Hosenkonstruktion nach Hofenbitzer - Standardhose

  • Ich weiß, was sie mit Hilfslinien meint: Hüftlinie, Schrittlinie, die Mittellinien (Bügelfalten, Fadenlauf), Knielinie, Taillenlinie (wobei die ja ansich einen Bund hat).


    Aber nicht auf dieser Hose. Die trage ich nämlich unter meinem Winterkleid. Ich habe die Probehosen aufgetrennt, die Linien (soweit sie mit auswaschbarem Stift gemacht wurden) rausgewaschen und schau mal ob der Stoff so, wie er ist, für eine weitere Hosenbastelrunde noch taugt. Dann kommen da auch wieder ordentliche Linie drauf. Im Moment hängt er auf der Leine und wartet drauf, daß ich mal das Bügeleisen anschmeiße.


    Mein Mann lästert schon, ich hätte ein neues Hobby: Hosen zeichnen, zuschneiden, nähen, auftrennen. :mechanicus:


    Nachtrag: Petra: wir haben uns beim schreiben überschnitten. Das mit den Hüftumfängen an verschiedenen Stellen werde ich mal probieren. Das interessiert mich auch mal. Außerdem könnte das für die Form des Bogens der Seitennaht sehr hilfreich sein.


    Deine Werte sind etwas extremer noch als meine. Ich biete: TU: 76-78cm, HU: 103 (maximaler Wert, weil an der breitesten Stelle gemessen - theoretisch)
    O-OH... :o Hofenbitzer berechnet den Abstand Schrittlinie-Hüftlinie. Aber ich habe an der breitesten Stelle gemessen. Wer weiß, wo das bei mir liegt??? Da gehe ich doch glatt mal nachmessen, bevor ich einen neuen Versuch starte.


    NachtragII: Der Hofenbitzer macht kein eigenes System. Der geht wohl auch primär nach Müller&Sohn und das hier und da etwas vereinfacht. Seine Bücher sind Lehrbücher für seinen Unterricht. Da muß er nichts Eigenes erfinden.


    LG
    neko

  • Meine Hosenversuche sahen am Anfang auch so aus , und habe mich zu ansehnlichen Hosen daruchgeschlagen im laufe der Jahre. Habe aber seid 1 jahr eine freundin die eine Maßschneiderei hat und nach M+ S arbeitet. Die macht bei jeder Kundin egal welche Maße die beiden Hu 1+2.
    Seidem bin ich mit meinen Hosen zufrieden so weit das es meine Lieblingshosen sind. So sagt übrigens das man Hosen niemals ganz faltenfrei kriegen kann , weil man nicht genau so steht wie beim ersten mal.
    Petra


    Gerade weil meine Maße extrem sind war es so schwer!!!!:weinen:

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  • Hallo neco,
    ich lese auch die ganze Zeit begeistert mit.
    Ich konstruierte erst nach M&Sohn und jetzt nach Hofenbitzer. Der letzte hat den Vorteil, dass man bei der Konstruktion mit einem Winkel arbeitet - bei M&S geht der nur indirekt in die Konstruktion ein, weil man von.. bis... seitlich einrückt. Je nach Hüftweite ergibt das gleiche Einrücken aber einen anderen Winkel. Da ist mir das direkte Winkelzeichen lieber, der Winkel ändert sich praktisch nicht, wenn ich zu- oder abnehme.
    Ich kämpfe auch hier alleine und habe niemandem zum Abstecken.
    Mein Hilfsmittel: ich habe zur Anprobe schon einen fertigen Bund - meistens einen Formbund. Der ist sowieso immer gleich und kann eventuell in der hinteren Mitte noch angepasst werden. Er hat aber schon eine feste obere Kante und hat auf der Außenseite die NZ umgebügelt. Ich stecke ihn auf die Hose und wenn nach Anprobe die Lage stimmt (besonders hinten muss ich oft noch Höhe wegnehmen), dann markiere ich die Unterkante auf der Hose mit Kreide oder Seife oder Heftfaden.
    Leider sitzt jede Hose mit jedem Stoff anders! Zur Zeit kämpfe ich mit Stretch und habe auch im Band 2 nichts wirklich Hilfreiches dazu gefunden.
    Weiterhin viel Ausdauer!
    LG
    Inge

    Einmal editiert, zuletzt von Minga () aus folgendem Grund: fehlendes eingefügt

  • Hallo Inge,


    Stretch wird beim Hofenbitzer in der Grundkonstruktion immer mit erwähnt. Da lässt er mal hier 2cm weniger und da mal 1cm. Das steht entweder in rot an den Zeichnungen am Rand oder im Text. Einfach mal überfliegen (so viel isss ja nicht). Und am Hosenkapitel-Ende hinter der Bundfaltenhose, wo er noch eine Änderung bespricht.


