Beiträge von Schnägge

    Hallo Anja,


    ich komme bei solchen Fragen ja vom Handsticken her. Ich würde an einer „Ecke“ anfangen: eine Schulter (von oben) oder am unteren Saum, vorne oder hinten zwischen Mitte und Seitennaht. Und dann würde ich unterschiedliche Sterne* in unterschiedlichen Größen unregelmäßig und ganz frei platzieren. So lange, bis es mir gefällt. Das ist (für mich) bei Handarbeit irgendwie einfacher zu verwirklichen …


    Liebe Grüße
    Schnägge


    * Sterne … – äh Schneeflocken. Das ist für mich irgendwie das gleiche …

    Ja, du kannst die Bahnen auf der anderen Seite vom Saumumschlag wieder einstellen.


    „Macht man sowieso so“ – nunjaa, es ist einfach eine von mehreren Möglichkeiten. Welche jeweils die beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem eben auch die Stoffqualität und der erwünschte Fall.


    Langer Rede, kurzer Sinn, wenn du nicht Angst hast, dass es zu schwer wird: mach es. (Schwerer wird es eben trotzdem.)


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Hallo beccy*blub*,


    wieviel traust du dir zu an selber-zusammensetzen von Teilen aus unterschiedlichen Schnitten?


    Dann wäre mein Vorschlag: Nimm für das untere Kleid ein klassisches Etuikleid, das du gut auf Figur anpasst. Deine beiden Abnäher von oben wirst du „so“ vielleicht nicht finden. Du könntest sie aber aus einem Prinzesskleid rück-entwickeln.


    Und dann für das Obendrüber so wie bei dem Fifties-Kleid, zu dem mucneko neulich einen Sew-Along gemacht hat. Herausforderung ist, genau wie mucneko das ganz am Anfang beschrieben hat, die schrägen Linien seitlich so hinzubekommen, dass sie nachher am Kleid und getragen gerade aussehen und optisch die Figur formen.
    Eventuell wirst du da für ein Brautkleid auch ein bisschen mit Stäbchen versteifen müssen. Aber die größere Schwierigkeit ist eigentlich, das schnitttechnisch so hinzubekommen, dass es am tatsächlichen Körper „funktioniert“. Deine Zeichnung ist sehr schön (und auch gut gemacht – Neid …), aber die Brüste hast du nicht wirklich eingezeichnet.


    Das heißt, du wirst ziemlich sicher das Problem haben, dass diese seitlichen schrägen Linien über die Brust laufen und dann entweder sich beim Tragen irgendwie nach unten zusammenkrumpeln (zuwenig Steife, Material zu weich …), oder dass die Linien merkwürdig einschnüren (zu eng) oder dass es deine Brust in eine Richtung drückt, die dir nicht gefällt.


    Vielleicht kannst du dich dafür auch an Dirndlmiedern orientieren? Die sind ja sehr schön figurformend.


    Liebe Grüße
    Schnägge


    P.S. ich wünsche dir / euch sehr, dass „DIE“ Frage auch die richtige Frage war – also Erfolg und gutes Gelingen für euer Vorhaben!

    Hemdblusenbodys? Erzähl uns mehr … Konkret: wie habe ich mir den Übergang von Bluse zu Unterteil / Höschenteil vorzustellen? Krieg ich vorstellungstechnisch allenfalls noch hin, wenn die Bluse aus Jersey ist.


    Ich hatte mich für mein Blazerjäckchen eigentlich schon entschlossen, nicht groß Probeteil zu nähen. Wenn ich den Schnitt aus einem nach meinen Maßen konstruierten Grundschnitt baue, dann passt das. Aber: ich werde die Teile doch mindestens mal aus einem alten Betttuch ausschneiden und zusammennähen. Mein Oberkörper ist zwischen Brust und Taille sehr kurz, insofern sieht der Schnitt irgendwie witzig aus. Ich bin verunsichert … und schneide es dann doch lieber mal zum Test aus.


    … aber so weit bin ich noch nicht …


    Liebe Grüße
    Schnägge

    ...übrigens...für Technik-Begeisterte...zu den älteren Bernina's gibt es HIER auf Eddy's Seite alles was das Herz begehrt...Handbücher, Service-Manuals, Rep. Anleitungen...gratis zum Download!...


