Beiträge von Tanja711

    Das hat ja lange gedauert, aber jetzt ist es endlich soweit. Es gibt einen Rulerfuß für Pfaff und auch für Husqvarna wird er in den nächsten Tagen lieferbar sein. Ich hatte Rulerwork mit der Juki Kirei begonnen und dann mit den Berninas weiter gemacht, daher war ich ganz erstaunt, dass die danach folgenden Pfaff und die Hus das nicht konnten.

    Natürlich hab ich nach Alternativen geschaut. Es gibt schon Füße, die man in der Höhe anpassen kann, aber meist aus Plastik und das mag ich nicht. Plastik auf Plastik, das gleitet einfach nicht so gut.

    Jedenfalls ist der von Pfaff mittlerweile lieferbar und was ganz wichtig ist, man muss seine Maschine dafür updaten. Denn für Rulerwork sollte die Nähfußstange sich ja nicht bewegen. Die Updates sind auf beiden Homepage schon zum Herunterladen bereit.

    Manko: Es geht nur für die neueren Modelle, was ich persönlich sehr schade finde.

    Ich hab mich im Netz dumm und dämlich gesucht, ich finde bei Pfaff selbst keine Infos über den Rulerfuß und auch nicht bei Husqvarna, daher gibt es hier den Link zum Nähpark, auch wenn ich das eigentlich nicht machen wollte.

    https://www.naehpark.com/pfaff-rulerfuss.html

    Mehr Infos gibts leider noch nicht.

    Also, Schnittbreite auf 5 mit vier Fäden, das kann schon mal sein, dass dann das MTC nicht mehr reicht. Bewirkt es denn sonst, was es soll?

    Aber das Licht und die Sicherheitsfunktion sollten gehen und das ist ein Grund zur Reklamation. Die seitliche Klappe kann man straffer einstellen.

    Wie es der Zufall will, hab ich den Quertransport gleich nochmal gebraucht.

    Eckbank.jpg


    Ich war bei Tedox. Und da konnte ich nicht an diesem Polsterstoff vorbei. Ich hatte so ähnliche schon mehrmals gesehen und musste immer wieder hinfassen. Das Möbelvelour ist so weich. Aktuell hatte ich ja Kunstleder auf meinen Stühlen und auch auf der gesamten Eckbank. Genäht damals noch mit der Husqvarna Topaz 30 und der Bernina 215.

    Jedenfalls war der Preis jetzt unschlagbar und ich hab mir fünf Meter eingepackt. Am Feiertag gab es dann eine Runde neue Sitzpolster. Drei Stühle und zwei Eckbankteile, der Schaumstoff ist 5 cm hoch.

    Als Befestigung gab es Bänder mit Druckknöpfen. Das hielt mich bis jetzt auch immer davon ab, allzu oft neu zu beziehen. Echt mühsam.

    Kissen.jpg


    Ehe ich angefangen hab, hab ich erst mal einen Test mit einem alten Polster gemacht. Und siehe da, mit Quertransport gehts doch gleich viel einfacher.

    Komischerweise hab ich es beim Velour dann doch gar nicht so oft gebraucht, wie ich dachte. Er ist halt nicht so störrisch wie Kunstleder. Aber ich musste mir beim Drunterlegen unter den Nähfuß nicht überlegen, wie ich es mache. Wenn ich nicht weiter gekommen bin, hab ich das Richtungsnähen aktiviert.

    Richtungsstiche(1).jpg

    Ich bin immer noch ganz begeistert von den Richtungsstichen. Das Programmieren von neuen Mustern in nahezu unbegrenzter Breite geht viel, viel einfacher als mit Pfaff.

    Richtungsstiche(2).jpg

    Den hab ich heut bestimmt 20 mal erstellt, weil ich immer das speichern vergessen hatte. Aber das war so easy, dass es mich gar nicht gestört hat.

    Richtungsstiche(3).jpg

    Für den Läufer hab ich verschiedene Stiche durchprobiert und auch das gerade nebeneinander nähen war kein Problem, soweit der labberige Stoff da mitgemacht hat. Das sollte mein Paradebeispiel für die Richtungsstiche werden.

    Wenn ich nicht aus Versehen die Unterfadenspule mit Madeira Wash away erwischt hätte. Nach dem Waschen haben sich eineinhalb Reihen in Wohlgefallen aufgelöst.

    Da muss ich wohl nochmal ran.

    Ich werd auf jeden Fall nochmal mit meiner Kollegin drüber sprechen, ob wir nicht nochwas mit der Kirei nachschieben.

    Aber zum Thema Garn: Die neue HD9 hat zwei unterschiedliche Fädelwege für normales und stärkeres Garn und vernäht angeblich dickes Garn ohne Probleme. Gesehen hab ich das schon, aber noch nicht selbst probiert.

