Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es bei Holz beispielsweise so, wenn es vor dem Biegen in die Thermokammer kommt, dass das Lignin, das die einzelnen Holzfasern zusammenhält, weich wird.
... m.E. spielt beim Holz nicht nur die Wärme der Thermokammer, sondern v.a. Feuchtigkeit in Form von Dampf eine große Rolle - und das ist ja beim Bügeln von BW oder auch Leinen genauso.
Man bekommt den BW- oder Leinenstoff zwar platt, aber nicht glatt, wenn man trocken bügelt.
Früher® hat die Superhausfrau 😉 die Wäsche "plättrecht" von der Leine genommen, also noch nicht völlig durchgetrocknet, sondern leicht "klamm" (so hieß das hier in Norddeutschland) und sofort gebügelt.
Kam man nicht sofort zum Bügeln, trocknete man die Wäsche durch und befeuchtete sie vor dem Bügeln mit einem "Wäschesprenger" - d.h. mit Wasser besprengen und zusammenrollen, damit sich die Feuchtigkeit verteilt.
Das wurde mehr oder weniger unnötig, als das Dampfbügeleisen auf den Markt kam (im Westen wahrscheinlich eher als in der DDR).
Nach meiner Beobachtung bügelt es sich mit Restfeuchte immer noch schöner und gleichmäßiger als mit dem Dampfbügeleisen.
Fazit:
Ja, ich glaube, dass der Mechanismus bei Lignin (Holz) und Pflanzenfasern der gleiche ist
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