Beiträge von Luzivieh

    Für das Lochen bin ich auch gerade auf der Suche nach einer besseren Lösung. Falls da jemand einen Tip hat her damit!


    Revolverlochzange ist schon richtig. Du musst Dir nur eine Revolverlochzange mit Hebelumsetzung kaufen, dann geht das wie Butter. Wir haben zwei in unserer Werkstatt: eine mit und eine ohne - bei der ohne brech ich mir auch immer einen ab, wenn ich versuche, ein Loch in einen Riemen zu kriegen. Ansonsten bliebe Dir nichts anderes als ne Spindelpresse mit Lochpfeifen, aber das is wesentlich teurer. Oder besorgst Dir, wie Falloutboy schon sagt, ein Locheisen; ich hab einen Satz in relativ schlechter Qualität mal beim Tschechen aufm Flohmarkt gekauft. Neue Eisen haben nicht mehr die Langlebigkeit wie Eisen aus früheren Zeiten (sagt zumindest mein Chef) und sind recht schwer dranzukommen. Wenn Du damit arbeitest, solltest Du irgendetwas unterlegen, z.B. ein dickes Stück Leder oder so eine Hartplasteunterlage, da sonst die Schneide stumpf wird oder Macken bekommt.


    Professionelle Pressen (z. B. von Astor oder Prym) kosten gut und gerne mal 2-300 Euro und mehr.

    Von Astor würd ich allgemein abraten, weil die ihr eigenes System haben und die konventionellen Werkzeuge nicht in die Aufnahme passen.

    ich weiss ja nich. Ich hab mir ma sone Lampe wie das Lidl-Ding nur mit Magnetfuß gekauft (gabs bei ebay als Arbeitslampe), aber war schon beim Auspacken kaputt. Magnetfüße sind dabei prizipiell sicher keine schlechte Sache, weil man die Lampe einfach auf das Gehäuse stecken kann (vorausgesetzt man hat n Metallgehäuse). Ich denke, vielleicht wärs noch ne Mögllichkeit, einen LED-Stripe unter die Maschine zu kleben. Die Dinger laufen mit ner einfachen 9V-Batterie, man muss also nur ein Batterieclip (gibts für 50cent bei Conrad) an den Streifen löten. Ich kauf die immer auf 5m-Rollen (kann man alle 5cm abschneiden)

    Wenn ich meinem Chef diese Plastikwerkzeuge unter die Nase halten würde, würd der mich ne Woche lang damit aufziehen, scheissegal, welche super Hausfrauenbewertungen das gekriegt hat.:D


    Ösen gibt es prinzipiell zwei Sorten, die mit und die ohne Unterlegscheibe. Genauso wie bei Nieten brauchst Du, je nachdem, was Du für eine Öse nutzen willst, das passende Werkzeug. Das heisst, wenn Du eine Presse kaufst, brauchst Du einen passenden Stempel (das Teil, das oben eingeschraubt wird) und einen passenden Amboß (das Teil, das unten in die Bodenplatte eingelegt wird).
    Was Pressen angeht, empfehle ich allgemein Spindelpressen, da dort die Kraft durch die Hebelwirkung optimal mit möglichst wenig Kraftaufwand umgesetzt wird. Dabei ist Umsetzung genau das schlaggebende Wort: Allerdings sollte man das u.U. üben, denn wenn man zuviel drückt, macht man die Öse und/oder das Werkstück kaputt. Ohne Umsetzung gibt es dann noch Handhebelpressen, bei denen man weitaus mehr Kraft einsetzen muss (z.B. die Buttonpressen sind Hebelpressen, da braucht man nicht viel Kraft).
    Wichtig bei dem Kauf einer Presse ist, dass Du eine Presse mit einem metrischen Gewinde kaufst. In Amerika werden Pressen mit Zollgewinde verkauft, diese kannst Du auch hier bekommen, allerdings ist es hier wesentlich schwerer Einsätze/Werkzeuge dafür zu bekommen. Wenn ich mich dessen recht entsinne ist der deutsche Standard M4, also M für metrisch und 4 für 4mm Schraubgewinde, kann mich bei der Zahl aber auch irren.
    Pressen kannst Du u.a. bei ebay kaufen (ich finde da gerade aktuell nur Pressen mit Zollgewinde). Einsätze und Pressen findest Du allerdings auch z.B. beim lederhaus: ( Link entfernt)

