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Beiträge von Sarta

    Ich habe mittlerweile einige Pattydoo-Schnitte im Fundus, auch ausprobiert; Shirts, Hoodies, Kleinkram (Ina Fischer hat ja auch diverse kostenlose Schnitte) und Taschen.

    Ich schätze die Nähvideos sehr, gerade auch weil man diese (wie bereits von BD3 erwähnt) oftmals auch auf andere Schnitte übertragen kann. Mir ging das so bei einer Sweatshirtjacke aus einem Buch, bei der ich Teile der geschriebenen Anleitung einfach nicht verstanden habe. Ich tu mich da oftmals bei "normaler" Kleidung schwer (Anm.: Ich nähe eher mehr historische Gewandungen, da klappt das besser. Keine Ahnung, warum, aber bei den simpelsten Alltagsdingen habe ich mein persönliches (Bügel-)brett vorm Kopf :saint: ).

    Pattydoo ist gut erläutert und kommt bei mir mit den Maßen relativ gut hin, da man ja meist ein ähnliches Stück im Kleiderschrank hat, bei dem man die Maße vergleichen kann.

    Burda fällt oft klein aus, finde ich. Aber ich habe da viele alte Sachen und kann das nicht 100pro verifizieren. Ich habe noch eine zugeschnittene Weste für Weihnachten (letztes jahr :saint: :saint:) liegen. Sollte das UFO je seine Umlaufbahn verlassen, werde ich berichten.

    Ansonsten verwende ich manchmal Schnitte von McCalls oder Simplicity (im historischen Bereich).

    Passt! gibt es ja nicht mehr. Ich habe das noch auf dem Rechner.

    Lilo Siegel ist etwas speziell (aber ihre Lieder muss man sich ja nicht zu Gemüte führen), aber sie erklärt gut, finde ich.

    Ich steig hier mal auch mit ein.

    Bei uns gibt es einen Nähmaschinenladen, der nicht viel Auswahl hat, aber bei dem ich mal zur Probe nähen durfte. Leider konnte ich mich damals nicht entscheiden bzw die Maschine, die mir gefallen hatte, war über meinem Budget.

    Ein halbes Jahr später hatte ich das Glück, genau die Maschine (Janome) gebraucht für die Hälfte von Privat kaufen zu können. Die Dame wohnte nicht weit weg von mir, was für ein Glück, und ich durfte sie ausgiebig testen.

    Als ich ein paar Jahre später das Thema Overlock anvisierte, wollte ich erst die preiswerte Gritzner haben und hatte mich schon online umgesehen. Mein Mann ist meistenteils der Ansicht "Wer billig kauft, kauft zweimal." bzw hatte er auf der Arbeit ein Gespräch mit einer Schneidermeisterin, die ihm ganz klar Babylock empfahl und so kam ich ganz unverhofft vom Golf zum Mercedes. Dafür bin ich auch etwas weiter gefahren und habe in Kiel im Nähmaschinencentrum fast 2 Stunden Probenähen und praktische Einweisung an meiner Enspire gehabt, sogar mit Käffchen und Keksen. Ein sehr netter Laden mit sehr kompetenten Menschen.

    Meine dritte Maschine, mein Eisenschwein, habe ich wieder gebraucht von Privat gekauft. Eine alte Gritzner fürs Grobe.

    Meine Janome hatte ich erst einmal zur Wartung vor 8 Jahren oder so. Säubern, ölen etc. mache ich selbst, auch bei der Babylock.

    Sollte eine Reparatur nötig sein, würde ich den Nähmaschinenladen nehmen, wo ich seinerzeit Probe genäht habe. Die haben einen Nähmaschinentechniker vor Ort. Ansonsten soll es in Kiel einen Mann geben, der als wahre Nähmaschinenkoryphäe gilt.

    Hast du eine Schneiderpuppe? Dann könntest du den Stoff doch mal daran drappieren bzw etwas damit herumprobieren und sehen, wie er fällt.

    Oder grob stecken und klammern und an dir selbst ausprobieren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Vis.-Jersey wunderball elegant fällt.

