Mögliche Ursache für Fadenrisse?

  • Hallo allerseits,

    mein Maschinchen macht mich egrade mal wieder wahnsinnig weil alle Nase lang der Faden reißt. Ich habe schon wiederholt aufgeschraubt und nach Fusseln gesucht, der Fadenweg ist extralang (>1 m) und der Faden läuft wirklich gleichmäßig zur Maschine. Alle fusseln die ich gefunde habe wurden entfernt, es handelte sich hierbei stets um Kaninchenhaarfeine Fusselchen welche auch nicht wirklich im Fadenweg lagen. Nadel habe ich schon zweimal getauscht, das hats auch nicht verbessert, eher im Gegelteil. Der Faden reist meist auch nicht ganz durch (teilweise aber schon) sondern fudelt sich so auf, dass noch mit halbem Faden eine Weile weitergestickt wird. Einige Stiche werden ab und an ausgelassen.

    Teils befindet sich dann ein Fadenknäul am oberen Teil der Maschine da wo diese "Metallschlaufe" (sorry, weiß leider nicht wie das ding korrekt heißt) sich hebelartig rauf und runter bewegt, teils reißt der Faden auch an der Nadelund sieht dann teils so aus als würde er noch im Stoff stecken, aber eben nicht mehr eingefädelt.

    Nun hat mein Spulenkorbhalter seit eh und je eine tiefe Kerbe. Ich hab mir dabei bislang nicht viel gedacht, weil ich dachte da kommt eh kein Faden lang. Aber könnte das evtl doch das Problem sein?


    Viele Grüße Awendela

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  • Was ist unter „der Fadenweg ist extralang (>1m)“ zu verstehen?

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  • Von der Kone die auf dem Boden steht über drei extrerne Spulenhalter zur Maschine hin. Sprich einer steht unten auf dem Boden, von dort aus läuft der Faden auf Maschinenhöhe hoch, dann nach hinten und von dort aus seitlich zur Maschine.

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  • Nein, weil sich die Kone viel regelmäßiger abspult wenn ich sie auf einen externen Halter stelle als wenn ich den waagerechten nehm der an der Maschine dran ist. Außerdem finde ich es praktischer.

    Dass es jetzt drei sind ist der aktuellen Problematik geschuldet, das mache ich normalerweise nur bei Metallicgarn weil sich das sonst immer so schnell verdreht.

  • Bei Metallicgarn ist das auch gut so, damit sich der Faden auf der kurzen Tour nicht vertriddelt und somit schneller reißt.

    Bei "normalem" Stickgarn ist der kurze Weg angebrachter, weshalb ist sonst der Fadenhalter AN der Maschine??

    Ich sticke ja sehr viel mit den Spulen, die früher üblich waren - damit das Garn nicht "runterfällt", bei der Wicklung kann das schon mal passieren und Garnnetze mag ich nicht, stehen die Spulen auf einem externen Garnständer, aber direkt hinter der Maschine. Da geht der Faden erst in die Höhe, somit fällt das Garn nicht runter.

    Große Konen kommen direkt hinter die Maschine, aber da läuft der Faden dann auch über den extra Garnrollenständer.


    Die Fadenrisse könnten mit dem evtl. Aufdrehen des Fadens durch den langen Laufweg entstehen, ich denke aber eher an Fadenreste im Laufweg ... oder hat der Spulenkorb evtl. Einstiche durch (abgebrochene) Nadeln? Da hängt sich nämlich auch schon mal der Faden auf. Das kann man meist mit einer feinen Feile glatt schmirgeln hab ich aber wohl schon mal geschrieben ;)


    Grüßle

    Liane

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  • Der Spulenkorb selbst sieht gut aus. Aber unter dem Spulenkorb ist diese dicke Riefe die man auf dem Foto oben sieht.

    Jetzt stickt sie gerade wieder problemlos. Hatte vorhin nochmals alles aufgeschraubt und saubergemacht (zum dritten Mal) und neu gestartet. Dann waren die ersten 4500 Stiche komplett durchgängig, kein einziger Fadenriss. Dann kamen alle paar hundert Stiche Fadenrisse, so 5-7 mal denke ich und seitdem stickt sie brav, aktuell um die 30000 Stiche...

  • Anne Liebler

    Hat das Label Frage Nähmaschinentechnik hinzugefügt.
  • Diese "tiefe Riefe" hat meine Spulenkapsel auch. Ich denke, die gehört dahin.