    Oh Danke! Da hab ich doch gleich mal das PDF zur Behandlung des Transporteurs für den freundlichen älteren Herrn an meiner Seite runtergeladen (lässt sich bei seiner Bernina nicht versenken – bevor er anfängt, seine Socken auf meiner Bernina stopfen zu wollen … )


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Hallo,


    ich finde, „falsch“ kann man zur Strickrichtung so nicht sagen. Es wäre bei einem gestrickten Teil auch möglich, einen Schal zu stricken und den an Anfang und Ende zu einem Ring zu verbinden.


    Klettband finde ich nicht nur wegen der Haare „ziepend“, auch was sich sonst immer in den Hakenteil verirrt … brrr.
    Vielleicht Knopfgummi oder vergleichbares? Also schon mehrere Knopflöcher, evtl. noch mit dazwischen einem Stück breiterem Gummi – wie bei den Hosenträgern von und für Arbeitslatzhosen – wäre dann halt schön, das „versteckt“ zu machen.


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Ja. Ne klar. Ich ziehe meine Bewerbung zur Mitgliedschaft bei den Feng-Shui-Hobbyschneidern hiermit freiwillig zurück.


    Oh!?
    Ich wusste gar nicht, dass du dich beworben hattest. (Soll ich gemein sein und schreiben, dass ich dir das gleich hätte sagen können?)


    Ich habe statt Schnittzeichnen eifrig im Konstruktionsbuch gelesen (Hofenbitzer) und damit das Schleichen um eine weitere Spiralwindung verlängert. Ob das schön macht? (Wenigstens die Jacke)? Oder wenigstens der Wahrheitsfindung dient?


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Du liebst anscheinend Herausforderungen. ;)


    … will ich zwar nicht wahrhaben, scheint aber so zu sein. hm.


    Ich will nicht umdisponieren, weil das für mich zuviel „Folge-Verwirrung“ nach sich zieht.
    Das würde schon mit der Frage anfangen: Was mache ich dann aus dem Stoff? (Tatsächlich so einen Rock mit Drapé-Falten? Gehört zu den Kleidungsstücken, die ich an anderen immer ganz toll finde, selber aber oft nicht den Mut habe … Am eigenen Bauch ist manches auffällige Detail irgendwie … schwieriger.) Nächste Frage wäre dann: erst den Stoff vernähen? Oder erst die Cordjacke? Undsoweiter undsofort.


    Neinneinnein. Der Stoff wusste von Anfang an, was er werden will. Dabei bleibt es jetzt auch. Und es wird nur eben mal wieder anders als vorgestellt. Wobei dieses „anders“ bei mir sehr oft eben auch darin besteht, dass sich an den kniffligen Stellen die Vorstellung erst im Zusammenhang mit der Ausführung einstellt … tz.


    Den „Oberstoff“ werde ich schon rauskriegen. Die Rückseite vom Revers und die Belege dürfen auch aus einem anderen Stoff werden. Bedinung ist nur, dass es hinterher nach Absicht aussieht und nicht nach Käse. Ich glaube, hier kommt mir der kontrastfarbene Futterstoff entgegen.


    Merkt ihr, dass ich von meinem neuen Blazerjäckchen schon völlig angefixt bin? Muss nur noch gemacht werden …


    @ Sanne: Danke für Feedback zum Kleid. Ich werde tatsächlich bei Gelegenheit noch den Rock erweitern. Aber ich glaube, wir werden Freunde, das Kleid und ich …


    Tjorven: Gut dass du dem Rock seine Zeit gelassen hast! Schönes Projekt.


    Liebe Grüße
    Schnägge

    @ Schnägge: Toll, Schnägge ist mit einem neuen Projekt dabei.


    Es zeichnet sich ab, dass ich mir da mal wieder was ausgesucht habe …


    Cord ist nur 1,40 Meter (und liegt wahrscheinlich auch 1,40 breit, das habe ich nicht gemessen – zumindest nicht schmaler). Das ist nicht viel. Wenn ich versuche, mich zurückzuerinnern, habe ich vermutlich beim Kauf nicht realisiert, dass man für eine Jacke vielleicht doch ein wenig mehr Stoff brauchen könnte als für Hemd oder Bluse? Und Cord hat einen Strich …


    Allmähliche Entwicklung meiner Modellvorstellungen. Eigentlich von Anfang an klar war, dass es nicht in die sportliche Richtung gehen sollte, so mit Reißverschluss und so. Und auch keine Jeansjacke, nur halt aus Cord (das fanden sich ganz viele, als ich die Bildersuche von Tante Gugl nach „Cordjacke“ befragt habe).


