Leder nähen - welche Nadeln?

  • Ich habe heute zum 1. Mal Lederpuschen für meinen Sohn genäht (siehe Galerie) - und bin daran fast verzweifelt! 4 Nadeln habe ich abgebrochen, und wollte daher mal fragen: welche Nadeln nimmt man am Besten? In der Nähanleitung stand Stärke 90 oder 100, die habe ich genommen - aber das ging gar nicht, damit hat die Nähmaschine sofort blockiert. Die 70er sind dann immer abgebrochen. Hilfe!!


    Eigentlich finde ich die Puschen toll und würd gern öfter welche nähen, aber wenn das immer so ausartet... vielleicht hat hier wer Tipps!? Oder liegts evtl. sogar am Leder? Das hatte ich aus einer Reste-Überraschungstüte von buttinette (glaub ich), ist das, was man in verschiedenen Farben kaufen kann, evtl. dünn(er)? Meins ist ca.2 mm dick.

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  • Hallo Engelinchen,


    Du kannst Leder mit einer Ledernadel nähen. Manche nehmen auch eine Jeansnadel.

    Liebe Grüße


    Sonja

    Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. Thomas A. Edison

  • Ich näh Leder immer mit der Ledernadel. Die gibt es auch in verschiedenen Stärken. Die Ledernadel ist geschliffen und schneidet das Leder, auch dickeres.
    LG Andrea

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  • Aber mit Ledernadeln darf man nicht vernähen, indem man zurücknäht. Und man sollte sich kreuzende Nähte vermeiden, da Murphy gern dafür sorgt, dass die Nadel genau auf die erste Naht trifft und diese durchtrennt.


    Für Puschen nimmt man doch normalerweise eher weiches Leder, auch wenn's dick ist. Das sollte nicht an der Nadel scheitern. Vielleicht gibt's andere Punkte, deretwegen Deine Nadel abbricht. Nähst Du zu schnell? Bei dicken Nähten und Leder nähe ich manchmal ganz langsam sogar über das Handrad, zumindest an den Kreuzungen. Passt Dein FAden, oder bildet der irgendwo Knötchen? Mein Favorit für Leder sind Jeansnadeln 90 oder 100, damit schaffe ich fast alles.

  • Aber mit Ledernadeln darf man nicht vernähen, indem man zurücknäht.


    Warum nicht?
    Ich kenn mich mit Leder (noch) nicht aus.



    Und man sollte sich kreuzende Nähte vermeiden, da Murphy gern dafür sorgt, dass die Nadel genau auf die erste Naht trifft und diese durchtrennt.


    Und wie näht man dann zB Jacken? :confused:

    Grüßle
    Annette


    Kerlchen, ach Kerlchen, ich liebe dein Lachen doch so sehr!
    (Angelehnt an den kleinen Prinzen von Antoine de Saint Exupéry)

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  • Ledernadeln stechen nicht ins Leder, sondern sie schneiden ein kleines dreispitziges Kreuz in das Leder, da sie scharfe Kanten haben.


    Wenn man mit solch einer Nadel rückwärts näht, dann zerschnippelt man die Naht, die man gerade gemacht hat, gleich wieder. Ebensolches gilt für kreuzende Nähte: Wenn die Nadel genau auf die erste Naht trifft (und Murphy kann grausam sein), dann wird die erste Naht an der Stelle zerschnitten.


    Daher muss man bei einer Ledernadel aufpassen, dass nirgendwo etwas unter die Nadel gerät, das das Zerschneiden nicht verträgt.
    Hinzukommt, dass dieser kleine geschnittene Stern natürlich ein größeres Loch ergibt als so ein gestochenes Loch, das sich weitgehend wieder schließt. Daher kann man nicht trennen und sollte keine große Stichlänge wählen.


    Wenn man das alles beachtet, kann man natürlich prima mit einer Ledernadel nähen. Aber wenn ich ehrlich bin, dann sind das für mich persönlich viel zu viele Wenns und Abers, zumal eine dicke Jeansnadel auch fast alles näht, was eine Ledernadel näht. Wenn die das nicht schafft, dann ist das Nahtgut meist so dick, dass ich sowieso lieber mit einer Ahle und Handarbeit drangehe.


    Jacken nähe ich daher auch wie alles andere mit der Jeansnadel.

  • Jetzt verstehe ich, du beziehst das ausschließlich auf die Ledernadeln.
    Da hab ich wohl nicht ganz richtig gelesen.

    Grüßle
    Annette


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