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Schlichte auswaschen

  • Ich habe vor nunmehr 19 Jahren einen Ballen dicht gewebten Baumwollstoff in Leinwandbindung erworben.

    Direkt aus der Produktion.

    Das heißt da ist noch die komplette Schlichte drauf.

    Ich habe damals zwar schon mal einen relativ kleinen Teil davon verarbeitet, habe aber keine Ahnung mehr ob ich da irgend etwas beachtet, oder zugegeben habe als ich die Schlichte ausgewaschen habe.


    Gestern habe ich ein 7-Meter-Stück gerade so in die Waschmaschine bekommen und mit normalem Waschmittel bei 60 Grad gewaschen um nachzuverdichten und das Eingehen vorweg zu nehmen.

    Und natürlich die Schlichte raus zu bekommen.

    Aber es wurde gar nicht alles benetzt. So dass ich vermute dass ich noch irgend etwas zugegeben habe damals um die Schlichte heraus zu bekommen.


    Bei neuen Stoffen kann es ja anscheinend immer mal sein dass man noch Schlichtereste auswaschen muss.

    Wie geht Ihr dabei vor?

    `

    Für den Fall dass Ihr mir vorschlagen wollt kleinere Stücke zu waschen.

    Ich denke ich brauche die 7-Meter Stücke, so dass ich nach dem Eingehen auf gut 6,5 Meter komme für das nächste Zeltprojekt.

    Gute Tage!

  • Selbe Waschmaschine?

    Oder war das damals noch ein älteres Waschmaschinchen?
    Dann könnte das problem schlicht die Wassermenge, mit der moderne maschinen waschen sein.

    (Manche maschinen haben Programme, wo die Wassermenge höher wird - betriebsanleitung checken.)


    Für komplett einweichen... Badewanne. Da drin Lauge und einlegen. Abwarten was passiert...

    Danach in die Wama und nochmal ganz normal durchlaufen lassen.

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  • Für komplett einweichen... Badewanne. Da drin Lauge und einlegen. Abwarten was passiert...

    Was für Lauge?


    Es war damals eine ältere Waschmaschine ohne Schnickschnack.

    Allerdings waren die Stoffstücke auch mit Sicherheit kürzer.


    Habe den Stoff gerade in der Badewanne.

    Ausserdem habe ich gerade Waschmaschinenverbot bekommen, weil die Menge Stoff ja die Waschmaschine kaputt machen könnte.

    Tja, schade dass ich meine Waschmaschine nicht mehr habe.

    d.h. ich muss damit dann in eine Wäscherei.

    Falls die größere Trommeln haben könnte sich das Problem der mangelnden Benetzung von alleine lösen.

    Allerdings würde ich trotzdem vorher die Schlichte gerne zumindest anweichen.


    Und da ist eben die Frage mit welcher Lauge das am besten geht.

    Gute Tage!

  • Was ist das für eine Miniwaschmaschine?


    Hat das Leinen extreme Breite?


    In 2 normalen Bettbezügen stecken schon über 8 m Stoff. Vielleicht sind die etwas dünner, aber dafür gehen in eine Maschine auch noch mindestens die Kissen und Laken mit rein.


    Faustformel für Waschmaschinenfüllung ist, dass man über der zusammen gedrückten Wäsche noch die Faust drehen können soll. Scheint nicht zuviel gewesen zu sei , wenn du es rein gekriegt hast.


    Ich kenne die Schlichte nicht, aber ich habe mal die Tipps gelesen

    a) man soll neue Textilien eher kalt einweichen, um Apretturen zu entfernen

    b) mann solle altes Leinen (gemeint ist wohl historisches Leinen) vor dem Waschen kalt einweichen, damit die Fasern sich vollsaugen können und nicht zu trocken dann brüchig werden.


    Denke, die Waschmaschine hatte zu wenig Wassser. Man kann dann durch das Waschmittelfach Wasser nachgießen.


    Gibt zu dem Wasser und dem Leinen in der Badewanner noch etwas Waschmittel - gut auflösen - und das Leinen gelegentlich bewegen - umwälzen.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

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  • Versuch mal, das Leinen in die Waschmaschine zu geben, den Waschvorgang zu starten dann mach mal die Maschine aus. Durch das Waschmittelfach gießt du dann ordentlich Lauge nach und lässt das Ganze dann über Nacht stehen und startest erst am nächsten Morgen die Maschine wieder.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

  • Ich kenne die Schlichte nicht, aber ich habe mal die Tipps gelesen

    a) man soll neue Textilien eher kalt einweichen, um Apretturen zu entfernen

    b) mann solle altes Leinen (gemeint ist wohl historisches Leinen) vor dem Waschen kalt einweichen, damit die Fasern sich vollsaugen können und nicht zu trocken dann brüchig werden.


