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"Freiheit für den Bauch" - oder "Die Suche danach, Hosen "bequem zu machen"

  • Durch den Thread von Kugelknopf "Modelust und Frust", bei dem ich mich ja erst verlesen hab und "Mordslust" gesehen hab;),
    stell ich mal meinen momentanen Gedanken-Eintopf ein:


    Ich bin ein eher kurzer Mensch, mit birnigem Po - bis vor einigen Monaten noch etwas flacherem Bauch.
    Durch einen zunehmenden Umbau meine Körpers, wächst und wölbt sich ein kleiner runder knuffiger Hügel über meinem Schambein (nein ich bin nicht schwanger:rolleyes:, aber die Hormone und einige psychologische Umwälzungen, führen zu einem geänderten Körpergefühl und -verständnis), der es gar nicht gerne mag, durch die üblichen Hosenbunde eingezwängt zu werden.


    Da ich (zum Glück) eine Hüfthose mein eigen nenne (ge-ebayt, bin eh zu 95% ein Re-cycler, außer Gummistiefeln und Unterwäsche gab die letzten Jahre nur Motorrad-Sicherheitskleidung und ein Öljacke neu-gekauft), habe ich zum Glück keine NOT, soll heißen, ich muss nicht nackt auf die Strasse gehen :D


    ABER


    als ich unlängst in meinem RIESENkonvolut "alter" Jeans eine flugs herausgriff um mal eben abends schnell zum Briefkasten zu gehen... - passte alles - NUR die Hose ging nicht zu.


    Nun bin ich zwar mit meinem Körperwahrnehmungsgefühl schon weiter ;) - aber... noch nicht so ganz da, wo ich irgendwann gerne sein würde - also... ich neben 1. Frust über "Hose geht nicht mehr zu", womit ich zwar gerechnet habe, aber nicht damit, dass es mich doch sooo stört :o,


    und 2. entstand auch gleichermaßen der unbändige Wunsch - mir BEQUEMLICHKEIT zu erarbeiten.


    Gut. Ich habe kurzfristig an einen elastischen Strickstrumpf gedacht, den ich anstelle eines Bündchens oben annähen könnte, ähnlich wie bei einer Schwangerschaftshose, was noch nicht das Problem mit dem Reissverschluss ändern beheben würde,


    ABER... das ist alles bei mir noch nicht soooo ausgereift und ich mag nicht aus allen Jeans eine Schwangerschaftshose machen - ich will ja auch mal T-Shirt mit Bäuchlein zeigen:nerd:.


    Ich habe mir geschworen mir mein Hügelchen nicht "runterzuhungern" - damit ist endgültig Schluss - ich mag ihn ja ! Er gehört zu mir .... (NEIN NEIN.. nicht wie mein Name an der Tür :cool: ) , aber... ich möchte mich wohlfühlen - und nicht gleichzeitig alle meine alten Hosen entsorgen.


    Außerdem - bin ich auch ein bisserl infiziert worden durch ein Buch, über das ich in der Bibliothek gestolpert bin, vielleicht kennt es ja der ein oder andere ?? "Die Kleiderdiät" von Linda Deslauriers? Ich habe mit dem Buch angefangen und bin "angestupst"....


    Also meine Frage in die Runde: Wer hat dieses Thema schon durch, oder ist schon/auch dran an dem Wohlfühlen in der 1. Haut (na eben Haut und Form in Hülle und "wie auch immer" Fülle) und 2. Haut (Kleidung) :tanzen: ---


    ich glaube hier, wo so viele sich IHRE Kleidung schneidern - kann ich gesund fündig und "pfundig" werden - ich brauch a bisserl ne "Gehhilfe" und Tips und auch z.B. No-go's, also was lohnt sich am "Ändern" von Kleidung gar nicht??


    sorry :skeptisch: , war vielleicht ein wenig zuviel auf einmal - aber das gärt nun schon seit ich mich hier angemeldet und quergelesen hab in meinem Hirnkästchen... - bin dankbar für euren Out-put (so ihr Lust und Laune dazu habt) und demzufolge - bei mir hoffentlich dann In-put.


    fröhliche und hügelige Grüße


    Tjorven

    Ob eine Sache gelingt, stellst Du nicht fest, wenn Du darüber nachdenkst,
    sondern wenn Du es ausprobierst.

