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Posts by Hägar

    mach doch das nächste mal an der Manschette Schlitze für Manschettenknöpfe

    Ja Nanne, mein nächstes Hemdenprojekt wird ein Hemden-Paar mit regulären (französischen) Umschlagmanschetten sein. Und natürlich werden die mit Manschettenknöpfen getragen.


    Aber hier ging es um eine Reminiszenz an einen Klassiker der Filmgeschichte:


    dr-no.jpg


    Ein Hemd von Turnbull&Asser der besonderen Art. Und der kürzliche Tod dieses großartigen Schauspielers hat mich zu einer Kopie inspiriert.


    - Stefan

    Zum Abschluss der Geschichte:

    Gestern Nacht habe ich wörtlich und sprichwörtlich "einen Knopf dran gemacht" an meinem Projekt "four in a row" mit loser Einlage:


    four in a row.jpg



    Auf dem Weg dorthin gab's noch einen unerwarteten Stolperstein. Ich wähnte mich schon auf der Zielgeraden, da fiel mir auf, dass sich die Einlage im Kragensteg selbstständig gemacht hatte. Am Kragen selbst und an den Manschetten wird die Einlage ja durchs Absteppen fixiert. Der Kragensteg wird aber regulär nur knappkantig abgesteppt. Und das reicht nicht zum Fixieren. Also musste ich nochmal ran: Kragensteg öffnen, Einlage geradeziehen und platzieren, zusätzliche Steppnähte anbringen. Mordsgefummel, wenn man's nachträglich machen muss:


    Innenkragen.jpg


    Dann war's aber gut, und heute führe ich zum ersten mal eines dieser Hemden ins Büro aus:


    Bond Shirt.jpg


    Dieses Exemplar mit Portofino-Manschetten:


    Portofino Manschette.jpg


    Im Detail nicht perfekt. Aber ich fühle mich wohl drin.


    Danke für's mitmachen,

    Stefan

    An den Hinweis nicht darüber zu Bügeln, habe ich leider nicht gedacht. Bitte entschuldige. (Da ich fast nur mit Dampf Bügel war das für mich klar)

    Sonja, Du musst Dich für nichts entschuldigen. Jedenfalls nicht dafür, dass ich zu blöd bin über die Wirkung von Dampf nachzudenken.


    Tatsächlich hatte ich erwartet, dass sich das Garn entweder unverändert zeigt oder aber auflöst. Dass es unter Dampfeinwirkung schrumpft und das übrige Material mit zusammenzieht, hatte ich nicht auf dem Schirm.


    Am vergangenen Wochenende habe ich drei Kragen gemacht, die ich zuvor schon mit löslichem Garn geheftet hatte. Diesmal habe ich mein dampfloses Bügeleisen draufgehalten, und alles ist gut. Das lösliche Reihgarn hat sich davon unbeeindruckt gezeigt. Geschrumpft ist diesmal nix.


    Wieder einen Schritt weiter auf der Lernkurve...


    Wenn Du es doch nochmal mit Bügeleinlage versuchen willst:


    Ich nutze nur Klebenessel/gewebte Bügeleinlage. Aufgebügelt mit feuchtem Tuch, 1-2 Tage liegen lassen. Gelöst hat sich noch nie etwas.

    Erstmal danke für die Kurzanleitung.

    Kannst Du genauer sagen, welche Klebenessel/gewebte Bügeleinlage Du verwendest? Gibts da was, was nicht so'n Lummelzeugs sondern steif genug für den Kragen eines Business-Hemdes ist?


    -Stefan

    Zum Thema heften: es gibt von Madeira wasserlösliches Heftgarn. ...

    Nach der ersten Wäsche (oder ein Wattestäbchen mit Wasser) ist es weg.

    Hallo Sonja,

    dieses wasserlösliche Madeira-Heftgarn habe ich zwischenzeitlich ausprobiert und bin ziemlich erschrocken:


    Zunächst fällt auf, dass das Heftgarn ziemlich dick ist. Man braucht mindestens eine 90er, besser eine 100er Nadel. Und damit ballert man ganz schöne Löcher ins Material. Ist okay für grobes Panama-Gewebe. Aber bei feinem Popeline aus 2/140er Garnen blutet einem schon das Herz.