    Denke, die Waschmaschine hatte zu wenig Wassser. Man kann dann durch das Waschmittelfach Wasser nachgießen.

    Baumwolle in Leinwandbindung, nicht Leinen.

    Bei Leinen mit über 400g pro Quadratmeter hätte Die Waschmaschine vermutlich gar nichts mehr gesagt nachdem das Wasser drin gewesen wäre. :)


    Also. der Reihe nach.

    Nein, es ist eine "normale" Waschmaschine von der Größer her.

    Der Stoff liegt noch 1,65 breit, ist aber zum einen relativ dick, und durch die Schlichte zusätzlich steif wie ein Brett.

    Ich habe den Stoff gerade so in die Waschmaschine gepresst bekommen.

    Da war nichts mehr mit Faust zwischen rein bekommen.

    Zu wenig Wasser kann durchaus sein, weil der Soff mit der Schlichte zusammen quasi erst mal wasserdicht ist.

    Nach dem Waschgang sah er großflächig schon ganz gut benetzt aus.

    Aber vermutlich kam das Wasser den Waschgang über eben nicht überall durch.

    Von daher ist eine größere Waschmaschine vermutlich schon sinnvoll.


    Das mit dem kalt einweichen probiere ich beim nächsten Stück aus. Werde dann sehen in wie weit der Stoff benetzt. Wird ja gut bräunlich statt annähernd weiß, wenn die Schlichte raus ist.

    Gute Tage!

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  • Versuch mal, das Leinen in die Waschmaschine zu geben, den Waschvorgang zu starten dann mach mal die Maschine aus. Durch das Waschmittelfach gießt du dann ordentlich Lauge nach und lässt das Ganze dann über Nacht stehen und startest erst am nächsten Morgen die Maschine wieder.

    Baumwolle, nicht Leinen.

    Das stehen lassen wäre sicher ein guter Tip, wenn ich nicht mittlerweile Waschmaschinenverbot hätte.

    Argumenten wie" der Stoff ist so dicht gewebt dass er gar nicht so viel Wasser aufnehmen kann", oder "hebe mal den nassen Stoffballen an, dann siehst Du dass er gar nicht schwerer ist als 4-5 nasse Jeans" ist meine Frau nicht zugänglich.


    Aber in der Badewanne kann ich länger einweichen. Das probiere ich aus.


    Aber auch hier die Frage.

    Was für Lauge?

    Lauge ist quasi alles was nicht sauer oder neutral ist.

    Geht es um ein bisschen Waschmittel im Wasser, oder was anderes?

    Gute Tage!

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  • Was ist Schlichte? Appretur?

    Das kann ich Dir nicht sofort beantworten. Ich hätte zwar erst einmal gesagt ja. Aber ein ganz schneller Suchlauf vermittelt mir den Eindruck dass bei dem Thema Appretur entweder gerne fälschlich mit dem Begriff umgegangen wird, oder Appretur mehrere Anwendungsmöglichkeiten hat.


    Die Schlichte ist jedenfalls dazu da dass das Garn beim Weben besser verarbeitbar und stabiler ist.

    Gute Tage!

  • Zitat

    Was für Lauge?

    na die Waschlauge... ich weiss ja nicht was für ein Waschmittel du nimmst!

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Da ich das Wort Schlichte vorher noch nicht gehört habe, habe ich mal in Wikipedia nachgeschaut, und danach auch noch mal nach dem Unterschied zu Appretur gesucht.

    Also mit meinem Amateurverständnis würde ich sagen, es ist nicht dasselbe.

    Schlichte = Schutzschicht für Garne VOR dem Weben (damit das Garn nicht so spleißt); wird vor der Weiterberarbeitung (.z.B. Färben) entfernt.

    Appretur = Veredelung, um ein besonderes Aussehen oder Eigenschaften (z.B. wasserabweisen) zu erzielen; soll also dauerhaft drauf bleiben.

    Ob man jetzt dazu ähnliche Substanzen nehmen kann, wäre eine Frage an eine Chemikerin.

    Viele Grüße,

    Margit

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  • Bei Leinen mit über 400g pro Quadratmeter hätte Die Waschmaschine vermutlich gar nichts mehr gesagt nachdem das Wasser drin gewesen wäre. :)

    Bei 10 qm sind das dann 4 kg und bei 12 immer noch unter 5.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Appretur = Veredelung, um ein besonderes Aussehen oder Eigenschaften (z.B. wasserabweisen) zu erzielen; soll also dauerhaft drauf bleiben.

