Ich bin da etwas hin und hergerissen.
Argument1: früher hat man auch Webware in Sonnenhüte verwandelt und keiner ist daran gestorben. - Blödes Argument, ist aber nicht von der Hand zu weisen.
Argument2: Ich bin mir nicht sicher, was an dieses achsotollen UV-Webware-Dingern UV ist. Wenn man die sich mal genauer ansieht oder gar zerlegt, sind das normale, etwas dichter gewebte Baumwollstoffe. Da ist nichts Besonderes dran. Weiße/helle Stoffe sind weniger UV abweisend, dunklere Stoffe mehr, dafür heizt man unter den dunklen Stoffen mehr auf.
Ich denke, man sollte einen Blick aufs Gewebe werfen. Das sollte einfach dicht sein. Chiffon und Spitzenmützchen sehen zwar hübsch aus, sind aber kein echter Sonnenschutz. Farbige Patchworkstoffe aller Art, denke ich, erreichen auch 70-80% UV-Schutz. Wenns Dir nicht scheint, kannst Du doppeln, hier addieren sich die Schutzwerte. 100% sind weder erstrebenswert noch wirklich praktikabel.
Ich bin davon abgekommen dem Gerede der Industrie zu glauben. Die erzählen gerne viel, wenn der Tag lang ist. Besonders machen sie gerne mal aus Banalitäten hochtechnische Erfindungen. Besondere Webart. So, so... Zu oft hat da uns unsere Werbung schon was vom Pferd erzählen wollen. Natürlich ist ein etwas dichter gewebtes Gewebe eine 'besondere' Webart. Aber das kann man im Laden auch erwerben, wenn man selbst die Augen offen hält und nicht zum dünnsten, fluffigsten und leichtesten Batist für dieses Projekt greift. (Nimm einen Sommer-Jeansstoff, der sollte es bringen.)
Einzige Ausnahme: Hight-Tech-Stoffe. Da gibt es ja diese Kinder-UV-Schutz-Kleidung aus irgendwelchen Synthetikfasern. Die sind zwar nicht sehr spielstabil aber für den Strand als UV-Schutz eine Saison lang gut geeignet. Danach sind die hier meist 'durch'. Nichts fürs Leben, also.
LG
neko