Hallo
ja, liebe Parfait - das ist nämlich die Kehrseite. Wie heißt das Sprichwort so schön: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr...:"
So halte ich das hier auch: wie soll denn ein Haushalt funktionieren mit 6 Personen, davon 1 Außendienstler, 1 Selbständige, 3 Pubertiere und das Kindergartenkind?
Ich bin hier nicht die Hotel-Mama-Version. Entweder wird mit angepackt, oder es läuft halt nicht. Dann muss leider am Wochenende nachgeholt werden, was unter der Woche liegen blieb. Dann gibts halt keine Freizeit, keine Freundetreffen, keine Ausflüge, nix. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Und wenn kein Geschirr mehr da ist, weil die Spülmaschine nicht bedient werden konnte, dann müssen sie halt spülen. Wenn keine sauberen Socken mehr gelegt und im Schrank sind, dann müssen sie halt aus den nicht-gelegten-Wäschebergen rausgesucht werden. Mülleimer laufen über? Dann bringt sie endlich raus.....
Hier hat jeder seine Aufgaben, die auch dem Alter entsprechen und alle (okay die Murmel noch nicht) können sich was kochen, wissen wie die Mikrowelle, Wasch- und Spülmaschine funktionieren und wie man bügelt wissen zumindest alle über 1,40 m Körpergröße
Und ich mache viel, aber nicht alles. Ich bin doch nicht deren Dienstmädchen! Und wenn sie es jetzt lernen, dann können sie auch in einer Studentenbude mal überleben, ohne nach 2 Wochen pleite, stinkend und hungernd draufzugehen
Es geht nicht, wenn nicht alle mit anpacken. Und dazu muss man als Mutter konsequent sein.
Und das fängt schon bei den ganz Kleinen an. Die Murmel z.Bps. ist für den Tisch "zuständig". Mit fast 4 kann sie wunderbar den Tisch fürs Essen decken. Das macht sie sogar gerne und dabei wird noch spielerisch gelernt: sie zählt Teller, Besteck, macht sich Gedanken, wieviele Untersetzer gebraucht werden, je nachdem was gekocht auf den Tisch kommt. Das macht sie übrigens schon fast 1 Jahr lang (seit sie an alle Schubladen gut dran kommt). Und dass halt mal ein Teller in 100 Teile zerspringt, wenn man ihn auf den Boden deppert.... Das gehört auch dazu.
Und so haben wir es von Anfang an mit allen Kindern gehalten. Die Mitteltochter ist für die Spülmaschine zuständig - ausräumen, sobald sie fertig ist und das benutzte Geschirr einsammeln. Und einmal in der Woche die Wäsche legen helfen. Die Großen teilen sich Aufräum-, Müll- und Hunde-Dienst. So ist keiner völlig überfordert, aber jeder muss mit anpacken. Und sie lernen "nebenbei" wie ein Haushalt funktioniert und was da so alles gemacht werden muss und dass man eben nicht im Hotel Mama lebt.... eine Familie ist Geben und Nehmen - auch im Haushalt!