Beiträge von Vintoria

    Ich finde es sehr kulant und toll, wie viel Mühe du dir gibst und wünsche dir, dass die Kundin das auch wertschätzt.


    (Was den Lieferanten betrifft hatte ich es so verstanden, als hätte er richtig, aber ein wenig dürftig deklariert? Dann ist das bitteres Lehrgeld, aber sowas passiert dir sicher nicht nochmal.)


    ja, genau Karla, darum reden die sich raus, es wäre ausreichend, wenn im Stoffmusterkatalog auf einem Blatt deklariert ist.
    Und sicherlich passiert mir das kein zweites Mal.
    Allerdings bin ich wirklich am überlegen, mich an die Inhaber zu wenden. Bisher habe ich ja "nur" mit einer Verkäuferin gesprochen.


    ich halte Euch auf dem Laufenden :)

    Willst Du da wirklich noch so viel Arbeit/Zeit/Geld reinstecken?


    Nebenbei, der Stofflieferant wäre für mich geschichte.;)


    Leider kann ich auf den Lieferanten nicht verzichten, da er im Trachtenbereich eine Auswahl hat,
    die sonst keiner bieten kann.
    Ich schaffe es in ca, 1,5 Stunden die Hose zu füttern. Und wenn sie damit tragbar wird, ist es mir das wert.
    Vorausgesetzt die Kundin ist damit einverstanden.

    nachdem ich nun die beiden Teile am Wochenende zuerst eingeweicht, dann im Schonwaschgang gewaschen und
    mit Essig gespült habe, ist leider keine Besserung eingetreten. Der Stoff war nach dem leichten Antrocknen sowas von steif,
    dass habe ich bei Leinen noch nie erlebt. Nach dem Bügeln ist es schon etwas besser, und nachher werde ich ein zweitesmal
    drübergehen.
    Darum vermute ich, dass es nicht nur am Leinen ansich, sondern an der Ausrüstung des Stoffes liegt.
    Ich dachte mir nun, dass ich mir dünnen Baumwollevoile besorge, und die Hose damit abfüttere. Beim Oberteil muss ich gucken, wie
    ich das löse.

    Guten Morgen,


    die Kundin war nicht ungangenehm, oder hat darauf bestanden, Ersatz zu bekommen. Aber ich selbst
    habe ein ungutes Gefühl, obwohl ich weiß, dass es keinen Grund dafür gibt.
    Ich habe ihr angeboten, ihr zumindest eine Hose aus einem von ihr gelieferten Stoff kostenlos zu nähen.
    Da die Hose sehr einfach ist, und der Schnitt jetzt vorhanden ist, kann ich das in relativ kurzer Zeit bewerkstelligen.
    Gestern habe ich das Oberteil ohne vorheriges Waschen ganz kurz zu feuchter Wäsche in den Trockner gegeben, und der
    Stoff wurde schon allein durch diese 5 Minuten viel weicher und ist auch nicht eingegangen. Ich werde die beiden Teile heute nochmal mit den von mir
    erwähnten Enzymen, ausreichen Enthärter und Probunt (das erhält die Farbe) bei 30 Grad waschen.

    Um Euch vor dem Wochenende noch auf den neuesten Stand zu bringen:
    Die Teile sind bei mir angekommen.
    Und der Stoff ist zwar etwas steif geworden (in meinen Augen völlig normal,) aber er
    ist für mein Empfinden eben nicht rau. Scheinbar ist die Kundin megaempfindlich.
    Sie hat leider die Stoffreste vergessen, so daß ich nicht experimentieren kann.
    Ich weiss nun überhaupt nicht, wie ich mich weiter verhalten soll. Und angeblich hat sie
    andere Leinensachen, die nicht so sind. Ich vermute, dabei handelt es sich um Leinen mit
    Viscosebeimischung.

    Ich drücke dir mal feste die Daumen, dass es eine gute Lösung für das Problem gibt, einen weiteren Rat habe ich leider nicht.


    Allerdings verstehe ich nicht, warum für die Pflege der Pflanzenfaser ein Wollwaschmittel gut sein soll, hat jemand dafür eine Erklärung?


    Das hat jemand in diesem Thread vorgeschlagen . Ein Wollwaschmittel "fettet" wohl etwas, vielleicht könnte das die abstehenden Fasern dazu bewegen,
    sich wieder besser beim Bügeln flach zu legen?