    Blieb erstmal Herrensakko (natürlich schon auf Grundlage eines Schnitts für Frauenkörper) oder Blazerjacke. Da hatte ich noch nicht gemessen gehabt …
    Nach dem Messen fiel die Option Sakko vollends raus (ich denke: gut so); zum verbleibenden Blazer kam zusätzlich die Option „Kurzjacke“. Allerdings, was ich da so gefunden habe, war mir eigentlich alles tendenziell zu kastig.


    Ich werde wohl mal ans Schnittzeichnen gehen, auflegen – und gucken, was, wie und wo ich stückeln kann und muss. Bin gespannt.


    miaunikate: ja, mir gefällt der Cordrock auch … wäre ja glatt noch ’ne Alternative …


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Ich melde mich auch mal wieder.


    Hauskleid / Kinderröckchen-Recycling / in-Anlehnung-an-Butterick-4790 ist fertig (Foto in der Galerie oder im Walk-away-Thread). Wahrscheinlich werde ich den Rock nochmal abtrennen und Keile für mehr Weite einsetzen. Meine Maman hat mich darin schonmal bestärkt. Ihr dürft mich gerne auch bestärken.


    Inspiriert von Aficionadas unanschneidbarem Thread habe ich beschlossen, für mein nächstes Projekt Steffi zum Vorbild zu nehmen: eine Jacke!


    cord-und-punkte.jpg


    Kunstlicht ist übel, um Farben zu fotografieren. Das Rot ist in echt so ähnlich. Der Cord drunter ist dunkelgrün und überhaupt nicht graubraun. Eher so etwas in Richtung tannengrün. Spaßeshalber habe ich mal die Rippenbreite ausgezählt, es sind 43 Rippen auf 10 Zentimeter Breite.


    Beide Stoffe sind für dieses Projekt – Cordjacke – gekauft, allerdings zeitlich versetzt, das Futter (Blusenstoff aus Baumwolle) kam später dazu.


    Bis die Stoffe gewaschen und getrocknet sind und (vor allem!) ich mir über passende Schnittführung im Klaren bin, dürfen ein paar Reparaturarbeiten und die angefangene Küchenschürze vom Sommer dazwischengeschoben werden. Und wenn mich der Eifer packt, ist die oben beschriebene Änderung am Hauskleid ebenfalls jederzeit erlaubt.


    Ihr seht schon: strenge Regeln bei Schnägges.


    Liebe Grüße
    Schnägge

    So „richtig“ Unanschneidbare habe ich glaube-ich nicht. Aber was ist schon richtig … ? Die Frage ist ja dann schon, warum ich es nicht einfach tue: Die Stoffe anschneiden, zerschneiden, vernähen?


    Es gibt eine ganze Reihe von Stoffen, bei denen wusste ich beim Kauf sofort, was sie einmal werden wollen. Sie sind nur einfach noch nicht genäht, vermutlich, weil Stoff kaufen schneller geht nähen.
    Dann gibt es eine weitere Reihe von Stoffen, vorzugsweise welche, die ich geschenkt bekommen habe, von denen weiß ich noch nicht, was daraus werden soll oder die Ideen dazu entwickeln sich erst so allmählich.


    Als besonders sesshaft haben sich Stoffe gezeigt, die ich günstig und in größerer Menge erstanden habe, für tragbare Probekleider oder so ähnlich. Die sind echt fies! Entweder ist der Stoff dann doch zu gut für nur mal ein Teststück (haha!) oder es ist einfach zu viel, man könnte ja auch ein großes Projekt draus machen, etwas, das richtig viel Stoff braucht …
    Ich habe mir vorgenommen, solche Anschaffungen nicht mehr zu tätigen …


    Unterart: Größere Mengen des gleichen Stoffs, um passende Kombinationen zu nähen.
    Für ein klassisches Kostümchen finde ich das immer noch gut und richtig. Aber im übrigen Bekleidungsleben ist mir das dann doch einfach zu langweilig. Ich brauche keine zwei oder drei oder fünf Blusen, die eigentlich gleich sind – aussehen –, weil sie aus dem gleichen Stoff sind.


