Beiträge von Tanja711

    Wenn ich mich kurz fassen soll, sage ich bei Brother oder Bernina meist: Legst du mehr wert aufs Sticken, nimm Brother, ist dir nähen wichtiger, nimm Bernina.

    Man bekommt mit beiden gute Ergebnisse hin. Die Frage ist nur, wie komfortabel. Eine Brother verzeiht beim Sticken mehr, da kann man auch mal einfacheres Vlies nehmen (das zerrreißt eine Bernina gern) und der Stickfuss ist höhenverstellbar. Das geht bei Bernina nicht.

    Aber in Sachen nähen schwächeln die Brother oft, wenn es dicker wird. Irgendwann geht die Nadel zwar durch, aber es werden keine Stiche mehr gebildet.

    Es fehlt einfach ein guter OTF. Der digitale transportiert gut, aber ist dann auch oft im Weg. Und die Sohlen sind mir einfach zu breit. Freihandquilten (und auch Rulern) geht gut mit Brother, aber da hadere ich mit dem Kniehebel. Der hat bei Brother nur ein paar Stufen und der Nähfuß geht nicht so hoch. Bei Bernina kann ich millimetergenau anheben ohne Geruckel.

    Die 570 mochte ich gern und die Kombi 570 und Stellaire XE1 könnte ich mir sogar für mich privat vorstellen.

    Ich habe schon auf verschiedenen Husqvarnas genäht und bis jetzt gab es nie ein Problem, weswegen ich sie einschicken musste. Mir ist auch kein Problem bekannt, das vermehrt auftritt. Und man kann das Messer für die Fadenschere selbst tauschen, das hat für mich einen großen Vorteil.

    Ich fürchte, das Risiko wirst du eingehen müssen. Denn Nähen und Sticken hat viel mit Gefühl zu tun und das ist nun mal bei jedem anders. Ich würde aus deiner Liste die Topaz wählen.

    Ich hab mir eine Topaz 30 gekauft, obwohl ich lieber eine Innovis 1250 wollte, aber die war damals nicht drin. Die Topaz war ein Rückläufer und einfach billiger.

    Mittlerweile bin ich ein Fan von Husqvarna. Brother Maschinen sind mir zu viel Plastik (dieses glänzende weiss ...) und das Menü werd ich nie verstehen.

    Und Janome - nun, die 9850 hab ich noch nie benutzt, aber bis jetzt konnte mich noch keine Janome wirklich überzeugen, auch hier liegt das Problem am Display. Ich mag das Menü einfach nicht.

    Sie würden alle drei gut nähen und sticken, aber welche am besten zu dir passt, das kannst nur du entscheiden.


    Einen Pluspunkt noch für die Topaz: Es gibt originale Magnetrahmen.

    Bei meiner 790 hat sich ja ein bisschen was getan, jetzt hab ich endlich Zeit, das mal raufzuholen:

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    Ich habe mir den Multi von RMF gegönnt.

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    Der Platz ist super. Eigentlich dachte ich, ich kann nur den kleinen Quiltring benutzen, aber mit dem Tisch wäre auch der große möglich gewesen. Naja, man braucht ja noch was für die Wunschliste ...

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    Auf der ToDo-Liste stand eine Haube, da die mitgelieferte im Tisch ja nicht passt. Hier habe ich Infusible Ink Folie getestet und mit dem neuen Dreieck-Ruler geübt.

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    Oben und an den Seiten kam mein Lieblingsruler zum Einsatz, der kleine gerade.

    Zum Sticken fahre ich die 790 komplett nach oben. Mein Mann hat zwar sehr gemeckert während des Hochtragens des Multi, aber jetzt ist er froh, denn die Geräuschentwicklung ist im Tisch wesentlich geringer als vorher auf der Arbeitsplatte.

    Du wirst hier sicher viele verschiedene Vorschläge bekommen. Daher beschränke ich mich auf ein Modell. Und das wird keine Singer sein. Ich halte von keiner aktuellen Singer was.

    Mein Tipp ist meine Zweitmaschine, die Husqvarna Opal 690Q.

    Ich schätze den Nähberater sehr und sie hat eine gute Grundaustattung. Sie näht fast alle Materialien im Hobbybereich problemlos. Ich hab mir noch den grossen Tisch und den OTF geholt.

    Nein, die sind gleich. Bernette macht sich nur die Mühe, alle Varianten aufzulisten. Wichtig ist, wie Glückssachen schreibt, dass es einen Obergreiferabdecker gibt. Der ist in der Regel aber entweder dabei, oder einfach nicht vorhanden. Wenn keiner dabei ist, kann die Maschine keine 2-Faden-Naht.

