Beiträge von Hummelbrummel

    Und jetzt habe ich mir Dein Detailbild mit der Nahtkante nochmal mit Zoomen genauer angeschaut:

    Bei der links zu sehenden Naht stimmt etwas mit der Fadenspannung nicht.


    Ich vermute, diese dollen Schlaufen, die man da sieht, sind auf der Unterseite entstanden, also als Du den Tunnel von der anderen Seite festgenäht hast. (??)


    In dem Fall ist der Oberfaden schuld.

    Hierfür gibt es mehrere mögliche Ursachen.


    Bei diesem Stichbild/ Fehlerbild würde ich zu allererst die ganze Maschine komplett neu und genau nach Anleitung einfädeln und besonders darauf achten, dass der Oberfaden gut in der Spannung liegt. Beim Einfädeln den Nähfuß oben haben.


    Es könnte unter anderem auch sein, dass:

    - du beim Nähen den Nähfuß nicht abgesenkt hattest. (Dann funktioniert die Spannung gar nicht - danach sieht es hier aus.)

    - die Nadel nicht für das Kunstleder oder den verwendeten Faden geeignet ist

    - irgendwo Kleber mit im Spiel war (falls Du das vor dem Zusammennähen zusammengeklebt hast)


    Jedenfalls ist diese Naht nicht haltbar und wird sich schnell wieder auflösen, dafür ist sie aber ganz einfach aufzutrennen: Zieh einfach vorsichtig den Faden raus, der auf der im Foto sichtbaren Seite nicht die Schlaufen bildet (also der, um den die Schlaufen rumgehen). Das dürfte sehr leicht gehen und damit löst sich dann die ganze Naht wieder auf und Du kannst es nochmal ordentlich nähen.


    Auf welcher Maschine nähst Du?


    Lass gerne wissen, welcher Ansatz zutreffend und hilfreich war.


    Viel Erfolg!


    PS: "Kappnaht in Kunstleder" ist jetzt übrigens nicht ganz die Anfängerübung und sicher auch für viele Nähmaschinen schon eine besondere Herausforderung an der Grenze der Komfortzone.

    So etwas würde ich in jedem Fall an einem Reststück so lang probieren, bis die Naht gut ist, bevor ich das eigentliche Stück nähe.

    Hallo Ralf,

    Ideen:

    1.

    Schlaufen auf die Ecken einfach oben drauf nähen. Bis in's letzte Eck braucht man hier eh keinen Stauraum.

    Also zwei rechtwinklige Dreiecke aus Kunstleder zuschneiden, je einen mit dem rechten Winkel auf eine Ecke legen, die Kordel als Schlaufe nah an der Ecke zwischen Beutel und Dreieck legen, und alles zusammen festnähen.


    2. in den Ecken je ein große Öse durch beide Lagen einschlagen und die Kordeln da einhängen.


    3. (eleganteste Lösung, bei der der Beutel einen Boden bekommt) Beutel auf links drehen, an beiden Bodenecken die Seitennaht (oder Kante, wenn da keine Naht ist) auf die Bodennaht (oder Kante) legen, Stoff rechts und links glatt ziehen, dann ein Dreieck abschneiden. Kordel- oder Band so durch die Lücke legen, dass die Schlaufe auf der rechten Seite ist (also von hier aus gesehen innen) und die neue Schnittkante zusammennähen.

    Falls das nicht verständlich war: Bodenecken abnähen und dabei die Schlaufen einarbeiten. Zu "Bodenecken abnähen" oder "Taschenecken" gibt es zahlreiche Anleitungen im Netz. (Beispiel)


    Viel Erfolg


    Edit: Beim Lesen von Anleitungen kann man auch manches lernen.

    Falls Du Anregungen suchst:

    Turnbeutel Farbenmix

    Turnbeutel Lederheidi

    CharmingQuilts

    Jenny, Hummelbrummel hat sich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt.
    Sie meinte, dass in diesem allerersten Post der neuen Userin gleich mal ein Link zu einer Shopseite enthalten war.
    Den hat sie allerdings inzwischen offensichtlich entfernt.
    Insofern - alles cool 😉!

