Naja, vielleicht gibt es da auch noch Unterschiede zwischen Probestück und Probestück.
Es gibt Probestücke, die nur zur nötigen Schnittanpassung gemacht werden. Ganz klar mit dem Vorsatz, da etwas anzupassen und dem Wissen, nicht ohne Anpassungen da rauszukommen.
Und dann gibt es Probestücke, die mit kleinen, unsichtbaren Anpassungen (hier die Naht 1/2cm enger, da noch etwas mehr Luft, den Abnäher 1cm höher...) schon korrekt sind und der nähenden als Probe dienen, damit sie beim eigentlichen, teuren Stoff, Routine hat und keine blöden Nähfehler macht. Oder zumindest weiß, wo die Ecken und Kanten am Schnittmuster und der Verarbeitung lauern.
Erstere Probestücke sind weniger zum tragen, letztere in sehr vielen Fällen aber durchaus tragbar und deswegen auch aus preiswerteren (als das Endprodukt), aber optisch ansprechenden Stoffen. Und die werden dann auch getragen.
So manches Probekleid hat sich schon zum Lieblings-Alltagskleid gemausert.
Just my two cents... 
LG neko