Beiträge von Sporcherin

    Bereits die Kartonbauphase hat die Tücken meiner genialen Taschenphantasie zu nichte gemachte. Das funktioniert so, wie ich es mir gedacht hatte, leider überhaupt nicht. Gut, daß ich noch nicht im Nählädchen war.


    Beim Probeteilnähen bzw. beim Bestücken, fiel mir auf, daß der hintere Proviantteil viel schwerer und auch noch deutlich "dicker" sein wird als der vordere Basis-Taschenteil und das sieht Scheiße aus. (Nee olle, schüttere Decke aus Kunstfaser eignet sich übrigens überhaupt nicht als Dummy, auch nicht mit Kartonverstärkung, nicht mal als Denkmodell!)


    Weiteren Ärger bereitete ich mir selbst, da ich meine "Nähbrille" durch unbedachtes Drauftreten geschrottet habe ... Aaarghhh ... schon mal einäugig scharfes Sehen probiert? Ist nicht nähtauglich. Meine zweite Lesebrille liegt in der Arbeit - da fahre ich heute garantiert nicht hin um sie zu holen.


    :wuah:


    Ich hab' mich entschieden, meine neue Tasche wird das größere Original, 4 cm breiter, 5 cm tiefer und 2 cm höher und für die Tagesverpflegung gibt's eine separate Tasche, in die auch meine "Eleganza" problemlos reinpaßt, weiß ich die Schale sowieso nicht hochkant einpacken kann. Das Rumgetrage dieser Salatschüssel in der Hand nervt mich schon lange.


    Beim Thema Stoff hab' ich auch etwas hübsches gefunden.


    Buttinette Kunstleder.jpg

    Bedrucktes Lederimitat, mit glattem, schwarzem Untergewebe,

    Breite: 145 cm, Gewicht: ca. 145 g/m². Material: 100 % Polyester

    waschbar per Hand, für Taschen, Rucksäcke, Homedeko

    Buttinette Art. 99700444

    momentan preisreduziert


    Dazu D-Ringe und Steckschlösser in Altmessing, Futter wird farblich passender Baumwollstoff oder Mischgewebe.


    Bisher habe ich noch kein Kunstleder vernäht. Es wird also eine interessante, neu Näherfahrung werden. Klar ist, die Stichlänge muß etwas größer sein als bei Baumwolle.


    :?: Frage Kann ich dieses Material mit einer Jerseynadel nähen?

    Der Nähratgeber schlägt sie für leichtes Kunstleder vor.



    Die Provianttasche bekommt innen einen fröhlichen Erdbeer-Look


    abwaschbar.jpg


    abwaschbare Tischwäsche Erdbeere, Motivgröße 3-4 cm

    Breite 140 cm, Gewicht 310 g/m²,

    Material 100% Polypropylen, Beschichtung 100% Polyvinylchlorid

    Buttinette Art. 99700569


    Der Außenstoff wird Baumwolle, schwankte ich noch zwischen den Motiven Gänseblümchenwiese und Bast-Korb-Optik.

    Die Bumerangferse habe ich einmal gestrickt, ich fand sie blöd, abgesehen davon, daß sie nicht nicht zu meinen Füßen paßt. Die Käppchenferse erleichtert mir das Anpassen. Ich stricke sie um einige Reihen höher und um einige Maschen breiter als für meine Schuhgröße vorgesehen.


    Die Sternchenspitze hab' ich mehrmals verwendet, bin wieder zur Bandspitze zurückgekehrt, da sie mir besser gefällt, sowohl vom Stricken her als auch von der Optik.

    (...) kommt es auch immer noch auf den Tisch an, auf dem sie steht. (...)

    Das ist ein wesentlicher Punkt.


    Eine Nähmaschine im Nähschrank ist ggfs. laut, weil das Schränkchen einen vortrefflichen Resonanzkörper bietet. Die selbe Nähmaschine auf einem stabilen Tisch mit Unterlage (Stück von einer Yogamatte oder von einer Anti-Rumpel-Matte einer Waschmaschine) ist kaum mehr zu hören.