    Nach ebenfalls einer Weile Googeln würde ich sagen dass Appretur sowohl dauerhaft, als auch vorrübergehend angewandt wird. Und Schlichte quasi eine Art von Appretur ist. Also eine Teilmenge.

    Gute Tage!

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  • Bei 10 qm sind das dann 4 kg und bei 12 immer noch unter 5.

    Bei genau 400g pro Quadratmeter wären das bei der Baumwolle mit 1,65m Breite und 7 Metern Länge 11,55 qm. Also auch noch unter 5 kg. Wie sich das in der Waschmaschine auswirkt weiß ich nicht. Aber ein vergleichbarer Leinenstoff außerhalb der Waschmaschine ist schwerer wenn er nass ist.


    Ich hätte mir damals auch Leinen kaufen können. Hatte ein gutes Angebot. Ich glaube der war bei rund 800 Gramm pro Quadratmeter. Den hätte ich nass nie mehr von der Stelle bekommen. bei meine Zeltgröße.

    Die Baumwolle die ich jetzt habe dürfte auch mehr als 400 Gramm pro qm haben. Kann ich aber ja mal wiegen um einen Daumenwert zu bekommen.


    Aber egal wie, auch wenn ich kein Waschmaschienenverbot bekommen hätte, wäre die Benetzung in unserer "normalen" Wama zu gering. Zumindest wenn die Schlichte in der Badewanne nicht schon halbwegs raus geht. Falls doch, starte ich noch mal einen Argumentationsversuch. Mit der Bedienungsanleitung in der einen Hand, und der Waage in der anderen. :)

    Gute Tage!

  • Aber egal wie, auch wenn ich kein Waschmaschienenverbot bekommen hätte ...

    Ach, eine zweite, gebrauchte Waschmaschine kostet nicht die Welt ;)
    Oder - falls Ihr am Ort einen Waschsalon habt - gehe einfach dorthin. Die Profimaschinen haben 8 - 10 kg Kapazität und sind i.A. sehr robust.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Ach, eine zweite, gebrauchte Waschmaschine kostet nicht die Welt ;)
    Oder - falls Ihr am Ort einen Waschsalon habt - gehe einfach dorthin. Die Profimaschinen haben 8 - 10 kg Kapazität und sind i.A. sehr robust.

    Habe schon einen Waschsalon ausgemacht der zumindest eine Maschine hat die sich mit 14 Kilo beladen lässt und die Wasche 9 Euro kostet.


    Für eine zweite Wama haben wir keinen Platz. Sonst hätten wir meine behalten können als wir zusammen gezogen sind.

    Hat mir allerdings weh getan die zum Schrott zu tun.

    Die wollte keiner haben. Argument des Diakonieladens war dass die viel zu viel verbraucht.

    So ein Unsinn.

    bzw. das stimmt nur wenn man nicht damit umgehen kann, bzw. auf die Komfortfunktionen angewiesen ist dass man auch kleinere Mengen waschen kann und die Maschine das Wasser anpasst.

    Gute Tage!

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  • was soll das Ganze denn werden?

    Ein etwas größerer Mittelalter-Zelt-Aufbau.

    Als erstes aber erst mal wieder ein neues Sonnensegel dafür.

    Ich habe vom Aufbau meines alten Zeltes mal eine Powerpoint-Präsi gemacht, aber mit knapp 40MB kann ich die hier nicht posten schätze ich.

    Bei einer Begrenzung auf 1MB. :)

    Gute Tage!

  • Ähm... moderne Haushaltsmaschinen (also alles, was schon 10 Jahre alt und jünger ist), haben i.d.R. 7 kg Fassungsvermögen. (Es gibt Ausnahmen. Sowohl Maschinen, die 8 oder 9 kg fassen, als auch Sondermodelle, die nur 5 kg schlucken können - Blick in's handbuch werfen! Oder nach dem modell googeln, die betriebsanleitungen sind mehr oder weniger gut findbar.)
    Das Fassungsvermögen der Waschtrommel gilt immer für das Trockengewicht des Waschgutes!

    (Was bei solch großen einteiligen Waschgutstücken passieren kann, ist das beim Schleudern eine merk- und hörbare Unwucht da ist. Wenn Du nicht öfter solche Sachen machst: Von 1, 2 mal im Jahr reißt die Trommelaufhängung üblicherweise nicht. Wöchentlich 2 x hingegen wird auf Dauer schon die Lebendsdauer der Maschine verkürzen...)


    Das Problem moderner Maschinen ist nicht das Fassungsvermögen, sondern die Wassermenge, die diese Maschinen freiwillig nehmen.

    (Je jünger, desto weniger Wasser.)

    Wie dem geringen Wasserstand beizukommen ist, wurde schon beschrieben.

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