Hallo,
Was setzt Ihr für einen Stundenlohn an und wie lange braucht Ihr für eine Hose? Das zahlt Ihr ja bei den Kaufhosen auch mit. Schließlich lebt da jemand davon, daß er Klamotten näht.
Wenn Zeit nichts kostet, kommt man natürlich deutlich günstiger weg. Muß man aber rechnen, daß man in der Zeit genauso gut arbeiten und Geld verdienen könnte, sieht die Rechnung eventuell auch mal anders aus.
Ich entgegne ein entschiedenes Jein.
Ich arbeite freiberuflich. In der Zeit, in der ich mir ein Kleidungsstück nähe, könnte ich auch etwas anderes arbeiten, dafür Rechnungen schreiben und später Klamotten shoppen gehen. Es ist ein großes Stück Freiheit, nicht so viel für Kunden arbeiten zu müssen und dafür – seien es Kleidungsstücke, seien es Lebensmittel – mehr Arbeitszeit direkt fürs eigene Wohlbefinden zu investieren.
Hier wird ein bisschen die Bezeichnung als Hobby fragwürdig. Aber den Begriff mochte ich sowieso noch nie.
Wollt ihr noch eine Antwort auf die eigentliche Frage?
Ich hatte schon Zeiten (finanzieller Knappheit), in denen ich mir einen Rahmen gesteckt habe, wieviel ich ausgeben darf. Sollte es nötig werden, würde ich das auch wieder so tun. Ansonsten gilt, dass mein Lager groß genug ist und sich so allmählich von selbst regelt, dass der Haben-Wollen-Impuls in Stoffläden schwächer wird.
Hm. Und das Bedürfnis, Schönes zu pflegen und zu erhalten, wird bei mir auch immer größer, erhält zunehmend mehr Gewicht als das Bedürfnis, was Neues zu haben.
Liebe Grüße
Schnägge