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Posts by Puppenmutti

    Wenn ich mir das Bild bei W6 anschaue, sieht er genauso aus wie meiner von Bernina, der schon 30 Jahre alt ist. Dazu findest Du hier oder hier (etwa nach 1 Minute) ein Video. Dein Kräusler muss nur mit der Nähfußschraube am Schaft befestigt werden. Vorher einfädeln, sonst ist es wirklich kompliziert. Mit dem Rad stellst Du die Faltentiefe und mit der verstellbaren Nase oben die Faltendichte ein. Der Stoff muss unter die Feder gezogen werden. Das musst Du vorsichtig machen, denn Du kannst ihn nicht zurück ziehen. Hinten etwas überstehen lassen. Bei meinem kann ich einstellen, ob er jeden Stich, jeden dritten oder sechsten einkräuseln soll. Außerdem kannst Du noch etwas durch die Stichlänge variieren. Den Stoff vor dem Kräuseln möglichst nicht versäubern, die Schlingen bleiben gerne hängen. Ich nähe immer in 2 Arbeitsschritten. Erst kräuseln und dann annähen. Es geht zwar auch in einem Rutsch, das braucht aber sehr viel Übung und so häufig setze ich das Teil nicht ein. Ich probiere immer an einem Reststück, wie ich den Ruffler einstellen muss. Du kannst auch über eine Kappnaht nähen. Dafür stelle ich dann den Ruffler auf 0, nähe über den Knubbel und mache diese Falte später von Hand.

    Ich würde bei dem Schnittmuster Kwik Sew 4133 die vordere Passe einfach begradigen. Eigentlich kannst Du doch jede Hemdblusenschnitt verwenden. Wenn Du die hintere Passe schräg zulaufend haben möchtest, kannst Du auch hier an der hinteren Mitte 3-4 cm zugeben und diesem Punkt in einer geraden oder leichten Kurve mit dem Passenansatz am Armausschnitt verbinden. Ich würde beim Zuschnitt aber auf jeden Fall darauf achten, dass die hintere Mitte der Passe genau auf der Ecke eines Karos liegt und die Mitte des Rückenteils mittig auf ein Karo trifft, auch wenn das bei gekauften Blusen nie der Fall ist.

    Wenn man die Stickmuster beim Digitalisieren zu groß hat, erstellt das Programm Rundungen viel schöner, die beim Verkleinern dann achteckig oder sechseckig werden. Auch Satinstiche sind manchmal etwas lang, weil das Programm beim größeren Motiv Zwischenstiche macht, die später fehlen. Mir ist es zu lästig nach einer Verkleinerung diese Stichlängen je nach Motivteil alle extra zu ändern. Auch herausgeschnittene Überlappungen würde man bei kleineren Objekten belassen bzw. die Software fügt dann keinen Ausschnitt ein. Eine ausgeschnittene Überlappung wird aber beim Verkleinern nicht mehr als Überlappung identifiziert. Das muss jede/r selbst für sich herausfinden.

    Ganz wichtig ist aber, dass Du die Datei als digitalisierbares Objekt und nicht als Stickdatei abspeicherst. Sonst kannst Du höchstens im Bereich bis zu 10% verlustfrei verkleinern oder vergrößern.

    Da ich entweder ein Probemodell nähe oder bewährte Schnitte benutze, schneide ich mit 1- 1,2 cm Nahtzugabe zu. Zusammengenähte Nähte mit den heutzutage üblichen Füßchen bei den 9mm Maschinen zu versäubern wäre mir viel zu umständlich. Selbst der Overlockfuß, den ich bei ganz dünnen Stoffen auch für die Versäuberung mit Zick-Zack-Stichen benutzen würde, ist viel breiter als früher. Mir persönlich gefällt eine 3 Faden Overlocknaht auch viel besser als die Zick-Zack-Naht der Nähmaschine und sie ist wesentlich schneller genäht. Ich glaube aber, dass diese ganze Diskussion niemanden überzeugen wird, der eigentlich eine Overlockmaschine ablehnt. Eine Ovi war vor 30/35 Jahren mein absoluter Traum, bei 3 Kindern und den damaligen Preisen von über 3000 DM aber unbezahlbar.