    Das eigentliche Problem kommt nach dem Heften: So fummelige Sachen wie Kragen und Manschetten kann ich nicht ohne reichlich Einsatz des Bügeleisens nähen. Und unter dem Bügeleisen schrumpft das wasserlösliche Heftgarn beachtlich. Geheftete Kragen habe ich gewendet und nach dem Wenden als Vorbereitung für's Absteppen erstmal gebügelt. Dabei hat sich alles zusammengezogen und reichlich Wellen und Falten geworfen. Nach dem ersten Waschen, wenn das Heftgarn sich aufgelöst hat, kann man das nur eingeschränkt wieder in die originale Form ausbügeln. Denn eine mit normalem Garn am geschrumpften Kragen genähte Stepnaht will sich nicht so ohne weiteres mit Ausdehnen.


    Oder gibt's irgend einen Trick zum Umgang mit diesem wasserlöslichen Heftgarn?


    -Stefan

    Ich mache nachher mal paar Fotos damit man sich vorstellen kann wie die aussieht.

    Ja bitte, sei so lieb.

    Ich würde sie hinter die Nähmaschine rechts vom Stoffdurchlass klemmen.

    Hmh, ich hätte erwähnen sollen, dass wir einen ziemlich langen Großfamilientisch haben, und dass ich meine Maschine immer gerne am linken Ende der langen Kante nahe dem Fenster aufbaue. Das heißt: Rechts hinter der Maschine ist viel Tischplatte, aber keine Kante zum Anklemmen.


    Ja, ein richtig langer Schwanenhals, und das in Verbindung mit kaltem Weißlicht, das wäre toll.

    ... den ich auch gerne als meinen "Trennsessel" ;) bezeichne - du darfst raten, warum :biggrin: ...

    :confused:Was könntest Du nur damit meinen?

    :biggrin:



    Für die Maschinen habe ich mich außerdem noch Light Strips besorgt, die kann man an die Maschine ankleben und sie leuchten den Nähbereich perfekt aus.

    Das klingt toll. Wie hast Du die Stromversorgung gelöst? Hast Du irgendwo in der Maschine Spannung abgegriffen? Oder setzt Du ein separates Netzteil ein?


    Wäre so etwas für dich vielleicht eine Lösung?

    Hmh, vielleicht denke ich zu kompliziert. Aber wo sollte ich eine solche Lampe an die Tischplattenkante klemmen? Unmittelbar vor der Maschine stört sie. Bei Montage rechts von der Maschine dürfte der Lampenarm zu kurz sein, um ihn in den Nähbereich zu biegen. Und bei Montage links von der Maschine ist sie dem Nähgut im Weg. Ist das alles Paranoia? Stehe ich mir mit meinen Grübeleien einfach nur selbst im Weg?


    -Stefan

    Hallo zusammen,


    mit der Beleuchtung meines Nähplatzes bin ich nicht zufrieden, und suche eine geeignete Lampe.


    Dabei geht's um folgendes: Ich habe kein eigens für's Nähen reserviertes Zimmer, sondern nehme bei Bedarf das Esszimmer in Beschlag. Das heißt, dass alles Nähequipment mit wenigen Handgriffen wegräumbar sein muss.


    Die Esszimmerlampe unter der Decke habe ich mit einer Bluetooth-fähigen LED-Leuchte ausgestattet. Für gewöhnlich gibt sie ein warmweißes Licht. Beim Nähen schalte ich per Handy auf helles, kaltweißes OP-Licht um. Die Umfeldbeleuchtung ist damit sehr gut.


    Nicht gut ist aber der unmittelbare Arbeitsbereich der Maschine. Meine Brother hat ein eingebautes LED-Lämpchen, was von rechts auf den Stichbereich scheint. Schon mal besser als das, was ich von meiner alten Husqvarna kenne. Aber nicht gut genug, wegen Schattenwurf auf der linken Seite. Ähnliches gilt für meine Babylock...


    Idealerweise finde ich eine Lampe, mit der ich hell und schattenfrei den Nahtbereich ausleuchten kann. Im Netz findet man für diesen Zweck allerlei Tischlampen. Aber ich stelle mir vor, dass man sie kaum so aufstellen kann, dass der Lampenfuß nicht ständig im Weg ist. Bei einer alten Gewerbemaschine habe ich mal eine an der Maschine befestigte Lampe mit Schwanenhals gesehen, die man sich nach Belieben in den Arbeitsbereich hineinbiegen konnte. Da war nichts im Weg. Aber sowas finde ich nicht in einer Form, die Vertrauen erweckt...