    Heute habe ich aus meinen Kisten und Kasten einen dunkelgrünen Cord gezogen, den ich für eine Jacke gekauft habe. Einige Zeit (Jahre?) später ist mir ein hübscher Baumwollstoff begegnet, eigentlich Blusenstoff, dunkelrot mit kleinen weißen Punkten, von dem ich sofort wusste, dass er als Futter in diese Cordjacke will.
    Keine weiteren Ausreden mehr.
    Futterärmel aus flutschigerem Stoff sind erlaubt, falls ich das beim Nähen nötig finden sollte. Dann bleibt halt von dem Punktestoff was übrig. Das darf und ist kein Grund, in die Vorsehung eingreifen zu wollen.


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Ja gern, aber der Anzug war nicht gepimpt, sondern nur bestickt, und das ist hier glaube ich nicht das Thema, oder? :o


    … dann hätte ich jetzt doch gern eine Definition: Was ist Pimpen?


    Ich hätte das für einen Oberbegriff für eigentlich alle Techniken des Aufhübschens gehalten. Verkehrt?


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Ich habe das Kleid heute an. Wenn ihr mich bestärkt, kann es schon gut passieren, dass ich den Rockteil nochmal abnehme und Keile für mehr Weite dazwischen setze.


    Danke für Komplimente. Ich mag es auch.
    Und bin eben unsicher, ob es mit weiterem Rock schöner oder an mir weniger schön wäre / würde …


    Bei mir ist der Rocksaum mit Schrägband aus Futter gearbeitet. Ich dachte schon beim Annähen, dass das sinnvoll gegens Klettern ist. Das bestätigt sich beim Tragen insofern, als bei mir nix klettert.


    Bild?
    Und, Neko, erschließt sich dir die Taschenkonstruktion oder soll ich da auch nochmal Bilder einstellen?


    Liebe Grüße
    Schnägge

    Die Nachzüglerin meldet sich zu Wort …


    Fertig geworden ist es am Sonntag. Heute gibt es endlich auch Bilder. Es ist (wieder mal) anders geworden, als ich mir vorgestellt hatte. Mal sehen, wie es im Alltag „mitgeht“.


    [Blockierte Grafik: http://www.hobbyschneiderin.net/photopost/data/510/hauskleid.jpg]


    1.) Obwohl es beim Anprobieren immer recht warm war, finde ich es jetzt, ärmellos und mit einem dünnen Baumwoll- oder auch Wollshirt drunter eher kühl. Damit ist es nicht das Winter-Schreibtischkleid, sondern entweder für die Übergangsjahreszeit oder ich muss mir noch ergänzend ein Jäckchen dazu machen. Schwierig, weil das Oberteil irgendwie für sich stehen und gesehen werden will.


    2.) Es wäre ratsam gewesen, den Schnitt doch etwas besser vorzubereiten. Mit „wird schon hinhauen“ wird’s spätestens beim Doppeln stressiger, alles passend zusammenzukriegen.


    3.) Habe doch Schiss vor der eigenen Courage gekriegt, d.h. eben die Befürchtung, dass der Wollrock viel zu schwer am Oberteil hängt und habe deswegen
    * den unteren Rockteil aus Futterstoff gemacht
    * den oberen Rockteil aus Wollstoff als Wickelrock drüber
    * den oberen Rockteil (die Bahnen) relativ schmal geschnitten
    Damit hat das Kleid natürlich eine völlig andere Silhouette als die Vorlage …


    Und fragt mich bitte nicht, warum-um-Himmels-Willen ich die Nähte der Rockbahnen als Doppelnähte gemacht habe. Irgendwie hatte ich mir das so vorgestellt und in den Kopf gesetzt. Aber es passt eigentlich überhaupt nicht dazu …


    4.) Die Überlappung ist zu wenig, als dass der Wickelrock übereinander bleiben würde. Der flutschige Futterstoff drunter tut sein Übriges.
    Ich habe versucht, die Rockbahn mit Haken und Ösen zu disziplinieren. Das sah so merkwürdig aus, dass ich die Dinger wieder rausgetrennt habe. Jetzt gibt es eine schmale Brosche als „Gewandnadel“.


    Wenn es mir auf Dauer so, wie es jetzt ist, nicht gefällt, kann ich im Rockteil noch mehr Breite einbauen. Es ist noch Stoff da.


    Liebe Grüße
    Schnägge

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