    Ja, genau, und das in einem Post, der 11 Jahre alt ist und seit 9 Jahren schlummert. Riecht nach Spam und dient meist nur dem Klicks sammeln auf der verlinkten Seite.

    In einem anderen Forum konnte man erfahren, dass mit derlei neuerdings auch KI trainiert wird.

    Und dann gibt's da noch den Smart Thread Allzweckfaden.

    Ich habe einige Garne zum Stricken, da ist er gut.

    Für meine Nähbedürfnisse ist er mir aber oft zu hochglänzend (also von der Farbe her.)


    Edit: Natürlich nicht zum Stricken, sondern zum Sticken mit der Stickmaschine.

    Ich vernähe ganz verschiedene Garne.

    Aus der Auflösung einer Näherei in den 90ern habe ich eine große Farbauswahl, wo sich immer was passendes findet. Die Garne sind alt, aber zum Großteil einwandfrei.


    Für Sachen, die ich mir selbst nähe und am Körper trage, nehme ich oft den Gütermann-Baumwollfaden, (weil ich Polyester oft nicht vertrage) und habe damit keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Auch das Buttinette-Baumwollgarn nehme ich gerne, gibt es aber nur in wenig Farben.


    Außerdem habe ich diverse Vorräte von Amman Rasant und Saba, die ich beim Trigema-Outlet gekauft habe. Die gibt's da oft günstig in Zufallsfarben. Finde ich auch gut und nehme ich auch gerne zum Sticken.


    Wenn eine Geradstichnaht in dehnbarem Stoff reißt, wenn man den dehnt, halte ich das für normal, relativ unabhängig vom Faden.


    Außerdem habe ich es schon erlebt, dass der Stoff gerissen ist, wo der Faden zu stabil für den Stoff war, beim Upcycling (Bettwäsche), aber auch schon bei einem neuen Stoff (Jersey, trotz Jerseynadel).

    Im Zusammenhang mit Patchwork habe ich mal gelesen, dass man Baumwollstoffe nicht mit Polysterfaden vernähen soll, damit der Faden den Stoff nicht scheuert/ schneidet/ reißt. Ganz so eng würde ich das aus eigener Erfahrung nicht sehen, aber generell denke ich schon, dass es Garn-Stoff-Kombinationen gibt, die nicht optimal sind.

    Mit Kursen kenne ich mich nicht aus.

    Aber ich finde, es gibt gute Bücher, in denen man jede Menge lernen kann.

    (Mir persönlich ist Lesen auch deshalb lieber, weil ich das überfliegen und besser auswählen kann, was mich interessiert, als in Videos.)


    Um viele verschiedene Techniken zu lernen, finde ich das Buch "Alles selbst genäht" von Readers Digest gut. Die Modelle sind unmodern und vermutlich überwiegend untragbar, aber die Verarbeitung der einzelnen Elemente ist meiner Meinung nach gut beschrieben.

    Ich habe ein Exemplar von 2000 (außen in Brauntönen gehalten und - oh Schreck - gerade gesehen, dass das heutzutage in Gold aufgewogen wird.) Vielleicht bekommst Du es in einer Bibliothek und kannst es mal anschauen, ob es Dir taugt.


    Man müsste die Techniken halt dann bei Schnitten nach dem eigenen Geschmack zur Anwendung bringen.


    Auch die beiden moderneren Werke "Nähen, das Standardwerk" und "Richtig nähen mit der Nähmaschine" zieren mein Bücherregal, sind aber meiner Meinung nach wesentlich weniger nützlich, wenn es darum geht, Kleidung zu nähen. (Weil sehr breit angelegt und eher oberflächlich.)