    Guten Morgen,
    ich habe gerade nochmal mit meiner Kundin telefoniert.
    Sie hat die Sachen sogar 2x gewaschen, weil er ihr nach dem ersten Waschen zu trocken geworden
    ist. Dann hat sie im leicht feuchten von der linken Seite gebügelt.
    Sie bringt mir nun die Sachen samt Stoffresten vorbei. Dann werde ich mal ein Reststück vermessen,
    versäubern, mitwaschen und in den Trockner geben. Falls es dann nicht zu sehr eingeht, werde ich es
    selbst nochmal mit reichlich Wollwaschmittel waschen und in im Trockner antrocknen lassen.
    Mein Lieferant hat mich ja gestern ziemlich abgewimmelt, so nach dem Motto, selber schuld.
    Ich bin total enttäuscht, da ich zwar keine riesen Kundin bin, aber dann doch regelmässig dort bestelle.
    Und da gehts ja nicht um günstige Stoffe, sondern das sind immer teuere Stoffe.
    Deren eigene Farbkarten sind immer mit Pflegezeichen versehen und ich gucke immer darauf.
    Der Fehler wird mir nicht mehr passieren.
    Zumindest hab ich mir den Frust von der Seele geschrieben, hilft schon mal ein bischen :)
    Falls der Stoff gar nicht mehr wird, muss ich mir halt noch was für die Kundin einfallen lassen.

    Anouk, das werde ich rausfinde und könnte mir vorstellen, dass Bügeln im feuchten Zustand
    Abhilfe schaffen könnte.


    Sanvean, darauf bin ich auch gespannt. Ich kann mir genau vorstellen, was die Kundin laut ihrer Beschreibung meint.


    Ich habe vor einiger Zeit einen wirklich günstigen Reinleinen-Fischgratstoff in einem Laden ergattert und da
    ich daraus eine Tischdecke für mich genäht habe, habe ich den erstmal gewaschen und dann mit
    der Mangel gebügelt. Da zwischen dem Waschen und Nähen ein recht langer Abstand lag, kann ich mich nicht
    mehr erinnern, ob der Stoff noch eine leichte Restfeuchtigkeit beim Bügeln hatte.
    Jedenfalls wurde in den Weihnachtsferien endlich eine Tischdecke daraus, und der Stoff fühlt sich auch so
    leicht kratzig an. Was aber bei einer Tischdecke keine Rolle spielt .


    Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!


    Ergänzung: mir fällt bei dieser Diskussion grade auch ein, das wir an meinem Lehrplatz häufiger Reinleinentischwäsche
    bügeln mussten und diese von der Wäscherei (ich habe in einem Kloster gelernt) immer leicht feucht und eingewickelt
    zu uns in die Schneiderei kam und dann trocken gebügelt wurde.

    Auf diese Idee würde ich bei Leinen auch nicht kommen.
    Es wäre interessant zu erfahren, womit der Stoff/die Faser gefärbt wurde, liegt es daran, daß er nicht gewschen werden darf ?
    Natürlich ist Leinen nicht gerade ein Kuschelstoff, zumindest zu Beginn nicht. Aber zwischen der dem Stoff eigenen "Härte" und einem "Untragbarer Stoff" ist ein gewaltiger Unterscheid. Hochwertiges Leinen kann dies nicht verursachen, meiner Ansicht nach.
    Wie ist denn Dein Eindruck von dem Stoff; ich nehme an, daß die Kundin zu Dir in den Laden kommt, um Dir das Kleidungsstück zu zeigen, oder ?


    Da sämtliche Stoffe aus dieser Kollektion (zwar auch viel Seide und Wolle), aber auch verschiedene Leinen und Baumwollstoffe, nicht gewaschen werden dürfen,
    beschleicht mich der Gedanke, dass das nicht ohne Hintergedanken so ist.
    Mir wurde nun ein minimaler Nachlass angeboten, etwas anderes kann nicht getan werden. Eventuell ist die Kundin auch extrem empfindlich. Muss nun abwarten, bis sie mir die Teile zeigt.

    Hallo,
    nein, waschen für Kunden geht überhaupt nicht, da müsste mich die Kundin schon drum bitten,
    bzw den Stoff vorher selbst waschen. Und sobald der Stoff gewaschen ist, wird er sowieso nicht
    mehr zurückgenommen, wie ich heute erfahren durfte.
    Mein Lieferant hat mich nämlich vorher angerufen und mir mitgeteilt, dass sie diesen Artikel im letzten
    Jahr in sehr großen Mengen ausgeliefert haben und bisher keine Reklamationen kamen.
    Nun weiß ich natürlich nicht, für welche Kleidungsstücke andere Schneiderinnen den Stoff verwendet habe,
    aber bei Leinen geht man doch davon aus, dass es eben waschbar ist, grad wenn es eine so teure Qualität
    ist. Der Stoff hat sich vor dem Waschen auch toll angefühlt.
    Ich werde die Kundin nun bitten, alles vorbeizubringen, damit ich es mir selber anschauen kann.
    Das Beste ist, dass der Hersteller KEINE Pflegetiketten mit ausliefert, die Firma über die ich den
    Stoff bezogen habe, liefert die eigenen Stoffe immer mit Pflegeetiketten aus.

    Boah, das ist ja.... schwierig.
    Innen bügeln? Keine Ahnung, ich würde die Herstellerfirma kontaktieren.