    Ich habe eine Dampfbügelstation von Philips mit so einer intelligenten Bügelsohle, die Leinen und danach Kunstfaser ohne Mucks und Wartezeit verarbeitet. Das ist bereits meine zweite Station, da die erste von Tefal schnell das Zeitliche gesegnet hatte. Hoher Dampfdruck war mir wichtig, ich glaube, meine hat 7 bar oder so.

    Dazu habe ich einen Absaugbügeltisch von Leifheit, der sich auch aufblasen kann, für empfindliche Stoffe und Blusen oder wenn man mal was nur dämpfen will.

    Allerdings bügel ich nicht mehr so viel wie früher. Das habe ich mir irgendwie abgewöhnt. Ich sammele bestimmte Teile in einer Kiste,und wenn es genügend sind, wird der ganze Kladderadatsch aufgebaut und gebügelt. Das Meiste lege ich direkt von der Leine oder aus dem Trockner zusammen und gut. Wird am Körper gebügelt.

    Große Stoffbahnen werden darauf gebügelt, für Kleinteile beim Nähen etc. habe ich dieses kleine Nähbügeleisen von Prym und einen selbstgebauten Näh-Bügelwagen nach einer Anleitung im Internet. Oben ist ein Kleinbügelbrett auf dem Wagen montiert, unten drin sind Nähsachen etc. Prima Sache, immer zur Hand und kann verschoben werden.Für große Stoffe ist das nichts, und beim Gewandnähen habe ich manchmal 10-Meter-Bahnen, die ich bügeln muss, aber ansonsten gut.

    2 Bügeleier und ein Ärmelbrett habe ich auch nutze ich aber selten.

    Einen Clapper wollte ich schon immer mal. Muss mal bei dem Holzkram von meinem Mann schauen, ob sich was Passendes findet. Holzart ist egal, oder?

    Ich bügele selten mit feuchtem Tuch drauf, meist nur bei Bügeleinlage, deswegen habe ich da kein Spezialtuch und greife mir gerade einen Stoffrest, der "so rumliegt".

    Bei einem Kleid mit einer klaren Trennung könnte ich mir das Skaterkleid aus dem Buch Klimpergroß gut vorstellen. Das habe ich schon mal genäht und das besteht aus Ober- und Unterteil, imgrunde aus 2 anderen Schnittmustern aus ddem Buch - einem Shirt und einem Rock.

    Wie man T-Shirts aus Resten zusammenstückelt, ist eine Frage, die mich auch immer mal wieder beschäftigt, seit ich vor Jahren mal bei Ebay einen Schwung Viskose-Jersey-Stücke (Panele?) ersteigert habe, die wild gemustert sind, aber keines zum anderen passt, sodass man ein Shirt aus allem machen könnte.

    Schlussendlich habe ich aus einem schwarzen Panel mit pinkem "Laserstreifenmuster" (nenn ich es jetzt mal) die Vorderseite des Shirts gemacht und die Rückseite und Ärmel aus Viskosejersey in uni-schwarz. Da reichte mein Rest auch nicht mehr ganz, also habe ich auf der Rückseite eine Trennnaht eingebaut und konnte so mit 2 Einzelstücken eine komplette Rückseite zusammenstückeln.

    Wie sagen wir historischen Gewandnäher immer? "Piecing is period.".

    Bei mir hat der Test mit einem uralten Stück weißer Prymkreide gut funktioniert - in einem Marmeladenglas mit einem angefeuchteten Tüchlein drin. Allerdings muss man beim Anzeichnen jetzt etwas aufpassen, wie stark man aufdrückt - die Kreide bröckelt jetzt leichter ab.

    Der Test mit der Bärenkreide steht noch aus.

    Ich bin echt geschockt, wenn ich die Preise lese. Da kann man ja bei manchen Sachen bald besser den Fertigschnitt kaufen (wenn möglich). Krass.

    Aber gut, so ein Plotter in A0 ist wirklich teuer, auch in der Unterhaltung. Allein die Rollen....

    Wir haben einen auf der Arbeit, hauptsächlich zum Einscannen alter Baupläne, aber auch zum Plotten. Aber da kann ich natürlich keine Schnitte ausdrucken. Ich nehm alleridngs manchmal die Abschnitte von den Plänen mit, die sonst im Müll landen, weil die oft noch breit genug sind für ein Teil.

