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Punkt 2
Die Tasche besteht aus einem gefütterten Körper, an dessen Rückseite die Taschenklappe angenäht ist. Dadurch entsteht ein Absatz, zwischen Taschenbauch und Klappe, in dem sich gerne allerhand Krümel & Co sammeln. Das nervt mich gewaltig. Ich will den Taschenköper mit Klappe komplett aus einem Stück haben.
Die kleine Tasche an der Vorderseite soll auch wieder drauf. Nur wie, darüber grübele ich ...
Punkt 3
Das geniale Zeitungsfach, eine hintere Einschubtasche muß auch wieder dran. Momentan ist die Trennwand zwischen Einschubfach und Rückwand der Tasche ein doppelt gelegtes Futter, was ziemlich abgeschabt ist und fast keine Stelle mehr, an der ich nicht bereits ausgebessert habe. Bei der Taschenkopie soll das aus doppeltem Taschenstoff sein wegen der Stabilität und dem Durchscheuern.
Das Blöde an der Geschichte ist nur, daß die Stoffteile nach dem Zusammennähen (rechts auf rechts) umgestülpt werden, damit die Nähe innen liegen und die Seitenteile auch irgendwie mit rein müssen. Wie mach' ich das am besten?
Vorstellbar wäre, alle Kanten mit einem Abschlußband oder Zierpaspel zu verbinden. Ist diese Idee zielführend?
Dann frage ich mich, ob es besser ist, die kleine Tasche vor dem Zusammennähen der großen Stoffteile aufzusetzen, was dann bei Umstülpen knifflig wäre. Oder erst, wenn der Taschenkörper schon fertig ist, was auch deppert ist, denn dann sieht man innen die Nähte, wo es festgenäht wurde.
Was ich vermeiden möchte, ist jedes Taschenteil einzeln zu nähen und zu verbinden. Ich möchte möglichst viele zusammenhängende Teile habe. Geht das überhaupt?
Könnt Ihr bitte ein bißchen Licht in meine Gedankenverwirrungen bringen? Das wäre prima, Danke. 
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die angenähte Klappe mit der Ansammlung von "Restmüll" dürfte bei den meisten Ledertaschen der Grösse der vorhandenen Häute geschuldet sein. Bei ausreichend großen Stoffstücken also kein Problem, Klappe und Taschenkörper in aus einem Stück zu schneiden.
Die aufgesetzte kleine Tasche vorne wirst Du vor dem zusammenfügen der großen Teile aufnähen müssen, das gesamte Teil unter das Füßchen zu kriegen und das Kurven nähen ist mit unseren Haushaltsmaschinen schwierig, eine eklige Arbeit, Du wirst fluchen wie sonst wer.
Steck oder klebe die NZ der kleinen Tasche nach innen und steppe dann von außen die drei Seiten fest (Stichwort aufgesetzte Tasche bei Kleidung/ Mantel). Dreifach-Geradstich oder festes Jeans-Topstitch-Garn wäre dazu eine Möglichkeit. Das Zeitungsfach auf der Rückseite nähst Du am besten auch vorher auf.
Ich würde u.U. die großen Taschenteile (Vorder-u. Rückseite, Boden, Zeitungsfach) mit Schabrackeneinlage verstärken. Vlieseline z.B. bietet diese in drei verschiedenen Varianten an. Die gibt es aufbügelbar und nicht aufbügelbar (wird beim nähen mitgefasst). Die Nahtzugaben der Einlage sollten aber unbedingt knapp neben der Naht abgeschnitten werden.
Wenn alle Einzelteile an ihrem Platz sind, kannst Du die Taschenteile zusammenfügen und wenden.
Von einer Rundum-Einfassung mit Band (Schräg- oder Ripsband) möchte ich Dir abraten, es sieht nicht unbedingt gut aus (Ausnahme kleinere Taschen zum ausgehen abends - Clutches u.ä.)
Ich hatte bei meinen ersten Taschen auch gedacht, die kleineren Teile später anzubringen und festgestellt, es ist eine Sch..ssarbeit. Es ist wirklich einfacher und tatsächlich zeitsparender zuerst die Einzelteile anzubringen und danach zusammennähen und wenden.
Täschner- und Sattlerbetriebe haben andere Maschinen, können damit ganz anders arbeiten als wir mit unseren Haushaltsmaschinen, aber auch diese Betriebe entwerfen Schnitt und Design nach den Möglichkeiten des vorhandenen Leders wie Dicke (dickes Rindsleder oder stoffweiches Ziegenleder z.B.), Gerbung und Hautgrösse.
Laß Dir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen.
Übrigens ist es von Vorteil, erstmal ein 3D Papiermodell zu machen. Kleb die einzelnen Schnitteile zum Modell zusammen (Tesastreifen reichen), notiere und markiere Paßzeichen, eventuelle Abnäher - alles was nötig ist, danach schneidest Du die die Klebestreifen einfach wieder auseinander und hast die korrigierten Schnittteile zur Verfügung.