So „richtig“ Unanschneidbare habe ich glaube-ich nicht. Aber was ist schon richtig … ? Die Frage ist ja dann schon, warum ich es nicht einfach tue: Die Stoffe anschneiden, zerschneiden, vernähen?
Es gibt eine ganze Reihe von Stoffen, bei denen wusste ich beim Kauf sofort, was sie einmal werden wollen. Sie sind nur einfach noch nicht genäht, vermutlich, weil Stoff kaufen schneller geht nähen.
Dann gibt es eine weitere Reihe von Stoffen, vorzugsweise welche, die ich geschenkt bekommen habe, von denen weiß ich noch nicht, was daraus werden soll oder die Ideen dazu entwickeln sich erst so allmählich.
Als besonders sesshaft haben sich Stoffe gezeigt, die ich günstig und in größerer Menge erstanden habe, für tragbare Probekleider oder so ähnlich. Die sind echt fies! Entweder ist der Stoff dann doch zu gut für nur mal ein Teststück (haha!) oder es ist einfach zu viel, man könnte ja auch ein großes Projekt draus machen, etwas, das richtig viel Stoff braucht …
Ich habe mir vorgenommen, solche Anschaffungen nicht mehr zu tätigen …
Unterart: Größere Mengen des gleichen Stoffs, um passende Kombinationen zu nähen.
Für ein klassisches Kostümchen finde ich das immer noch gut und richtig. Aber im übrigen Bekleidungsleben ist mir das dann doch einfach zu langweilig. Ich brauche keine zwei oder drei oder fünf Blusen, die eigentlich gleich sind – aussehen –, weil sie aus dem gleichen Stoff sind.
Heute habe ich aus meinen Kisten und Kasten einen dunkelgrünen Cord gezogen, den ich für eine Jacke gekauft habe. Einige Zeit (Jahre?) später ist mir ein hübscher Baumwollstoff begegnet, eigentlich Blusenstoff, dunkelrot mit kleinen weißen Punkten, von dem ich sofort wusste, dass er als Futter in diese Cordjacke will.
Keine weiteren Ausreden mehr.
Futterärmel aus flutschigerem Stoff sind erlaubt, falls ich das beim Nähen nötig finden sollte. Dann bleibt halt von dem Punktestoff was übrig. Das darf und ist kein Grund, in die Vorsehung eingreifen zu wollen.
Liebe Grüße
Schnägge