    Die Knöpfe finde ich auch sehr hübsch, aber bei den unzähligen alten und neuen Perlmuttknöfchen, die ich schon in Händen hatte, waren solche auch noch nie dabei.

    Sieht von der Optik her eher nach Holz, Rinde, Kokos o.ä. aus. Wenn die Musterung auf allen Knöpfen identisch ist, sind sie wahrscheinlich aus Kunststoff.

    Wie fühlen sie sich denn an?

    Das Ringelschwänzchen lässt jedenfalls an eine ältere Maschine denken.

    Folgende haben jedenfalls andere Nadeln: Kinttax M2, Noveda/Euro20 Gilgen, Passap M, Orion 360.


    Irgendwie habe ich das vage Gefühl, solche Nadeln mit diesem Ende (und den zwei Drecksammelstellen im Zwischenraum) schon mal ausführlich geputzt zu haben.


    Hattest Du mal was mit sowas zu tun?

    (Wobei ich die nicht mehr habe und leider damals nicht fotografiert habe, wie die Nadeln aussehen.)

    Das sieht sehr nach einer Fangnadel aus um z.b. Fäden einzuziehen. Bist du dir sicher dass die in eine Maschine kommt?

    Die Nadel gehört zu einer Strickmaschine.


    Man kann sie aber auch prima nutzen, um weit gefallene Maschen beim Stricken wieder hochzuholen.

    _______________________

    @ Syfalk:


    Zu welcher? Die unterscheiden sich manchmal nur in Kleinigkeiten- also Abstand der Nase nach hinten, etc.


    Welche Maschinen hättest Du denn zur Auswahl?

    (also, die Du hast oder mal hattest, zu denen sie passen könnte?)

    Und wie viele Nadeln hast Du davon?

    Je nachdem, um was für eine Datei es sich hanedelt, wie viele Farbwechsel es gibt und wieviele Lage übereinander oder dicht nebeneinander liegen, handhabe ich das unterschiedlich.

    Wenn ich es auf beiden Seiten richtig ordentlich haben will, hole ich den Unterfaden nach jedem Farbwechsel hoch, halte beide Fäden oben fest, lasse ein paar Stiche sticken und schneide dann beide knapp ab.


    Wenn das Garngewusel so groß ist, dass man den Stoff freischneiden muss, hört es sich allerdings eher so an, als wäre der Oberfaden sehr viel zu locker, eventuell nicht richtig eingefädelt.

    Kinderdecke ohne Einhörner


    Ich wollte hier mal noch "den Deckel draufmachen"


    Inzwischen ist die Decke fertig.

    Ich habe dann doch den Stoff mit den Dinos gekauft, weil das derjenige war, der mich in den Laden gelockt hatte und weil er mir einfach viel besser gefiel, als die Einhörner.


    Flüchtig hatte ich die Idee, den Stoff mit einem rosa Fleecestoff zu doppeln, um einen Rosafaktor zu erhalten. (Die Decke ist für ein Mädchen.) Oder einen rosa Einfassstreifen, aus Schrägband oder Fleece, drumzumachen.

    Aber die Verkäuferin hat mich derart zugetextet, dass ich im Laden gar keinen klaren Gedanken fassen und deshalb keine Entscheidung treffen konnte.


    Dann wollte ich einen ordentlichen Saum nähen, aber der Stoff ist äußerst rutschig und in eine Richtung sehr dehnbar. Man hätte sehr viel und sehr sorgfältig stecken (und/oder kleben) müssen. (Bügeln geht gar nicht.)


    Bei der Suche im Netz nach Ideen und Lösungen stieß ich unter anderem auf ein Tutorial, wo eine Fleecedecke (fast) einfach mit der Overlock umrandet wird. (Inzwischen habe ich schon wieder vergessen, wo das war.)

    "Fast einfach" deshalb, weil dort davor gewarnt wurde, dass Polyester-Fleece-Stoff das Messer der Overlock stumpf machen würde. Deshalb zeigte sie ausführlich, wie man am Messer vorbei nähen kann, wenn man vorher sehr sorgfältig geschnitten hat und beim Nähen sehr gut aufpasst.