    An den Stellen, an denen ich die Nahtzugaben zurückschneide, setze ich auch keine Versäuberungsnaht. Am Halsausschnitt steppe ich die Nahtzugaben auf den Beleg und schneide später bis zu dieser Naht ab. Da passiert nichts. eine Versäuberungsnaht würde hier nur knubbeln. Versäuberungsnähte auf einfacher Stofflage setze ich nur an den Nähten, die später auseinander gebügelt werden und da schneidet man ja die NZ nicht zurück.

    Ich kenne mich zwar mit Embird nicht aus aber Du solltest auf jeden Fall in der späteren Größe digitalisieren.Ich habe anfangs größer digitalisiert und dann verkleinert, das wird nicht so schön. Lieber das Monitorbild vergrößern. An den Übergängen des gezackten Wappens ganz leicht überlappen und die schwarzen Konturen würde ich mit 3-fach Gradstich sticken und nicht mit Zick-Zack.

    Ich würde das Oberteil des einen Druckknopfes, der nicht schließt, herauspopeln und dafür eine Öse einschlagen. Durch diese ein Gummi ziehen und entweder einen Knopf zur Befestigung annähen oder das Gummi so lang lassen, dass es um die komplette Börse gewickelt werden kann. Dadurch, dass es durch die Öse geht, kann es nicht verloren gehen. Wenn Du das Gegenstück des Druckknopfes auch herausfriemest, musst Du das Loch mit einer Blüte, einem Strassstein, Label o.ä. verdecken, damit es nicht ausfranst.

    Schnittmuster für Kleidung aus Webware findest Du für so kleine Babys auch kaum. Da ist eigentlich Jersey angesagt, da es pflegeleichter und leichter anzuziehen ist. Iich würde für so ein kleines Baby auch keine Lagenkleidchen nähen. Da knubbelt immer eine Lage und sie sind mühsam zu bügeln und mit Zwillingen hat die Mama alle Hände voll zu tun. (Ich weiß wovon ich spreche, ich bin Oma von 1-jährigen Zwillingen). Bei Zwillingen kann auch die Größe stark abweichen. Meine Enkel tragen mit einem Jahr erst Größe 74. Ich finde das Hängerchen aus Webware von "Farbenmix Zwergenverpackung" süß. Durch die Bindebänder passt es auch über einen längeren Zeitraum und kann je nach Wetterlage zu Leggins mit Langarmbody, Kurzarmbody oder bei den aktuellen Temperaturen auch direkt über der Pampers getragen werden.

    Wenn Du die Babyhose retten willst, würde ich die Steppnähte auftrennen, die Kanten versäubern (vermutlich am einfachsten mit der Nähmaschine und Zick-Zackstich) und dann wieder von rechts über die alten Steppnähte erneut absteppen. Eine Kappnaht wäre zwar auch eine Lösung aber Du wirst vermutlich die alte Steppnaht immer sehen können. Wenn ich das richtig erkenne, hast Du einen bedruckten Baumwollstoff genommen und der bleicht aus. Unter der Naht hat er dann noch die Originalfarbe und diese Linie bleibt sichtbar, egal wie oft Du die Hose in die Wäsche steckst.

    Versäubern mit der Ovi geht auch, dabei würden dann auch die ausgefransten Ränder abgeschnitten aber als Neuling an der Overlockmaschine würde ich das nicht versuchen, da hast Du ganz schnell schief geschnitten oder ein Stückchen Stoff unter dem Messer, das nicht abgeschnitten werden soll. Passiert so etwas mit der Nähmaschine, kannst Du leicht wieder trennen aber Schnitt ist Schnitt! Das ist mir letztens beim Einnähen der Ärmel passiert. Zum Glück hatte die Maschine nur den Stoff mitgefasst und nicht hineingeschnitten, aber nach dem Trennen hatte ich ein kleines Loch. Das konnte ich aber zum Glück "wegschneiden", da es direkt an der Naht lag. Jersey verzeiht es schon, wenn man einige Millimeter mehr abschneidet.

    Bügelst Du die Spitze richtig trocken? Ich mache das immer zwischen zwei Tüchern und auf einem Handtuch, da ja noch Vliesreste austreten. Wenn ich fertig gestickt und ausgewaschen habe ist nämlich meine Geduld zu Ende, dann muss ich wissen, wie es fertig aussieht. Auf wieviel Lagen auswaschbarem Vlies hast Du gestickt? Ich packe zwischen 2 Lagen Vlies immer noch jede Menge Reststücke, dann dürfte es sich nicht mehr wellen. Falls es nicht ganz trocken ist mit einem Stück Holz (Bügelamboss) beschweren. Das zieht die Restfeuchtigkeit heraus und hält die Spitze in Form.