    Wie macht Ihr das? Darf ich Euch um Vorschläge für eine gute Ausleuchtung des Nähbereichs bitten?


    Liebe Grüße,

    Stefan

    ...ja, ist klar, soweit hab ich mich mit dem Thema "Hemden nähen" auch schon beschäftigt ;) ...

    Oha, Steffi, nix für ungut. Ich weiß das wohl, dass Du das weißt. Und für mich gehörst Du ohnehin in die Profiliga.

    ... An deiner Stelle würde ich mal 5 € riskieren ... oder soll ich dir mal 2 oder 3 zum Testen im Brief schicken :confused:? - das geht natürlich auch ...)

    Super, ganz liebes Angebot, Steffi. Aber bei 5 € kann ich auch gleich ne reguläre Bestellung aufgeben.


    - Stefan

    Zunächst Dank Euch allen für das Lob.

    ... es gibt von Madeira wasserlösliches Heftgarn.

    Ich habe es in einem extra Tütchen mit passender Unterfadenspule gelagert


    Damit hefte ich so friemelige Sachen mit der Maschine...

    Hej Sonja, das ist ja interessant, danke. Wasserlösliche Folie als Nähunterlage kannte ich zwar. Aber ein solches Garn, das ist mir neu. Klingt vielversprechend. Es entfällt das lästige Rausfummeln. Aber noch wichtiger scheint mir, dass man keine Rücksichten mehr bei der Positionierung der Heftnaht nehmen muss auf den Verlauf der späteren richtigen Naht. Das eröffnet neue Möglichkeiten. Muss ich mal ausprobieren.

    ... Ich hab neulich bei ebay diese BW-Bügeleinlage-Streifen gekauft.

    Die Qualität ist m.E. sehr gut. ...

    Moin zurück, Steffi. Ist lieb gemeint, Dein Hinweis. Ich drücke die Daumen, dass es sich bei Dir bewährt. Aber ich bin da vorsichtig geworden. Weil ich kein Superhobbyschneider bin, ist ein Projekt wie ein Hemd eine große Sache für mich. Da muss ich mich echt ins Zeug legen, mit vielen Arbeitsstunden. Und gerade bei so Sachen wie Oberhemden bin ich auch weg vom Billigmaterial und verwende hochwertige Stoffe für entsprechendes Geld. Deshalb möchte ich nicht soviele Stunden und nicht so wertvolles Material einsetzen, um dann nach dem x-ten Waschen alles Mist zu finden. Solange also niemand sagt "Dieses Material habe ich händisch mit dem Bügeleisen aufgebügelt. Hält Bombe, auch nach der zehnten Wäsche", fange ich sowas nicht mehr an.


    Außerdem geht's weiter mit den Anforderungen: Für ein richtiges Hemd brauche ich eigentlich zwei verschiedene Einlagen: Eine bestimmte Steifigkeit für den Kragen, und weicheres Material für die Manschetten. Businesshemd insgesamt steifer, sommerliches Leinenhemd insgesamt weicher. Genaugenommen brauche ich also für's Hemdenschneidern einen Vorrat von mindestens drei verschieden Qualitäten, um das eine oder andere Hemd nähen zu können. Und alle mit der Anforderung einer zuverlässigen Verarbeitung.


    Mit den eingenähten Einlagen habe ich jetzt einen Weg beschritten, von dem ich hoffe, dass er obige Erwartungen erfüllt. Erfahrungen mit soundsoviel Waschgängen fehlen noch. Aber obige Zwischenergebnisse stimmen mich hoffnungsfroh, dass das gut gehen wird.


    - Stefan

    Hägar..! Danke für‘s Zeigen... so ganz verstanden hab ich das mit „Einlage als Schablone“ zwar nicht, aber ich denke das kommt beim Machen...

    Guten Morgen, Steffi,

    ja, mache ich doch gerne. Ich schaue gerne bei Euren Projekten zu (meistens nur still und leise). Und deshalb ist dies hier ist meine Art, Danke zu sagen für all Eure Hilfe hier im Forum.