    Das von Dir beschriebene Verhalten kenne ich von meiner alten 10001, die neue macht es nur ganz selten, insbesondere bei meinem schwarzen Garn, das offenbar etwas empfindlicher ist und meistens dann, wenn ich ganz schnell einfädle.


    Bei mir konnte ich folgende Ursache ausmachen: Wenn das Garn beim Einfädeln etwas verletzt wird oder die beiden Fadenbestandteile (bei zweifädigem Garn) nicht völlig gleichmäßig erwischt werden, dann schabt sich eine minikleine Schlaufe am "längeren Bestandteil" des Fadens so lange auf, bis sie sich in der von Dir geschilderten Weise bis zum Fadengeber aufstaut.

    Bei meiner alten Maschine vermute ich eine Kante am Einfädler als Ursache, bei der neuen schlampiges Einfädeln meinerseits.Ich sehe das inzwischen schon gleich beim Einfädeln und ziehe ggf das Garn solange durchs Öhr, bis es wieder parallel und glatt liegt oder fädle nochmal neu ein.

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  • Nein, weil sich die Kone viel regelmäßiger abspult wenn ich sie auf einen externen Halter stelle als wenn ich den waagerechten nehm der an der Maschine dran ist. Außerdem finde ich es praktischer.

    Dass es jetzt drei sind ist der aktuellen Problematik geschuldet, das mache ich normalerweise nur bei Metallicgarn weil sich das sonst immer so schnell verdreht.

    Wenn das in irgendeiner Form Sinn machen würde, würden die Hersteller ihre Maschinen wohl anders bauen.


    Um Fehler an solchen Selbstbaukonstruktionen auszuschließen, sollte man zunächst den vorgesehenen Weg nehmen. Dies kann zu 2 Ergebnissen führen:


    1. Auf normalem Weg läuft es, dann vergiss die Bastelei.


    2. Auf normalem Weg passiert es auch, dann gehört die Maschine in die Werkstatt (wenn es bei jedem Garn passiert -wenn nicht, liegt es am Garn).

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  • Hummelbrummel: Meinst du wirklich dieselbe, von der Awendela spricht? Nicht die 2 oder 3 mm breite, gebogene Rille sondern die schmale Riefe rechts davon, auf die der Pfeil auf dem Foto zeigt? Die breite hat meine Pfaff auch.

    Gut beobachtet, da habe ich ohne Vergrößerung das Ende des Pfeils weiter oben vermutet. Da hat meine nämlich eine Riefe, über die ich mich schon mal gewundert habe.

    Ich schaue beim nächsten Entfusseln nach (ist eh bald fällig).

    Bei meiner alten 10001, die ich sehr gebraucht erstand, ist der Untergrund der Spulenkapsel allerdings total zerfurcht, was die Maschine offenbar nicht stört.

    Wohl aber nur halb gleichmäßig eingefädeltes Garn.

  • Hummelbrummel: an welcher stelle meinst du denn genau "halb gleichmäßig"? Am Nadelöhr?

    Das ist ja eben auch meine Frage, ob diese Riefe überhaupt etwas ausmachen kann, oder ob da siewieso nie ein Faden vorbeikommt? Und ich wüsste ehrlich gesagt nicht wie da ein Faden vorbei kommen könnte. Aber merkwürdig ist dieses Ding schon.

    Die restlichen ca. 86.000 Stiche wurden übrigens ohne jeglichen Fadenriss gestickt...

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  • Ich schaffe es immer wieder mal, so einzufädeln, dass sich beiden Fäden, aus denen mein bevorzugtes Rayon-Garn besteht, beim Durchfädeln durch das Öhr leicht gegeneinander verschieben und daraus entsteht dann beim Sticken das von Dir geschilderte Problem.


    Bei meiner alten Maschine passiert das so oft, dass ich vermute, es liegt am Einfädler, der das Gran nich komplett/gleichmäßig erwischt.


    Bei der 550e ist es mir aber auch schon passiert. Ich passe da aufgrund einschlägiger Erfahrungen immer sehr auf und werfe immer nochmal einen Blick drauf, wie der Faden hinten aus dem Öhr kommt, bevor ich starte.

    Fädle im Zweifelsfalle nochmal ein. Kommt durchaus öfter vor, dafür tritt das Problem mit der hochgewurschtelten Fadenhälfte nicht mehr auf.

  • Ich sollte mich an dieser Stelle eigentlich nicht einmischen, aber meine Neugier zwingt mich dazu.