    Hallo Anne,
    ich habe vorher schon mit der Firma gesprochen, über die ich den Stoff bezogen habe.
    Das ist eigentlich eine sehr renommierte Firma, aber sie reden sich nun auf das Pflegezeichen
    im Katalog raus. Normalerweise liegen der Lieferung auch immer Pflegeetiketten bei, da aber
    nicht. Ich warte nun auf einen Rückruf einer anderen Mitarbeiterin, um wenigstens einen Preisnachlass
    für den Stoff erreichen zu können. Ich habe nochmal ein bischen im Internet gelesen und eventuell wird
    der Stoff nach einer zeitlang Tragen "weicher" und kratzt dann nicht mehr. Ebenso durch häufiges Waschen.
    Die Kundin hat vielleicht auch extrem empfindliche Haut, aber mir ist das nun sehr unangenehm und hoffe
    auf eine Lösung. Innen bügeln ist mir auch schon eingefallen.

    Hallo,


    ich habe für eine Kundschaft von einer italienischen Firma einen 100% Leinenstoff bestellt und
    für sie daraus eine Hose und ein Oberteil genäht. (Meterpreis 75€)
    Auf der Farbmusterkarte war kein Pflegezeichen und darum wäre ich nie im Leben darauf
    gekommen, daß man den Stoff nicht waschen kann.
    Die Dame hat die Teile mit in den Urlaub genommen und vorher noch im Schonwaschgang
    mit Feinwaschmittel und Weichspüler gewaschen.
    Nun hat sie mir gestern mitgeteilt, dass der Stoff nach dem Waschen so rau war, dass
    sie ihn auf der Haut nicht ertragen konnte.
    Ich habe mir dann den Katalog nochmal zur Hand genommen und tatsächlich war hinten
    im Katalog dann noch ein Zettel mit den Pflegezeichen für jede einzelne Farbkarte. (ich hatte vorher noch nie was
    aus dem Katalog bestellt)
    Tja, natürlich muß ich das als Lehrgeld verbuchen, aber vielleicht hat der ein oder andere noch einen
    Trick auf Lager, wie man den Stoff wieder weich bekommen kann.
    Ich vermute, das sich einzelne Fasern aufstellen und das Kratzen verursachen.
    Der Witz ist noch, dass sie sich im Nähkurs selbst eine Hose aus billigem Leinenstoff genäht hat,
    der sich total angenehm auf der Haut anfühlt.
    vielen Dank

    Ich hatte Jahrelang (ca 18 Jahre) eine Toyota Overlock mit der ich immer zufrieden war.
    Ich habe eigentlich nur ausgetauscht, weil ich mehr Einfädelfreundlichkeit wollte.
    Ich Maschine wurde wirklich viel benutzt und sie läuft noch immer tadellos. Werde sie jetzt auch
    wieder mit einer Farbe bestücken, die am häufigsten gebraucht wird.

    Die Firma Fucotex in Augsburg hat eine ziemlich große Auswahl. Ich kaufe alle Stoffe für Brautkleider dort.
    Allerdings brauchst du jemanden der ein Gewerbe hat, um dort einkaufen zu können. Es muß kein Textilgewerbe/Schneiderei sein.
    Sie schicken auf Anfrage auch Muster.

    Vintoria, du hast ja im Prinzip recht - aber ich finde es immer schade, wenn für ein Brautkleid. also für EINEN Tag "ein kleines Vermögen versenkt" wird....


    Das Geld können junge Leute auch gut für was anderes gebrauchen - z.B. schon mal für den Scheidungsanwalt beseite legen ;) :D....


    Sicherlich hast Du so gesehen recht. Mir passt es nur nicht, daß der Begriff "Maßgeschneidert" mißbraucht wird. Ich bin auch davon überzeugt, dass viele der
    extrem teuren Kleider aus der Brautboutique ebenfalls in China gefertig werden. Mit diesen Preisen konnte ich bisher aber immer noch mithalten.

    Nun ja,
    ich durfte einmal so ein Kleid umändern, welches meine "Kundin" für billigstes Geld für den Wiener Opernball
    über Ebay in China anfertigen lies. Mit Maßschneiderei hat das nichts zu tun. Ein Maßangefertigtes Kleid erfordert zumindest
    bei mir mindestens 3 Anproben und die Verarbeitung ist eine ganz andere.
    Es kommt wohl ganz darauf an, welche Ansprüche man hat und da die wenigsten Leute wissen, was Maßschneiderei wirklich heißt,
    kann ja locker mit diesem Ausdruck bei Ebay geworben werden.


    Es kommen viele verschiedene Stoffe in Frage und es kommt wohl auch darauf an, wieviel Geld du letztendlich
    dafür ausgeben möchtest. Soll es reine Seide sein, ein fliesender oder eher steifer Stoff, soll Spitze verarbeitet werden usw.?
    Das hängt ja auch ein bischen vom Modell ab.

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