    Die Bernette hätte dazu noch einen Rollsaumhebel, bei der Brother muss die Stichzunge für Rollsaum entfernt werden.

    Liegt nicht am Modell, Brother ist nun mal begehrt und quasi leergekauft. Bei dem, was dieses Jahr so passiert ist, würde ich mich nicht mehr aus dem Fenster lehnen und irgendwas prophezeien. Am besten behält man mehr als ein Modell in der engeren Auswahl und wenn man bereit ist, zu kaufen, schaut man, was man wo und zu welchem Preis bekommt.

    Vor allem, wenn es nicht eilt, kann man ja noch andere Modelle in dem Bereich anschauen, wie die Janome 644 oder Juki Mo50.

    Also, ich finde, es muss doch möglich sein, sich mal vier fünf Minuten Zeit zu nehmen und einfach eine Email an den Händler zu schreiben. Der Sachverhalt ist doch schnell geschrieben und dann kann er sich melden. Was bringt dir das, wenn wir hier über die Vorgehensweisen anderer Händler diskutieren. Stattdessen wird nach Stichzahlen gegoogelt. Das ist ja auch etwas unfair gegenüber Flach, der kann sich hier ja nicht wehren (denke ich). Am Ende steht ja sogar ein Problem im Raum, wenn du sagst, du hast Neuware gekauft und wohl nicht bekommen.

    Das Problem mit der schlecht ablaufenden Spule unten entsteht oft dadurch, dass die Spule beim Einfädeln nicht nach unten gehalten wird und der Faden nicht richtig in der Führung landet. Dann hüpft sie und knallt beim Sticken gegen die Stichplatte.


    Zum Thema Händler vor Ort: Ruf doch einfach mal an. Viele lokale Händler sind trotz Lockdown telefonisch erreichbar und vielleicht kann er dir so helfen.

    Ich hatte da keine Probleme, an den RVs hab ich mit dem Kniehebel angehoben und den Zipper durchgeschoben. Das mach ich mit der Pinzette und wenn der Fuß noch nicht weit genug oben ist, schieb ich einfach weiter, der gibt dann schon nach.

    Also, ich war ja noch nicht selbst dort, lese aber auch nach, wie und wo produziert wird. Wenn das für jemand beim Kauf relevant ist, muss man sich eben auch gründlich informieren. Und wir selbst tragen als Konsumenten ja auch zu den Bedingungen bei. Bei dem Thema Kinderarbeit und den bekannten Playern am Nähmaschinenmarkt wäre ich allerdings vorsichtig.

    Ist auch alles nicht so einfach. Klar, ich verdiene mein Geld mit verkaufen. Aber ich könnte nicht jemandem was aufdrängen. Ja, neue Maschine ist schön. Eine bezahlte Reparatur bringt vielleicht erst mal nicht so viel Geld, aber meistens einen treuen Kunden.

    Und man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass nicht alle Maschinen neu gekauft werden, weil die alte kaputt ist und die wenigsten werfen ihre Nähmaschine in den Müll. Sie werden verkauft, verschenkt ,als Ersatzmaschine behalten oder auch als Ersatzteillager.

    Um es auf diesen Beitrag zu beziehen: Wenn jetzt jemand eine VQ2 hat, halte ich es nicht für nötig, auf die VQ4 zu wechseln (es sei denn, man steht total auf Laser und Ultraschall). Steht ein Neukauf ohnehin an, dann wie schon mehrfach erwähnt, das Zubehör einfach mal auflisten, am besten die Preise dazu raussuchen und nachrechnen, ob sich der Aufpreis lohnt.

    Womit wir wieder beim Thema wären, was man wirklich braucht. Eigentlich ja nur Stoff, Schere, Nadel und Faden. Alles andere ist Schnickschnack.

    Bei manchen Funktionen frag ich ich immer wieder, ob man die wirklich braucht, auf andere möchte ich nicht mehr verzichten.

    Bis jetzt ging es mir glücklicherweise nur einmal so, dass ich an meiner eigenen Maschine saß und sehnsüchtig an eine Testmaschine zurückdachte. Das war die Epic 2 mit der Positionierungs App. Ein extremer Schnickschnack, aber gefällt mir halt. Trotzdem würde ich meine Bernina nicht gegen die Epic 2 tauschen. Aber vielleicht upgraden, wenn Bernina was in der Art bringt.


    Ich finde übrigens den Projektor der Luminaire viel praktischer als den einzelnen Laserstrich, aber irgendwann hörts dann auch mal auf.

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