    Leider habe ich in diesem Thread nicht sicher herausfinden können, welches Maschinenmodell auf dem Bild eigenlich zu sehen ist. Bei meiner Suche nach Janome Spulenkapsel habe ich nichts gefunden, was der Abbildung auch nur im entferntesten ähnlich sieht.

    Weitere Spekulation: Wenn die abgebildete Furche etwas mit dem Fadenweg zu tun haben sollte, bin ich mir ziemlich sicher, dass das ein Problem beim Nähen zur Folge haben muss. Für mich sieht das sogar so aus, als würde der Faden (evtl. Metallicfaden) diesen "Schaden" im Laufer der Zeit verursachen. Normaler Verschleiss sozusagen.

    Sollte mir jemand das Maschinenmodell verraten, würde ich mich da gerne mal schlau machen.


    LG

    Andreas

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  • Ich denke, ich habe gefunden, was ich sehen wollte. Mir war nicht auf Anhieb klar, dass es sich bei dem Bild um den Greifer handelt.
    In einem Youtube Video habe ich gesehen, dass bei sehr verstelltem Timing tatsäclich die Nadel an der abgebildeten Stelle aufsetzen kann. Das korrekte Timing zwischen Nadel und Greifer ist essentiell für die Funktion einer Nähmaschine. Es ist anzunehmen, dass die Maschine zumindest einmal erheblich verstellt war. Ob sie wieder korrekt justiert ist, sollte zumindest überprüft weden. Erst recht, wenn es Probleme beim Nähen oder Sticken gibt, wie z.B. Fadenbruch.

  • Also ich weiß ehrlich gesagt nicht wie die Nadel da aufsetzen sollte. Das ist der Spulenkapselhalter in den die Spulenkapsel eingesetzt wird. Die Nadel selbst dürfte gar nicht lang genug sein um bei maximaler Tiefstellung den Wert zu Boden überhaupt berühren zu können und dazwischen befände sich ja auch noch die Spulenkapsel selbst. Und der Faden läuft ja, meines Erachtens nach, auch oberhalb der Spulenkapsel und nicht darunter entlang. Diese Tiefe befindet sich aber quasi unter dem Boden der Spulenkapsel wenn diese nicht mehr eingesetzt ist. Das ganze sieht auch nicht nach einer sich allmählich entwickelnden Schleifspur aus sondern eher nach einem Ritzer mit einem neuen Messer.

    Bei der Maschine handelt es sich um eine Janome 550e.

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  • Die Nadel selbst dürfte gar nicht lang genug sein um bei maximaler Tiefstellung den Wert zu Boden überhaupt berühren zu können ...

    Richtig. Deswegen ging ich ja auch von einem Einstellungsproblem aus.


    https://www.youtube.com/watch?v=FNAf8FKeBEA 1:36 - 1:52

    https://www.youtube.com/watch?v=-QFd7eC-1LI 1:05


    Auch wenn es andere Maschinen sind. Die Greifer erscheinen mir vergleichbar.

    Meine Maschinen haben alle andere Greifer. Deswegen bin ich auf "Bildmaterial" angewiesen, also nicht wirklich kompetent.

  • Also ich weiß ehrlich gesagt nicht wie die Nadel da aufsetzen sollte. Das ist der Spulenkapselhalter in den die Spulenkapsel eingesetzt wird. Die Nadel selbst dürfte gar nicht lang genug sein um bei maximaler Tiefstellung den Wert zu Boden überhaupt berühren zu können und dazwischen befände sich ja auch noch die Spulenkapsel selbst. Und der Faden läuft ja, meines Erachtens nach, auch oberhalb der Spulenkapsel und nicht darunter entlang. Diese Tiefe befindet sich aber quasi unter dem Boden der Spulenkapsel wenn diese nicht mehr eingesetzt ist. Das ganze sieht auch nicht nach einer sich allmählich entwickelnden Schleifspur aus sondern eher nach einem Ritzer mit einem neuen Messer.

    Bei der Maschine handelt es sich um eine Janome 550e.

    Auch bei meiner Maschine habe ich jetzt diese Riefe entdeckt. Mußte gleich mal, nachdem ich dein Foto gesehen habe, nachsehen. Bei meiner Jani 14000 setzt diese Riefe genau dort ein, wo die Nadel auf den Boden trifft. Und das kann sie. Aus welchen Gründen auch immer. Denn die Spulenkapsel ist genau kurz davor zu Ende, so dass die Nadel dahinter bis an den Boden unterhalb des Spulenkorbes gelangt.


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/img_20210212_144201w1j19.jpg]


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/img_20210212_14434029km7.jpg]

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