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Beiträge von zuckerpuppe

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    Daher bei ungefütterten Taschen an denen man lange Freude haben will: Französische Nähte und diese absteppen.

    ich ergänze:

    statt französischer Nähte (schwierig bis fast unmöglich bei schwerem Denim u.ä.) NZ mit Schrägband einfassen, auseinanderbügeln und evtl. an der Einfasskante absteppen. Hongkong-Einfassung reicht dann statt beidseitig eingeschlagener Einfassung.

    die Metallzähnchen kannst Du ggfs. genauso rausknipsen wie Kunststoffzähnchen. Aber eine Mehrlänge von 1-2 cm reicht schon. Da brauchst Du nix rausknipsen. Setz den genähten Querriegel nicht zu weit oben an, am besten dort, wo auch bei den RV-Zähnchen die Verriegelungsklammer sitzt.

    "offen" angesetzt = nach innen nicht eingeschlagen.

    Weiterer Vorschlag: die inneren Nahtzugaben an Hose und Bund knapp zurückschneiden, die innere Bundnaht wie von Aline beschrieben, versäubert offen anstecken und von der Außenseite her absteppen. Wenn Du mit dickem Topstitchgarn Probleme hast, probiere auf einem passenden Stoffläppchen den 3Fach-Geradstich mit normalem Nähgarn. Passendes Läppchen heißt: genauso hergerichtet wie den echten Bundansatz: mehrfache Stofflagen, Jeansnadel in passender Stärke (100 bis 110), Stichlänge vergrößern oder den kurzen Heftstich anwählen, der ist ideal zum absteppen und mit dem richtigen Garn auch haltbar.

    Maschine gründlich reinigen, besonders auch beim Transport - überall wo man sonst nicht hin guckt. Die Spannungsscheiben wurden ja schon erwähnt, ebenso neu einfädeln und frische Nadel. Wenn die Maschine komplett sauber ist (Pfeifenreiniger sind meine bevorzugte Putzhilfe, flacher Backpinsel, Zahnbürste u.ä.), bei Bedarf auch geölt, nimm Dir ein paar Stofflappen - vom Stoff, der Dir gerade Probleme macht, und probiere nach und nach die Einstellungen der Fadenspannungen durch. Das passende Ergebnis klammerst Du an das jeweilige Stoffläppchen und legst es für zukünftige Problemlösung in der Bedienungsanleitung ab. Hilft ungemein bei der Fehlersuche.

    Unabhängig vom Fabrikat zeigt "ladder" eigentlich die Rückseite bei flatlock an, der Stick kann auch dekorativ für Stoffoberseiten genutzt werden. "blanket" entspricht optisch je nach Maschine einem handgestickten Langettenstich bzw. einem Applikationsstich einer Nähmaschine (dekorative Stiche).

    Immer abhängig vom Maschinenmodell und Fabrikat. "ladder" können eigentlich alle Overlocker, "blanket" nur einige.

    Stichanzahl beim verkleinern/vergrössern sollte eigentlich über Strg funktionieren. Die Arbeitsleiste zeigt Dir beim markieren des Motivs an, wieviel Stiche das Original hat, nachher die Anzahl nach der Größenveränderung.

    Also Motiv markieren, Strg gedrückt halten und Motiv entsprechend skalieren. Eventuelle Füllstiche können verloren gehen. In der Stickvorschau kannst Du das Ergebnis bedingt kontrollieren, beim teststicken mit der Maschine sicher.

    sofern noch nicht oder nur kleinteilig verschlissen:

    - Probeteile für kompliziertere Nähprojekte (z.B. Sesselhussen mit vielen gerundeten Einzelteilen)

    - (Bett-)Kissenbezüge in Sondermaßen, die es fast nie zu kaufen gibt, außerdem macht selbernähen mehr Spaß.

    - einfarbiges wird umgefärbt

    - Staubschutzüberwurf

    - innenliegende Kleider- Hosentaschen

    - Putz- und Schuhputzlappen

    stark verschlissenes und Kleinteile/ Reste kommen in die Tonne

    falls ich's überlesen habe:


    meine Erfahrungen:

    Superstretchnadeln sind perfekt für Webware mit höherem Elastan-Anteil.

    Ballpoint/ Jerseynadel für Wirkware, mit oder ohne Elastan.

    Microtexnadeln bei sehr dicht geschlagener Webware wie Popeline und Stoffe für wetterfeste Outdoor- und Sportkleidung.

