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Beiträge von Hummelbrummel

    Zu den verwendbaren Stichen:


    Versuch macht kluch. :)


    Probier doch den "Overlockstich" mal mit dem Fuß, der dafür in der Anleitung genannt wird, an einer doppelt gelegten Stoffkante aus. Dann siehst Du, ob er Dir hierfür taugt.

    (Stich Nr.5)


    Auch der "Netz-Stich" Nr. 4 könnte sich hierfür eignen, evtl auch als Stich zum Säumen (Coverersatz).

    Auch der linke Stich auf der roten Skala könnte sich hierfür eignen.

    Edit: Der nennt sich ja schon Trikotstich, möglicherweise ist es der, mit dem ich hier hübsch gesäumt habe.


    Mit dem "Dreifachgeradstich" (im Bild links oben grün, Zickzack aus drei Einzelstichen) kannst Du auf jeden Fall eine elastische Naht herstellen. Ich habe den auch schon zum Säumen von T-Shirts verwendet und als "Designelement" erklärt. Ich mag ihn für diesen Zweck, ist natürlich Geschmacksache.

    Den habe ich an meiner alten Pfaff immer sehr vermisst.


    PS: Wir sprechen hier schon vom Säumen von Jersey, Sweat, etc, oder? Webware kann man ja problemlos mit einem Gwerdstich nähen, oder mit einem unsichtbaren Blindstich, den Deine Maschine auch hat (Nr.2, grün).


    Ich könnte mir eigentlich vorstellen, dass die Bedienungsanleitung hierzu einiges hergibt.

    2.

    Für Bekleidung wäre es schön, wenn die Maschine Versäuberungsstiche, ähnlich wie eine Overlock das machen kann, um Schnittkanten gut zu versäubern. Zusätzlich wäre auch die Eignungen gefragt, gut vernähte Säume anzulegen, wie das eine Coverstich machen würde. Ob es dazu schon gute Alternativen bei den besseren Haushaltsnähmaschinen gibt, die sich mit der Verarbeitungsqualität einer speziell dafür vorgesehenen Maschine vergleichen lässt ?

    Als Ergänzung zu den anderen Beiträgen:


    Das kommt darauf an, was Du Dir darunter vorstellst.


    Eine annähernd identische Imitation von Overlock- und Coverstichen können übliche Haushaltsnähmaschinen meines Erachtens nicht, aber irgendwie vernünftige und/oder schöne Lösungen gibt es dafür schon, sei es mit der Zwillingsnadel (allerdings bei weitem nicht so elastisch wie eine Covernaht) oder mit anderen Stichen.

    Wenn ich an meine beiden modernen Maschinen denke, dann haben die auf jeden Fall Stiche, die sich für diese Einsatzzwecke eignen.


    Coveralternativen (Säume):


    Beispiel Zwillingsnaht

    Beispiele schlichte Altertnative für Saum (Foto 2-4 von oben)

    Beispiel Alternativnaht für Saum  (Drittes Foto von oben zeigt die Naht)


    Man muss auch sagen, dass das Handling einer Covermaschine geübt und gepflegt sein will, damit man ordentliche Nähte bekommt. Ich habe da inzwischen auch eine, aber mehr aus Neugier. Meine persönlichen Anforderungen ans Säumen hätte ich gut weiterhin mit der Nähmaschine erfüllen können.


    Overlock:

    Ich habe ja eine Overlock, aber manchmal nehme ich bei kleineren Sachen trotzdem schnell die Nähmaschine, die immer da steht, anstatt die Overlock aufzubauen.

    Gerade für das gleichzeitige Zusammennähen und Versäubern war ich positiv und angenehm überrascht über die Stiche, die meine Pfaff Performance 5.0 (und sehr viele andere Pfaffen ähnlicher Bauart) dafür haben, und die auch funktionieren. Davon habe ich allerdings keine Beispielbilder. Du kannst z.B. beim Händler "Nähpark" zu jeder Maschine in der Stichübersicht ansehen, welche Stiche sie kann.

    Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden:


    Du möchtest

    - mit einer Schrift aus Deiner Maschine

    - einen Text sticken, der

    - mehrere Zeilen umfasst, aber

    - Dein Stickrahmen ist zu klein,

    ja?


    Würde es denn von der Buchstabenfülle her gehen, eine Zeile in einem Rahmen zu sticken?

    In diesem Fall würde ich tatsächlich jede Zeile einzeln sticken und dazwischen umspannen.


    Mit der Rahmenschablone und dem Motivmittelpunkt kannst Du dann die Zeilenabstände genau definieren.


    Also z.B.:

    Deine Buchstaben sind 3cm hoch, du möchtest 1cm Abstand zwischen den Zeilen: einen Mittelpunkt markieren und von diesem jeweils 4 cm weiter (8, 12, 16 von ersten Punkt aus...) ebenfalls markieren.


    In der Maschine jede einzelne Zeile als einzelne Datei so ausrichten, und ggf drehen, dass der Text immer ganz links (oder z.B. unten - falls gedreht) anfängt und dann für jede Zeile neu am nächsten neuen Mittelpunkt einspannen.


    Wesentlich eleganter ginge es natürlich mit einer Schrift, die so klein ist, dass der ganze Text in einen Rahmen passt. Das ließe sich mit entsprechender (kostenloser) Software und passender Stickschrift (müsste gekauft werden, je nach Wunsch auch für "kleines Geld" zu haben) realisieren.