    Das mit dem Winkel verstehe ich. Wobei der sicher variiert, je nach Zu- oder Abnahme am hinteren Po (Extremfall: Es gibt Damen, da könnte man eine Maß auf dem Hintern abstellen ;) )


    LG
    neko

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  • Hallo neco,
    die Anpassung auf S.110 habe ich schon gelesen, sie widersprechen sich aber: Alpha soll bei längselastischem Stoff vergrößert werden (S.87) und andererseits führt die vorgeschlagene Anpassung von S.110 zu einem verkleinerten Winkel. "Elastisch" ist in der Regel bi-elastisch, also auch längs-.
    Wenn ich einen Schnitt, der mit unelastischem Stoff funktioniert, mit elastischem Stoff nähe, verliere ich die Hose im Galopp - ich muss also mehr ändern als die vorgeschlagenen 1 bis 2 cm.
    Ich bin immer hin- und hergerissen, ob ich einen Schnitt neu konstruieren oder einen vorhandenen abändern soll. Für das Problem "stretch" habe ich jetzt von Schnittvision (hab nur die allererste CD) eine schmale Hose mit meinen Maßen ausgedruckt, die für stretch konstruiert war. Da konnte ich wählen zwischen 3 Gesäßformen und musste auch TW, HW, Sitzhöhe und Länge eingeben.
    Das Ergebnis passt nicht auf Anhieb, ich muss aber auch nicht mehr ändern als bei der selbstkonstruierten Hose nach Hofenbitzer. (Die ausgedruckte Hose sitzt hüftig, das habe ich beim Zuschnitt aber berücksichtigt und oben zugegeben. Hüftbogen und Abnäher zu vervollständigen ist ja nicht schwer.)
    LG
    Inge

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  • Und eine weitere Version. Eine Zwischenversion liegt noch bundlos unterm Nähtisch ;)


    Ich habe den hinteren Abnäher gegen einen Sattel getauscht und vorne Taschen hinzugefügt.


    PA213722_hs0.JPGPA213723_hs0.JPG


    Sattel: PA213729_hs.JPG
    RV (bin ich sehr stolz drauf, weil lief super und gefällt mir) mit Jeansknopf (Nietknopf): PA213728_hs.JPG
    Tascheninnenseiten aus buntem Blusenstoff ;) (mußte sein): PA213732_hs.JPG
    Und meine neuen Labeletiketten: PA213727_hs.JPG


    Das Teil trägt sich sehr angenehm. Material ist eine (stretch)Gabardine (5% Elasthan, wenn ich mich richtig entsinne).


    Im Bund habe ich (aus Unsicherheitsgründen) ein 5cm breites Gummiband mit eingenäht. Das ist einen Ticken kürzer als der Bund und gibt mir so ein wenig Wachstumsspielraum.


    Eventuell werde ich noch Gürtelschlaufen nachrüsten. Bei Bedarf. Hintere Hosentaschen sehe ich mich da noch nicht annähen.


    In der nächsten Version werde ich die Seitennähte (innen und außen) der Hinterhose noch einmal ein wenig schmäler machen (also weniger Stoff geben). Damit verschwinden dann vielleicht die kleinen Falten hinten am Oberschenkel.
    Von der Vorderhose darf ich nichts mehr wegnehmen, sonst rutscht die Naht zu sehr nach vorne.


    Die leichten Querfalten vorne kommen vom sitzen. Ich habe die Hose vor dem Phototermin schon ein paar Stunden getragen gehabt.


    Nachtrag: und der Bund kommt eine Etage tiefer. Der ist mir an einigen Stellen doch etwas hoch.