    Meine Fehler, die ich so mache, rauben mit den letzten Nerv, weil ich mich darüber tierisch ärgere, allerdings lerne ich aus meinem selbst produzierten Mist auch am meisten. Dieser Fall kommt leider häufig bei mir vor:


    Das Probeteil aus einem helleren Stoff (z.B. billiger Stoff, Bettzeug etc.) ist nach langem Knobeln und Ändern endlich tragbar und sitzt, :biggrin: große Freude.


    Frau Spo meint "okay, jetzt weiß ich wie's geht", legt los, näht fröhlich mit Originalstoff (ähnliches Gewebe) vor sich hin und dann - es sitzt gar nicht und es sieht bescheuert aus.


    So manches Probeteil wurde dann kreativ mit Batiktechnik umgefärbt und so zum Original, weil es mir nicht gelingt, beim zweiten Mal alles identisch zu nähen, irgendetwas weicht immer ab. Ich hab' einige "Batikteile" im Schrank - Tendenz ... steigend :pfeifen:

    Mir ist eine neue Idee in den Kopf gefleucht.


    Es gäbe rein theoretisch die Möglichkeit an den Taschenrücken einen umlaufenden Reißverschluß, ähnlich eines Verbindungsreißverschlußes, wie ich ihn von Motorradkleidung her kenne, anzubringen.


    Dazu ein Zeitungsfach, das ebenfalls mit Reißverschluß angebracht werden kann oder alternativ ein Vesperfach mit mehr Tiefe, in das die Proviantboxen reinpassen.


    Ob das so umsetzbar ist, weiß ich nicht. Ich mach' mir davon erst mal ein Pappmodell und am Montag nähe ich ein Probemodell aus einer ausrangierten, dünnen Decke um eine Vorstellung davon zu bekommen.

    Die Grundbegriffe des Nähens (per Hand und mit der Nähmaschine) habe ich tatsächlich im Handarbeitsunterricht in der Schule gelernt.


    In der 1. Klasse waren es Pappkarten auf denen Motive mit vorgestanzten Löchern waren, die mit einem dicken Faden (dünner Schnürsenkel) " nachgenäht" wurden. Ich glaub' in der 3. Klasse, haben wir Knöpfe annähen gelernt und in der 5. Klasse wurden wir auf die Nähmaschine losgelassen. Mit Unterstützung meiner beiden Omas habe ich da ganz brauchbare Dinge abgeliefert. Ab der 10. Klasse gab's keine Handarbeit mehr.


    So ruhte meine Nähereien rund 30 Jahre lang bis ich eine Nähmaschine geschenkt bekam. Anfangs half mir eine Freundin meine verschütte Nähkenntnisse aufzufrischen.


    Zwei Nähkurse hatte ich besucht, einen Kurs Basiskurs in einer Nähschule, der richtig toll war und einen VHS-Kurs (Einführung für Nähen an der computergesteuerten Nähmaschine), der auch richtig Spaß gemacht hat.


    Ich habe einige umfangreiche Nähbücher, nur verstehe ich selten, was dort mit den Erklärungen gemeint ist. Bilder/Skizzen anschauen oder mal ein kurzes Video hilft mir da schneller.


    Für mich ist das Lernen am leichtesten, wenn ich eine ungefähre Ahnung habe, wie's funktionieren könnte, dies dann ausprobiere und wenn es nicht zum gewünschten Ergebnis führt, gezielt beim Nähtreffen oder bei nähenden Freunden, die mir das auch live zeigen können, nachfrage. Da wurden meine Fragezeichen im Kopf bisher jedes Mal gelöst und ich hab's auch verstanden, was wir mir erklärt wurde.


    Ebenso hilfreich ist für mich Fragen, die im Forum gestellt werden und die Antworten so lesen, dabei hab' ich eine Menge gelernt. Antworten, die auf meine Fragen erhalten habe, halfen mir bisher prima weiter.


    Es gibt so viel Möglichkeiten zum Ziel zu kommen und jedes Mal kann ein anderer Weg der richtige sein.

    Ich hab' mich nun entschieden. Das Oilskin hat mir farblich nicht zugesagt und ich ordne den Stoff eher bei Rücksäcken oder Sporttaschen ein.


    Ich werde mir einen dickeren Baumwollstoff aus der Farbfamilie Lila kaufen. Ob mit oder ohne Muster entscheide ich vor Ort. Morgen tuckere ich ins Nählädchen und will mir dort alles benötigte kaufen. D-Ringe, Karabiner, Reißverschluß, und Nähgarn stehen auf dem Zettel.