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Vielleicht werde ich das wirklich mal ausprobieren.

    Leder habe ich mehr, als ich je verarbeiten werde. Ich kaufe fast nie neues Material. Bei mir laden die Verwandten immer alte Jacken usw ab, auch hatte ich mal Glück bei den Kleinanzeigen bei einer Dame, die ihre Puppenwerkstatt aufgegeben hatte und habe ob des netten Kontaktes viel mehr Material erhalten, als ich ursprünglich gekauft hatte.

    Ich würde allerdings nicht colorieren, das ist nicht ganz meine Stilrichtung bzw passt nicht zu dem, was ich damit herstellen möchte.

    Vielen lieben Dank!

    Ich habe deinen Beitrag erst jetzt entdeckt und finde deine Arbeiten total spannend, da ich auch sehr gern mit Leder arbeite, aber total laienhaft.

    Da ich das auf den Bildern nicht so gut erkennen kann, wie tief sind die Linien nach dem Brennen etwa? Ist das in etwa derselbe "Look" wie beim Punzieren? Es erscheint fast so. Das Brennen wäre für mich eine kongeniale Alternative zum Punzieren. Ich mag deine "Brandlinien" tatsächlich auch ohne Colorierung schon total gern leiden. Ich bin ein nicht ganz so bunter Mensch, mag daran liegen.

    Was für einen Brenner verwendest du? Im Verlaufe deinen Beitrages habe ich etwas von Temperatureinstellung gelesen? Das scheint wichtig zu sein. Wieviel Grad sind denn optimal? Ich würde das sehr gern mal ausprobieren. Vielleicht hat mein Mann das richtige Gerät in seinem umfangreichen Werkzeugarsenal. Danke schon mal!

    Ich habe noch eine Kleinigkeit für meinen Mann gefertigt - ich fand, er bräuchte unbedingt noch eine angemessene Kopfbedeckung.

    Also habe ich meine Leder- und Fellvorräte geplündert und eine Mütze genäht, außen weiches Leder aus einer alten Lederjacke, innen ein Futter aus einem BW-Stoff, der etwas "leinen-style" aussieht. Außen- und Innenpartie habe ich mit der Maschine genäht. Für Leder habe ich extra eine alte Gritzner aus Metall.


    Dann musste der Fellrand angesetzt werden. Da die Mütze mir nach der ersten Anprobe etwas zu kurz erschien, habe ich sie um einen Stoffstreifen (doppelt gelegt, etwas 4cm) ergänzt und mit dem Innenfutter verbunden.


    20240501_173756.jpg


    Die Lederkante wurde mit der Ahle vorgelocht, dann habe ich von Hand das Fell durch das Leder auf den Stoffstreifen aufgenäht.

    Damit man später das Garn vom Aufnähen des Felles nicht mehr sieht, habe ich auf das Innenfutter noch zur Zier und zum besseren Sitz einen Leinenstreifen in dunkelblau von Hand aufgenäht.


    20240501_173825.jpg


    Die finale Anprobe war ein voller Erfolg und die Kappe gefällt dem Manne sogar.

    ...weiter geht es mit den Wadenwickeln, die ich nicht kaufen wollte.

    Zunächst wollte ich die aus den Resten von dem blauen Leinen machen, aber das hätte eine elende Stückelei gegeben.

    Meistens sind die ohnehin aus Wollstoff mit Fischgratbindung, so um die 10-11cm breit, oft um die 2,40m lang (oft aber auch viel länger) und an beiden Seiten mit einer Webkante. Ich bin des Webens nicht mächtig. Hmmm :/ was nun?

    Dann fand ich 2,40m perfekten Wollstoff in meinem Vorrat. Ha!

    Aber wie versäubern? Eigentlich wollte ich keinen Saum doppelt umschlagen. Ich hatte über Flatlock nachgedacht und über heiß anbügeln und filzen.....