    -Anonym-

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  • Hallo Tjorven,


    ist zwar erstmal viel, was du geschrieben hast (macht gar nix, meine Texte werden auch schnell lang); trotzdem bleiben für mich noch eine ganze Menge Fragen offen.


    Ich weiß zum Beispiel nicht, wie ich mir einen birnigen Po vorstellen soll. Aber das scheint im Moment auch (noch?) gar nicht soo wichtig zu sein.


    Die Kleiderdiät von Linda Deslauriers kenne ich nicht. Habe dann Tante Gugl befragt, die Leseprobe bei amazon konsumiert und in ihrem Blog gelesen. Aber es ist glaube ich für diesen Thread hilfreicher, wenn du beschreibst, was für dich die Überlegungen und gewünschte Schritte und Konsequen daraus sind.


    Was ich aus deinem Text ziehe:
    * Du hast genügend Jeanshosen, die mal gepasst haben und das außer am Bauch wahrscheinlich immer noch ganz akzeptabel tun. Du hast also Material zum Ausprobieren (günstige Voraussetzung!)
    * Du hast eine Hüfthose, die zumindest „funktioniert“. Nicht so ganz geht aus deinem Text hervor, ob es dir so auch lieb ist oder ob es eher eine „Notlösung“ ist.


    Mein Ansatz wäre der, zu überlegen, wie ich denn mein Bäuchlein kleiden will?
    a) „hosentechnisch“ gar nicht, der Bund hat gefälligst drunter zu bleiben -> Hüfthosen
    b) das Bäuchlein soll schön wie in ein Futteral eingepackt werden, aber bitte weich und nachgiebig -> Modelle wie die Schwangerschaftshosen mit dem Strickbündchen, Hosen ohne Bund, allenfalls Beleg
    c) die Hose soll ein festes, stabiles Futteral fürs Bäuchlein sein -> mal sehen, wie weit man da mit ändern kommt; das läuft mittelfristig eher auf eine Maßschnittentwicklung raus.


    Ein Ansatz könnte sein, an einer alten Jeans erst einmal den Bund abzumontieren. Trennen oder einfach abschneiden. Dann mal anziehen, wahrscheinlich bleibt der Reißverschluss erstmal offen. Versuchen, herauszufinden, wo und wie tief du den Leib der Hose vom Bund her einschneiden musst, damit sich ein halbwegs vernünftiger Sitz des verbleibenden Hosenfragments ergibt und du die aufklaffende Fehlweite am Reißverschluss etwas verteilen kannst.
    Ich nehme an, deine Jeanshosen sind plusminus FivePocketJeans? (Vielleicht nicht im strengen Sinn …) dann kannst du wegen der Taschen nicht beliebig überall einschneiden. Aber vielleicht findet sich eine Möglichkeit?


    Die Schlitze mit Keilen aus anderem Stoff hinterlegen. Je nach gewünschten Trageeigenschaften kann das aus Jersey oder Sweat sein (sehr weich und nachgiebig), aus Baumwollwebstoff (im Vergleich zur Jeans dünn, aber durchaus stabil) – oder sogar aus Jeans (eine andere Jeans dafür opfern; wenn du nachher wieder einen Bund dran montieren willst, brauchst du dafür sowieso auch Material, z.B. aus einem Hosenbein …)


    Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.


    Dein Thread ist im Unterforum „Praktisches, Psychologisches und Philosophisches rund um unser Hobby“ vielleicht nicht so besonders günstig angelegt. Überleg mal, ob ein anderes Unterforum vielleicht passender ist, damit diejenigen, die dir gute Sachen dazu sagen können, es überhaupt mitbekommen. („Schnittmusterprobleme und -besprechungen“, „Abseits der Norm“ oder vielleicht auch „Refashion, Gerettet, Second Life, Upcycling“? Wenn du deinen Thread wo anders hin verschoben haben willst, kannst du einfach den „Meldeknopf“ drücken, das ist das kleine dunkle Dreieck mit dem Ausrufezeichen drin, und drum bitten, dass es verschoben wird).


