Das Finanzamt schätzt auf die letzten 5-10 Jahre, dass du das ja schon öfter getan haben könntest und dann darfst du nachzahlen.
Und eine entsprechende Meldung geht raus an die zuständigen Stellen: IHK, eventl. Handwerksrolle, Gewerbeamt, etc. pp. Dort wird dann auch großzügig geschätzt, was du die letzten 10 Jahre so an Beiträgen hättest zahlen sollen und wieviel Umsätze du gemacht hättest, die du nicht angegeben hast.
Da kommen schnell 4-stellige Beträge zusammen! Und da du nicht beweisen kannst, dass du das nicht gemacht hast, musst du zahlen. Im Bekanntenkreis erlebt! Ein paar Kinderklamotten für "Freunde" genäht. Mit einem gabs Streit, der hat beim FA angeschwärzt. Im Nachhinein waren dann knapp 3000 Euro Nachzahlungen fällig für Schwarzeinkünfte. Da sie nicht beweisen konnte, dass sie das ja nie und nimmer gemacht hatte, musste sie zahlen.
Ja, und was war da ein Geheule. Die ganzen Standardsätze kann ich nicht mehr hören: hab ich nicht gewußt - war doch nur x mal - wollte doch nur das Material wieder raus haben - schadet doch keinem - hab gedacht ich werd nicht erwischt - das kostet doch was
Es hat seinen Grund, dass man ein Gewerbe anmelden soll und sich an alle gesetzlichen Vorgaben zu halten hat. Und dass man dann Ausgaben hat, die ein Schwarzarbeiter nicht hat. Ich habe alleine ein paar Tausend Euro im Jahr nur an Gebühren, für gesetzliche Vorgaben, die ich einzuhalten habe! Ihr kennt die Liste sicherlich: Finanzamt, MWSt, Steuerberater, Finanzbuchhaltung, Gewerbemüll, Rechtskanzlei, Shopgebühren etc. pp. und sollte da am Ende noch ein Gewinn über bleiben, dann darf ich den auch noch versteuern. Und nebenbei stehe ich noch jedesmal mit einem Bein im Knast, weil ich ja grad eine aktuelle Änderung der Gesetzteslage noch nicht gelesen habe....
Und jetzt erzähl mir, jemand der das schwarz macht, schadet niemandem! Sorry, aber ich bin auf sowas echt allergisch!