    Eigentlich müsste die Maschine die Einstellung automatisch regulieren können. Vermutlich war der Stoff einfach zu dünn und flutschig. Da muss man wirklich mit Vlies unterstützen. Bei Zierstichen auf dünnem, einlagigem Stoff unterstütze ich meine Maschine auch mit Vlies. Das ist vor allem dann nötig, wenn die Maschine Bewegungen in verschiedene Richtungen bei einem Stich machen. Versuche es mal auf einem Rest Jeansstoff. Da müssten die Stiche in Ordnung sein, wenn sie dann immer noch nciht gut gestickt werden, würde ich das bei der nächsten Wartung anmerken und beheben lassen.

    Ich meine den Schrägbandformer der Covermaschine. Ich schneide das Stoffstück in 36mm breite Schrägstreifen mit dem Patchworklineal und dem Rollschneider. Je nach Länge nähe ich noch einige Streifen zusammen und bügele diese gut aus. Dann fädle ich es in den Schrägbandformer der Cover ein, nähe zuerst große Runde, dann ein langes Stück für die eine Seite des Bandes, dann die kleine Runde (Halsausschnitt) und zuletzt weiter, bis das 2. Band lang genug ist. Die Enden werden einfach mit einem Knoten gesichert. Wegen der Fotos werde ich meiner Tochter Bescheid sagen, das kann aber dauern, wie ich sie kenne.

    Ich versäubere vor dem Zusammennähen bei Webware. Der Ovifuß ist relativ klobig und ich habe immer Angst, dass mir ein Stück Stoff unters Messer gerät. Wenn ich nicht weiß, ob es passt, nähe ich mit Reihstichen oder dem Kettenstich der Cover zusammen, trenne die Naht auf und versäubere die Kanten mit der 3-Faden Overlocknaht .So wird es auch schön gleichmäßig und ich produziere keine Wellenlinie. Meine Nahtzugabe ist allerdings auch max. 0,75 cm. Bei Jersey und Sweat nähe und veräubere ich meisten in einem Rutsch. Bei Jeans und locker gewebten oder dicken Stoffen veräubere ich mit der 4-fach Overlock-Naht die beiden Lagen gemeinsam und da ich eine Kombimaschine habe, setzte ich bei Jeansstoffen noch die Kettenstichnaht in einem Rutsch daneben.

    Für meine Kinder und Enkel habe ich ganz viele Lätzchen aus alten Handtüchern genäht. Meine Tochter wollte unbedingt auch die ganz altmodischen mit Bindebändern. Mit dem Schrägbandbinder der Cover und Ditte von Ikea war das ruck zuck erledigt und nach 5 Jahren und 2 Kindern sind sie immer noch schön. Damals hatte ich die Stickmaschine neu und jedes Lätzchen hat ein anderes Motiv bekommen. Dabei habe ich sehr viel gelernt. Aus weißen Handtüchern habe ich eines mit "Fliege und Weste" genäht und für unsere Enkelin eins mit Bubikragen und Schleifchen. Sie werden heute noch zu besonderen Anlässen genutzt, und so überstehen Hemd und Kleid jede Familienfeier auch mit Erdbeerkuchen.

    Früher habe ich fertiges Schrägband benutzt. Das war lange nicht so haltbar, viel mühsamer und die Bänder rissen auch mal in der Waschmaschine ab.

    Die Ovi reinige ich nach jedem Teil, das ich nähe. Meine Enspire ist ein richtiges Dreckschweinchen. Wenn ich nach blau weiß nähen würde, hätte ich vermutlich überall blaue Fusseln. Bei mir kommt der Staubsauger zum Einsatz. Mit einem großen Pinsel löse ich den Staub und der Staubsauger saugt ihn an. In die Ecken komme ich mit dem Trinkhalmset für Babys. Den Strohhalm falsch herum aufstecken und das Teil statt auf die Flasche aufs Staubsaugerrohr. Damit komme ich in alle Ritzen. Außerdem habe ich noch so ein Mini-Reinigungsset für meinen Staubsauger. Die Bernina zeigt an, wann sie Öl braucht und die Ovi bekommt ab und zu ein Tröpfchen Öl an den Stellen mit beweglichen Metallteilen.

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