Ich hab bisher auch fast alle meine Maschinen ohne Probenähen gekauft.
Hab mich im Netz schlau gemacht und mithilfe eines Punktsystems (sehr wichtige Merkmale höher bewertet als z.B. „nice-to-have“)anhand von bestimmter Kriterien den Favoriten ermittelt.
Wenn es keinen klaren Favoriten gab, hab ich nach Optik oder Bauchgefühl entschieden.
Ausnahme:
Die Overlock, da wollte ich nach einem Fehlkauf die Maschine unbedingt vorher erleben.
Da hier auch die Händlersituation eher mau ist, war das schon ein echter Aufwand.
Nach einigem Recherchieren und Telefonieren fand ich einen Händler, der immerhin 3 meiner 4 Favoriten vorrätig hatte. Bei dem durfte ich auch Probenähen, nachdem ich bei meiner Seele geschworen hatte, dann auch wirklich dort zu kaufen. Dabei hat sich der Händler auch richtig Mühe gegeben. Ich kann es ja auch verstehen, dass es sich der Händler nicht leisten kann, Zeit zu investieren, wenn dann letztendlich doch woanders gekauft wird um zu sparen.
Allerdings gab’s auch hier die Aussage zu einer Maschine meiner Wahl: „Ne, also die Enspire würde ich nicht empfehlen. Wenn dann mindestens die Victory.“
Meine Reaktion: „Aber die Juki (114D) würden sie mir doch verkaufen? Ist denn jetzt die Enspire schlechter als die Juki?“
Dadurch stellte es sich dann heraus, dass die Frau des Händlers einfach totaler Fan der automatischen Fadenspannung war und viele Kund(inn)en offensichtlich die Begeisterung teilten. Für mich war aber der Mehrpreis zur Victory Geldverschwendung, weil die automatische Fadenspannung auf mich überhaupt keinen Reiz ausübt.
Aber auch Händler haben mitunter ihre (subjektiven) Vorlieben und darauf basiert dann deren Empfehlung.
Diese muss dann nicht grundsätzlich schlecht sein, kann aber auch mal knapp daneben liegen.