    (Beispiel und Beispiel)

    Oder mit der völlig kostenlosen, aber sehr einarbeitungsintensiven Software "Inkstitch".

    Mein "Standardgeschenk" zur Geburt ist seit sehr vielen Jahren ein großes Kapuzenbadetuch aus Frottee in guter Qualität. Früher habe ich immer eine handgestickte Borte mit dem Namen aufgenäht und das Tuch selbst genäht (wobei die ordentliche Einfassung mit Schrägband bei mir auch zeitaufwändig ist).


    Früher gab es keine großen Kapuzenbadetücher zu kaufen und diese Tücher wurden wirklich jahrelang genutzt. In manchem Badezimmer sah ich bei einem Besuch noch im Teenageralter der "ehemaligen Babies" die verwaschenen Tücher im offensichtlichen Gebrauch hängen, und bei manchen wurde ich auch Jahre danach noch darauf angesprochen. (Und der ein oder andere bekam/bekommt dann mal zum 18. ein neues ohne Kapuze und mit maschinegesticktem Namen ...)


    Heute kann man natürlich sowohl große als auch personalisiert bestickte Badetücher überall kaufen.


    Andererseits könnte man aber auch ein fertiges Tuch zum Kind oder zur Familie passend mit der Maschine besticken, dann ist es jedenfalls ein schnelles Geschenk.


    (Drei Beispiele für handgestickte Badetücher auf meinem Blog und ein Beispiel für ein maschinegesticktes)

    ... was den Begriff "Kone" angeht:

    Ich vermute, dass das Wort wieder mal stumpf und ohne weiteres Nachdenken aus dem Englischen übernommen und "eingedeutscht" wurde.

    Dort heißt cone so viel wie Kegel, Konus oder Zapfen (s.a. Conifere, grob übersetzt Zapfenmacher :cool: ...)

    ... und kegelförmig sind die Dinger ja irgendwie :pfeifen: ...

    Mir ist der Begriff der "Kone" als "Kern" für aufgewickeltes Garn schon sehr lange vertraut, insbesondere im Zusammenhang mit Handstrickapparaten, wo es "Konenwickler" verschiedner Art gibt. Heutzutage hat man ja eher Knäulwickler (ohne Kern), aber gerade bei den älteren Modellen waren das oft wirklich richtige Kegel (Konusse), auf die gewickelt wurde, teils sogar aus Holz.

    Ich bilde mir ein, "Kone" in diesem Zusammenhang auch schon in Anleitungen aus den 50er-, 60er-Jahren gelesen zu haben, aber vielleicht hat da auch einfach mein Gehirn die Begriffe selbstständig vertauscht und ich irre mich.

    Falls ich mal wieder darüber stolpere, dann berichte ich :)

    Die Botties "funktionieren" mit Gummisohle und Wollfilz.

    Allerdings ist die Form leider für mich nicht "barfußig" genug, also nicht für meine ziemlich breiten Latschen (die auch sonst selten in normalen Schuhen Platz finden), was mich bisher noch davon abhielt, das hier liegende Paar zu Schuhen zu verarbeiten.


    (Botties = Markenname für Sohlen zum Schuhe aus Textil dranmachen (häkeln, stricken nähen, https://botties.de).

    ... nun musste ich erst mal "Jadela" googeln :pfeifen: ...

    ... was in diesem Zusammenhang nicht wirklich wichtig ist, sondern, dass die Jacke/ der Mantel aus ungefüttertem Walk ist, und wie ich die Nähte eingefasst habe.

    Was auf meine Jadela zufällig zutrifft (die man übrigens auch aus anderem Material und mit Futter nähen kann).


    ... und damit niemand suchen und googeln muss, hatte ich oben mein Projekt extra verlinkt ;)


    Aber wo ihr euch jetzt schon alle über das Schnittmuster schlau gelesen habt, hier noch ein Wort zu dem Jadela-Schnitt: Ich mag ihn genau so: für und mit einem dicken Pulli drunter und da sind die Ärmel für mich perfekt.

    Ohne Pulli drunter sind die Armausschnitte/Ärmel wirklich nicht optimal, genau, wie seinerzeit einige hier angemerkt haben, als ich die Jacke genäht habe ...

    Zum Einfassen: Bei meiner Jadela habe ich einfach die Nähte (und Ränder an der Knopfleiste und unten am Saumumschlag) mit einem Baumwollschrägstreifen eingefasst, und finde das immer noch gut. (Projekt hier.)


    Es stimmt, dass es durch Walk durchpfeift, aber ob und wie man sich drin wohlfühlt, ist typ- und nutzungsabhängig. Mit einem dicken Schafwollpullover drunter (selbst gesponnen und gestrickt) finde ich meine Jadela bis minus 10 Grad perfekt, solange ich mich darin bewege (spazieren gehen, wandern).


    Am zugigen Bahnhof möchte ich bei Kälte damit aber nicht lang herumstehen.

    Natürlich kenne ich mein Buch sehr gut. Deswegen sind mir die Fotos vertraut und präsent, natürlich auch in Groß und Bunt, denn ich habe sie ja selbst gemacht (und mir eine Menge Gedanken dazu ...).

    Drum frage ich mich manchmal, ob es nicht langweilig wird, wenn ich hier immer die neuen Bilder im Blog poste.

    Jedenfalls gab es gestern das Beispiel zu > Continuous Line.

    (Allmählich lerne ich auch, wie man das schreibt.)

    Und letzte Woche meinen historischen > Garnrollenständer.

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