    LG
    neko

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  • Die sieht doch recht gut aus. Den Bund finde auch ein bisschen zu hoch, der könnte um Bundhöhe niedriger liegen. Sofern man bei der dunklen Hose Falten erkennen kann, finde ich aber, liegen die im normalen Bereich. Wie hast den denn den Elastananteil im Schnitt berücksichtigt? Ich habe hier frisch auch einen Stoff liegen, der leider auch etwas dehnbar ist. Ehe der mir wieder über die Hüften rutscht und am Hintern auf Kniehöhe hängt, frage ich doch lieber mal nach. :)

    Grüße,
    Claudia


    Mein Blog

  • Liebe Claudia:


    beim Bund hast Du 100% meine Meinung. Ich habe den gestern mal spaßeshalber umgeklappt... perfekt.
    Das werde ich ins Muster mit einzeichnen. Dann habe ich auch (endlich) eine saubere Bundlinie, die ist nämlich bisher nur am Körper gesteckt worden.


    An der äußeren Seite nehme ich hinten noch ein paar cm weg. Einen habe ich schon, aber beim besichtigen, könnten es noch 2 mehr werden. Schadet nicht, beult dann nicht so aus. Der Rest sind dann 'Fertigungstoleranzen' :D


    Den Elasthan-Anteil bei dieser Hose habe ich nicht weiter beachtet. Das Material ist minimal querelastisch und verbessert somit einfach den Tragekomfort. Es macht also auch keinen Sinn an primär senkrechten Nähten da irgendetwas kürzen zu wollen. Lediglich in den Breiten gibt das etwas Spielraum (z.B. wenn die oberen Hosenbeine oder der Po etwas knapp ausgefallen sind)


    Ich hab gerade auf der Webseite geschaut, da ist er mMn nicht mehr drauf... kommt aber sicher wieder. War irgendwas aus viel Baumwolle mit 5% Elasthan oder so. Vielleicht auch 100% Baumwolle und ich habs bei Buttinette im Laden mitgenommen??? Ich weiß es nicht mehr... der lag hier schon ein Weilchen und wartete darauf eine Hose zu werden (war für eben dieses Projekt gekauft).


    LG
    neko

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  • Meinen Hosenschnitt habe ich totoptimiert. :D


    Ich wollt's ja mal wieder ganz perfekt und habe mir den schon passenden Schnitt nochmal rangenommen. Am meisten hat mich die Mehrweite am hinteren Oberschenkel gestört - da hätte ich es lieber glatt gehabt. Am Probeteil habe ich die Mehrweite mal weggesteckt und festgestellt: die braucht man, vor allem beim Treppensteigen. ;) Auch die "schlauen" Bücher haben da nicht viel hergegeben, und eine Fragerunde unter Gelernten brachte ebenfalls keine neuen Erkenntnis. Also nehme ich den Umstand mal so hin (bis sich eine neue Information findet). Ansonsten hat die "Optimierung" meine Hose ziemlich grenzwertig an einen "Arsch-frisst-Hose"-Zustand gebracht - tatsächlich war es insgesamt nur 1 Zentimeterchen weniger, das die Passform kippen ließ. Beim Tragen habe ich das Gefühl, dass die rückwärtigen Hosenteile zwischen den Beinen nach vorne gezogen werden. Aaaber, ich hab ja mit Versionen gearbeitet, wie im Digitalen. ;) So bleibt der bereits passende Schnitt erhalten.


    Für den Stoff mit Elastananteil hatte ich mir gedacht, die seitlichen Nahtzugaben um die Hälfte zu reduzieren. Die Nahtzugaben ganz wegfallen zu lassen, traue ich mich nicht. Da es allerdings ein Jeansschnitt ist, müssen manche Nähte einfach fertiggenäht werden, bevor die nächsten kommen. Wenn's nicht klappt und die Hose zu weit wird, ist elendiges Auftrennen angesagt. Hose ganz oder gar nicht. :rolleyes:

    Grüße,
    Claudia


    Mein Blog

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  • ... "Arsch-frisst-Hose"-Zustand
    ...


    Aaaber, ich hab ja mit Versionen gearbeitet, wie im Digitalen. ;) So bleibt der bereits passende Schnitt erhalten.


    Für den Stoff mit Elastananteil hatte ich mir gedacht, die seitlichen Nahtzugaben um die Hälfte zu reduzieren. Die Nahtzugaben ganz wegfallen zu lassen, traue ich mich nicht. Da es allerdings ein Jeansschnitt ist, müssen manche Nähte einfach fertiggenäht werden, bevor die nächsten kommen. Wenn's nicht klappt und die Hose zu weit wird, ist elendiges Auftrennen angesagt. Hose ganz oder gar nicht. :rolleyes:


    Ich arbeite grundsätzlich auf einer Kopie und die wird auf den Master übertragen, wenn ich zufrieden(er) bin. Mit Zeichensoftware tu ich mich unterm Mac etwas schwer. Und so lange ich nur wenige Teile selbst baue, muß ich da auch nichts haben.