    Nein, ich habe die Kirei nicht wieder bekommen. Ich habe mich auf der Messe länger mit einem Techniker unterhalten und sie ausprobiert und hatte den Eindruck, was ich bemängelt hatte, war weg. Allerdings ist es auf der Messe sehr laut und der Techniker sprach nur Englisch (und das ähnlich gut wie ich ...), daher will ich jetzt nicht behaupten, dass da alles geklärt wurde.
    Und wenn ich ehrlich bin, werd ich meine Kollegin jetzt nicht nerven, dass ich die nochmal haben will. Denn ich erwische immer die Maschine, die nicht richtig funktioniert ;)

    Das Modell im Laden hat ohne Probleme sehr viele Lagen genäht, meins nicht. Dafür hat man bei meiner ja den Sensor ständig messen hören.
    Obwohl, in Sachen Rulerwork war die Kirei schon gut. Aber dafür hab ich ja jetzt meine B790.

    Ich denke, ich werde mich bei meinem nächsten Aufenthalt in Cham nochmal ein zwei Stunden dran setzen, um mehr zu den Verbesserungen sagen zu können.


    Wegen den Nähfüßen: Nachprüfen kann ich es jetzt ja nicht, aber Pfaff geht auf jeden Fall nicht. Ob Brother passt, kommt wohl drauf an. Im Notfall kann man ja einen Snap-On-Adapter montieren, aber dann geht der Obertransport nicht.

    Als Ersatz für die QVP Mini (warum? Was fehlt dir da?) gibts ja jetzt auch schon ein paar Neuere: Die Janome 6700P oder die HD9.

    Gerne doch :D

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    So, das wars mit der Bernette. Hab sie soeben eingepackt. Alles konnte ich nicht testen, aber für einen gründlichen Eindruck hat es gereicht. Ich hoffe, ich konnte dem Einen oder Anderen bei der Entscheidung helfen.

    Ich werde sie auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Aber ich werde erst mal ein paar Tage mit meiner B790 geniessen, ganz ohne fotografieren, schreiben und rumprobieren. Einfach nur nähen.

    Maxistiche(1).jpg

    Parallel nähen kann so einfach sein.

    Maxistiche(3).jpg

    Die linke Linie ist noch ohne Vlies, das hab ich dann doch aufgegeben. Auf einer Lage Baumwolle werden die Stiche ohne Vlies einfach nicht so schön, wie ich das gerne hätte. Bei der rechten hab ich dann mal zumindest auswaschbares Vlies untergelegt, was ich für das richtige Projekt nutze, weiß ich noch nicht.

    Maxistiche(2).jpg

    Bis jetzt war es immer so, je breiter, desto schwieriger ist es, die Spur zu halten. Aber wenn man die Technik raus hat, ist es gar nicht so schwer. Ich hoffe echt, dass das beim richtigen Projekt dann auch klappt und nicht alles heute zur Zufall war ;)


    Und wie gehts jetzt?

    Erst mal näht die B790 schon mal grundsätzlich die Maxistiche gleichmäßiger als die Brother, Husqvarna und Pfaff, mit der ich es bis jetzt versucht hatte. Kleine Abweichungen kann man über die Balance ganz einfach selbst einstellen.

    Dann zeigt die B790 den Startpunkt genau im Display an, die Breitenangaben stimmen auch ziemlich. So kann man die Markierung schon mal optimal setzen.

    Man programmiert die Maschine auf EINE Rapportwiederholung (vernähen und abschneiden deaktivieren) und lässt sie erst mal nähen, bis sie anhält.

    Dabei führt man den Stoff immer gerade. Ich konzentriere mich dabei einfach auf den langen Strich und führe so wenig wie möglich, das meiste lasse ich die Maschine machen.
    Jetzt kommt der besondere Vorteil des Richtungsnähens:

    Wenn die Maschine anhält, kontrolliert man, ob man genau auf der Linie gelandet ist. Nicht? Dann das Richtungsnähen öffen und den Zeiger in die Richtung stellen, in die man kommen möchte.

    Richtungsnähen-Bernina-B790 (2).png

    Also, die Nadel steht 1 mm zu weit rechts, dann stellt ihr den Zeiger auf 181 oder 182 Grad, er zeigt also weiter nach links.

    Näht den nächsten Rapport, die Maschine kommt bestimmt auf der Linie an. Wenn das so ist, den Zeiger wieder auf 180 Grad stellen.

    Bei Motiven, die gut gerade genäht werden, stelle ich dann auch schon mal auf 2 oder 3 mal Rapportwiederholung.

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