    Zu den von rufie erwähnten Sticknadeln mit größerem oder länglichen Öhr: sticken geht auch mit normaler Nähmaschine (free motion und auch bobbinwork). Beim freien sticken (Nähmaschine) nehme ich teils 30er Garn, gelegentlich auch sehr feines Garn, das z.B. zum kunststricken verwendet wird. Oder feine Wolle. Dazu braucht's solche Nadeln. Sie sind auch sinnvoll, wenn ich auf der Overlock dickeres Garn verwende, das eigentlich nicht für maschinegesticktes oder maschinegenähtes vorgesehen ist. Mit den passenden Einstellungen und Nadeln funktioniert das sehr gut.

    Unsere textilen Hobbies bieten ja ein immens breites Spektrum an Techniken und Zubehör, nicht jede(r) macht und braucht alles. Aber ich finde es toll, daß es die Möglichkeit gibt, zu jedem Material, zu jeder Technik das passende Zubehör zu finden.

    Es ist ja ähnlich wie bei den diversen Nähfüßen, vielen reicht das Standardsortiment, andere brauchen/mögen zusätzliche Spezialfüße.


    Ergänzen möchte ich noch, daß ein gutes Ergebnis ja nicht nur von der verwendeten Nadel alleine abhängt. Daß die Einstellungen an der Maschine - Stichlänge, -breite, Spannung - angepasst werden müssen, ist eigentlich selbstverständlich.

    Zu Kleber: ich verwende mittlerweile seit Jahren fast nur noch auswaschbare Bastelklebestifte. Punktuell aufgetragen, außerhalb der Nählinie bzw. des Stickbereichs. Die Klebekraft ist ausreichend bis das Projekt bzw. der Teilbereich fertiggestellt ist und da der Klebstoff außerhalb der Nadeleinstiche aufgebracht wird, verklebt keine Nadel und kein Garn, das dementsprechend auch nicht reißt.

    ein V-förmiger Einsatz (w.o. schon erwähnt) ist eine einfache Lösung und je nach verwendetem Material u.U. auswechselbar. Näh auf der Innenseite des Shirt-Ausschnitts ein paar kleine Druckknöpfe an (falls die Einfassung mit Beleg oder Schrägband gemacht ist), die Gegenstücke auf dem Einsatzstück. Es sollte etwas größer zugeschnitten und die Schenkel versäubert, evtl. leicht verstärkt sein, je nach verwendetem Material könnten die Druckknöpfe den Stoff ausreißen.

    das wundert mich jetzt nicht unbedingt. Mein Eindruck seit geraumer Zeit: sie haben sich verzettelt und zu viele Einzelthemen in Buchform gebracht. Was Zeitschriften betrifft: die sind auch nicht besser geworden. Die Konkurrenz ist groß, besonders seit viele ausländische Zeitschriften und Bücher zu den diversen Handarbeitsthemen problemlos in Deutschland erhältlich sind. Was "Anna" betrifft, die Zusammenlegung von "Anna" und "Lena" haben "Anna" auch nicht gut getan.

    Ich hoffe, daß eine Überarbeitung des Gesamtkonzepts eine positive Lösung des Problems bringt und die Insolvenz nicht zwangsläufig zur Liquidierung führt.

    Kerstin

    wenn die linke Seite sichtbar ist: auswaschbares Stickvlies, je nach zu bestickendem Material transparente auswaschbare Stickfolie, u.U. auch mehrere Lagen. In den größeren Zwischenräumen lassen sich Vlies und Folie leicht entfernen, wenn Gewebe schräg zum Fadenlauf gezogen wird, bei Gewirktem ebenfalls dehnen. So reißen die Unterlagen an den jeweiligen Außenkanten und lassen sich dann gut entfernen, notfalls schiebt man an einer Stelle eine Schere, eine Pinzette, ein Stäbchen o.ä. drunter und hebt das Vlies leicht an, dann ausreißen. Bei kleineren Zwischenräumen hilft ein angefeuchtetes Wattestäbchen oder der Zipfel von einem angefeuchteten Tuch.

    Wenn das bestickte Objekt vor dem verschenken gewaschen werden kann, entferne ich eh nur die gröbsten Reste, alles andere erledigt die Waschmaschine.

    Kerstin

    Die Kette habe ich auch mal selber gemacht - aber Schmuck basteln wird nicht mein Hobby :). Das war mal mehr eine Ausnahme.

