Vielen Dank für Eure „Aufklärung“. 😉
Ich schrieb ja bereits, dass ich da vermutlich zu sehr in dem gefangen bin, was ich in meinem eigenem Umfeld wahrnehme.
Dass es natürlich potentielle Käufer für Luxusnähmaschinen gibt, war mir ja klar.
Ich merk ja auch schon, dass hier im Forum zu dem Thema ein ganz anderer Wind weht.
Dennoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass diese so zahlreich vorhanden sind.
Nach dem was ihr schreibt, scheint es da wohl doch große Unterschiede zu geben, zwischen den USA, den „Babyboomern“ aus den alten Bundesländern und denen die mal DDR-Bürger waren.
Zumindest kenne ich hier einige, die sicher das Geld aufbringen könnten für eine High-End-Nähmaschine. Das sind aber gerade diejenigen, die mit nähen so garnichts am Hut haben. Sprich, wer in meinem Bekanntenkreis etwas auf sich hält, der kauft dann lieber seine Kleidung (oder Wohntextilien), und wenn Änderungen/Anpassungen notwendig sind, dann wird damit irgendjemand beauftragt. Eher würde man wohl einen Maßsvhneider beauftragen, als damit selber Zeit zu verbringen. Nähen wird eher als Handwerk betrachtet, und schließlich schnippelt ja jemand, der was auf sich hält, sich auch NICHT selber an den Haaren rum, schraubt selber am Auto, klempnert selber oder fummelt stundenlang für andere Reparaturen.
Ich befürchte, das ist ein Relikt aus der Zeit, als es nicht anders ging, als man reparieren, flicken usw. musste, weil Ersatz schwer zu beschaffen war.
Wenn ich hier (also in meinem Umfeld) erwähne, dass ich gerne nähe, fällt es den Leuten immer noch schwer, dafür Verständnis aufzubringen. Ja, mitunter wird das ein oder andere bewundert.
Aber dann immer die Frage, wieso man sich soviel Mühe macht, wenn es doch alles mögliche zu kaufen gibt. Egal ob für viel oder wenig Geld.
Achso, weil man sparsam sein möchte. Ähm… nö! Nähen ist kein sparsames Hobby, dafür individuell. Achso, ne aber die Zeit und dann noch teure Maschinen…. was man da alles kaufen könnte. Ne, das rechnet sich nicht.
Reparaturen, ja da hätte ich was für Dich, wo du doch so gerne nähst. 🤮
Hier sind gut situierte Leute (in einem gewissen Alter), die ihr Geld dann eher für ein teures Auto, für häufige Urlaube, für Motorrad, Oldtimer oder Wohnmobil, für eine teure Küche oder andere häusliche Anschaffungen ausgeben würden…. für eine teure Nähmaschine aufgrund der Einstellung siehe oben, wohl kaum.
Aus meiner Sicht kann ich allerdings die Anschaffung einer solchen Maschine zu Rentenbeginn (sofern finanziell machbar) absolut nachvollziehen.
Der Faktor Zeit bekommt ja dann eine andere Bedeutung. ☺️
Vielleicht mach ich das ja später auch mal so, wobei ich mir vorstellen könnte, dass ich mich DANN vielleicht eher nochmal mehr dem Thema Sticken widmen würde.
Denn das fällt im Moment tatsächlich aus Zeitgründen bei mir eher etwas hinten ab.