Ich tippe auf ein Zusammenspiel von Fadenspannung, Stichlänge/Breite und 'Knoten' auf der Unterseite.
Beim Geradstich sieht man das schön: die Oberfadenspannung wird heruntergesetzt und auf der Unterseite bildet sich ein Zickzack. Da klappt das ganz gut.
Wenn die Stiche aber zu dicht beieinander sind, kann ich mir vorstellen, daß der Oberfaden sich um den Unterfaden schlingt (noch normal), da unten doppelte Fadenmenge gegeneinander reibt (im Normalstich nicht mehr normal, aber verkreuzte Fäden halt unten - für Zwillngsnadel normal), die kleinen Spannungsentlastungen während der Stichbildung nicht mehr funktionieren, das Ganze sich aufschaukelt, nicht mehr weiter transportiert werden kann, ein Riesenknäuel bildet, welches im schlimmsten Fall teilweise in die Unterfadenmechanik gezogen wird. Mit den bekannten Folgen.
Man glaubts nicht, aber diese Maschinen sind an einer Stelle eine absolute Feinmechanik-Geschichte, die erstaunlich gut funktioniert. Da geht es um ganz minimale Abstimmungen in der Mechanik. Ein Wunder, daß diese Konstruktion nicht viel häufiger Probleme bereitet. Außerhalb dieses Bereichs sind die Dinger mit Recht einfach, robust und am Besten aus massivem Eisen
(übertrieben).
Diese modernen Computermaschinen haben dazu noch Elektronik im Spiel. Das stört ein wenig die Bastlerfreuden.
LG neko