    Also bei Lederkram gab es nur das "Handwerkszeug" und ich hab dann mal bei ebay geguckt und mir ne Spindelpresse geholt.Mit den passenden Bolzen für nur das doppelte des Handwerkszeugs.Am Anfang hatte ich trotzdem Probleme,weil die Nieten zu sehr zusammen gedrückt wurden.Und mit Gefühl ist da halt auch nix wirklich.Ich hab mir dann selbst beholfen und erst einen 1ct unten drauf gelegt und gemerkt das ist es.Aber Kupfer ist ja bekanntlich sehr weich also hab ich jetzt ne Metallplatte drauf und es geht jetzt super.Jetzt sehen die Nieten aus wie gekauft ;).Wird auch nix mehr schief.Demnächst will ich mal testen ob ich so auch die Kampsnaps zusammen pressen kann.Die Pressen sehen nämlich genauso aus wie meine.... .


    :D
    Spindelpresse ist schonmal gut, jedenfalls besser als Hebelpresse wegen der Kraftübertragung. Für jede Niete gibt es ein bestimmtes Werkzeug, das gilt genauso für Nietköpfe wie für Nietfüße. Man kann die also auch unter einander mischen, je nachdem, was man grade braucht und je nachdem, ob die beiden Teile zusammenpassen. Prinzipiell kann man bei Hohlnieten n Amboß mit Stift drin kaufen, um die Füße zu zentrieren, aber im Grunde reicht auch da n einfacher Amboß, also eine glatte Platte. Und es ist durchaus eine Sache von Gefühl, denn diese Maschinen sind dazu da, mit Leichtigkeit was zusammenzufügen, wofür man sonst viel Kraft braucht: Wenn Du da viel Kraft einsetzt, dann kommt da noch wesentlich mehr Kraft beim Werkstück an, also musst Du schon mit Gefühl die Nieten pressen, sonst hast Du Matsche oder die Niete schneidet sich durch Dein Material durch, statt es nur zu heften.
    Es gibt auch Schlageisen, aber in der Sattlerei benutzen wir die eigentlich nicht - es sei denn Du kriegst Dein Werkstück nicht unter die Presse. (Da is z.B. ganz gut, wenn man einen Dreifuß hat, den man als Amboß nehmen kann; evtl mit nem Stück Leder als Auflage, damit nichts verkratzt)
    Du kannst auch n Hammer nehmen und n Stahlstift, der vom Durchmesser etwas größer ist als Dein Nietkopf (z.B. n Stück von ner Eisenstange ausm Baumarkt). Wichtig ist, dass Du n massiven Untergrund hast. Wenn Du das auf Holz machst, wird der Schag abgedämpft, auf ner Holzdiele sogar zurückgefedert. Auch nich ne Marmorplatte aufn Holzboden legen.
    Nieten gibts übrigens nicht nur in drei Größen. Ne gute Adresse für Nieten ist übrigens der http://www.thal-versand.de - bevor Du da Nieten kaufst, sollteste sehen, dass Du für Deine Presse das richtige Werkzeug hast; Nieten sehen schöner aus, wenn der Nietkopf die Rundung behält.
    Noch was?

    naja, Du bügelst das Zeug doch eh mit Hitze auf, das heisst, irgendwas - sei es nu die Farbe selber und/oder irgendn Zusatzstoff auf der Folie - wird so heiss gemacht, dass er sich anlöst und sich von der Folie ablöst und an dem Stoff kleben bleibt und dort aushärtet, weil der Stoff besser haftet als die Folie. Wenn Du das Zeug jetzt wieder heiss machst, wenn Du es genauso heiss nachbügelst, wird es wieder weich und je nachdem wie die Zusammensetzung grade is (vllt is ja bei der Folie noch n Klebstoff dabei, dessen Lösungsmittel beim Aushärten verdampft), pellt sich der Krempel halt wieder ab. Ist ja schließlich auch nur n Druck und keine Färbung, also nur oberfläche auf dem Stoff drauf.