    Liebe Grüße
    Schnägge

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  • Danke Schnägge für Deine ganzen Überlegungen.



    Mhh - den Tip, es in ein "handwerkliches " Unterforum zu verschieben bin ich gar nicht gekommen. Danke :) ... ich hab so aus dem Bauch heraus geschrieben und auch das "philosophische Unterforum" gewählt, aber stimmt, ich möchte ja "nicht nur" die gedanklichen Überlegungen, sondern hatte auch auf "handfeste" Tips gehofft, wie jetzt auch bekommen.


    Ich werd mal ein wenig in mich gehen ;) , mal sehen, was dabei rauskommt


    LG, Tjorven

    Ob eine Sache gelingt, stellst Du nicht fest, wenn Du darüber nachdenkst,
    sondern wenn Du es ausprobierst.

    -Anonym-


  • Die Kleiderdiät von Linda Deslauriers kenne ich nicht. Habe dann Tante Gugl befragt, die Leseprobe bei amazon konsumiert und in ihrem Blog gelesen. Aber es ist glaube ich für diesen Thread hilfreicher, wenn du beschreibst, was für dich die Überlegungen und gewünschte Schritte und Konsequen daraus sind.


    Liebe Schnägge,


    um jetzt noch einmal etwas detaillierte, als gestern nacht auf Deine Denkanstösse zurück zu kommen: eine Quintessenz, die mich in dem o.g. Buch anspricht ist Folgende:


    über 50% der Kleidung, die in meinem Kleiderschrank hängt, ziehe ich nicht an, weil ich zwar mal "gekauft" habe, weil ich sie schön fand, aber weil ich mich z.B. nicht wohl drin fühle, sie inzwischen nicht mehr sitzt, oder sie mich einfach nicht mehr "anziehen", sprich: ich mich in ihnen nicht mehr als Typ wieder finde.


    Ich habe schon regelmässig aussortiert, aber bin auch ein sparsamer Mensch, der nicht jedes Jahr die "aktuellste Mode" tragen muss - bin eher pragmatisch unmodern altbacken - aber solide. D.h. WENN mir bei der aktuellen Mode was gefällt (Farbe/Schnitt) und dann auch noch passt, kann es schon sein, dass ich second hand versuche etwas in der Art zu bekommen. Aber, ich kann mich schlecht davon trennen, wenn es nicht mehr "zu mir spricht", auch aus der Erfahrung heraus, dass ich manchmal Jahre später etwas weg-"getanes" vermisse oder wenn ich es wiederfinde (z.B. Winterparka) dann wieder gerne anziehe.


    Mein Ziel wäre es: Ich mag meine Kleider, ich fühle mich wohl drin, finde mich als Typ drin wieder und brauch mir auch bei besonderen Anlässen keine Gedanken drüber machen, was zu mir passt oder zueinander passt (Stichwort: Kombinierbarkeit). Und ... ich hab nicht soviel.


    DAHER bin ich über dieses Buch gestolpert und hoffe, darin einige Antworten/Tips zu finden, was mir bei meiner Umstrukturierung der sachlichen Ebene - also sprich der Kleider, und auch der pychologischen Seite, also sprich der Einstellung zu meiner Vorstellung von mir und der Kleidung, die mich umgibt (und noch mehr ???).



    Zu der Hosen-Recycling-Umänderaktion, werde ich wohl einfach den Thread splitten und hier einen Cut machen, da er in diesem Philosophischen Unterforum wirklich nicht so gut aufgehoben ist.


    Nur soviel zu Deinen Gedanken:

    Quote

    Was ich aus deinem Text ziehe:
    * Du hast genügend Jeanshosen, die mal gepasst haben und das außer am Bauch wahrscheinlich immer noch ganz akzeptabel tun. Du hast also Material zum Ausprobieren (günstige Voraussetzung!)


