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Sketch your Style von Robyn Neild, Stiebner Verlag

  • Ich habe dieses Buch unter die Lupe genommen: Sketch your Style


    Meine Erkenntnis:
    Es gibt Dinge, die ich nicht kann.
    Ich kann eigentlich ziemlich viel. Denke ich. Zumindest nähen. Ich kann auch ziemlich gut reden und schreiben. Meinen Job kann ich auch. Größtenteils komm ich ganz gut durchs Leben.
    Aber es gibt etwas, das ich einfach nicht kann:
    Zeichnen.
    Oder Malen.
    Oder alles, was damit zu tun hat.
    Okay, eine technische Zeichnung bekomm ich hin. Aber sobald es kreativ werden soll, ist bei mir Schluss. Das war schon in der Schule so. Vielleicht erklärt das auch meine miserable Schrift.


    Allerdings ist es nicht so, dass ich es nicht immer wieder mal versuche. Darum hab ich mich auch für dieses Buch entschieden, als eine Anfrage vom Stiebner Verlag kam, ob ich ein ein Buch rezensieren möchte.


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    Ich hatte schon öfter mit dem Gedanken gespielt, meine geplanten Modelle vorher mal zu zeichnen. Dafür hatte ich mir Vorlagen ausgedruckt, aber die lagen nun auch schon lange rum. Warum nicht mal selbst versuchen?


    In diesem Buch findet man wirklich viele Informationen darüber, wie man dreidimensionalen Stoff auf Papier bringt.


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    Es wird erklärt, wie ein Körper aufgebaut ist. Allerdings hatte ich hier schon Probleme, die Zeichungen umzusetzen. Ich hätte da mehr Erklärungen gebraucht.


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    Weiter geht das dann mit einfachen Details an Kleidungsstücken. In weiser Vorraussicht hab ich die Buchseiten erst mal kopiert und nicht in das Buch gemalt.


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    Ja, den Rock hab ich noch ganz gut hinbekommen.


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    Dann wurde es schon weniger Hilfe. Die Bluse hab ich geschafft, aber an Frisur und Gesicht hab ich mich nicht rangetraut.


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    Nach den Basicübungen geht es an die verschiedenen Modestile und Jahrzehnte. Hier hab ich gerne die Infoseiten gelesen und angesehen.


    Die Übungsseiten am Ende der Epoche blieben bei mir jedoch leer. Striche wären ja noch gegangen, aber es wird auf keine Weise auf das Thema colorieren eingegangen. Also, auf die Farben schon, aber nicht auf die Wahl der Stifte und wie man damit umgeht.


    Ich will euch nicht zu viel verraten. Das Buch ist echt schön zum schmökern, zum Anregungen holen und für die, die eine gewisse Begabung haben, sicher ganz toll.
    Ich werde wohl dabei bleiben, meine Vordrucke eventuell irgendwann mal mit Kleidung zu versehen. Bis dahin werden meine Entwürfe weiterhin in meinem Kopf gespeichert oder in Schriftform notiert.


    Ehrlich gesagt bin ich schon etwas von mir enttäuscht. Aber manchmal muss man sich einfach eingestehen, dass man sich überschätzt hat.
    Da ich das Buch aber trotzdem toll finde, möchte ich gerne jemand damit erfreuen. Schaut mal auf meinen Blog, ich verlose ein Exemplar, Verlosung läuft bis 31.5.17 um 23 Uhr.

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  • Das ist ja interessant!
    Ich habe mich schon mit Modezeichnen beschäftigt, da ich aber auch nicht so wirklich zeichenbegabt bin... ich merke das gerade wieder beim Freihandquilten. Das sah am Anfang aus, wie von einem 2- oder 3-Jährigen gemalt, aber mit Übung wird es dann doch besser.
    Tanja, vielleicht ist das so dass wir beide eher analytisch und weniger künstlerisch-kreativ denken???
    Jedenfalls scheint mir dieses Buch eines der besseren/ ausführlicheren zu sein.


    Die meisten solcher Bücher beziehen sich nur auf eine Art der Figurine, hier sind gleich verschiedene Varianten gezeigt, ebenso Varianten mit Teilungsnähten und Abnähern, das kommt bei anderen Büchern etwas kürzer.


    Ich finde das Buch sehr interessant!

  • Ich sollte wohl noch anmerken, dass für die Teilnahmer an der Verlosung ein Kommentar hinterlassen werden soll, der beinhaltet, was ich als nächstes testen soll. Das steht so nur im Blogbeitrag, sorry.

  • Ein interessanter Test! Ich finde es schön, dass du deine Versuche gleich mit zeigst :)


    Eine kleine (und nicht böse gemeinte) Kritik habe ich aber: Man braucht kein "Talent" zum Zeichnen. Man braucht Übung. Ist wie mit dem Nähen - niemand beschließt zu nähen und macht mit seinem allerersten Teil gleich Karl Lagerfeld Konkurrenz. Niemand.


    Du hast nicht dich überschätzt, du hast eventuell die Übungszeit unterschätzt, die man braucht, um Zeichnen zu lernen.
    Falls du also ernsthaftes Interesse daran hast, zeichnen zu können, solltest du es nicht alle paar Monate mal einen Tag lang probieren, sondern regelmäßig üben. Wenn dir das zuviel ist, ists auch ok, nicht jeder muss alles lernen wollen, aber ich mag wirklich nicht mehr "Ich habe kein Talent für Technik XY!" hören von Leuten, die eigentlich "Ich habe kein Interesse daran, jahrelang für Technik XY zu üben." meinen.


