Hallo haegar,
der freundliche ältere Herr hat und weiß das eine oder andere. Der war jetzt die ganze Zeit nicht da und ist erst seit gestern Abend wieder an meiner Seite – hab ihn dann aber heute früh gleich mal gefragt …
„Passendes“ Rad: früher als 50er-Jahre gibt es einfach nicht mehr soo besonders viel. Und du hast schon irgendwie fedammt recht, dass ein fifties-Rad mit 20er-Jahre-Outfit eben anachronistisch ist.
(Wobei es natürlich auch in den fünfziger Jahren jedem freigestellt war, die alten Klamotten anzuziehen, sich aber ein neues Rad zu leisten. – Sofern sie den Krieg überlebt haben, ähnlich unwahrscheinlich, wie ein Stahlross, das den Krieg überlebt hat … Aber dieses Szenario ist auch in zeitgeistig-modischer Hinsicht eher unwahrscheinlich.)
Andererseits findest du in den fünfzigern und sechzigern nicht mehr die große Auswahl an anlassgebundener passender Bekleidung, weil in der Zeit Radfahren ein bisschen aus der Mode war.
Hier liegt sportliche Radbekleidung (ich weiß: nicht deine Kategorie) aus den dreißigern. Eine Knickerbocker aus ziemlich rauhwetzigem Wollfischgrat. Etikett mit der Aufschrift „Bergfreund“ – in Anführungszeichen –, vermutlich also auch Wanderhose – bzw. wahrscheinlich das, was generell als sportliche Freizeitkleidung als vernünftig und angemessen galt. Und ein sehr figurbetontes, geradezu windschnittiges Trikot mit Aufschrift (gestickt) des Vereins: R.V. DÜRKOPP Dresden.
Bilder werden nachgeliefert. Müssen wir erst noch machen.
Alte Bilder ist der freundliche ältere Herr grade am Suchen, in den Tiefen seiner Festplatte …
Und dann wusste er mir noch einen interessanten Link: Die Fahrrad-Veteranen-Freunde-Dresden 1990 e.V.
Da findet sich einiges Weiterführende.
Liebe Grüße
(und dir ist klar, dass du was angerichtet hast mit dieser ach-so-harmlosen Frage???)
Schnägge
