Also die Nahtzugabe waren unsichtbar im Schnitt. Da bestand ich auf einem Probenähen und das war richtig. Die Schnittstellenring wusste anscheinend nicht, dass man nicht überall dieselbe Nahtzugabe nimmt.
Möchte ich so nicht stehen lassen.
Es ist durchaus korrekt, gleichmäßig breite NZ anzuzeichnen. Und auch erstmal zu nähen - und später ggf. zurückschneiden.
Macht den Einstieg in's Nähen auf jeden Fall leichter, die passenden Anlegelinien sind heute i.d.R. auf den Stichplatten eingraviert und man hat auch ein wenig Änderungsspielraum für kleine Anpassungen.
(Die inkludierte NZ bei den großen SM-Herstellern ist mit 1,5 cm bzw. 5/8" ja nirgends so breit, das sie echte Schwierigkeiten zusätzlich produziert, Säume sind in der Regel mit 3 oder 5 cm bzw 1 1/4" bis 2" ange"zeichnet" - das steht irgendwo immer dabei.)
Btw. ich zeichne immer gleichmäßige NZ an - und die Nahtlinien ein. Und nur bei sehr schlichten Modellen lass ich es ggf. mal bei nur NZ und Schnittkantenorientierung. Ich hab allerdings auch einen Guckknick - ich hab 'ne Achsverschiebung und Schwierigkeiten, wirklich geradeaus und ohne Linksversatz zu gucken.
Weil einige von euch schreiben, sie radeln Schnitte nicht aus den Schnittmusterbögen, weil sie dann nur noch Einzelteile hätten, fällt mir noch eine Frage ein:
Wie viele Schnitte näht ihr denn im Schnitt aus einer Nähzeitschrift?
Im Zweifelsfall keinen oder 1 oder 2 von Bogen A, und/oder 3 von Bogen B, oder/und 1 von Bogen C und/oder 4 von D, oder so...
Nicht auf einmal oder hinternander weg, sondern durchaus mal über Jahre verteilt.
Oder - ich näh mit 3 Freundinnen regelmäßig - ein Schnitt für mich, 1 für 'ne Freundin.
Und dann das Karnevalskostüm für die nicht-nähende Freundin...
Gibt beim ausrädeln Konfetti.
Ich freu mich auch immer, wenn ich alte Schnittmusterhefte ohne Rädelspuren, also intaktem Schnittmusterbogen krieg. GsD ist auch in den 40ern und 50ern nicht konsequent nur ausgeradelt worden...
Abmalen von Fertigschnitten macht z.B. das Ändern einfacher und sicherer: Man hat ja noch das Original, um notfalls noch mal von vorn anfangen zu können, wenn die z.B. FBA doch daneben ging. Oder die Änderung für den Rundrücken, das Hohlkreuz oder was sonst nötig war...
Und manchmal soll Frau ja auch einfach noch wachsen - und möchte diesen Schnitt , weil Lieblingsteil, noch mal in der neuen Größe nähen. Praktisch, wenn man dann das originale SM noch hat.
(Das aufplustern - also das nachträgliche Vergrößern von Schnitten - mach ich zwar öfter, aber bequemer ist das, wenn noch alles da ist. Und wenn man nur deshalb aufplustern darf, weil der bis Gr. 56 reichende Schnitt mal irgendwann bei 48 ausgeschnitten wurde... ist das für mich schon was ärgerlich.)