen habe ich noch ein Reißverschlussfach eingenäht, wo ein kleiner Geldbeutel oder Schlüssel reinpasst, wenn sie die Tasche irgendwohin mitnimmt.
Die Tasche kam bei meiner Tochter sehr gut an und wurde sofort in Beschlag genommen. Das Projekt kann ich also auch abhaken und meine eigene Tasche endlich wieder nutzen, denn die wurde dafür genutzt.
Dann habe ich noch ein 2 kleine Taschenprojekte zugeschnitten, so dass ich schnell etwas zur Hand habe, wenn ich Zeit und Lust zum Nähen habe.
Ich hatte ja auch eine Hose für mich angedacht. Da ich aber in den letzten paar Wochen wieder deutlich zugenommen habe, passten meine Maße nicht mehr und so hat mich eine liebe Nähfreudin einmal komplett vermessen. Damit muss ich nun erst mal schauen, wie ich den Hosenschnitt (und welchen dann genau) von der Größe auswähle und anpasse.
Und für mein Kleid kam der ausgeplottete Schnitt erst gestern (Lieferzusage war der Mittwoch letzte Woche
)
Ganz am Ende hatte ich mit Jennifer noch ein ganz tolles Gespräch über meine Decke. Die wollte ich gar nicht mitnehmen und ging auch davon aus, dass sie nicht dabei ist. Kurz vor Bad Waldsee musste ich aber noch etwas einkaufen und als ich den Geldbeutel aus dem Rucksack nahm, sah ich dann, dass die Tasche mit dem Quilt immer noch vom Dienstag davor unten im Rucksack lag. Erst am Samstagnachmittag war ich ganz vorsichtig bereit, auf das liebe Angebot von Jenny einzugehen.
Ich weiß jetzt, wie ich das mit den Randstreifen löse, welchen Stoff ich für die Rückseite nehmen und welche Garnfarbe ich nutzen würde und habe ein paar Ideen, wie ich quilten könnte. Vielleicht mache ich es aber auch nicht selbst und auch dafür hätte ich jetzt eine Lösung, die mir ganz sicher gefallen würde. Liebe Jenny ich danke Dir auch hier nochmal von ganzem Herzen
dafür, dass Du mir zum einen neuen Mut gegeben hast, das zu einem guten Ende zu bringen und dass Du mir vor allem geholfen hast, wieder einen liebevolleren Blick auf das zu bekommen, was ich mit so viel Mühe in den letzten Wochen genäht habe.
Denn diese Decke bzw. die Diskussion darüber, wie ich die fertigstelle, hat mich so extremst verunsichert, dass mir selbst klar wurde, dass das nichts mit dem hier und jetzt zu tun haben kann. Ich habe das deshalb auch in meiner Therapie besprochen und weiß jetzt, welcher Film da abgefahren wurde. Das Ergebnis in meinem Hirn war dann aber "Du glaubst ja wohl nicht wirklich, das DU das schön hinbekommen wirst, Du bekommst ja sonst auch nichts hin, wieso bildest Du Dir ein, sowas zu können" - das hat so intensiv nachgewirkt, dass ich die ersten Stunden in Bad Waldsee meine Liste mit Projekten (die ich ja ausgesucht hatte, weil ich ich Lust hatte die zu nähen) angeschaut habe und bei jedem einzelnen dachte, dass ich das nicht genäht bekomme. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich die Diskussion um die Decke abbrechen wollte.
Nach dem Gespräch am Sonntag Abend werde ich sie wohl fertig machen, aber dann, wenn ich mich dazu bereit fühle und so, wie es sich dann am besten anfühlt.