    Schade eigentlich, denn die Kette ist hübsch. Und Textilschmuck hat ja nun auch was: Resteverwertung von Stoff, Leder, Pelzrestchen, Stickgarn, Strick-/ Häkelgarn, Filzschnüre, Borten, Spitze etc., läßt sich nebenher ohne große Ausrüstung machen, genauso gut lassen sich "nebenher" ohne Maschine und mit Maschine verbinden. Schnüre lassen sich zu Kordeln drehen, knüpfen, flechten, stricken, häkeln. Anhänger + Broschen aus Stoff, Filz, Leder etc. - Blüten, Blätter, grafisch moderne Motive, schöne Jugendstilvorlagen - alles ohne großen Aufwand. Vorlagen gibt's genug: Stickmotive für's handsticken oder 3D / ITH sind mit der Stickmaschine schnell gemacht (Technik: Applikation). Bezogene Knöpfe oder welche aus der Knopfkiste, aufgereiht oder als Mittelteil. Broschen lassen sich mit kleinen Sicherheitsnadeln an der Kleidung anbringen, Kettenverschlüsse bestehen aus Schlingen und passenden Knöpfen. Kurz, es braucht keine Investition in Perlen, Steine, Draht oder irgendwelches kostspielige Zubehör (wobei ich zugeben muß: auch hier ist mein Vorrat ähnlich groß wie bei Stoffen und Kurzwaren).


    Der Rock steht Dir gut, wenn auch das Gesamtbild etwas dunkel ist. Probier's mal mit etwas helleren Farbkombinationen.

    LG

    Kerstin

    ich liebe individuelle, selbstgemachte Knöpfe ....

    Posamentenknöpfe, Zwirnknöpfe, Dorsetknöpfe, selbstüberzogene und/oder bestickte Knöpfe - ich meine, mich zu erinnern, daß das hier im Vorgängerforum Thema war. Ob Anne was im Archiv hat?


    Ich denke, das Grundmaterial an Garn (Stickgarn, Knopflochseide, Kunststrickgarn, dünnes Strickgarn etc.), Stoffresten, Borstenresten, evtl. Perlchen etc. hat wohl jede/r hier im Haus, die Knopfbasis sind Ringe zum umhäkeln aus Messing oder Plastik (Posamenten-, Zwirn-, Dorsetknöpfe), gesammelter Knopfkistenbestand, Holzscheibchen, Holzdübel und kleine Ringschrauben für Knebelknöpfe (Baumarkt). Die Ringschräubchen lassen sich ersetzen durch einen angenähten Steg; überziehen des Knopfkerns mit hübsch gemusterten Stoffen, dünnem Walk oder feinem Filz.

    Posamentenknöpfe von außen nach innen umhäkeln oder umstechen (Langetten-/Knopflochstich) und mittig innen einen kleineren hübschen Zierknopf einsetzen - funktioniert mit Loch- und Ösenknöpfen.

    Überziehbare Knöpfe: unifarbene Stoffe lassen sich besticken. Per Hand oder Zierstiche der Nähmaschine oder Ministempel und Stofffarbe (Bastelbedarf).

    Wer selbstgemachte Knöpfe an häufig zu waschenden Teilen verwendet, verarbeitet sie am besten als Doppelknopf zum durchstecken (Prinzip Manschettenknopf) und einer beidseitigen Knopfleiste. So muß man empfindliche Knöpfe nicht jedesmal abtrennen und wieder neu annähen.


    rufie - Du hattest wegen Stoffmalstiften gefragt ("Euer Lieblingsstoffgeschäft - dekorative Reissverschlussbänder") - Ich verwende meist edding T-Shirt painter und Javana Stoffmalstifte mit mittlerer Minenstärke. Je nach Zierstichgröße reicht zum ausmalen ein Strich in der Wunschfarbe. Ich fotografiere mal ein paar Beispiel und lade sie hoch.


    Kerstin


    Nachtrag:

    interessante Bücher zum Thema Posamenten-/ Zwirn- und Dorsetknöpfe sind u.a.

    "50 heirloom Buttons to make", von Nancy Nehring, Taunton Press von 1996, ISBN 1-56158-146-1

    "Posamentenknöpfe" , Trachten Kultur Beratung Bezirk Schwaben von 2014, ISBN 978-3-934113-13-8

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