    Und nein, ich kann auch nicht super zeichnen. Das liegt nicht am fehlenden Talent, das liegt daran, dass ich meine Energie in andere Techniken stecke (ich habe mir vor Jahren mal eine Modezeichnen-Buch gekauft und dann beschlossen, dass mir grobe Skizzen reichen und ich lieber an der Umsetzung von Näharbeiten arbeite als deren Planung zu perfektionieren). Wenn ich die nötige Zeit investieren würde, könnte ich lernen, genauso zu zeichnen wie in dem Buch. Und du auch.

  • Das ist aber ein tolles Angebot, Tanja!
    Ich bin zeichnerisch auch völlig begabungsfrei auf die Welt gekommen und habe nur durch Übung zumindest ein bisschen was hinbekommen. Ist aber immer noch sehr mühselig.
    Diese Figurinen der Modezeichner finde ich immer so ultra schlank, die haben mit realen Proportionen nichts zu tun, sondern sind ja ästhetisiert in grazile Länge gezogen (und überhaupt sieht an schlanken Personen selbst das banalste T-shirt oft klasse aus).


    Ich habe dann geübt meine Plus Size Figur realistisch zu zeichnen, das ist schon sau schwer und dann kommt ja noch der Stoff dazu, wie er fällt und so...puh!!!


    Zufällig habe ich die Software Gimp entdeckt, wer es nicht kennt: Gimp ist so ähnlich wie Photoshop, zwar nicht gaaanz sooo gut,ABER kostenfrei zum downloaden! Das Programm ist allerdings ziemlich komplex, also auch schwer zu lernen, jedoch kann man relativ realistische Sachen damit hinbekommen, die allerdings nicht den Charm von künstlerischen Zeichnungen haben.


    Ich habe schon etwas geübt, aber bin noch ganz am Anfang, trotzdem zeige ich Euch gleich mal 2 meiner Versuche mit Gimp.
    Dazu hatte ich mich
    1. selbst fotografiert - in frontaler Pose, damit ich mich dann leichter virtuell einkleiden kann.
    2. Meine Stoffe fotografiert
    3. Kleider bzw Mode vom Internet runtergeladen, die ich auf meine Proportionen versuchte zu skalieren
    4. daraus habe ich dann mit div. Ebenen versucht Kleidungsstücke für mich zu bauen (Fotomontagen).


    Und so sieht das dann z. B. aus:


    Sterne-Shirt_Juni.jpg




    Kleid_rot-weiss mit Streifen_Entw-3.jpg

  • Tiane : Die Pose finde ich persönlich etwas unnatürlich (bezogen auf die Armhaltung).
    Aber dein Gesicht sieht so nett aus, das könnte mir auch ein noch so blödes Kleidungsstück verkaufen. ;)

  • Giftzwergin :
    Ich würde sagen, da hast du Recht. Ich sollte wohl drüber schreiben "Es gibt Dinge, die sind mir zu anstrengend". ;)
    Es gab (oder gibt) auch beim Nähen Techniken, an denen ich noch viel üben muss. Aber da hab ich einfach den Elan, es immer wieder zu versuchen.
    Ich habe auch schon so viele Handarbeitstechniken versucht und versuche auch immer noch gern mal was Neues, aber mein liebstes Hobby ist nun mal das Nähen. Die Zeit, die ich dafür habe, möchte ich dann nicht in etwas investieren, das ich mühsam erlernen muss und kaum was davon habe.
    Daher hoffe ich ja, dass ich mit dem Buch jemand anderen eine Freude machen kann.


    Tiane :
    Tolle Sache!
    Ich selbst mache es jetzt so: Ich drucke mir HIER Vorlagen aus.
    Meist die "stärkere Figur" und mal drauf los. Zumindest als Gedankenstütze für geplante Projekte reicht mir das. Die App werde ich mir auch mal ansehen.

  • @ Crusadora: Wie gesagt: Die frontale, aber ziemlich unvorteilhafte Pose, weil z. B. angewinkelte Arme sehr kompliziert zu bearbeiten wären.
    Aber danke für das Kompliment!


    Wer sich für Gimp interessiert: Bei youtube gibt es div. Lernvideos. Darüber habe ich auch gelernt und geübt.

  • Hallo,


    danke liebe Tanja! Die Vorstellung des Buches gefällt mir gut. Ich werde mal schauen, ob ich das Buch in unserer örtlichen Bibliothek finde. Da habe ich auch schon das ein oder andere Buch zum Thema ausgeliehen. Dieses hier macht einen wirklich guten Eindruck. Mein Regal platzt allerdings schon aus allen Nähten und einmal in Ruhe durchschmökern reicht mir vermutlich.


    Ich denke auch, dass man Zeichnen durchaus mit Geduld und Übung lernen kann. Es hat vor allem viel mit Beobachtungsgabe zu tun. Es gibt übrigens sehr wohl Menschen, die mehr oder weniger Talent haben ;). Ich habe ein mittelmäßiges Zeichentalent und ab und an zeichne ich auch mehr, dann merke ich eine rasche Steigerung meiner Fähigkeiten. Mein Söhne zeichnen beide recht gut, allerdings zeichnet der eine ohne Probleme drauf los, während der andere erst warm werden/üben muss. Die Zeit, die man aufwenden muss, um sich zu verbessern variiert. Digitale Alternativen, wie von Tiane gezeigt, sind eine schöne Alternative und übrigens auch eine Form von künstlischer Kreativtät.

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