    Zum Thema Schablone: Vielleicht hilft ja folgendes Bild. Man muss nur die Einlage exakt in die Form der Manschette bringen, ganz ohne Nahtzugabe. Die beiden Stoffstücke für Außen- und Innenseite brauchen zunächst überhaupt keinen Zuschnitt. Sie müssen einfach nur mit etwas Übermaß ausreichend groß sein.


    Im ersten Schritt wird die Einlage auf die linke Seite des ersten Stoffstückes aufgeheftet.


    Dann kommt beim nachfolgenden zweiten Schritt zum ersten mal die Einlage in ihrer Funktion als Schablone zum Einsatz: Das zweite Stoffstück wird rechts auf rechts drunter gelegt, und dann entlang der "Schablonenkante" mit etwas Abstand vernäht.


    Manschette nähen 7.jpg


    Wenn das geschehen ist, kommt die Einlage in ihrer Funktion als Schablone zum zweiten mal zum Einsatz: Entsprechend dem zweiten Bild in Post #17 werden die beiden übergroßen Stoffstücke auf Form geschnitten, mit Abstand zur Einlagenkante als Nahtzugabe.


    War das jetzt verständlich beschrieben?


    LG

    Stefan

    Danke für den Hinweis. Aber das war ja der Stand von vor meiner Anfrage. Basti's Hemden-Anleitung besitze ich. Und den Kragen- und Manschetten-Kurs habe ich auch bei ihm besucht. Aber das zugrunde liegende Problem tauchte ja trotzdem auf. Das von Basti besorgte und bei ihm beschaffte Einlagenmaterial bekomme ich nicht so aufgebügelt, dass das Ergebnis waschmaschinenfest ist. Und eine Quelle für eine derartige Baumwoll-Bügeleinlage, die ich mit Heimmitteln zuverlässig verarbeiten kann, habe ich noch nicht gefunden.


    Kannst Du damit weiterhelfen?


    Ansonsten habe ich gerade Geschmack daran gefunden, es eben ohne Klebe ganz klassisch mit Einnähen zu machen. Sozusagen die Wiederbelebung der Oldschool-Alternative.


    Obiger Beitrag diente zur Prüfung, ob es geht, und zur Demonstration, dass es geht.


    Und übrigens, da ich gerade dran war, hier die nach gleicher Methode gefertigten Portofino-Manschetten, aus gegebenem Anlass für mein Sean-Connery-James-Bond-jagt-Dr.-No-Gedächtnishemd :cool::


    Portofino nähen 1.jpg


    Portofino nähen 2.jpg


    Portofino nähen 3.jpg


    - Stefan

    Hallo zusammen,


    dieses Thema hier war bei mir liegen geblieben, nicht aber in Vergessenheit geraten. Mein aktueller Stand der Nähprojekte ergab Handlungsbedarf. Also krame ich den alten Thread hervor und hoffe, dass es außer mir noch jemanden interessiert.


    Derzeit habe ich einen Schwung Flanellhemden in Arbeit. Ein bißchen spät im Jahr, angesichts des bereits hereingebrochenen Herbstes. Also muss ich Gas geben. Am vergangenen Wochenende waren die Manschetten dran. Und weil ich mit den Bügeleinlagen nach wie vor auf Kriegsfuß stehe, sollten es diesmal genähte Einlagen sein. Als Material habe ich von Acorn Fabrics den relativ leichten, weichen Typ "Pendle" gewählt. Für die noch ausstehenden Kragen wird steiferes Material vom Typ "Barley" oder "Sabden" zum Einsatz kommen.


    Weiter oben hatten wir ja diskutiert, wie man die Einlage vorläufig fixiert. Kleben war eine Option. Basti hatte an anderer Stelle sogar vorgeschlagen, gar nicht provisorisch zu fixieren: Manschette ohne Einlage als Tasche nähen, Einlage aufs Format der Tasche zuschneiden und dann einfach einschieben, bevor die endgültige Fixierung durchs Absteppen erfolgt.


    Ich habe mich schließlich fürs Reihen mit der Maschine entschieden. Und folgendes habe ich dabei erreicht.