    --> JA, Du hast recht

    Quote

    * Du hast eine Hüfthose, die zumindest „funktioniert“. Nicht so ganz geht aus deinem Text hervor, ob es dir so auch lieb ist oder ob es eher eine „Notlösung“ ist.


    --> ich fand Hüfthosen früher schrecklich, und ich mag auch immer noch nicht so gerne, dass man beim sitzen hinten am "Unterrücken" so ein "unabgeschlossenen Hosenbund" hat, was ich meist durch lange Unterhemden/Bodys kaschiere, da ich die Ansicht von "nackter Haut" an dieser Stelle nicht wirklich sooo atraktiv finde, jedenfalls nicht für mich, aber ich mag das Gefühl über dem Hüfthosenbund nicht eingeängt zu werden, weder im Sitzen noch im Stehen oder Bücken, daher ziehe ich diese jetzt ganz gerne an - und hab auch noch 2 ähnliche (Cargostil)


    Quote


    Mein Ansatz wäre der, zu überlegen, wie ich denn mein Bäuchlein kleiden will?
    a) „hosentechnisch“ gar nicht, der Bund hat gefälligst drunter zu bleiben -> Hüfthosen
    b) das Bäuchlein soll schön wie in ein Futteral eingepackt werden, aber bitte weich und nachgiebig -> Modelle wie die Schwangerschaftshosen mit dem Strickbündchen, Hosen ohne Bund, allenfalls Beleg
    c) die Hose soll ein festes, stabiles Futteral fürs Bäuchlein sein -> mal sehen, wie weit man da mit ändern kommt; das läuft mittelfristig eher auf eine Maßschnittentwicklung raus.


    --> ich kann mir a und b gut vorstellen und bei c muss ich einfach mal überlegen, wie das zu bewerkstelligen wäre


    Quote

    Ein Ansatz könnte sein, an einer alten Jeans erst einmal den Bund abzumontieren. Trennen oder einfach abschneiden. Dann mal anziehen, wahrscheinlich bleibt der Reißverschluss erstmal offen. Versuchen, herauszufinden, wo und wie tief du den Leib der Hose vom Bund her einschneiden musst, damit sich ein halbwegs vernünftiger Sitz des verbleibenden Hosenfragments ergibt und du die aufklaffende Fehlweite am Reißverschluss etwas verteilen kannst.
    Ich nehme an, deine Jeanshosen sind plusminus FivePocketJeans? (Vielleicht nicht im strengen Sinn …) dann kannst du wegen der Taschen nicht beliebig überall einschneiden. Aber vielleicht findet sich eine Möglichkeit?


    Die Schlitze mit Keilen aus anderem Stoff hinterlegen. Je nach gewünschten Trageeigenschaften kann das aus Jersey oder Sweat sein (sehr weich und nachgiebig), aus Baumwollwebstoff (im Vergleich zur Jeans dünn, aber durchaus stabil) – oder sogar aus Jeans (eine andere Jeans dafür opfern; wenn du nachher wieder einen Bund dran montieren willst, brauchst du dafür sowieso auch Material, z.B. aus einem Hosenbein …)
    Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.


    --> auf jeden Fall - ich werde mal gucken, welche Hose(n) ich einfach mal anteste, auseinander nehme und damit "herumprobiere




    Quote

    Dein Thread ist im Unterforum „Praktisches, Psychologisches und Philosophisches rund um unser Hobby“ vielleicht nicht so besonders günstig angelegt. Überleg mal, ob ein anderes Unterforum vielleicht passender ist, damit diejenigen, die dir gute Sachen dazu sagen können, es überhaupt mitbekommen. („Schnittmusterprobleme und -besprechungen“, „Abseits der Norm“ oder vielleicht auch „Refashion, Gerettet, Second Life, Upcycling“? Wenn du deinen Thread wo anders hin verschoben haben willst, kannst du einfach den „Meldeknopf“ drücken, das ist das kleine dunkle Dreieck mit dem Ausrufezeichen drin, und drum bitten, dass es verschoben wird).