    Also wenn Dir der Nadelfaden schon reisst, wenn Du den Stoff glatt ziehst, wärs doch ma ne Idee, die Fadenspannung von dem Nadelfaden lockerer zu machen. Außerdem sind diese Overlockstiche doch alle dehnbare Ketten, das ist doch gerade das besondere an einer Overlock und der Differentialtransport ist dafür da, je nach Dehnbarkeit des Stoffes jeweils soviel Stoffmenge unter die Nadel zu kriegen, dass das Stichbild genauso dehnbar ist, was ein ziemlich sensibles Gleichgewicht an Fadenspannungen voraussetzt. Wenn Du dann nicht richtig eingefädelt hast, haste Klump in der Maschine und gehst die Wand raus, wenn Du den Fehler nicht findest. Also Fäden rausmachen, Nadelfaden rein, gucken, dass der in der Spannung liegt, die anderen Fäden der Reihe nach rein und vor allem gucken, wo sie unter bzw. über einem anderen Faden eingefädelt werden, sonst haste schnell diese Reibungen zwischen zwei Fäden, die das Stichbild versauen, dann nähste n Stück mit Deinem Stoff und guckst, wie sich das verhält, wie das Stichbild aussieht -> Fadenspannungen; und ob und wie sich die Stoffkante dehnt -> Differential. Im Grunde müsste das schon reichen (wenn ich nix vergessen hab).

    na dann Gruß zurück und danke ersma für die Antwort.


    Die Maschine hab ich ner Freundin abgeluchst, die nur scharf auf den Tisch war, so gesehn ist das nichts weiter als n Versuchskaninchen.


    Ich mein, Du kennst mich ja jetzt so nich, aber ich bin jetzt auch kein blutigster Anfänger, was Nähmaschinen angeht. Ich bin schon recht pro, was Schneiderei angeht (zumindest sagt das die Schneiderin, bei der ich Praktikum gemacht hab), arbeite seit fünf Jahren als Knecht inna Sattlerei und leiste mir seit nem Jahr das Hobby, Maschinen zu reparieren. Ich will damit sagen, ich hab schon ein gewisses Interesse daran, nicht nur diese Maschine mal eben zu reparieren, sondern ich will mein Wissen und Können ausbauen, wenn auch da vielleicht noch nicht direkt auf professioneller Ebene.


    Das, was mir jetzt noch fehlt (und Du scheinst da ja Ahnung zu haben) is, wie krieg ich die Teile von der Armwelle runter (und am besten hinterher wieder drauf)?


    PS: Warst Du nich damals auch mit im Burda-Chat?

    Hi,
    kann mir jemand sagen, wie ich bei einer Veritas (8014/2) den Flachriemen wechseln kann? Der ist dazu da, obere und untere Welle mit einander zu verbinden, ähnlich wie das bei anderen Maschinen über Gestänge geht.
    Ich kann die untere Welle komplett aus einander nehmen, krieg also da schonmal den Riemen drauf geschoben. Aber für die obere Welle bräuchte ich wahrscheinlich einen Abzieher, um die ganzen Teile auf der Stange zu bewegen, um eine Lücke zu schaffen und den Riemen über das Stangenende zu kriegen. (Kann ja eigentlich nicht die Lösung sein, denk ich mir) Außerdem ist mir da noch der Nadelbaum im Weg. Also ums kurz zu machen: Wenn ich den Riemen nicht öffnen kann (was nicht danach aussieht), dann muss ich die obere Welle/Stange rausdrücken und dabei sämtliche Teile, die draufgefädelt sind, verschieben und dazu müsste ich noch den Nadelbaum ausbauen. Irgendjemand ne bessere Idee? Will das robuste Viech ungerne wegschmeissen.

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