P.P.S.: Was ich mich immer frage, wie es geht, dass soviele einfache Frauen, ohne großes Gehalt oder reichen Ehemann früher Pelze besaßen. War Pelz früher billiger oder haben die tatsächlich zig Monatsgehälter in so eine Jacke gesteckt?
Wirklich teure Pelze gab es nicht beim einfachen Volk (also, Zobel, Nerz, Silberfuchs usw.).
Einfache Pelze (Lamm/Schaf in verschiedenen Zurichtungen, Kaninchen, Maulwurf, Rotfuchs usw.) waren eine Anschaffung für's Leben.
"Mode" war sehr viel weniger vergänglich als heute, man ging sorgsam damit um, pflegte und reparierte viel mehr als heute.
Auch das Umarbeiten von Erbstücken war viel erschwinglicher und durchaus üblich.
Meine allererste "Schneider"-Aktion war es, mir (Mitte 20) mit Omas Tret-Singer von 1928 aus einem gut erhaltenen Alte-Damen-Kamelhaar-Mantel eine Winterjacke zu basteln, weil mir a.) das Geld fehlte, um eine zu kaufen, b.) es in der DDR auch nix Gescheites gab. ...hab ich lange getragen 😉...