    - danke für den Tip :)


    ich werde mich diesbezüglich zu neuen Unterforen bewegen.


    achja - und die Birnenform... - damit meinte ich OBEN schmale Schulter, und so 75-80A... und nach Unten zunehmend - mit weiblicher Hüft-Po-Form und Reiterhosenansatz.


    LG, Tjorven

    Ob eine Sache gelingt, stellst Du nicht fest, wenn Du darüber nachdenkst,
    sondern wenn Du es ausprobierst.

    -Anonym-

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  • Hallo Tjorven,


    danke für deine Antworten und dass du uns mitnimmst zu deinen Gedanken und Überlegungen. In dieser Hinsicht ist der Thread in der psychologischen Abteilung nicht so verkehrt – und ist es schön, wenn die Diskussion auch hier weitergeht.


    Über 50% des Kleiderschrankinhalts nicht angezogen – da kann ich eine interessante Beobachtung beisteuern: Ich bin umgezogen. Mittlerweile genau vor einem Jahr. Der Kleiderschrank steht und ist gefüllt. Es passt aber nicht alles rein. Ich brauche noch ein zweites Aufbewahrungsmöbel für „die Wäsche“ und ein bisschen mehr.
    Beim Umzug habe ich die muss-ich-verfügbar-haben-Kleidungsstücke in einen Karton gepackt. Ich lebe immer noch aus diesem Karton! Und es fehlt mir nicht wirklich was. Der Kleiderschrank ist inzwischen besser zugänglich, als er schon war (also, dass ich ohne allzugroße Mühe überhaupt die Tür aufmachen kann); es ist eine schöne Option, mich dort bedienen zu können. Aber das meiste, was ich trage und benutze, ist ein Teil dieses Kartons … Dabei ist ein Teil davon schon zur Abteilung „Lieblingsklamotten für jeden Tag“ gehörig. Anderes sind Klamotten, die ich eben „auftrage“ – und beizeiten Entscheidungen treffen muss, wie sie ersetzt werden sollen.


    Weggeben finde ich einfacher, wenn ich die Sachen weitergeben kann und jemand anderes sie gerne trägt und benutzt. Wegwerfen kann ich nicht, dann eben auftragen oder auf Halde legen, vielleicht gelingt es, sie wieder für mich passend (im doppelten Sinn) zu machen.


    Liebe Grüße
    Schnägge


  • Über 50% des Kleiderschrankinhalts nicht angezogen – da kann ich eine interessante Beobachtung beisteuern: Ich bin umgezogen. Mittlerweile genau vor einem Jahr. Der Kleiderschrank steht und ist gefüllt. Es passt aber nicht alles rein. Ich brauche noch ein zweites Aufbewahrungsmöbel für „die Wäsche“ und ein bisschen mehr.
    Beim Umzug habe ich die muss-ich-verfügbar-haben-Kleidungsstücke in einen Karton gepackt. Ich lebe immer noch aus diesem Karton! Und es fehlt mir nicht wirklich was.


    :daumen: Schnägge, da können wir uns ;) gut die Hand reichen, ich lebe nach 5 Jahren Umzug in ein renovierungsbedürftiges Haus auf einer Dauerbaustelle - mit ähnlich "rationierten und rationalisierten" Kleider-gewohnheiten, von daher ja auch diese Erkenntnis der ca. 50% ungetragener Kleider, neben den anderen oben erwähnten Aspekten dazu.




    Quote

    Der Kleiderschrank ist inzwischen besser zugänglich, als er schon war (also, dass ich ohne allzugroße Mühe überhaupt die Tür aufmachen kann); es ist eine schöne Option, mich dort bedienen zu können. Aber das meiste, was ich trage und benutze, ist ein Teil dieses Kartons … Dabei ist ein Teil davon schon zur Abteilung „Lieblingsklamotten für jeden Tag“ gehörig. Anderes sind Klamotten, die ich eben „auftrage“ – und beizeiten Entscheidungen treffen muss, wie sie ersetzt werden sollen.