    Außerdem müssen die Vorräte der Nähmaschinennadeln dringend aufgefüllt werden. Außer der Nadel, die aktuell in der Maschine ist, mit der ich meine Motorradhose ausgebessert habe, ist nichts mehr da. So was aber auch!

    Danke, ich bin wieder einen Schritt weiter.


    Der Schulterriemen wird verstellbar und mit Karabinerhaken in D-Ringe eingehängt. Die D-Ringe, kommen wir beim Original, an die Seitenteile der Tasche.


    Die Tasche muß etwas mehr aushalten als die jetzige, die samt Beladung (ja, ich hab's gewogen!) 3,1 kg wiegt. Zusätzlich rein soll die Getränkeflasche (1 Liter) und die gefüllte Vesperbox. Also 5 kg sollte die Neue aushalten.


    Die Verstärkung wird aus dem alten Markisenstoff, den ich noch habe, gefertigt. Dieser ist häßlich und ungleichmäßig ausgebleicht, kommt daher als Außenstoff nicht in Frage.


    Die vordere, aufgesetzte Tasche wird verstärkt, da dort diverse Schlüsselbunde untergebracht werden. In der jetzigen Tasche haben die Schlüsselspitzen das Innenfutter bereits an vielen Stellen durchgearbeitet.


    Den Außenstoff werde ich online kaufen, da ich momentan keine Lust habe in einer Reste-Stoff-Kiste im Möbelhaus zu stöbern. Ich gucke also gezielt nach schwerem Vorhang- und dichtem Möbelstoff. Mal sehen, was sich auftut.

    Tja, es ist extrem ärgerlich, daß das Jubiläum nicht gemeinsam gefeiert werden kann. Wie heißt es so schön, aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Toll, daß sich der Veritasklub und Team gemeldet haben und gratulierten.

    Momentan überlege ich mir, welche Farbe die Tasche bekommen soll. Fest steht, sie soll dunkel werden, aber ob nun unifarben oder aus gemustertem Stoff oder einfarbiger Korpus mit bunter aufgesetzter Tasche?


    Meine bisherigen Taschen (4 Stück) waren alle aus schwerem Baumwollstoff mit leichtem Baumwollfutter und die Badetasche aus einer Art Cord mit Wachstuch innen drin. Eine Handtasche habe ich bisher noch nicht genäht.


    Die Handtasche soll ein Dauerbegleiter werden, also strapazierfähig und waschbar. Da könnte ich mir durchaus auch Jeansstoff oder ein Baumwollmischgewebe vorstellen. Gibt es außer Canvas, der in vielen Onlineshops als Taschenstoff bezeichnet wird noch geeignete Stoffe, die ich noch gar nicht in Erwägung gezogen habe?


    Noch eine Frage kam bei mir auf, wird die Reißverschlußtasche bzw. deren nicht sichtbarer Innenbeutel eigentlich auch verstärkt?


    Dann fleuchte mir die Idee durch den Kopf, daß ich seitlich innen noch eine Schlaufe (breiten Stoffstreifen mit innenliegenden Gummiband) an einem Seitenteil annähen könnte, der die oft mitgeschleppte Trinkflasche an ihrem Platz hält.


    Der Schulterriemen ist auch so eine Sache. Rein theoretisch könnte ich diesen in einem Stück mit dem umlaufenden Seitenteil (Tiefe der Tasche) fertigen, was zur Folge hätte, daß er eine vorgegeben Länge hätte. Verstellbar wäre besser und ein Metallring, der aufgenäht ist, ist gleichzeitig auch ein Dekoelement. Da gibt's allerhand hübsche Formen, wie ich gesehen habe.


    Je mehr ich mich mit dem Thema Handtasche beschäftige, desto detaillierter werden meine Vorstellungen. Allerdings wird mir auch ein bißchen mulmig, denn mir fehlt einfach die Erfahrung beim Taschen nähen.

    Die alten, mechanischen Nähmaschinen sind meistens sehr solide und haben eine lange Lebensdauer, vorausgesetzt sie werden ordentlich gepflegt. Die Bedienung und Stich-, wie -längenwahl finde ich einfach.

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