    Die Jeans werde ich versuchen in den Master einzuzeichnen, bzw. die Schnittlinie einzuzeichnen und für den Sattel einen neuen Master anzulegen.


    Wenn Du vom Easthan etwas sehen möchtest, lohnt es sich sicher, einfach die Nahtzugabe wegzulassen. Zumindest an den Aussen- und Bein-Innen-Nähten. An der vorderen und hinteren Mitte wäre ich da vorsichtiger. Müßte aber auch gehen, wenn Du es da nicht übertreibst.


    Nachtrag Jeans nähen: Ja, eine Probehose mit einfachen Nähten oder auf Risiko spielen. Ich habe bei dieser Hose auch erst einmal höchstens einfach abgesteppt oder nicht einmal das.


    LG
    neko

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  • Ich habe mich jetzt auch an Hosenkonstruktion versucht, allerdings nicht Hofenbitzer... ich hab es jetzt mal nach der Methode von Winifred Aldrich versucht, dergeht zwar herzlich wenig auf Figurbesonderheiten ein, dafür ist die Hose vergleichweise schnell konstruiert...
    Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe bei Aldrich gelesen, dass bei dem Grundschnitt einer engen Hose 1 cm Länge hinten keilförmig (auslaufend nach 0 bis zur Seitenennaht) zugegeben werden muss. Vielleicht könnte diese Änderung helfen.
    Allerdings verwendet Aldrich auch unterschiedliche Grundschnitte: classic tailored trouser block, very close fitting trouser/jeans block
    für verschieden sitzende Modelle. Ich habe mir den Spaß gegönnt nach letzterem einen Jeansschnitt zu erstellen... ob ich ihn wirklich nähen soll, weiß ich aber noch nicht so recht. :confused:


    Ich meine übrigens auch bei Hofenbitzer gelesen zu haben, dass die Zugabe zur Sitzhöhe variiert, je nachdem wie eng der Schnitt sitzen soll.

  • Wenn Du vom Easthan etwas sehen möchtest, lohnt es sich sicher, einfach die Nahtzugabe wegzulassen. Zumindest an den Aussen- und Bein-Innen-Nähten. An der vorderen und hinteren Mitte wäre ich da vorsichtiger. Müßte aber auch gehen, wenn Du es da nicht übertreibst.


    Das ist, was mich bei Elastan zum schwitzen bringt, es ist so schlecht zu kalkulieren. Bei manchen reichen die 4 cm weniger und der Stoff zieht sich wieder prima zusammen, bei anderen habe ich das Gefühl, da wächst Stoff nach - die werden immer weiter. Ich kann doch nicht eine Hose nach 2 Stunden in die Wäsche schmeißen, nur weil sie völlig aus der Form ist und sich nicht mehr zusammenzieht. Und wie Hein von der Waterkant aussehen möchte ich auch nicht. :skeptisch:

    Grüße,
    Claudia


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  • Meine Hose habe ich damals nach Müller konstruiert und ich hatte genau die gleichen Probleme mit der hinteren Oberschenkelmehrweite. Ich habe ihn dann für sommerliche Leinenhosen genommen und das war es dann....naja jetzt passt er nicht mehr...
    VG

    2 Mal editiert, zuletzt von essticktsichschön ()

  • Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe bei Aldrich gelesen, dass bei dem Grundschnitt einer engen Hose 1 cm Länge hinten keilförmig (auslaufend nach 0 bis zur Seitenennaht) zugegeben werden muss. Vielleicht könnte diese Änderung helfen.


    Von wo nach wo soll denn dieser Keil verlaufen?
    Ich habe nach M & S konstruiert; bei der engen Jeanshose wird bei denen ein bisschen Mehrlänge am hinteren Oberschenkel berücksichtigt, eben wegen der Bewegungsweite (Treppen etc.)


    Vielleicht probierst du den Schnitt doch mal an einem ollen Rest Stoff aus - Hosenschnitte sind immer ein Thema. Mich würde es brennend interessieren, ob Aldrich besser funktioniert.


    @essticktsichschön: Im Schnitt wird eine Mehrlänge berücksichtigt, die Mehrweite wäre besser in Griff zu kriegen. Aber auch die Mehrläge sieht nach zuviel aus.

