Und hier noch der versprochene Garnvergleich:
garnvergleich.jpg
Links orange ist das genannte Baumwoll Maschinenstick- und Stopfgarn.
Rechts daneben, türkis, sechsfach Sticktwist, einmal alle sechs Fäden zusammen, einmal ein einzelner Faden.
Dann, weiß, dieses festere Garn, wie es eigentlich für Weißstickerei / Wäschestickerei eingesetzt wurde. Solches Garn gibt es auch heute noch als feines Häkelgarn, um Taschentücher zu umhäkeln; ich meine, dass es verschiedene Stärken gibt. Früher zumindest gab es verschiedene, ich habe so etwas noch nie neu gekauft …
Und ganz rechts, rot, zum Vergleich ein Fädchen Perlgarn 5 (das ist die „normale“ mittlere Stärke, es gibt auch noch dickeres – 3 – und feineres – 8.)
Maschinenstick- und Stopfgarn, Sticktwist und Perlgarn haben eigentlich die gleiche Struktur, nur eben verschiedene Stärken. Die Handstickgarne sind sogenannte „S-Garne“, das Maschinenstick- und stopfgarn ein „Z-Garn“. Die Buchstaben geben die Richtung an, in der verzwirnt wurde, nämlich in der Richtung, wie der schräge Mittelstrich bei s oder z ist. Fürs Handsticken macht das wenig bis keinen Unterschied; für Arbeit mit der Maschine kann ich mir vorstellen, dass sich das S-Garn leichter aufribbeln würde, der Greifer dreht sich ja immer in einer Richtung …
Das weiße Stickgarn ist ein Dreifachgarn (die anderen zweifach). Ob die drei Fäden in sich auch nochmal zweifach sind, konnte ich mit der gewöhnlichen Lupe nicht erkennen. Muss ich mal noch mit der Mikroskoplupe dran …
Die Struktur vom Faden beeinflusst das Stickbild.
Bevor man anfängt, alle Fädchen mit der Lupe zu begucken, hat man vom Ausprobieren wahrscheinlich mehr … Und irgendwann weiß man es dann aus Erfahrung, was wozu gut taugt … (und einem selber gefällt).
Jonny: alle Farben?
Ich erinnere nur aus Kindertagen, dass Grün haltbarer war … Aber das kann ja gut sein, dass die Rezepturen Mama- und auswaschfreundlicher geworden sind.
Liebe Grüße
Schnägge
… und das Hemdchen mit Schnägge
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