    1. Schritt: Einlage auf das Format der Manschette zuschneiden, Stoff mit Übermaß darunterlegen, und mit grobem Reihstich (5mm) fixieren:


    Manschette 1.jpg


    Im nächsten Schritt habe ich den Innenstoff der Manschette rechts auf rechts aufgelegt, und mit knappem Abstand zur Einlage - die hier als Nähschablone dient - aufgenäht. Dabei habe ich den Innenstoff unter Spannung gehalten, damit sich die Naht später auf die Innenseite zieht, also um die Kante der Einlage nach innen rollt:


    Manschette 2.jpg


    Genäht habe ich natürlich von der gleichen Seite wie im ersten Bild. Aber oOben sieht man, dass ich auch schon die Nahtzugaben zurückgeschnitten habe. Jetzt einmal zur Probe gewendet:


    Manschette 3.jpg


    Und ja, man sieht, dass sich tatsächlich die Nähte auf die hier dunklere Innenseite ziehen.


    Dies aber nur zur Probe. Weiter geht's im "Verkehrtrummodus", also zurück in den rechts-auf-rechts-Zustand gekrempelt. Das Aufnähen habe ich mir aus


    Basti's Anleitung zu Kragenstegecken


    abgeguckt, und das sieht bei mir wie folgt aus:


    Manschette 4.jpg


    Das ist ja im Grunde die Burrito-Methode: Als erstes wird demnach der Ärmel einseitig auf den mit der Einlage verstärkten Oberstoff aufgenäht. Dann stopft man sich einen "Semi-Burrito". Der ist oben schon zu sehen. "Semi" deshalb, weil man anders als bei der Schulterpasse die Naht nicht vollständig schließen kann. Fertig sieht er folgendermaßen aus:


    Manschette 5.jpg


    Das ganze habe ich dann gewendet, geschlossen und abgesteppt. Hier das Ergebnis:


    Manschette 6.jpg


    Ganz zum Schluss ging's dann ans Fädenziehen: Die Reihfäden zur Fixierung der Einlage sind nun überflüssig geworden und ließen sich ganz leicht entfernen.


    Die ganze Prozedur war auch nicht schwieriger als bei der Verwendung von Bügeleinlagen. Mein erster Eindruck: Fühlt sich gut an, und sieht passabel aus. Wie sich das ganze nach ein paar mal Tragen und Waschen darstellt, wird sich weisen. Für den Moment jedenfalls bin ich zuversichtlich und habe Hoffnung, auf diese Weise um die ungeliebte Bläschenbildung bei den Bügeleinlagen herumzukommen.


    Dies nur als Rückmeldung als Dank für Eure bisherige Hilfe und Anregungen. Ich hoffe, es gefällt.


    Gruß,

    Stefan

    ... wenns sein muss, am Dienstag ...

    Nein, Tanja, es muss nicht sein.

    Wenn's aber ohne müssen sein kann und darf, dann wäre es super. Am interessantesten wäre wohl:

    Quote

    Wenn man den an die Brother hinfummeln könnte und er mit der linken Nadelposition funktioniert, dann wäre manches einfacher. Vor allem könnte man die Original-Stichplatte verwenden, ohne sich Sorgen um eine vergessene Nadelpositionierung zu machen.

    ... aber ganz bestimmt würde sich jemand finden, der es weiß :daumen::pfeifen: ...

    :biggrin:

    Okay, Steffi, das war eine Vorlage, die ich nicht einfach versickern lassen darf.


    Also Frage in die Runde: Kennt jemand einen Brother-kompatiblen Geradstichfuß, der nicht in der Mitte aufsteht, sondern der nach links davon versetzt ist? Oder etwas, was man dahingehend umbauen könnte?


    Edit: Ah, NähAnna, bist in der gleichen Richtung unterwegs. :daumen:

    Sieht gut aus, dein Fuß. Ich hätte wahrscheinlich eher versucht, einen markenfremden zu montieren.

    Aber was ich mir so denke: Bei anderen Geradstichmaschinen ist der Fuß seitlich versetzt, damit der linke lange Transporteur greift. Hier sind es dann ja nur die mittleren kleinen. Reicht das?

    Tja, Tanja, was soll ich sagen? Reicht es, reicht es nicht?