    Schließlich habe ich doch normal gesäumt. Also flugs 2 14cm breite Streifen abgesäbelt, gesäumt mit meinem Obertransportfuß und dann nochmal mit einem Zierstich einmal in schwarz und einmal in bordeaux drübergesemmelt. Feddisch....






    20240427_192414.jpg

    Es geht ein wenig weiter!

    Inzwischen habe ich die Cotte / Tunika meines Mannes fertiggestellt. Leider bekomme ich die Farbdarstellung auf den Bildern nicht besser hin. Das Leinen ist marineblau, die Borte gräulich-altrosa-weinrot-pastell irgendwie, das Muster darauf weinrot, ebenso die danebengesetzte Stickerei.


    20240424_193025.jpg


    Ich habe den Grundschnitt zunächst sehr kastig zugeschnitten, also halber Brustumfang plus 26cm, die Schultern dann leicht abgeschrägt. Dann erste Anprobe des "Sackes", wie mein Mann so schön sagt. Autsch, das sah aus! Ich hatte vergessen, den oberen Teil ab Armlöchern auf eine adäquate Schulterbreit abzuschrägen - der Armansatz saß gefühlt fast auf den Ellenbogen! Peinlich! :rolleyes: Wenn ich bedenke, wie oft ich das schon gemacht habe....egal! Bin etwas eingerostet.

    Das wurde korrigiert, dann der Halsausschnitt gebaut.

    20240424_193008.jpg

    Von der Borte habe ich noch ein paar Meter liegen, also konnte ich guten Gewissens was abzwacken. Ich finde sie dazu großartig und nun begann es auch meinem Mann zu gefallen. Die dezente Stickerei neben der Borte, die im Gegensatz zu dem Foto gar nicht so dominant auffällt, musste sein, ist allerdings mit der Maschine gemacht. Die Borte an den Ärmeln ist von Hand aufgenäht, ebenso habe ich von Hand den Halsausschnitt genäht und die Versäuberung der NZ innen.

    20240424_194135.jpg

    Dazu gibt es eine gekaufte Hose (ausnahmsweise, es bereitet mir fast Schmerzen, aber das schaffe ich nicht mehr). Jetzt muss ich an die Wadenwickel ran.


    To be continued....

    Nach dem Essen ging es weiter. Als Nächstes habe ich die Ärmel konstruiert und geschnitten, dann die seitlichen Geren.

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    Diese werden nach dem Auseinanderschneiden zunächst in der Mitte zusammengenäht. Da dieses Gewand recht schnell gehen muss, habe ich dafür die Maschine genommen (für die unsichtbaren Nähte). Versäubert wird dennoch mit einem überwendlichen Stich von Hand, denn ich finde, dass man das auch von rechts sieht und dem ganzen einen handgenähten Touch gibt, den es letztlich ja auch hat.

    Hier ein Bild von der Gere, die gerade in Arbeit ist und dem Ärmelzwickel, der schon versäubert ist.

    20240415_205624.jpg

    Vielen Dank für die netten Kommentare!

    Ich habe heute mit der Wikingergewandung meines Mannes angefangen. Er bekommt eine einfache Männerkotte, allerdings nicht aus Wollstoff, sondern aus Leinen. Es ist ein einmaliges Event und Authenzität nicht unbedingt erforderlich. Historisierend ist dann immer gern ein Ausdruck, den ich dann anwende.

    Ich hatte Glück und habe bei den Kleinanzeigen 3 Meter wunderbaren Leinenstoff in marineblau günstig geschossen (22 Euro inklusive Porto...).

    Leider sieht man die herrlich Farbe auf den Bildern schlecht....

    3 Meter Stoff in meinem kleinen Nähzimmer auszulegen ist eine Herausforderung, der es sich zu stellen galt.

    Halber Brustumfang plus mind. 26cm habe ich genommen.

    Zunächst grob angezeichnet....

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    ....dann nach ausgeschnitten. Dann die Ärmel, am Mann grob taxiert und schon mal geschnitten und gesteckt.

    20240415_182741.jpg

    Jetzt muss ich Essen machen. Immer dasselbe! Man ist gerade so schön in Fahrt. Aber mein Sohn schneidet schon mal Zwiebeln und Salat. Es gibt Burger.

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