    Für mich ist es einfach auch eine Entdeckungsreise. Neben dem "Auftragen und zumindest noch gut für den Garten" -Gedanken, schwingt jetzt halt durch den körperlichen Umbau auch noch der Aspekt mit rein - "fast noch neuwertig, mag ich noch sehr, aber passt nicht mehr" --> sprich, wie "recyclen bzw. wieder tragbar" machen.


    Quote

    Weggeben finde ich einfacher, wenn ich die Sachen weitergeben kann und jemand anderes sie gerne trägt und benutzt.


    geht mir auch so, insbesondere bei Kleidungsstücken, die ich mir mal "gekauft" habe, weil ich sie echt schön fand, aber sie eigentlich überhaupt nicht mehr zu dem "ich" passen, wie ich mich jetzt fühle oder sehe. Aber wenn ich eine Weg-Geben-Können-Entscheidung hab treffen können, dann mag ich mich damit auch nicht allzu lange belasten, und bevor sie bei mir nur in eine andere Ecke geräumt werden, geb ich sie im Sozialkaufhaus ab, wenn sie sonst keiner haben will.


    Quote

    Wegwerfen kann ich nicht, dann eben auftragen oder auf Halde legen, vielleicht gelingt es, sie wieder für mich passend (im doppelten Sinn) zu machen.


    ... doch, ich kann manchmal auch was wegwerfen, wenn z.B. gestopfte Socken mehr aus Flickstellen, als aus gestrickten Anteilen bestehen, ein T-Shirt nach 15 Jahren incl. Garten- und Bauarbeiten sooo mürbe ist, dass es schon beim Anziehen einreisst (und sich nicht mehr flicken lässt ;) ) und.... - weil ich es in meiner Kindheit nicht wirklich lustig fand... bei mir wird Schiesser-feinripp nicht zu Putz-/Spüllappen umfunktioniert ... - höchstens zum Polieren vom Motorrad (geht doch nix über weiche Baumwolle):cool:


    LG, Tjorven

    Ob eine Sache gelingt, stellst Du nicht fest, wenn Du darüber nachdenkst,
    sondern wenn Du es ausprobierst.

    -Anonym-

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  • :daumen: Schnägge, da können wir uns ;) gut die Hand reichen […]


    Grins. Hatte ich doch irgendwie vermutet, dass es da gewisse Übereinstimmungen gibt …


    Die fünf Jahre finde ich auf eine Art sehr beruhigend. In dieser Hinsicht werde ich also in meinem langsamen Tempo weitermachen können.
    Und in anderer Hinsicht? – Da stecken wir nicht drin (was im Tagesthread diskutiert wird mit Patientenverfügung und so). Letztlich kann ich Entscheidungen doch nur in meinem Tempo treffen und umsetzen.


    Entdeckungsreise? Ja, für mich auch. Nachher waren ganz andere Kleidungsstücke für mich gut und praktikabel, als ich ursprünglich dachte. Und das ist ja nicht abgeschlossen, ich stecke mitten drin.


    Die jüngste körperliche Veränderung war bei mir in anderer Richtung, ich bin dünner geworden und habe wieder etwas Taille gewonnen. Aber außer, dass das eher mit herrschenden Schlankheits- und Schönheitsidealen konform geht und von daher „einfacher“ ist, ist es gar nicht so anders. Auf einmal sind andere Kleidungsstücke und andere Schnitte angesagt.


    Ich dachte, Kleider wären toll (mag ich auch, sind auch toll). Aber selbst für mich, die ich mich ausgesprochen gerne mit Wäschepflege beschäftige, ist das irgendwie zu aufwändig. Dafür habe ich letzten Winter sehr viel und oft einen schlichten, gerade geschnittenen Wollrock getragen.
    Hosen liegen entscheidungstechnisch auf Eis. Die letzten (zehn?) Jahre waren es Fivepocketjeans aus durchgefärbtem Jeans / Köper, allenfalls Cord. Kann sein, dass hinterher auf der einen Seite Arbeithosen übrigbleiben und auf der anderen Seite – wenn überhaupt Hosen – die, die zu einem Hosenanzug gehören. Also das, was in meinem Leben bisher noch nicht an mich gegangen war …


    Liebe Grüße
    Schnägge

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