    Bislang habe ich erst ein paar Meter Naht damit gemacht. Das flutschte ganz wunderbar. Die Stichlänge sieht gleichmäßig aus. Keine Hinweise darauf, dass der Transporter überfordert wäre. Am Wochenende habe ich noch allerhand Näharbeiten vor mir. Mal schauen, ob sich dieses (für mich) neue Konzept bewährt.


    In Theorie 1ster Ordnung (Newton'sche Reibung) dürfte es keinen Unterschied machen, wieviel Transporteure übrig bleiben, da der vorhandene Fußdruck sich entweder auf viele Zacken mit wenig lokalem Druck oder auf wenige Zacken mit viel lokalem Druck verteilt. Insoweit müsste die Haltekraft gleich bleiben. Einzig beim mittleren Transporter hinterm Stichloch sind die Verhältnisse etwas anders: Wenn er als einziger übrig bliebe, wäre der Stoff im unmittelbaren Bereich der Nadel nicht gehalten. Deshalb bin ich der Meinung, dass zumindest je ein Transporter links und rechts vom Stichloch aktiv sein sollte, indem der Fuß dort aufsteht.


    Ob es unbedingt der linke lange Transporteur sein muss, weiß ich nicht. Bislang geht es gut ohne.


    Ich kann's aber auch nicht gegenprüfen, weil die Nadelposition in meiner Maschine bei obigem Setup in der Mitte vorgegeben ist. Aber ich kann nur jeden ermuntern, eigene Experimente zu wagen. Nur zu!


    Markenfremde Füße? Schwierig für mich, weil ich überhaupt keine Idee davon habe, was mit wem kompatibel ist.



    - Stefan

    Bernina hat den schmalen Fuß mit Gleitsohle Nr. 53 noch im Programm.

    Der ist nur einseitig schmal. Rechts ist was weggenommen, links hat er aber die übliche Restbreite, womit er dann auf dem linken und dem mittleren Zacken des Transporters aufsteht.


    Da man meistens mit dem Stoff links und der Nahtzugabe rechts von der Nadel näht, ist das leider für den Zweck des Kurvennähens genau verkehrt herum.

    ... bei der Bernina 3 Transporterzacken ..., bei meiner alten Pfaff 5 Stück.


    ... Ich könnte mir vorstellen, dass der Geradstich auch mit schmalen Füßchen daher an der Pfaff besser läuft. Was meinst du? ...


    ... Vor allem für meine Bernina interessiert es mich. ...

    Hallo NähAnna,

    beim UmdieKurvenähen kommt es m.E. nicht auf die Anzahl der Zacken, sondern auf den seitlichen Abstand zwischen ganz links und ganz rechts an. Breiter Abstand: Hält gut die Spur, ist aber bei engen Radien hinderlich. Schmaler Abstand: Läuft wohl nicht so eigenstabil geradeaus, lässt sich aber besser um enge Kurven dirigieren.


    Den Bernina-Transporter kannte ich so noch nicht, hab ihn mir aber gerade im Netz angeschaut. 3 Transporterzacken, so wie Du geschrieben hast. Zudem 9mm Stichbreite, also sehr großer Abstand zwischen linkem und rechtem Zacken. Genau das Gegenteil vom hier diskutierten schmalen Kurvenfuß. Die Handhabung dürfte schwierig bei engen Kurvenradien sein.


    Allerdings sehe ich nicht, wie ein Umbau auf einen schmalen Geradstichfuß funktionieren könnte. Wenn Du den so schmal wie in meinem Beispiel feilst, hat er links und rechts vom Stichloch keine Transporterzacken mehr, auf denen er aufstehen könnte. Da bleibt nur der hintere mittlere Zacken hinterm Stichloch zum Klemmen des Stoffes gegen die Fußunterseite. Der Rest des Fußes hängt dann in der Luft. Das dürfte zu wenig sein.


    Bei der Pfaff sollte aber ein Umbau möglich sein. Siehe oben. Es gibt ja fünf Zacken. Ein schmalerer Fuß würde dann eben nicht mehr auf allen fünf, sondern nur noch auf den inneren drei Zacken aufstehen. Und ich kann bestätigen, dass das funktioniert.


    Also nur zu, trau Dich!


    P.S. Als Wohnort gibst Du "Nähe von Stuttgart" an. Also, Frau Nachbarin, Grüße aus dem schönen Remstal.

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