    Kurzfristig überkam mich eine Messer-Stumpf-werdungs-Panik.


    Aber erstens kann ich bei meiner Maschine das Messer hoch- und damit ausstellen, wenn ich das will.

    Und zweitens fiel mir ein, dass ich immer noch mit dem ersten Messersatz an meiner Maschine nähe (auch wenn ich inzwischen einen zweiten besitze, für den Fall, dass der Tausch eines Tages nötig sein und die Messer dann nicht mehr nachkaufbar sein könnten), und dass ich seit 1996 damit schon viele, viele Fleecejacken, Fleeceoveralls, - Fleecehosen und Fleecepullover für drei Kinder und einen Ehemann genäht habe und dabei bisher weder Skrupel wegen des Stoffs hatte, noch einen negativen Einfluss auf meine inzwischen fast 30 Jahre alten Messer feststellen konnte.


    Also habe ich die Messer-Stumpf-werdungs-Panik über Board geworfen und meine Energie lieber darauf verwendet, mehrere Garne auszuprobieren und die schönste Kantenkombi zu finden.


    Danach war es dann ganz einfach.


    Aber es hat mir doch etwas zu denken gegeben, wie leicht ich mich von Zeug beeinflussen lasse, das ich im Netz lese.


    Zu meiner Ausgangsfrage nach der Größe:

    Der Stoff liegt 160cm breit.

    Die Verkäuferin ließ auch eine Größenempfehlung vom Stapel, an die ich mich angesichts der Fülle an Text im Laden aber nicht mehr erinnern kann. Jedenfalls kam darin unter anderem vor, dass ich den Rand 40 cm abschneiden solle, damit der Rapport längs und nicht quer in der Decke verlaufe.

    Da dachte ich mir, ich lass die 40 cm lieber dran, dann können die am Rand auch noch wärmen und ich habe keinen teuren Stoffrest rumliegen, mit dem ich nichts anfangen kann. Ich mach' die Decke einfach quadratisch.

    Deshalb kaufte ich 160 cm Stoff.


    Zuhause stellte ich fest, dass die Schnittkante deutlich vom Fadenlauf der Schussfäden abwich. Der ließ sich recht gut erkennen, so dass der Stoff einfach zu begradigen war. Am Ende hatte ich von jeder Seite einen Stoffstreifen übrig, der sich von 0 bis 12 bzw. 14 cm verbreiterte. Naja, das waren dann die Stücke, an denen ich bequem viele Nähproben mit verschiedenen Garnen machen konnte.


    Die Decke misst jetzt ca. 160 x 150 cm.

    Der Leuchteffekt ist nicht sehr stark ausgeprägt, aber die Decke ist schön flauschig (und ziemlich leicht.)


    Mir gefällt sie trotzdem. Ich hoff, der Nichtentochter dann später auch.

    Das Färben in Tüten wird jedenfalls unter anderem auch in dem Buch: "Grundkurs Stoffe färben" von Christa Rolf behandelt, nur dass die Tüte da "Plastikbeutel" heißt. (S. 31).

    Meine Erfahrungen damit habe ich hier geschildert.


    (Falls für meinen Blog Warnmeldungen kommen, liegt das sehr wahrscheinlich an Voreinstellungen Eures Rechners gegenüber Google, mein Blog läuft über Google mit all deren Datensammlerei. Da kann ich leider nichts machen und für eine eigene Blogkonstruktion fehlen mir Zeit und Knowhow.)

...und hinein ins Nähvergnügen! Garne in 460 Farben in allen gängigen Stärken. Glatte Nähe, fest sitzende Knöpfe, eine hohe Reißfestigkeit und Elastizität - Qualität für höchste Ansprüche. ...jetzt Deine Lieblingsgarne entdecken! [Reklame]