Ähm, Nicht-Doodeln-Können gibt es nicht!
Doodeln ist ja dazu da, dass blutige Zeichen-Anfänger den Einstieg finden. Nur zwischen Anfänger-Doodeln und Könner-Doodeln liegen halt viele Übungsminuten/-stunden. Das gilt aber für alles Sachen die mit der Hand gemacht werden.
Nicht-Doodeln-Wollen ist dagegen weiter verbreitet als man denkt, der Kunstunterricht muss wohl teilweise für lebenslange Frustration sorgen. Außerdem ist es so, je mehr Bewegungen, grad Handbewegungen in der mikromotorischen Bereich geht (zeichnen, stricken, sticken, Kalligrafie, laubsägen usw.) desto anstrengender ist es für unser Gehirn am Anfang. Und ich meine wirklich anstrengend!!! Da kann nach 15 min schon der Schweiß auf der Stirn stehen!
Zusammen mit Frust - siehe oben - kommen manche dann zu der Ansicht: "Ich kann das nicht!"
Aber Doodeln ist eine Übungssache, genau wie Quilten.
Ich zeichne, male und doodle ja viel, aber ich geb zu, als Vorbereitung für das Quilten ist mir Doodeln nur hilfreich, wenn ich den "Laufweg" erkunde. D.h. ich sehe ein Muster und probiere aus, wo muss ich wenden, wo kreuzen, wie groß muss der Halbkreis, die Spirale usw. sein, damit ich es schaffe, die Fläche gut zu füllen. Ansonsten quilte ich lieber auf einem Probestück, um mich einzuarbeiten. Ich bin also als Vorbereitung zum Quilten auch in der "Nicht-Doodle-Wollen" - Fraktion, wenn auch aus anderen Gründen. 