Die 260 Automatik hat einen verbesserten Zickzackstich im Vergleich zum Vorgängermodell 260.
Vorgängermodell der 260 ist die 230. Der Zickzackstich ist der gleiche, aber die Bedienung desselben ist bei der 260 einfacher und komfortabler geworden.
Die Stichlängeneinstellung ist exakter und es gibt eine Rückwärtstaste.
Eher Rückwärtshebel. Auch hier ist die 260 komfortabler als die 230 oder auch die 60.
Die 60 und die 230 sind sich optisch sehr ähnlich und wurden zur selben Zeit gebaut (ca. 1954 bis 1959).
Die 260 kam schon iirc 1959 auf den Markt und es gab sie mit Tretantrieb oder mit eingebautem Motor und dann gab es sie mit oder ohne Automatik, das macht vier Varianten, die dann noch in unterschiedlichen Möbeln angeboten wurden.
Später kam dann die 262, die zusätzlich die Stopmatic eingebaut hat, bei der die Nadel elektrisch angehoben wird, wenn man den Nähfuß ganz nach oben hebt.
Während man eine 230 problemlos mit einem 08/15 Rucksackmotor nachrüsten kann braucht man bei der 260 den passenden Motor inkl. entsprechendes Handrad.
Die Teile sind so teuer, dass man besser drei gebrauchte 260 kaufen kann in der Hoffnung, zumindest bei einer einen Motor vorzufinden.
Die 230 und die 260 haben Zickzack und den Doppelumlaufgreifer. Dadurch laufen diese Maschinen meist seidenweich und leise auch bei hohen Geschwindigkeiten (bis 2.200 oder 2.500/min, müsste ich mal nachschauen). Das ist schon eine Freude, damit zu nähen.
Die Pfaff 60 hat wie die Vorgängerin 30 einen CB-Greifer. Dieser ist für 800 bis 1.200 Stiche/min vorgesehen und läuft nicht rund, sondern oszilliert und vibriert schon mal ganz leicht bei höheren Geschwindigkeiten.
Allen Maschinen gemeinsam ist die extrem solide und langlebige Verarbeitung. Es gibt bis heute praktisch keine altersbedingten Ausfälle, selbst die Kunststoffzahnräder halten nach 65 Jahren immer noch.
Lediglich die Zickzackmechanik der 230/260 neigt zum Verharzen. Wenn man dann bei der 260 mit Hauruck an den Hebeln zerrt brechen diese schon mal ab, das ist der häufigste Defekt neben abgebrochenen Einfädlerhaken oder Fadengewurtschel.