    Grüße,
    Claudia


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  • Von wo nach wo soll denn dieser Keil verlaufen?


    Du machst einen Schnitt waagerecht auf Hüfthöhe (am hinteren Hosenteil) bis zur Seitennaht und drehst von da auf, so dass in der hinteren Mitte ca. 3.5 cm mehr sind.


    Ich denke das Proble bei Aldrich wird sein, dass er eigentlich zuwenig Stellschrauben hat. Bei einer sehr ausgeglichenen Figur wird es wohl funktionieren. Aber wenn ich den Grundschnitt somit anderen Hosenschnitten vergleiche, bin ich noch ein wenig verunsichert... aber neugierig bin ich schon. :)

  • Also Hofenbitzer konstruiert die schmale Hose (und aus der dann die Jeans) from Scratch. Die Bundfaltenhose baut er aus der Standardhose.


    Ich habe mit der Standardhose angefangen. Aber inzwischen glaube ich, daß ich mich eh aus versehen in Richtung schmale Hose vortaste ;)


    Das ist mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht, da ich ja nicht mit dem Schnitt in Produktion für alle gängigen Größen gehen will, sondern nur für mich.


    Der Tipp mit dem Keil (bzw Winkel) ist gut. Ich hätte nämlich für eine weitere Hose (ab Taille oder etwas drunter gerade runterfallend) nur an den Seitennähten Stoff zugegeben. Aber 'sauberer' wirds wahrscheinlich wirklich, wenn man auch den Winkel der Po-Naht im Auge behält. Die ist anfürsich eine wundervolle Stellschraube in Sachen (Pass)Form.


    Das mit dem Elasthan hängt wohl auch sehr mit sonstigen Gegebenheite zusammen. Es gibt einfach Stoffe, die leiern schnell mal aus und andere sind sehr schön stabil und springen willig immer wieder in ihre Originalform zurück.


    M&S: Hofenbitzer ist KEIN eigenes System. Der konstruiert im Grunde genommen nach M&S und hat an einigen Stellen halt 'optimiert'. Damit hat er automagisch in den meisten Fällen die gleichen 'Probleme'. (Steht irgendwo im Vorwort vom 1.Buch drin)


    LG
    neko

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  • Stimmt, die hintere Mitte und der Winkelverlauf dort ist eine sehr schöne Stellschraube, um die unterschiedlichen Gesäßformen abzubilden. Ich habe nun keinen besonders ausgeprägten Hintern, insofern ist mein Winkel relativ steil und eine Mehrweite in der hinteren Mitte ist nicht unbedingt erwünscht. :D Die Sitzhöhe ist ganz in Ordnung.


    Das mit dem Elasthan hängt wohl auch sehr mit sonstigen Gegebenheite zusammen. Es gibt einfach Stoffe, die leiern schnell mal aus und andere sind sehr schön stabil und springen willig immer wieder in ihre Originalform zurück.


    Leider haben die Stoffe kein Schild, auf dem steht, dass sie zu der Sorte Leiermann & Söhne gehören. Da ist es dann schon ärgerlich, wenn man einen schönen Stoff findet, der vom Griff her auch in Ordnung scheint und dann so ein Lappen wird. Und teuer wird's auf Dauer auch. :(

    Grüße,
    Claudia


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  • ... aber neugierig bin ich schon. :)


    Ich hab sie gerade anprobiert: Und sie ist gar nicht so schlecht (im Vergleich zu den meisten Konfektionshosen). Es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten aber jetzt würde ich mich wohl trauen, sie mal aus einem richtigen Stoff zuzuschneiden und daran die kleinen Änderungen vorzunehmen.
    Die peinlichste: Die Hose geht nicht zu :o obwohl ich wirklich nicht geschummelt habe. Vermutlich liegt das daran, dass die Hose ja unter der Taille sitzen soll, aber mit Hilfe der Taillienweite konstruiert wird. Und da meine Hüftknochen recht hoch sitzen, muss ich vorne etwas mehr Weite zugeben. Aber daran soll es nicht scheitern.


    Der Bereich der hinteren Oberschenkel ist auch nicht so eng anliegend, wie es eigentlich bei einer Jeans ist, aber es fällt noch relativ harmonisch, außerdem habe ich die Außenkurve vielleicht etwas zu rund gezeichnet, da kann ich noch ein wenig wegnehmen.


    Alles in allem bin ich doch recht zufrieden!

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